The Chemical Brothers. Sie sind zurück!
18.02.2005
Pro:
besonderer Stil, abwechslungsreich
Kontra:
Kopierschutz
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
mehr
 SpinEnrocken
Über sich:
Meinungen sind wie Nägel. Je mehr du auf sie einschlägst, desto tiefer dringen sie ein. Ich schreibe...
Mitglied seit:17.02.2005
Erfahrungsberichte:3
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 57 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Interpret: The Chemical Brothers Albumtitel: Push The Button (Januar 2005 von EMI veröffentlicht) Das Album - Titel und Titeldauer --Musik --- Cover, Inhalt Das Musik-Wiedergabemedium - HiFi-Anlage -- tragbares CD\MP3 Abspielgerät --- PC Fazit
_______________________________________________________________________ Titel und Titeldauer: ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯ Titel#1- Galvanize (6:33) Titel#2- The Boxer (4:07) Titel#3- Believe (7:01) Titel#4- Hold Tight London (5:59) Titel#5- Come Inside (4:46) Titel#6- The Big Jump (4:43) Titel#7- Left Right (4:14) Titel#8- Close Your Eyes (6:13) Titel#9- Shake Break Bounce (3:44) Titel#10- Marvo Ging (5:27) Titel#11- Surface To Air (7:24) _________________________________________________________________________ Das Album – Musik die zu begeistern vermag! ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯ Das TheChemicalBrothers Duo Tom Rowlands und Ed Simons hat seit drei Jahren endlich wieder ein frisches Album herausgebracht. Den revolutionär anderen Stil, mit dem sie auf Alben wie „Block Rockin’ Beats“ oder „Surrender“ noch für Aufsehen sorgten, haben die beiden kreativen Köpfe beibehalten. Dennoch schaffen sie es heute noch mit dem Album „Push The Button“ nicht langweilig oder monoton zu wirken. Diese Musik ist einfach erfrischend anders als die breite Masse an elektronischer Musik, das hört man auf Anhieb. Die Gitarren-, Streich-, und Pianosamples lassen manchmal fast vergessen, dass es sich um konstruierte elektronische Musik handelt. Effektverliebt reiht sich ein Track an den anderen.
Im ersten und wohl auch massentauglichen Track des Albums, <Galvanize>, trägt der Gastauftritt von Rapper „Q-Tip“ (Jonathan Davis) mit seinem Textteil großartig dazu bei, die eigenen Erwartungen an das gesamte Album erstaunlich hoch anzusiedeln. Perfekt begleitet und umhüllt von orientalischen Streichinstrumenten und dem elektronischen Musikgerüst, zeigt dieser Titel das Potential der ChemcialBrothers. Die gebotene Dynamik, gepaart mit detailverliebten, teilweise noch nie gehörten Effektspielen, zieht sich durch das ganze Album. Und da erstaunt es doch etwas, dass fast jeder Track einen musikalisch absolut anderen Charakter hat. Die ChemicalBrothers schaffen es jedem Track ihren Stempel aufzudrücken und wohl gerade deshalb auch die ganzen Kontrastreichen Tracks stimmig auf dem Album unterzubringen. Dem nächsten Track <The Boxer> verhilft Charlatans-Sänger Tim Burgess, der mit den ChemicalBrothers bereits auf dem ersten Album zusammengearbeitet hat, zu großer Stärke. Big Beat, der sich gewaschen hat. Auch der etwas gradlinigere elektronische Track <Believe>, weiß zu begeistern, hier trägt Kele Okereke seinen (emotionalen) Teil dazu bei.
Im Vocal-Track <Hold Tight London> werden die chemischen Brüder von der wohl noch weitgehend unbekannten Anna-Lynne Williams unterstützt. Schwer verständlicher, apart wirkender Gesang begleitet vom perkussiven basslines. Da geht zum ersten Mal etwas besinnlicher zu. Diese Verschnaufpause zwischen all den Uptempo-Tracks ist eine wirklich gelungene Hommage des Duos an ihre jetzige Heimat. Auch <Close Your Eyes> bietet ähnliches. Emotionale Gesangseinlagen, die mit der tollen Instrumentenkulisse zum Träumen anregen. Mit <Left Right> ist sogar ein Hip Hop Titel auf dem Album vertreten. Mit Hilfe von Anwar Superstar will sich dieser jedoch nicht ganz in die Folge der ChemicalBrothers typischen Tracks einreihen. Aber das Spektrum an gebotener elektronischer Musik ist abwechslungsreich, kontrastreich und vielfältig. Also muss man auch einen Hip Hop Track hinnehmen wie er ist, wenn die beiden detailverliebten Soundkünstler ihre Finger im Spiel haben.
Ansonsten schaffen es die ChemicalBroters mit ihrem eigenwilligen Sound jeden Kontrast wieder zu vereinen. Rap-Passagen, typische Big Beat-Stücke wie <The Big Jump> oder <Come Inside>, House, aber auch sphärische Tracks wie <Surface To Air> und weitere Musikrichtungen werden in einem für TheChemicalBrothers typischen Stil bis ins kleinste Detail abgestimmt, ohne dabei Aalglatt zu wirken.
Die Abmischung des ganze Albums und ist sehr gut gelungen, die Klanqualität ist oberstes Niveau! Sowohl (extreme) Ton- Tiefen, Mitten und Höhen stehen in einem guten Verhältnis zueinander. Ein übertriebener dynamischer Abgleich, der oft eingesetzt wird um die Lieder an jeder Stelle gleichlaut wirken zu lassen, ist nicht hörbar. Tom Rowlands und Ed Simons verstehen ihr Handwerk immer noch. _______________________________________________________________________ Das Album – Cover und Inhalt ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯ Eine geballte Faust in einem Kopf, dreifarbig gezeichnet - Das ist das Cover. Die Botschaft des Covers ebenso subtil wie der Inhalt vieler Tracks in selbigem. Dennoch eingehend und stilistisch wunderbar.(©SpinEnrocken@CIAO) Push The Button (der Titel des Albums) steht mit fetten Blauen Buchstaben in diesem Kopf, der auch auf der Rückseite der Album-Hülle abgebildet ist. Jedoch von innen, mit Zahnrädern und allen Album- Titeln, die sich zwischen dieser Kopf-Maschine entlang schlängeln. Unterhalb der Strichcode und das Copy Controlled- Zeichen, dass dezent auf den Kopierschutz und eventuelle Probleme Hinweist.
Klappt man das Cover-Heftchen auf, sieht man ein kleines Kunstwerk aus Album-Titeln und Zahnrädern. Jedoch nicht sonderlich spektakulär. Ebenfalls dreifarbig gestaltet. Die Lied-Texte sind (leider) nicht enthalten. _________________________________________________________________________ Das Musik-Wiedergabemedium: ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
HiFi-Anlage ¯¯¯¯¯¯¯¯¯ Um Push The Button zusammen mit Freunden daheim wirklich genießen zu können, ist eine gute HiFi-Anlage absolut notwendig. Ansonsten hat man wenig Spaß mit dem teilweise extrem tiefen Beats und den verspielten Höhen und Effekten und bekommt stattdessen nur eine klirrende und nervende Klangkulisse geboten, die nicht mehr stimmig klingt. CD/MP3-Spieler (Kopfhörer/Auto) ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯ Spaß hat man auch beim Hören mit Kopfhörer auf einem tragbaren CD-Abspielgerät, falls dieses die CD jedoch überhaupt erkennt, da es zu Konflikte mit dem Kopierschutz geben kann. Ein MP3-Abspielgerät im Auto ist gefährdet die Musik nur mit Qualitätsverlust durch nervige Geräusche oder auch gar nicht abzuspielen.
Personal Computer ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯ Auf dem PC tut der Kopierschutz sein nötiges, um die CD nur in schlechter Qualität abspielen zu können, mit einer integrierten Abspiel-Software. Das kann schon den Spaß verderben, denn es gibt Leute, die ihre gekauften Alben gerne am PC verwalten und anhören würden. _______________________________________________________________________ Fazit: ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯ Ist man im Besitz einer hochwertigen HiFi-Anlage, macht das Anhören der grandios in Effekte eingehüllten Tracks eine Menge Freude, die auch so schnell nicht verblassen möchte. Tom Rowlands und Ed Simons spielen nur so mit den Frequenzen und Amplituden, bauen tolle Soundkulissen auf, zerreißen diese abrupt und wissen zu damit zu begeistern.
Allen TheChemicalBrothers Begeisterten, kann ich dieses Album uneingeschränkt empfehlen. Diejenigen, die mit elektronischer Musik nichts am Hut haben, sollten vielleicht mal Probehören. Doch manches weiß nicht von Anfang an zu begeistern, aber dafür halt dauerhafter.
Das einzige was mich wirklich an der Scheibe stört ist der dreiste Kopierschutz. Ich höre mir die Alben die ich Kaufe gerne auch selbst zusammengestellt auf dem MP3-Player an, müsste aber dazu nicht mehr legale Methoden anwenden, um dies noch tun zu können. Da der Kopierschutz die Qualität am PC herabsetzt, bewerte ich die eigentlich ausgezeichnete Klangqualität nur als gut. Doch dieses Album ist sein Geld wert! Probiert es aus.
_________________________________________________________________________ ¯¯\©/¯\SpinEnrocken/¯\2005/¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
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01.07.2007 03:29
Auf den ersten Horch fand ich das Album doch recht glatt - zumindest verglichen mit vorangegangenen Chemical Brothers Produktionen. Doch auf mittelfristige Zeit hin konnten die Stücke für mich teils noch einiges an Attraktivität hinzugewinnen. Die Typen wissen eben doch, was sie tun und wo ihre Stärken liegen.
26.02.2006 15:36
Der Bericht war sehr gut. Ich besitze dasAlbum auch und finde es nicht so pralle, hätte nur 4 von 5 Ciao Sternen gegeben. LG Jannik
23.02.2005 13:28
Wie das Cover gestaltet ist, finde ich eigentlich auch recht nichtssagend. Mich persönlich hätte noch eine Art kleine Histoy über den Interpreten interessiert! Insgesamt fand ich deinen Bericht aber echt gut, vor allem der Bereich mit den unterschiedlichen Medien war mal was Neues :O) Es grüßt - die seensucht๑