I.
Eigentlich sollte ich arbeiten an einem milde sonnigen Tag, der am Ende dann doch noch ein wenig schwül geworden ist.
Draußen im Garten riecht es nach frisch gemähtem Gras; der Duft weht mit jeder frischen Brise durch das weit geöffnete Erkerfenster in meinem Rücken ... Bericht lesen
Erfahrungsbericht von dahmane über Quelqu'un M'a Dit - Jewel Case - Carla Bruni 25.06.2003
Produktbewertung des Autors:
Cover-Design:
exzellent
Klangqualität:
ausgezeichnet
Langzeithörspaß:
wird nicht schnell langweilig
Pro:
Siehe Bericht
Kontra:
irgendwas - ich weiß es noch nicht genau
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
I.
Eigentlich sollte ich arbeiten an einem milde sonnigen Tag, der am Ende dann doch noch ein wenig schwül geworden ist. Draußen im Garten riecht es nach frisch gemähtem Gras; der Duft weht mit jeder frischen Brise durch das weit geöffnete Erkerfenster in meinem Rücken herein. Die Vögel zwitschern ziemlich selbstvergessen und ein bißchen müde vor sich hin. Auf dem Rasen und überall wandern Schattenflecken und Lichttupfer leise schwebend umeinander, hin und her und hin und her und hin und her... Und hier singt Carla Bruni.
Eigentlich sollte ich arbeiten. Hier duftet es zuweilen ach Orangen und Bienenhonig, je nachdem, und dann mischt sich wieder der herbe Geruch des frisch gemähten Grases darein. Das ist genug Motivation, sich an der biegsamen Prosa einer ausführlichen Kommentars zu einem Jahresabschluß zu versuchen; das ist leichter als eine Erklärung für die Komplexität der Schöpfung oder den milden Schwachsinn der aktuellen Politik. Aber heute habe ich die neue CD von Carla Bruni bekommen, deren Cover eine meiner Mitarbeiterinnen ein wenig irritiert hat. Sie hat ja nichts an unten ihrem Hemdchen, meinte sie ein wenig skeptisch und beugte sich noch mehr über meine Schulter. Das ist auch ganz gut so, antwortete ich. Sie schaute mich an, lächelte ein wenig und verzog sich. Dahin, denke ich, wohin alle braven Mädchen kommen.
Eigentlich sollte ich arbeiten. Das hatte ich auch vor. Ehrlich. Ich habe nur ein paar Minuten, nachdem ich das erste Lied gehört hatte, bei ciao eine Produktkategorie beantragt, in der sicheren Erwartung, daß ich die nächsten Tage, Wochen vielleicht gar, ungestört würde an den Berichten zu den Jahresabschlüssen arbeiten können. Eine Viertelstunde später war die neue Kategorie eingerichtet. Soll ich also konsequent bleiben und weiterarbeiten, während Carla Bruni mich aus Augen anschaut, die eigentlich nur grün sein können? Das Schönste an der Konsequenz, habe ich mir zuweilen sagen lassen (und es immer gerne gehört) ist die Inkonsequenz.
Eigentlich sollte ich doch lieber arbeiten, finde ich. Noch nie – ich schwöre es! –, soweit ich mich erinnern kann, habe ich einen Bericht geschrieben über ein Produkt, das ich gerade mal eben so kannte. Keine vier, fünf Stunden. Und das auch nicht so überwältigend ist, daß ich denken könnte, es immer schon gekannt zu haben (das fühlt man ja zuweilen, bei manschen Menschen, bei mancher Musik, bei einigen Büchern...); wenn ich Glück habe, wird sich auch diese Musik erst richtig erschließen, wenn sie zum Alltag gehört und zum Hintergrund des Lebens, denn diese CD werde ich mir in den nächsten tagen immer mal wieder zu Gemüte führen. Aber: das Schönste an der Konsequenz..., quelqu’un m‘a dit...
II.
1.
Andererseits gibt es so viel gar nicht zu beschreiben. Vielleicht bin ich ja schnell fertig. Carla Bruni ist Italienerin und lebt in Frankreich; sie spricht mehrere Sprachen fließend. Bis dato hat sie auf den Laufstegen und da und dort als Model gearbeitet. Lange dunkle Haare, nachdenkliche Augen – nicht zu groß, aber ausdrucksvoll – und ein offenes Gesicht mit Ecken und Kanten, die ein klein wenig an Jane Birkin erinnern, in der Zeit, nachdem sie mit Serge Gainsburg durch war. Sie wirkt nicht klein, eher zäh als zierlich, und am zweiten Zeh des rechten Fußes (sie hat sehr schöne lange Zehen) trägt sie einen niedlichen Ring. Eine Frau, nehmt alles nur in allem, nach meinem Herzen. Vermutlich beginnen die Gedanken wegzufließen, wenn ich sie da so liegen sehe in ihrem dünnen Hemd oder Kleidchen – was immer das sein mag, das sie da trägt in ihrer unzüchtigen Unschuld – und mich anschauen mit einem halben Gesicht (aber das reicht hin, alles zerfließen zu lassen, oder vielleicht ist es auch gerade dies...) hinter der am Boden liegenden Konzertgitarre hervor, wie fast so sinnlich wirkt wie ein Cello: über dem sich wölbenden Korpus des Instruments drückt sich ihre hübsche kleine Brust ausdrucksvoll gegen das Hemkleidchen wie eine absichtslose Pointe, wie eine flüchtige, aber eindrückliche Wendung in der Melodie: dahinter die unscharfe Ahnung des Zimmers, das auch auf der Rückseite der CD und im booklet wieder auftaucht.
Die Gitarre ist allgegenwärtig in ihren Liedern. Die meisten Texte hat sie selbst geschrieben, und so, wie sie sie singt, stimmen sie nur, wenn sie zum zurückhaltenden Klang einer Konzertgitarre gespielt werden. Keine Accousticgitarre, natürlich nicht, aber schon beim ersten Lied kommt ein Cello dazu und eine Baßgeige, sogar eine Geige auch, ein Klavier, eine Bratsche zuweilen, ein klein bißchen Schlagzeug – niemals aufdringlich oder laut oder allzu pointiert, eher wie das Gezwitscher der Vögel in meinem Garten und der wechselhafte Duft nach frisch gemähtem Gras und nach Orangenwelten und nach Honig. Sie hat eine wunderschöne leise Altstimme, die voll klingt, aber weder fett noch gedrückt, geschweige denn forciert; aber sie ist ja auch bescheiden. So etwas wie Sprechgesang, mehr nicht. Ihr Timbre ist wunderbar. Dazu kommt die Andeutung eines harten Akzents, den sie, hoffen wir, aus Italien mitgebracht hat, und eine Ahnung von Heiserkeit (sie ist ja auch schon Mittdreißigerin, wird also allmählich erwachsen und wirklich aufregend). Das Miniensemble mit seinen Saiteninstrumenten spielt sich allmählich warm, wenn sie dazu singt: aus der Begleitung entwickelt sich so etwas wie eine kleine ostinate Melodie, die am Ende noch übrig bleibt, und Carla Bruni summt dazu, weil schließlich nichts mehr zu sagen ist, nachdem sie alles gesagt und gesungen hat, was ihr dazu eingefallen ist.
On me dit que nos vies ne valent pas grand chose, Elles passent en un instant comme fanent les roses. On me dit que le temps qui glisse est un salaud Et que de nos chagrins il s'en fait des manteaux
Pourtant quelqu'un m'a dit... que tu m'aimais encore, C'est quelqu'un qui m'a dit ...que tu m'aimais encore. Serais ce possible alors ?
On me dit que le destin se moque bien de nous Qu'il ne nous donne rien et qu'il nous promet tout Parais qu'le bonheur est à portée de main, Alors on tend la main et on se retrouve fou
Pourtant quelqu'un m'a dit... que tu m'aimais encore, C'est quelqu'un qui m'a dit ...que tu m'aimais encore. Serais ce possible alors ?
Mais qui est ce qui m'a dit que toujours tu m'aimais? Je ne me souviens plus c'était tard dans la nuit, J'entend encore la voix, mais je ne vois plus les traits "Il vous aime, c'est secret, lui dites pas que j'vous l'ai dit"
Tu vois quelqu'un m'a dit... Que tu m'aimais encore, Me l'a t'on vraiment dit... Que tu m'aimais encore, Serais ce possible alors ?
On me dit que nos vies ne valent pas grand chose, Elles passent en un instant comme fanent les roses On me dit que le temps qui glisse est un salaud Que de nos tristesses il s'en fait des manteaux,
Pourtant quelqu'un m'a dit... que tu m'aimais encore, C'est quelqu'un qui m'a dit ...que tu m'aimais encore. Serais ce possible alors ?
Erst wenn wir das wieder und wieder hören, merken wir, wie zärtlich und dennoch bestimmt dieses Lied ist und wie ausgeruht wird uns fühlen, nachdem es an uns vorübergeeilt ist oder wir an ihm, als schlenderten wir über eine Straße im Quartier Latin und hörten dies hier und gingen einfach weiter; aber nachdem wir um die nächste Ecke gebogen sind, empfinden wir plötzlich ein heftiges Bedauern darüber, daß wir nicht die Muße hatten stehen zu bleiben. Wir gehen ein paar schritte zurück, aber die Musik ist verstummt und alle Musiker sind verschwunden.
2.
Sie schreibt und komponiert ihre kleinen Lieder selbst, heißt es, und im großen und ganzen stimmt das wohl. „Raphaël“, das zweite Lied beginnt übergangslos, aus dem nichts heraus, und dann wirkt es ein bißchen atemlos. Wie kann man sich in einen Namen verlieben und ihn immer wieder vor sich hin murmeln, im schlafen und im Wachen? Man kann, wenn man so aussieht wie Carla Bruni und so singt. Und so spielt, denn diesmal schlägt sie selbst die Gitarre, und dann merken wir, daß ihre Atemlosigkeit dem verqueren Rhythmus des Liedes geschuldet ist: sie tagträumt sich in einen Tango hinein. Eine bezaubernde Idee. Und dahinter wirkt ihre Stimme wie ein stiller sanfter Regen. Und dann Schweigen.
3.
„Tout le monde“ ist vielleicht ein noch einfacheres Lied, das ganz gelassen über still ausgespielten Gitarrenakkorden entsteht. Es ist, vielleicht, ein Lied der Abgrenzung und der Selbstgewißheit, das wir, vielleicht, gerade ihr zutrauen. Es ist die selbe Besetzung wie beim ersten Titel, und ebenso zurückhaltend gibt sich das kleine Ensemble, bis es, etwa zur Mitte des Stücks, ernst zu werden beginnt. Aber was bedeutet das schon, in diesem Fall... Ein paar sachte jaulende Töne, die irgendeinem Instrument abgerungen werden, aber ihre Stimme macht nichts daraus. Ist das ein Mangel? Ich bin mir noch nicht sicher. Zuerst habe ich es geglaubt. Dann habe ich gehofft, daß die Subtilität des Gesangs das Lied retten könnte. Aber inzwischen bin ich mir ziemlich sicher, daß alle Subtilität der Welt es nicht retten kann. Es ist ein klein wenig zu einfältig.
4.
Serge Gainsburg! Endlich. Wir haben ein Klavier, ein richtiges Klavier. Wir haben eine echte Oboe. Wir haben Carla Bruni, die versucht, stimmgewaltig zu werden – was sie, wahrlich, nicht kann. Sprechgesang ist besser. Wir haben Glocken. Ja, Glocken. Wir haben, wirklich, Leute, eine Orgel. Und wir haben ein Lied von Serge Gainsburg. Ein wunderbares Lied, das mindestens vier- oder fünfmal so lang sein könnte, weil es auf eine so überaus bezaubernde Weise einfach ist. Und an diesem heiteren Tag kann Carla Bruni nicht anders. Sie fängt fast an zu lachen beim singen...
Tu t'en vas à la dérive Sur la rivière du souvenir Et moi, courant sur la rive, Je te crie de revenir
Mais, lentement, tu t'éloignes Et dans ma course éperdue, Peu à peu, je te regagne Un peu de terrain perdu.
De temps en temps, tu t'enfonces Dans le liquide mouvant Ou bien, frôlant quelques ronces, Tu hésites et tu m'attends En te cachant la figure Dans ta robe retroussée, De peur que ne te défigurent Et la honte et les regrets.
Tu n'es plus qu'une pauvre épave, Chienne crevée au fil de l'eau Mais je reste ton esclave Et plonge dans le ruisseau Quand le souvenir s'arrête Et l'océan de l'oubli, Brisant nos coeurs et nos têtes, A jamais, nous réunit
Immer noch ein bißchen heiser, als hätte sie sich auf dem Fußboden erkältet, aber das wird sich überm Singen geben. Und während es sich gibt und ihre Stimme immer klarer und fröhlicher wird, schreitet die Musik unerbittlich fröhlich, mit Orgelton schließlich und Glockenklang, eine unendlich lange Treppe hinunter und wir mit ihr. Ich kenne das sonst nur noch aus einem wunderbaren Lied von Silje Nergaard. Es ist eine unglaublich schöne Abendstimmung, wie von frisch geschnittenem Gras und tiefer stehender Sonne, deren Lichtgeflimmer auf der Wiese und unter den Birken und dem Hollunder hin immer länger sich ausdehnt: fast vier Minuten verspieltes Pathos und ernste Heiterkeit, an der alle teilhaben – das Ensemble, das unglaublich subtil spielt, und wir, die wir verzückt und verzaubert zuhören. Und auch Carla Bruni, die an einer Stelle lacht beim Singen.
5.
Und jetzt „Le toi du moi“, ein ganz und gar bezaubernder Text mit einer unfaßbar witzig intimen Stelle darin, den ich nicht lese noch hören kann, ohne zu schmunzeln... Es hat etwas Kindliches, dieses Lied, und gerade darum würde ich, würden wir diese Frau gerne in den Arm nehmen, die so etwas schreibt. Die Musik dazu habe ich vergessen.
6.
Französisch und Italienisch: „Le ciel dans une chambre“ In diesem Fall bemüht sich die Musik – mit noch mehr Jaulen und sonderbaren Hervorbringungen – redlich, den unterschiedlichen Charakter der französischen und der italienischen Fassung ein wenig herauszuarbeiten. Aber hier scheint mir Carla Bruni zu versagen. Es klingt zu gleich. Und das, obwohl uns ja klar sein sollte, daß beide Sprachen ganz unterschiedlich vokalisiert sind – dunkle und gedeckte Vokale im Französischen, helle und klare, offene Vokale im Italienischen.
7.
Es gibt ein Bild auf der Rückseite des booklets. Sie sitzt in der Ecke des Gründerzeitzimmers im Quartier Latin – oder wo auch immer –, die Gitarre auf dem Schoß, die sie zuweilen spielt. Ihr T–Shirt hat sie ausgezogen. Das sieht immer noch überwältigend aus. Aber auch sinnlos. Warum sollte eine Frau, die so überwältigend ausschaut wie sie, ohne Hemd und in weißen Jeans in einer staubigen Zimmerecke sitzen, ihre Konzertgitarre so im Schoß, daß allenfalls der Ansatz ihrer Brüse zu erahnen ist? Ich weiß es nicht. Gerade darum ist es ein stilles Bild, das auftaucht und wieder verschwindet und keine Erinnerung hinterläßt.
Wie dieses Lied, das freilich deutlich pointierter gespielt wird. „J’en connais“ – wieder so ein Abgrenzungslied, mit einer bezaubernden Schlußwendung gleichwohl –
8.
Und dann gleich das Gegenstück dazu: „Le plus beau de quartier“. In beiden Liedern einigen Lärm im Ensemble, in der Gitarre zumal, und endlich merken und glauben wir, daß Carla Bruni ihren Sprechgesang mit einiger Lautstärke und mit Engagement aufpeppen kann. Und hier endlich pfeift sie sogar zu ihrer Musik: wenn wir wollen, dann können wir uns wieder im Quartier Latin wähnen. Das ist der schlechteste Ort nicht.
9.
Chanson juste pour toi, Chanson un peu triste je crois, Trois temps de mots froissées, Quelques notes et tous mes regrets, Tous mes regrets de nous deux, Sont au bout de mes doigts, Comme do, ré, mi, fa, sol, la, si, do. C'est une chanson d'amour fané, Comme celle que tu fredonnais, Trois fois rien de nos vies, Trois fois rien comme cette mélodie, Ce qu'il reste de nous deux, Est au creux de ma voix, Comme do, ré, mi, fa, sol, la, si, do. C'est une chanson en souvenir pour ne pas s'oublier sans rien dire S'oublier sans rien dire
Es ist mehr Melancholie als Traurigkeit, eine gelebte und genossene Tristesse, die allein schon dadurch glücklich wird, daß sie sich selbst so beredt in Worten ausdrücken kann – und eben darum auch die Tonleiter nicht aussingt, sondern nur benennt. Die Gitarre und das Klavier geraten hier zu schwerfälligen Parodien des Herzschlagens, bis es klingt, als würden die Gefühle den Gedanken nachhinken. Ein absonderliches, aber hörenswertes Lehrstück in heiserer Selbsterforschung. Und je öfter wir hinhören, desto wahrer erscheint es uns, vielleicht auch, weil wir allmählich entdecken, daß immer mal wieder kleine Melodiefetzen und melodische Floskeln in diesem Durcheinander auftauchen: so kann man neu anknüpfen mit dem Leben.
10.
Extrem extrem. Hätten wir gerne, auch wenn wir es ihr eigentlich nicht zutrauen. Schon die Musik bestätigt uns in unserer Skepsis: sie hampelt einfach nur so vor sich hin, ein durchaus virtuoses, aber zielloses Sich-Durchwursteln. Sehr schön, aber alles andere als aufregend. Ein klein wenig auftrumpfend vielleicht. Das ist schon in Ordnung so. Aber dazu ihre Stimme, die bei aller Ruhe doch auch so etwas ausstrahlt – hoffe ich – wie skeptische Belustigung über sich selbst. Wie auch anders?
Je n'ai pas d'excuse, C'est inexplicable, Même inexorable,
C'est pas pour l'extase, c'est que l'existence, Sans un peu d'extrême, est inacceptable,
Je suis excessive, J'aime quand ça désaxe, Quand tout accélère, Moi je reste relaxe
Je suis excessive, Quand tout explose, Quand la vie s'exhibe, C'est une transe exquise
Y'en a que ça excède, d'autres que ça vexe, Y'en a qui exigent que je revienne dans l'axe,
Y'en a qui s'exclament que c'est un complexe, Y'en a qui s'excitent avec tous ces "X" dans le texte
Je suis excessive, J'aime quand ça désaxe, Quand tout accélère, Moi je reste relaxe
Je suis excessive, Quand tout explose, Quand la vie s'exhibe, C'est une transe exquise, (ouais).
Je suis excessive, J'aime quand ça désaxe, Quand tout exagère, Moi je reste relaxe
Je suis excessive, Excessivement gaie, excessivement triste, C'est là que j'existe. Mmmm, pas d'excuse ! Pas d'excuse !
Ich frage mich, wie es wohl sein könnte, mit einer Frau zu leben, die einen solchen Text so singt, wie Carla Bruni ihn singt.
11.
Und dann noch ein Liebeslied. Nun ja. Nur die Gitarre (sie spielt selbst) und ein bißchen Schlagzeug, das sich nur sehr versonnen und weltabgewandt einmischt. Ein sehr privates und spontanes Lied, das ich des öfteren hören mußte, um es schätzen zu lernen; aber das, denke ich, hat die Komponistin auch gewollt. Stelle ich mir vor...
12.
Ein sehr hektisches Lied über die letzte Minute. Das Metronom zerhackt alles ganz wunderbar. Vielleicht ein wenig vordergründig, nicht? So einfach ist es nicht, den richtigen Gedanken darzustellen, daß auch die letzte Minute aus sechzig gleichmäßigen Sekunden besteht, die irgendwann abgelaufen sind. Die letzte Minute können wir nur von rückwärts zählen. Das ist die ganze Malaise.
III.
Was bleibt, ist dieses wunderschöne Cover. Was bleibt, ist das wunderschöne Lied von Serge Gainsburg, das ihr Lachen eingefangen hat. Ob sonst noch etwas bleibt, werde ich wohl in den nächsten Tagen merken. Ich glaube nicht. Ich werde doch wohl wieder zu Silje Nergaard zurückkehren, auch wenn Carla Bruni schöner aussieht. Das tut sie, ja. Eigentlich sollte ich jetzt wieder arbeiten. Und das werde ich auch tun.
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