Erfahrungsbericht über

Rigoletto - Verdi

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Der tragischste Narr der Operngeschichte

5  23.11.2002 (25.11.2002)

Pro:
Ergreifende Handlung, über die Maßen hervorragende und mitreißende Musik

Kontra:
Nicht, daß ich wüßte

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Cover-Design:

Klangqualität:

Langzeithörspaß:

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giovanna

Über sich: Alles, was ich über mich öffentlich zu sagen habe, steht in meinen Berichten - und in meinen Komment...

Mitglied seit:11.03.2000

Erfahrungsberichte:215

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 135 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Oder: Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.

Wer sich in der heutigen Zeit vornimmt, einen Bericht über eine Oper zu schreiben, kann nicht unbedingt mit dem lebhaften Interesse seiner potentiellen Leserschaft rechnen, gilt doch die Oper als Solche mittlerweile als ziemlich antiquiert und stinklangweilig – eine Kunstform, die keineswegs auf der Höhe der Zeit ist und für die viele Zeitgenossen nur ein müdes Achselzucken übrig haben.

Gegen dieses – teils verständliche – (Vor-)Urteil gedenke ich mit meinem Bericht über die Oper RIGOLETTO anzuschreiben und hoffe, daß es mir gelingt, Interesse für dieses Werk Giuseppe Verdis, das mit Recht zu den Glanzstücken der Opernliteratur gezählt wird, zu wecken.


Spannung ist auf jeden Fall garantiert. Schon die VOR- bzw. ENTSTEHUNGSGESCHICHTE dieser Oper liest sich beinahe wie ein Krimi.


___Der König amüsiert sich______


„Le roi s’amuse – Der König amüsiert sich“ lautet der Titel eines Theaterstücks des großen französischen Dichters Victor Hugo (<Les Misérables>), in dem Hugo die Korruption und Günstlingswirtschaft des französisches Hofes und seiner Schranzen auf das Schärfste geißelte, und das bereits bei seiner Erstaufführung einen weit über die Landesgrenzen hinausgehenden Riesenskandal auslöste.

Kurz darauf wurde das Stück verboten. Dennoch hatte Hugo seine aufklärerischen Ziele teilweise erreicht, denn seine in „Le roi s’amuse“ dargelegten Wertvorstellungen hatten bereits Einzug in das Gedankengut seiner Zeitgenossen gefunden und waren dazu angetan, das politische Klima im Europa des 19. Jahrhunderts nachhaltig zu beeinflussen – unter anderem auch dasjenige das damals noch ungeeinten Italiens.

Giuseppe Verdi, ein sehr politischer Mensch und zeitlebens ein glühender Kämpfer für Freiheit, Unabhängigkeit und Gerechtigkeit, war von dem Theaterstück Hugos fasziniert und wollte den Stoff unbedingt vertonen und zu einer politisch gefärbten, eindrucksvollen Oper ausbauen.

Aufgrund der politischen Verhältnisse in Italien, die sich von denen seines Nachbarlandes Frankreich nicht grundlegend unterschieden, war eine 1:1 Überführung des Hugo’schen Dramas in eine Oper jedoch nicht möglich, denn auch in Italien waltete eine strenge staatliche Zensur.

So machten sich denn Verdi und sein Librettist Francesco Maria PIAVE daran, den Hugo’schen Stoff umzuschreiben und an italienische Verhältnisse anzupassen.

Pikanterweise kam ihnen dabei ein Polizeikommissar zu Hilfe, der das Ergebnis ihrer Bemühungen für durchaus akzeptabel und „zensur-gängig“ hielt und die Oper schließlich zur Aufführung freigab. Noch heute wird RIGOLETTO in exakt der von diesem Commissario freigegebenen Form gespielt – und niemand hat jemals Anstoß daran genommen.

Um diese Freigabe zu erreichen, mußten Verdi und sein Librettist allerdings einige Zugeständnisse machen:

So wurde der König des Hugo-Stücks komplett „entschärft“. Nicht allein, daß er in der Oper RIGOLETTO zum „schlichten“ Herzog degradiert und damit seiner Insignien und Machtfülle beraubt wurde; mehr noch: sein Part wurde von Verdi und Piave dermaßen in die Belanglosig- und Lächerlichkeit abgewertet, daß von dem einstigen korrupten und bösartigen Potentaten nurmehr ein unverbesserlicher Schürzenjäger und Frauenverächter übrig blieb.

In Verdis Oper wird das Schwergewicht des „Bösen“ vom König/Herzog auf dessen Hofnarren, RIGOLETTO, verlagert. Dieser der Zensur geschuldete Kunstgriff wirkt sich m.E. leider nachteilig auf die Glaubwürdigkeit der gesamten Handlung aus, erscheint mir doch der Hofnarr trotz all seiner Verfehlungen eher als eine tragische Gestalt denn als Verkörperung des „Bösen“.


_____LA MALEDIZIONE (DER FLUCH)_____


Kommen wir zur Handlung der Oper RIGOLETTO. Ich werde versuchen, diese so kurz und spannend wie möglich zu skizzieren – im Gegensatz zu den umständlichen Angaben einschlägiger Opernführer, die meist viel zu lang, zu detailbeflissen und zu ermüdend sind.


Wir befinden uns am Hofe des Herzogs von Mantua (Ende des 16. Jahrhundert). Der Herzog ist bekannt als unverbesserlicher Schürzenjäger und frauenverachtender Macho, wie wir ihn mit heutiger Begrifflichkeit bezeichnen würden. Kein Weiberrock ist vor ihm sicher, wobei sich der Herzog insbesondere auf die Verführung der Frauen und Töchter der Mitglieder seines Hofstaates spezialisiert hat.

Dem Herzog zu Diensten ist ein buckliger, hinkender Hofnarr namens RIGOLETTO, der es mit großer Bauernschläue versteht, sich durch Verrat und Intrigen gegenüber anderen Höflingen in die Gunst seines Brotherren einzuschleimen. Der Narr läßt keine Gelegenheit aus, die durch die Machenschaften ihres Herrn in Not oder Bedrängnis geratenen Mitglieder des Hofstaates noch tiefer in den Dreck zu ziehen, indem er sie seinerseits verspottet und mit zynischen und abwertenden Bemerkungen verletzt.

RIGOLETTO ist ein Opportunist. Mißgestaltet und verwitwet, alleinstehender Vater ein halbwüchsigen Tochter, sieht er seine einzige Chance auf ein menschenwürdiges Dasein darin, seinem Brotherren nach dem Munde zu reden und entsprechend zu handeln. Aufgrund dieser Geisteshaltung zieht er immer mehr den Unmut seiner Mitwelt auf sich, bis schließlich der Graf von Monterone, dessen Tochter vom Herzog von Mantua verführt und sitzengelassen wurde, und der – zu allem Überfluß - von RIGOLETTO schmählich verspottet wurde, zum äußersten, ihm zu Gebote stehenden Mittel greift:

Der Graf von Monterone verhängt einen FLUCH (ital. „la maledizione“) über den vor Zynismus und Selbstgerechtigkeit triefenden Hofnarren RIGOLETTO!

Den solchermaßen verdammten Hofnarren ficht dieser Fluch indes erst einmal keineswegs an. Vielmehr ist er bestrebt, seine inzwischen zu einer begehrenswerten jungen Frau herangereifte Tochter Gilda vor den Zudringlichkeiten des berüchtigsten Schürzenjägers Mantua abzuschirmen.

Was ihm letztlich nicht gelingt.

Es kommt, wie es kommen muß: Dem Herzog gelingt es, alle Hürden zu überwinden und Gilda zu verführen und ihr nicht nur die Unschuld sondern auch das Herz zu rauben. Kurze Zeit später läßt er das Mädchen fallen und wendet sich einer neuen Geliebten in spe zu.

RIGOLETTO ist zutiefst verletzt ob dieses (voraussehbaren) Gebaren des Herzogs, weil es ihn diesmal persönlich getroffen hat. Und so schwört er Rache. Von nun an trachtet der seinem Brotherren nach dem Leben. Als Gehilfen für seine Mordpläne erwählt er den gewissenlosen Scarafucile, einen Mann, den wir nach heutigem Sprachgebrauch als „Berufskiller“ bezeichnen würden. Gegen Bares ist Scarafucile jederzeit bereit, die Bluttat zu begehen.

Nach vollbrachter Tat, d.h. nach dem Mord an Mantua, beabsichtigt RIGOLETTO, mit seiner Tochter Gilda nach Verona zu fliehen, um dort ein neues Leben zu beginnen.

Doch dazu soll es nie kommen.

Dem gedungenen Mörder Scarafucile kommt nämlich ausgerechnet seine eigene Schwester Maddalena in die Quere, die sich in den Herzog von Mantua verliebt hat und keinen Wunsch verspürt, diesen ins Jenseits befördern zu lassen.

So fällt schließlich die arme Gilda dem Mordkomplott zum Opfer, indem sie, stellvertretend für Mantua, ermordet wird. Als RIGOLETTO schmerzlich erkennen muß, was er da angezettelt hat, erinnert er sich wieder des FLUCHS, den der Graf von Monterone einst über ihn verhängte, und bricht in völliger und ohnmächtiger Verzweiflung zusammen.

Vorhang.

So das Ende des tragischsten Hofnarren der Opernliteratur.


______DIE MUSIK______


Giuseppe Verdi schrieb die Musik zu seiner Oper RIGOLETTO im Jahre 1850 in einem Zuge, quasi wie im Rausch. 1851 wurde die Oper in Venedig uraufgeführt und geriet zu einem triumphalen Erfolg.

Die Musik ist wie aus einem Guß, was für meine Dafürhalten ihre Größe, ihre Spannung und ihre Vollkommenheit ausmacht.

Verdi hatte ursprünglich die Absicht, die Oper ganz unter das Zeichen der Verwünschung des Grafen Monterone „La Maledizione – Der Fluch“ zu stellen und ihr auch eben diesen Titel zu geben. Diese seine Absicht wurde jedoch durch die Zensur konterkariert, so daß man sich schließlich auf den Titel RIGOLETTO einigte.

In Bezug auf das musikalische Konzept blieb der Musiker seiner angedachten Konzeption stets treu, denn der verheerende Fluch „La Maledizione“ beherrscht die gesamte Oper musikalisch vom Anfang bis zu ihrem tragischen Ende und durchzieht sie mit seiner sich ständig steigernden Dramatik wie ein roter Faden.

Schon das Motiv des Vorspiels beschwört unangenehme Vorahnungen herauf und ist von dem genialen Komponisten bewußt auf diese Wirkung angelegt. Während des gesamten Verlaufs der Oper kehrt dieses Motiv in mannigfaltiger Abwandlung und Durchführung stets wieder und führt schließlich zum ebenso dramatischen wie unausweichlichen Höhepunkt - ganz in bedrohlich-düsterem Moll.

Auch die Instrumentierung folgt diesem Schema: werden anfänglich noch Trompeten und andere Blechblasinstrumente – mithin also Instrumente mit hellerer Klangfarbe – eingesetzt, so kommen zum Schluß (bei Beibehaltung des Themas) fast ausschließlich Kontrabässe und Celli, also Instrumente mit tiefer, dunkler Klangfarbe, zum Einsatz.

Die Düsternis und Ausweglosigkeit des Geschehens auf der Bühne wird darüber hinaus unterstrichen durch instrumentale Dissonanzen und Mißtöne, die „modernen“ Ohren sicherlich nicht fremdartig oder ungewohnt erscheinen mögen, die in der Zeit, in der die Oper entstand, jedoch ein kompositorisches Wagnis allerersten Ranges darstellten.

~~~~~~~


RIGOLETTO wurde von Verdi keineswegs als Oper der „großen Arien“ konzipiert, sondern als eine Oper der Duette. Daß diese Oper auch einige mitreißende Arien aufzuweisen hat – allen voran selbstverständlich die große Arie des Herzogs von Mantua: „La donna è mobile“ (Ach, wie so trügerisch, sind Weiberherzen) – ändert nichts an dem vom Komponisten geplanten Konzept einer Oper, in der die Duette vorherrschend sind.

Und so besticht RIGOLETTO denn auch durch zahlreiche Duette, die ihresgleichen in der Opernliteratur suchen. Ich denke da u.a. an das Liebesduett von Mantua und Gilda „Liebe ist Seligkeit, ist Licht und Leben“ oder an das berühmte, wenn auch düstere, Schlußduett zwischen Vater Rigoletto und seiner sterbenden Tochter.

Noch weitaus schöner und ergreifender als alle Duette ist das berühmte QUARTETT mit dem Titel „Bella figlia dell’amore“, fast zeitgleich intoniert von Mantua/Maddalena auf der einen Seite und Rigoletto/Gilda auf der anderen Seite.

In diesem Quartett vereinigen sich vier Stimmlagen: Tenor, Mezzosopran, Bariton und Koleratursopran. Außerdem wird quasi im Kanon gesungen, also mit zeitlich unterschiedlichen Einsätzen. Daß Verdi es vermochte, dieses komplizierte gesangliche Konstrukt zu einem gemeinsamen Höhepunkt und exzellentem musikalischen Ende zusammenzufügen, ist seiner einzigartigen Genialität zu verdanken.

Tatsächlich gilt das Quartett „Bella figlia dell’amore“ als das SCHÖNSTE und vollkommenste Quartett der Opernliteratur überhaupt! Ich kann diese Qualifizierung nur bestätigen, denn mir kommen jedesmal, wenn ich es höre – und ich habe es schon sehr oft gehört und genossen – immer aufs Neue die Tränen der Ergriffenheit.

~~~~~

Aber Verdi wäre nicht Verdi, wenn er denn nicht jederzeit zu Konzessionen an den Publikumsgeschmack und an die Tradition des italienischen „Belcanto“ bereit gewesen wäre. Das beste Beispiel dafür ist „La donna è mobile“, die berühmte Arie des Mantua. Ich habe mal irgendwo gelesen, daß Verdi diese Arie einzig und allein als Zugeständnis an den Geschmack des italienischen Publikums, das nun einmal „große, schmetternde“ Arien liebt, in seine Oper RIGOLETTO eingebaut habe. Tatsächlich war Verdi sich des „einschlagenden“ Erfolges dieser Arie im Vorhinein bereits dermaßen bewußt, daß er sie dem damaligen Tenor erst einen Tag vor der Uraufführung zum Einstudieren übergab, weil er befürchtete, daß der „Gassenhauer“ andernfalls schon Tage vor der Uraufführung in ganz Venedig Furore machen und buchstäblich „in aller Munde“ sein könne.

Ebenso eingängig wie die Paradearie des Mantua, aber vielleicht noch anrührender als diese, ist die Arie der Gilda: „Caro nome“ (Teurer Name, dessen Klang). Die Sängerin, die diese Arie mit größter Präzision und höchster Gesangskunst beherrschte, war für mein Dafürhalten die leider viel zu früh verstorbene Maria Callas.

Ich könnte noch viel mehr über die phantastische Musik dieser Oper zum Besten geben, befürchte aber, der Bericht würde dann wirklich zu lang werden ...


______ DER KOMPONIST_______


Giuseppe Verdi wurde im Jahre 1813 als Sohn eines Gastwirts in einem Dörfchen namens Le Roncole bei Busseto in der italienischen Provinz Parma geboren.

Nach dem Studium der Musik in Mailand begann er mit Ehrgeiz, großem Fleiß und sehr viel Engagement seine Laufbahn als Opernkomponist. Tatsächlich schrieb er wie ein Besessener eine Oper nach der anderen.

Kurz nach dem viel zu frühen Tod seiner Frau wurde er Direktor der Pariser Opéra und wirkte dort einige Jahre mit großem Erfolg, derweil er unverdrossen seine zahlreichen Opern komponierte.

Bekannt und berüchtigt ist der Antagonismus zwischen Verdi und Richard Wagner, dem zu jener Zeit größten deutschen Opernkomponisten und Musikdramatiker. --- Darüber möge sich jedeR selbst sein Urteil bilden.

In späteren Lebensjahren kehrte Giuseppe Verdi nach Italien, genauer gesagt, nach Mailand, zurück und verstarb daselbst hochbetagt, schwerreich und mit vielfachen Ehrungen überhäuft, im Jahre 1901.

Verdi war Zeit seines langen Lebens ein sehr politischer Mensch. Schon in jungen Jahren schloß er sich dem „Risorgimento“ an, einer revolutionären Bewegung, die sich die Vereinigung Italiens unter den Vorzeichen von Aufklärung und bürgerlicher Freiheit auf die Fahnen geschrieben hatte. Dieser Bewegung hielt er zeitlebens die Treue und war dafür auch einige Jahre als Parlamentsabgeordneter tätig.

Die Verdi-Oper „Nabucco“, die ganz im Sinne und unter dem Eindruck dieser Bewegung entstanden war, legt ein beredtes Beispiel für die Gesinnung des Komponisten ab. Und so galt das Leitmotiv dieser Oper, der berühmte Gefangenenchor „Va pensiero“, denn auch jahrelang als „heimliche Nationalhymne“ des Risorgimento, wenn nicht der gesamten italienischen Nation.

Giuseppe Verdi gilt als der größte Opernkomponist des 19. Jahrhunderts.


__RIGOLETTO in aller KÜRZE______


Rigoletto

Oper in 3 Akten

Musik: Giuseppe Verdi (komnponiert 1850)

Libretto: Francesco Maria Piave

Spieldauer: 2 Stunden und 30 Minuten, eine Pause

Uraufführung: 1851 im Opernhaus "La Fenice" in Venedig

Seitdem wird die Oper mit unvermindert großem Erfolg auf allen Opernbühnen dieser Welt gespielt.


Gesamtaufnahmen von RIGOLETTO sind in allen gut geführten Musikgeschäften sowie bei einschlägigen Anbietern im Internet erhältlich. Allein amazon.de kann mit drei durchaus erschwinglichen Gesamtaufnahmen des Werkes dienen, u.a. mit einer Aufnahme, in der MARIA CALLAS den Part der Gilda singt. (Diese Aufnahme ist in meinem Besitz und ich halte sie für unbedingt empfehlenswert!).


____FAZIT______


Verdis RIGOLETTO ist meine Lieblingsoper, was in meinem Bericht wohl unmißverständlich zum Ausdruck gekommen sein dürfte. Ich habe die Oper bereits viermal live genießen dürfen, u.a. einmal in Mailand und einmal in der Arena von Verona, wobei mich die Aufführung in der Arena leider sehr enttäuscht hat – aber das ist ein anderes Thema.

Zweimal habe ich Nello Santi am Dirigentenpult und zweimal habe ich Leo Nucci in der Rolle des Rigoletto erleben dürfen. Das exzellent eingespielte Gespann Nello Santi und Leo Nucci scheint mir für diese Oper momentan geradezu die IDEALBESETZUNG zu sein.

Ob die Oper empfehlenswert ist? -- Auf jeden Fall! -- Trotz der für heutige Begriffe etwas antiquierten Handlung entfaltet die grandiose Musik des großen Komponisten Verdi nach wie vor ihre Suggestivkraft und vermag es immer wieder, das Publikum voll und ganz in ihren Bann zu ziehen.

Fünf funkelnde Sterne für meine Lieblingsoper, die Verdi selbst als sein MEISTERWERK bezeichnet hat!


„Bella figlia dell’amore ........“


Ciao e mille grazie, giovanna

Copyright giovanna, novembre 2002


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Angelito24

Angelito24

10.02.2003 15:24

Es gab diese Oper hier im Augsburger Stadttheater und die wurde aufgrund der allzu modernen Version und der kärglichen Bühnenbilder von den Kritikern zerrissen. Daher hab ich sie immer noch nicht gesehen. Aber ich denke, Opern gehören immer noch zur Allgemeinbildung - schließlich waren sie so was, wie die TOP 10 der damaligen Zeit...*lach*

hauptpbh

hauptpbh

15.12.2002 16:46

Oh wow, welch ein Bericht, der gehört in einen Opernführer und nicht in die Abgründe von Ciao :). Ich gestehe ja, dass Opern auch nur bedingt mein Ding sind (ich fang immer an zu zittern, wenn ich eine Sopranstimme höre :-)), aber da meine Frau absoluter Opernfan (und Sängerin) ist, bekomme ich da zwangsläufig viel mit. Und so weiss ich auch, dass Rigel Otto schon keine schlechte ist (auch wenn mir persönlich Aida besser gefällt). Liebe Grüsse - Peter

Daytripper

Daytripper

02.12.2002 21:41

Viel Text und wenig Meinung. Nette Fleißarbeit.

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