... Kürzlich habe ich meine Bekanntschaft mit „Rio I." erneuert und mich dabei abermals vergewissern können, dass die Anschaffung durchaus keine Jugendsünde war, die ich heute bereuen müsste.
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Erfahrungsbericht von Spassprediger über Rio I. - Rio Reiser 01.07.2010
Produktbewertung des Autors:
Cover-Design:
exzellent
Klangqualität:
ausgezeichnet
Langzeithörspaß:
wird nie langweilig
Pro:
Ein tolles Album - und das seit 25 Jahren
Kontra:
nichts
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Neugierig geworden durch die Single-Auskopplung „König von Deutschland“ habe ich mir das erste Solo-Album des allzu früh verstorbenen „Ton Steine Scherben“-Frontmanns seinerzeit gleich nach Erscheinen gekauft. Kürzlich habe ich meine Bekanntschaft mit „Rio I." erneuert und mich dabei abermals vergewissern können, dass die Anschaffung durchaus keine Jugendsünde war, die ich heute bereuen müsste.
Das Gros meiner Mitmenschen wird den Namen Rio Reiser, wenn überhaupt, wohl auf ewig mit der Single „König von Deutschland“ in Verbindung bringen. Ich schneide freilich keinen Deut besser ab, denn „Rio I.“ ist die einzige Veröffentlichung von Rio Reiser, die ich wirklich gut kenne. Immerhin weiß ich, dass „Junimond“ kein Stück von „Echt“ und „Für immer und dich“ auch kein Original von Jan Delay ist; aber nach wie vor kenne ich Rio vor und nach „Rio I.“ (pun intended) nicht.
Diese eine CD von Rio Reiser reicht mir aber, um mit einiger Sicherheit anzunehmen, dass ich seit Jahr und Tag den Löwenanteil eines künstlerischen Werks mit Nichtachtung strafe, das bestimmt hörenswert ist. Wie gut „Rio I.“ tatsächlich ist, ist mir erst kürzlich, im Rahmen einer langen Autofahrt in die Nacht, wieder bewusst geworden – Alben, auf denen sich kaum ein schwaches Stück befindet, das man per Druck auf die „Skip“-Taste regelmäßig überspringen möchte, sind rar; ganz besonders gilt das für Alben deutscher Künstler, deren oft genug geradezu schmerzhaft uninspirierte Texte naturgemäß noch schneller ins persönliche Sprachverarbeitungszentrum vordringen und dort für Hirnsausen sorgen.
Unter den zehn Stücken hingegen, die Rio Reiser auf einem einzigen Tonträger untergebracht ist, ist nicht ein einziges, auf das der Hörer mit reflexartigem, in kurz aufeinander folgenden Schüben auftretendem Fremdschämen reagieren müsste. Das gilt erfreulicherweise sowohl für einen Song wie das munter vor sich hin perlende, unbeschwerte „Lass’ uns das Ding drehen“ als auch für Stücke, deren Botschaften etwas profunder ausgefallen sind – Textzeilen aus „Menschenfresser“, eine gallige Abrechnung mit heuchlerischen Zeitgenossen, die über Leichen gehen, schießen mir immer mal wieder in gewissen Situationen des Lebens durch den Kopf.
Wie man in ein Stück, das zwei Strophen lang die Freude an harmlosem Nonsens zelebriert, plötzlich und unvermittelt einen neuen Gedanken einführt und dem Text eine überraschende Wendung verleiht, führt „Alles Lüge“ vor – beim großen Publikum ungleich populäreren deutschen Textarbeitern gelingt solch eine unbemüht wirkende sprachliche Eleganz allenfalls versehentlich.
„Für immer und dich“ ist nicht nur ein hübsches Zeugma, sondern ein wirklich schönes Liebeslied, „Junimond“ ist ein nicht minder schönes Lied, in dessen Text sich jeder wiederfinden darf, der je eine Liebe unglücklich beendet hat. Obwohl sich manche der textlichen Bezüge in „König von Deutschland“ jüngeren Hörern wahrscheinlich nicht mehr so automatisch erschließen wie den LP-Käufern im fernen Sommer 1985, hat sich „König von Deutschland“ unterm Strich prima gehalten; die restlichen vier Stücke auf der CD halten das hohe musikalische und textliche Niveau der vorangegangenen Titel; von kokett schäkernd geschilderter Antriebslosigkeit („So allein“) bis hin zu fiebriger Rastlosigkeit („Ich leb’ doch“) zeichnen die Songs zudem ganz unterschiedliche Szenarien und Stimmungsbilder.
Inzwischen gibt es das Album, wie könnte es anders sein, auch in einer remasterten Version; mir genügt jedoch die irgendwann in den 90ern erworbene Fassung, deren Klangqualität und saubere Produktion von Annette Humpe („Ich + Ich“) ich von jeher beachtlich finde.
R e s ü m e e
Eingängige Musik vom Grat zwischen Rock und Pop mit gewitzten bis witzigen Texten: Unbedingte Kaufempfehlung für alle, die sich die Sportfreunde etwas stiller wünschen und Silbermond im Juli zusammen mit dem restlichen Luxuslärm dahin wünschen, wo der Pfeffer wächst (hab’ ich wen vergessen? Bestimmt sogar!)
Pro: Sehr inhaltsstarke CD Kontra: dass er tot ist und nie mehr singen kann
...Hallo, meine lieben Leser, Freunde und Bewerter,
heute möchte ich euch über mein Weihnachtsgeschenk von meinem Sohn Denis berichten
CD - Rio I. von Rio Reiser
Wie ich dazu kam:
Diese CD hatte ich mir - als sie damals 1986 erschien - als Langspielplatte gekauft. Da ich schon seit Jahren keinen Plattenspieler mehr besitze, habe ich mir vorgenommen alle LPs von damals, die mir sehr gut gefallen haben, nach und nach auch auf CD zu kaufen /schenken zu lassen. Da ich ca. 800 LPs besaß, habe ich mir da einiges vorgenommen, aber nach und nach kommen immer mehr CDs dazu und diese von Rio Reiser bekiam ich heuer von meinem Sohn zu Weihnachten.
= Wer war Rio Reiser? =
Ralph Christian Möbius alias Rio Reiser (* 9. Januar 1950 in Berlin; + 20. August 1996 in Fresenhagen, Nordfriesland) war...
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Pro: Rio, gemischte Musik Kontra: erste Erwartungen nicht erfüllt
...27. Dezember, 10:52 Antifaschist's zweites Zuhause der Computer.
Nach längerer Zeit schreibe ich mal wieder einen Bericht und wie in meinen drei ersten vom Monat November geht es auch diesmal um eine Musik CD. Aber nicht wie in den anderen um Punk ( bzw. Toten Hosen ), nein heute schreibe ich die Platte Rio I. von Rio Reiser.
-Wer war Rio Reiser?-
Rio Reiser war ein Musiker, er wurde 1950in Berlin geboren, komponierte 1967 die erste Rockoper der Welt ( leider weiß ich nichts darüber - vielleicht jemand von euch? ). 1970 gründete er mit ein paar anderen die Band Ton Steine Scherben. Er war sehr in der linken Szene ( besonders bei den Hausbesetzern ) aktiv. Ab 1986 begann er seine Solokarriere. Er starb 1996 im Alter von nur 49 Jahren.
-Rio früher-
Ja, die CD Rio I. kam 1986 raus und war damit auch sein Debütt Album als...
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Pro: viel Abwechslung Kontra: der Mann ist bereits tot.
...Nachdem es die Ton, Steine, Scherben nicht mehr gab, begann Rio Reiser seine Solo Karriere. Und was für ein grandioses Album ist Rio 1. geworden! Wenn es auch viel Kritik aus der Alternativ Szene gab, beschritt er diesen kommerziellen Weg mit einer Mischung aus Pop, Rock , Liedermachergut , Balladen. Und wenn er politisch war, dann höchstens hintergründig . Die früheren Parolen gab es nicht mehr. Aber dieses Album ist trotzdem vom ersten bis zum letzten Lied perfekt. Alles Lüge und König von Deutschland dürften nun wirklich jedem bekannt sein. Die Balladen Junimond und Für immer und Dich bestechen durch Herzschmerz und Gefühl. Und das Lied Menschenfresser hat sich schon langsam zum Klassiker entwickelt....
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