Das zweite Album der White Lies aus Großbritannien
11.03.2011
Pro:
einige Titel gefallen mir sehr gut
Kontra:
andere Titel sind recht düster
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 Sydneysider47
Über sich:
Nach fast 4 Wo. im Krankenhaus und 2 OPs ist mein Mann wieder zu Hause. - Keine Leserunden! Kein Int...
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Liebe Leserinnen, liebe Leser, mein Mann hatte am 06.03.2011 nicht nur Geburtstag, sondern auch die „große Aufgabe“, mir ein Album der britischen Alternativ-Rock-Band
White Lies bei Amazon.de runterzuladen. Gerade am 06.03.2011 gab es die Download-Version (also alle Songs als MP3-Dateien) des Albums „Ritual“ zum sagenhaft günstigen Preis von 3,99 Euro, und das wollte ich mir doch nicht entgehen lassen – besitze ich doch bereits das erste Album der Band „To Lose My Life“ (aber nicht als Download, sondern als CD-Album), über das ich ebenfalls einen Bericht geschrieben habe.
Wie ich das zweite – also das neue Album - der White Lies finde, möchte ich hier beschreiben:
Ritual Interpreten: White Lies Plattenfirma: Polydor (Universal) Gesamte Spielzeit des Albums: 49 Minuten, 38 Sekunden Erscheinungsdatum der CD in Deutschland: 28. Januar 2011 Musikrichtung: Pop/Rock
Wer sind die White Lies? Die White Lies (der Bandname heißt übersetzt „weiße Lügen“) sind eine britische Alternative-Rock-Band aus London, die man dem „Post-Punk-Revival“ zurechnet (also einer erneuten Wiederauflebung der Punkmusik der 1970er-Jahre). Die White Lies wurden 2008 gegründet. Die Mitglieder der Band sind Harry McVeigh, Charles Cave und Jack Lawrence-Brown.
(Quelle: Wikipedia – mit meinen eigenen Worten wiedergegeben)
Die Titel, die auf dem Album „Ritual“ enthalten sind 1. Is Love 2. Strangers 3. Bigger Than Us 4. Peace & Quiet 5. Streetlights 6. Holy Ghost 7. Turn The Bells 8. The Power & The Glory 9. Bad Love 10. Come Down
Die einzelnen Titel und meine Meinung dazuDie Qualität der downgeloadeten Musikstücke ist hervorragend, da gibt es für mich nichts zu meckern. Ich habe die Musik auf meinem PC gespeichert, aber auch auf einem MP3-Spieler und auf einer Datensicherungs-CD.
Titel 1 – Is Love Dominant in diesem Titel ist immer ein Schlagzeugstampfsound, der mich an das Gehämmere in einem Bergwerk erinnert. Die Stimme des Sängers klingt irgendwie düster – und so will ich den Song eigentlich erst mal gar nicht hören. Dann aber, als ein Keyboard einen zusätzlichen Sound zaubert, der mich an das Rattern eines Zuges erinnert, wird der Song für mich besser, interessanter. Der Refrain klingt hier besser, interessanter als die Strophen – zu verdanken ist dies dem flotten
Bilder von Ritual - White Lies
Sound, dem super Keyboardsound (der mich an viele Songs von Emerson, Lake and Palmer erinnert) und dem schnellen Gesang des Sängers. Ein sehr eingängiger Titel mit Ohrwurmqualitäten. Mein Favorit Nummer 2 auf dem Album.
Titel 2 – Strangers Mit tiefen E-Gitarren und Schlagzeug beginnt der Song – und der Sänger klingt auch anfangs düster. Das bessert sich aber im Laufe des Songs, als dieser schneller wird. Da wird er richtig melodisch, und ich finde ihn auf einmal besser. Eine tolle, schnelle Pop-Rocknummer mit schnellen Gitarren, Schlagzeug und Keyboard. Solche Titel finde ich beim Autofahren ganz klasse – oder auf dem Trimmrad. Mit „quietschenden“ E-Gitarren hört der Song auf. Im Text geht es darum, wie zwei, die sich einst liebten, sich entfremden können – also gegenseitig zu Fremden werden können.
Titel 3 – Bigger Than Us Eine schnelle Popnummer mit Keyboard, Gitarren und Schlagzeug, in der es schon wieder um Liebe geht. Es geht um einen jungen Mann, der seine Partnerin, die sich von ihm trennen will, bittet, doch zu bleiben. Vom Sound her erinnert mich der Song an Lieder der Bands „A Flock Of Seagulls“ und „Simple Minds“, die besonders in den 80er-Jahren große Erfolge feierten. Mir gefällt dieser schnelle Sound in „Bigger Than Us“, er macht diesen Song gut hörbar und verleiht ihm – trotz der dunklen Stimme des Sängers – einen positiven Touch.
Titel 4 – Peace & Quiet Eine ruhig beginnende Nummer mit einem Keyboard, das so klingt wie eine Orgel. Dazu einige Takte später Schlagzeug und E-Gitarren. Nach einer langen instrumentalen Einleitung setzt der Sänger ein, nur begleitet von Keyboard und Schlagzeug. Im Refrain wird der Song lauter und dramatischer – was besonders dem Keyboard zu verdanken ist. Mir gefällt diese Abwechslung im Song – die Strophen leiser und bedächtiger, der Refrain lauter und dramatischer. Positiv werte ich hier auch den Einsatz von Streichinstrumenten, die gegen Schluss des Songs hörbar sind (oder werden die Streichereffekte von einem Keyboard produziert? Möglich ist auch das, habe ich mir sagen lassen). Langsamer und ganz ruhig und leise klingt der Song aus. Auf jeden Fall ist das mein Favorit Nummer 1 auf diesem Album.
Titel 5 – Streetlights Ein schneller Pop-Rocktitel, sehr melodisch, mit lauten E-Gitarren und Schlagzeug. Interessant finde ich auch die immer wieder hörbaren Keyboardklänge, die dem Song Dramatik verleihen. Auch die Stimme des Sängers gefällt mir hier – er singt schnell und nicht so düster wie in manchen anderen Titeln. Der Titel hat Ohrwurmcharakter – und das gefällt mir.
Titel 6 – Holy Ghost Die Musik des Songs erinnert mich an die Filmmusiken diverser Krimiserien – ein schneller Song ist das mit vielen Gitarren und Schlagzeug. Ich finde diese Art von Song ganz klasse beim Autofahren. Der Sänger wird hier oft von Backgroundsängern begleitet. Im Text geht es wieder um eine gescheiterte Liebesbeziehung – ein Mann, dessen Freundin ihn verlassen will, überlegt sich, ob er nicht eine Art „Heiligen Geist“ suchen soll….
Titel 7 – Turn The Bells Irgendwie ein schwerfälliger Titel, bestimmt durch einen lauten Gitarrensound und bedächtige „Schlagzeugkracher“ im Hintergrund. Auch wenn ich diesen Titel höre, werde ich wieder an Geräusche in einem Bergwerk erinnert. Ich denke, dieser ab und zu krachende Schlagzeugsound soll Glockenschläge symbolisieren.
Titel 8 – The Power & The Glory Eine interessante Popnummer, schnell und melodisch. Der Sänger wird begleitet von Keyboard, Schlagzeug und Gitarren. Persönlich jedoch stört mich ein Instrument im Hintergrund, das sich irgendwie wie eine elektrische Säge anhört. Irgendwie verleiht dieses Instrument dem Song einen schaurigen Charakter. Ich bin ganz erleichtert, als irgendwann dieses Geräusch nicht mehr da ist – und auch den restlichen Song über wegbleibt.
Titel 9 – Bad Love Eine für mich düstere Nummer, die mit Schlagzeug und E-Gitarre beginnt – diese Instrumente höre ich auch während des ganzen Songs. Der Sänger singt düster, dunkel, depressiv. Der Refrain gefällt mir besser als der Rest des Songs – irgendwie empfinde ich dann die Klänge und den Einsatz der Instrumente als „stimmungsaufhellender“, außerdem singen im Refrain mehr Personen – der Song wird dann schneller, progressiver, wandelt sich fast zum Rocksong. Auch die Streicher, die später einsetzen und dem Song eine gewisse Dramatik verleihen, gefallen mir sehr gut. Im Song selbst geht es um einen Mann, der seine Ex-Partnerin wieder zurückerobern will – beispielsweise, indem er ihr einen Brief schreibt. Er verteidigt sich selbst und meint, dass er kein Mensch ist, der „schlechte Liebe“ praktiziert.
Titel 10 – Come Down Eine langsame Nummer, die meistens durch den sehr eindrücklichen Gesang des Sängers geprägt wird, sowie durch langsame Schlagzeugtöne und ebensolche E-Gitarrentöne. Gegen Schluss des Songs höre ich Backgroundgesang. Im Text geht es um einen Mann, der seine Partnerin vermisst und deswegen traurig ist. Für mich persönlich ist eine solche langsame Nummer sehr geeignet, um nachzudenken. Mir gefällt der Song – er ist mein Favorit Nummer 3 auf dem Album.
Zum Booklet… … kann ich nur wenig sagen, da ich dieses Album per Download bekommen habe (also MP3-Dateien käuflich erworben habe – die mein Mann direkt vom Lieferanten Amazon.de auf seinen PC runterladen konnte) – und das zu einem Super-Preis. Klar, der günstige Preis umfasst das Booklet auch nicht – und das bekommt man dann auch nicht geliefert. Das stört mich nicht. Zu jedem Songtitel, den man per Download kauft, bekommt man automatisch das Coverfoto der CD, das zwei Frauen mit braunen langen Haaren zeigt. Jede von ihnen hat einen langen Zopf. Sie tragen grau-blaue kurzärmelige Blusen. Beide Frauen stehen vor einer dunkelgrauen Türe. Links auf dem Cover sehe ich noch einen Vorhang.
Die White Lies auf dem Weg in Richtung „Düster-Rock“ – oder: meine Hörerfahrung Eines mal vorab: bei Amazon gibt es die CD für 14,95 Euro. Für diesen Preis oder noch mehr hätte ich mir dieses Album nicht gekauft. Warum? Der Preis ist mir zu teuer.
Ich wollte abwarten, bis das CD-Album „Ritual“ zu einem Preis von 11 Euro oder weniger zu haben sein würde. Dann kam dieses Download-Sonderangebot von Amazon.de zu 3,99 Euro – und da konnte ich natürlich nicht widerstehen… Seitdem habe ich die Musik hier auf dem PC und auch als Sicherungskopie auf einer CD. Die Qualität der Songs ist einwandfrei, da gibt es nichts zu meckern. Astreiner Klang, kein Rauschen oder sonstige Störungen.
Musik auf dem PC zu haben, finde ich praktisch. Die kann ich anhören, während ich im Internet bin oder Berichte schreibe oder anderes tue. Ich kann aber auch mit Konzentration der Musik lauschen, den Texten, den Instrumenten - und mir meine Gedanken dazu machen. Während das erste Album von „White Lies“ für mich persönlich noch eingängiger zu hören war (da es einige Songs beinhaltet, die Hitqualitäten haben), ist das neue Album „Ritual“ eigenwilliger gestaltet. Man muss schon das erste Album der „White Lies“ kennen und es gerne hören – und/oder Liebhaber von Musik von Gruppen, wie „The Cure“ oder auch „The Doors“, sein, um „Ritual“ gut zu finden. Da ich sowohl Fan des ersten White-Lies-Albums bin als auch „The Cure“ als auch „The Doors“ gerne höre – wenn ich in der entsprechenden Stimmung bin (ich muss in guter Stimmung sein – und es darf draußen nicht regnen), konnte ich mich auch gut in „Ritual“ einhören. Die Düsterstimmung von „Ritual“ wird nicht nur durch die dunkle Stimme des Sängers verursacht, sondern auch durch den Einsatz diverser Instrumente, die in einigen Songs manchmal „irgendwie depressiv“ rüberkommen.
Unterdessen, nach mehr als 20-maligem Hören, habe ich mich an „Ritual“ gewöhnt, aber ich habe einige Zeit dafür gebraucht. Manche Titel finde ich eingängig (beispielsweise „Streetlights“) – andere klingen depressiv (beispielsweise „Bad Love“).
Mein Fazit Im Vergleich zum ersten Album der White Lies ist „Ritual“ düsterer und depressiver und nicht mehr so eingängig. Deswegen ist es für mich kein komplettes 5-Sterne-Album. Ich vergebe dem Album „Ritual“ also vier Sterne und eine Hör-/Kaufempfehlung – würde allerdings zum Kauf erst dann raten, wenn das Album zu einem günstigen Preis (für mich sind 10 Euro beispielsweise ein günstiger CD-Preis) zu haben ist. Wer die „White Lies“ und ihre Musik noch nicht kennt, dem rate ich, sich zunächst das erste Album „To Lose My Life“ von ihnen zu kaufen (dieses Album ist unterdessen vielerorts zu einem Preis von unter 10 Euro erhältlich), um überhaupt einen Eindruck von dieser Musik zu bekommen und sich eine Meinung zu bilden, ob man diese Musik mag.
Vielen Dank fürs Lesen und Bewerten!
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09.11.2011 19:39
BH nachgereicht
27.08.2011 16:05
bh
27.07.2011 16:49
Da bin ich wieder ;o)