Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Guter Anschlag, guter Klang, einfach alles |
| Kontra: |
nicht gerade billig |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
...Roland wir danken Dir!
Heute möchte ich Euch also über mein E-Piano der Firma Roland berichten, das ich vor ca. einem Jahr im Kölner Musicstore zum Preis von ca. 3500 DM gekauft habe.
1. Warum ein E-Piano?
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Fall A: Ihr müsst/ wollt zu Zeiten üben, an denen Euer Nachbar das absolut nicht toll findet?
Fall B: Ihr habt nicht genug Knete für ein richtiges Klavier?
Fall C: Ihr seid Anfänger, wollt Euch selber also erst testen und damit nicht das Risiko der Riesenanschaffung Klavier eingehen?
Fall D: Die Wohnung ist einfach zu klein für ein richtiges Klavier?
Fall E: Ihr möchtet per Klaviatur Töne im Midiformat in Euren PC speichern?
Fall F: Ihr möchtet in Bands spielen und flexibel sein und steht nicht auf den synthetischen Klang eines Keyboards?
Wenn einer oder mehrere Gründe bei Euch zutreffen, würde ich Euch in jedem Fall zu einem E-Piano raten!
Zu Fall A: Ich studiere nun Musik im vierten Semester und bin oft gezwungen abends und sehr lange zu üben. Das nervt die Nachbarn auf die Dauer mit Sicherheit! Mit meinem E-Piano ist das alles kein Problem mehr: einfach leise stellen oder Kopfhörer einstöpseln und aufsetzen.
Zu Fall B: E-Pianos sind viel kostengünstiger als ein richtiges Klavier. Feststehende ungebrauchte gute E-Pianos sind schon ab 1000 € zu haben, dafür bekommt man noch lange kein gutes gebrauchtes Klavier. Auch die Umzugskosten werden geringer gehalten, da ein richtiges Klavier immer sehr schwierig zu transportieren ist und ein Klaviertransport teuer bezahlt werden muss. Ein E- Piano kann man auseinander bauen. Außerdem muss man ein E-Piano nie stimmen lassen! Tragbare gute E-Pianos (auf Stativ) sind meistens etwas teurer als feststehende.
Zu Fall C: Ich habe auch einige Klavierschüler, die sich zu Beginn ihrer „Musikerkarriere“ nicht entscheiden konnten, ob sie sich ein teures Klavier zulegen. Ihnen habe ich dann immer zum Kauf eines E-Pianos geraten. Die sind billiger und liegen im Wiederverkaufswert verhältnismäßig höher.
Zu Fall D: E-Pianos, besonders tragbare, nehmen viel weniger Platz weg!
Zu Fall E: Mit E-Pianos ist es spielend leicht, sich selbst aufzunehmen, oder Noten über Midiklänge in einen PC einzugeben, während einem solche Möglichkeiten mit normalem Klavier verwährt bleiben. Für werdende Musiklehrer, Chor- oder Orchesterleiter, die evt. Arrangieren, komponieren oder Stimmen umschreiben müssen, ist ein E-Piano im Zusammenhang mit einem guten Notationsprogramm (z.B. Finale) überlebensnotwendig.
Zu Fall F: Für Bandmitglieder empfehle ich Stage- Pianos. Das sind tragbare E-Pianos mit guter Tastenmechanik, die kein Keyboard der Welt toppen kann. Die Klänge sind gute Klavierklänge und Imitationsklänge anderer Instrumente. Hinzu gibt es verschiedene Begleitmuster und –rhythmen, die der Pianist benutzen kann. Trotzdem bleibt sein Klavierspiel individuell und nicht nur bloße Eigenleistung eines Geräts.
2. Warum das Modell FP 3 der Marke Roland
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Bis jetzt hörte sich doch alles noch sehr gut an, oder? Jedoch muss man beim Kauf eines solchen E-Pianos sehr vorsichtig sein, wenn man wirklich etwas besseres haben will als ein Keyboard, das in etwa vergleichbar ist mit einem richtigen Klavier! Zunächst sollte man auf die Anschlagsmechanik achten. Es gibt viele Klavierlehrer die im Viereck springen würden, wenn sie wüssten, Ihre Schüler übten auf einem E-Piano, weil die Tasten oft sehr labberig anzuschlagen sind und die Schüler sich somit ihren klaviertypischen Anschlag kaputt machen könnten. Das stimmt auch! Deswegen sollte man immer auf eine eingebaute Hammermechanik bestehen, die natürlich trotzdem digital ist, aber die einem richtigen Klavier nachempfunden ist und sehr nahe kommt. In diesem Punkt ist die Technik in den letzten Jahren sehr weit vorangeschritten.
Die Hammermechanik des FP 3 von Roland ist unschlagbar. Die Tasten sind gewichtet, das heißt in etwa so schwer wie echte Klaviertasten. Der Anschlag ist also nahezu identisch. Wenn ich auf diesem E-Piano übe, kann ich das Stück auch auf einem schweren Steinway- Flügel spielen, würde ich auf ungewichteten Tasten üben, könnte es sein, dass ich auf dem E-Piano alles kann, die schweren und schnellen Läufe auf dem Flügel aber nicht hinhauen, weil ich dort viel mehr Zeit und Kraft benötige, die einzelne Taste hinunterzudrücken.
Außerdem ist der Tonumfang beim FP 3 fast derselbe wie auf einem großen Klavier. Keyboards haben oft nicht mal genügend Tasten um klassische Stücke darauf zu spielen. Ich kann verschiedene Klaviertöne einstellen, wobei mir alle des FP 3 sehr authentisch und gut erscheinen, was auch nicht bei allen E-Pianos der Fall ist. Insgesamt gibt es 40 Sounds inklusive Gitarren- und Drumsounds, was natürlich im Vergleich zu einigen Keyboards ziemlich armselig ist. Aber ein E-Piano wird ja auch meistens nur von Pianisten gekauft, die einen solchen Schnickschnack nicht brauchen. Allerdings gibt es auch E-Pianos mit mehr klanglichen Spielereien. Das FP 3 hat außerdem 60 Rhythmen, darunter alle Tanzrhythmen und ein eingebautes Metronom zu bieten. Es ist ein Stagepiano, also in einer großen Tasche tragbar, die man sich auf den Rücken packen kann. Dazu gehören noch eine oder zwei Boxen, ein Ständer, ein anmontierter Notenständer und ein digitales Pedal.
Ich habe das Klavier auch schon öfter an meinen Computer angeschlossen und damit gearbeitet. Ich muss sagen, es funktionier alles super. Man braucht nur das entsprechende Midi- Kabel.
Das einzig negative ist, das man nicht richtig gut laut und leise unterscheiden kann. Die tiefen Bässe sind immer lauter als die hohen Klänge. Das scheint mir aber eher ein allgemeines Problem von E-Pianos zu sein und es hält sich auch in Grenzen.
Ich habe jedenfalls damals beim Kauf mehrere Stunden im Musicstore verbracht, wo sie echt die größte Auswahl hatten, und habe verglichen und an verschiedenen E-Pianos geübt: das FP 3 von Roland war das Beste!!!
Zur Firma Roland: die Firma ist eine Deutsche, die besonders durch Elton John bekannt geworden ist, der immer auf Roland- Klavieren spielt. Der Vertrieb geschieht in den verschiedensten Musikhäusern Deutschland und die Firma ist über die nationalen Grenzen hinaus sehr bekannt. Die anderen großen Hersteller sind Yamaha, Korg und Kawai.
Was bei der Firma Roland auch besonders gut ist, ist das Design! Das FP 3 ist sehr schlicht aber modern gehalten, in Silber. Das Piano ist meiner Meinung nach sowohl bühnen- als auch wohnzimmertauglich :-).
Wer interessiert ist, kann ja mal auf der Homepage www.rolandmusik.de vorbeischauen, wo neben dem FP 3 auch alle anderen Modelle vorgestellt werden und zu Hörproben eingeladen wird. Momentan kostet das FP 3 im Musicstore Köln 1639 €. Der Musicstore ist im übrigen stark zu empfehlen, hier bekommt man teilweise bessere Angebote als beim Hersteller direkt. Man kann sich den Katalog online kostenlos bestellen!
3. Abschlusskommentar
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Ich finde, dass ein E-Piano eine gute Anschaffung ist. Trotzdem ist es natürlich für einen Pianisten immer schöner auf einem akustischen Klavier zu spielen. Der Klang, das Ambiente und das Gefühl sind halt doch noch ein bisschen anders. Andererseits muss man sich immer überlegen, wofür man ein solches Instrument braucht: In jedem Fall ist ein tragbares E-Piano praktischer, da wir Pianisten ja das größte Transportproblem unter Musikern haben. :-)
Bei Kindern können die technischen Spielereien, die ein solches Instrument zu bieten hat, zum Üben ermuntern, jedoch sollte man wirklich auf eine gute Ausbildung ohne zuviel Spielerei Wert legen, wenn man im Hinterkopf hat, Klavier spielen zu lernen!
Dafür bietet das FP 3 die richtige Mischung aus Technik und guter Klavierqualität!
Von mir gibt’s jedenfalls volle fünf Sterne!!!
Soviel von mir,
Macht´s gut und klimpert schön!!!
Man müsste Klavier spielen können... denn wer Klavier spielt hat Glück bei den Fraun....