Roland  RD-100

Roland RD-100

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... 1986 stellte Roland das RD-1000 vor, ein professionelles Digitalpiano mit vorbildlicher Tastatur und herausragenden Klängen. Bei der hier verwendete sogenannte SA-Synthese (Structured Adaptive-Synthese) waren nicht einfach Klavierklänge nur gesampelt worden, vielmehr hat man hier versucht, ... Bericht lesen





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... brauchbar für die Bühne.
Erfahrungsbericht von MOa1111 über Roland RD-100
19.10.2007


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Piano - Sounds, Verarbeitung
Kontra: nichts

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Ein Klavier, ein Klavier ...

Der Klang eines Flügels, Klaviers oder E-Pianos wird in sehr vielen Musikrichtungen eingesetzt. Ganz gleich, ob Sie Rock, Rock´n Roll, Boogie-Woogie, Blues, Jazz, Pop oder sonstwas spielen, Pianosounds werden immer wieder benötigt! (OK OK .... kommerzielle Volksmusik kommt oft auch ohne Klavier aus). Daneben gibt es eine Reihe von bekannten Hits, die man sich ohne Klavier erst gar nicht vorstellen könnte. Im Rock-/Pop-Bereich sind etliche Künstler vertreten, die vor allen Dingen durch ihr exzellentes Pianospiel bekannt geworden sind (wie z.B. Elton John oder Billy Joel).

Ein echtes Klavier in einer Band zu spielen, bzw. auf Tourneen live zur Verfügung zu haben, ist in den meisten Fällen natürlich mit nicht unerheblichen Schwierigkeiten verbunden, wenn nicht gar unmöglich, man denke nur an das Gewicht und die Sperrigkeit eines Klaviers oder gar Flügels, von den anderen Kleinigkeiten wie Saitenstimmung vor jedem Gig, Tonabnahme durch Mikrofon(e) etc. etc. einmal ganz abgesehen. Selbstverständlich hat das die Musikindustrie schon früh erkannt, seit Mitte der sechziger Jahre werden E-Pianos in Serie hergestellt. Rhodes und Wurlitzer Piano wurden in den siebzigern unter Musikern sehr beliebt und zu richtigen Berühmtheiten, allerdings hatten diese Pianos ihren eigenen Charakter, hier wurden die Klänge durch Metallzungen erzeugt (im echten Klavier durch Saiten), ein Rhodes oder Wurlitzer klingt daher definitiv nicht wie ein akustischer Flügel. Authentischeren Klaviersound für den Bühneneinsatz bieten die Pianos CP-60, CP-70 und CP-80 von Yamaha, allerdings werden hier die Klänge genau wie bei einem echten Flügel mittels Saiten erzeugt, eigentlich sind das "richtige" Klaviere und deshalb hat man auch hier als Bühnenmusiker mit jenen gewissen Nachteilen zu kämpfen. Ein CP-70 z.B. ist nicht gerade leicht zu tragen, zwar wird das Instrument für den Transport in zwei Teile zerlegt, diese sind aber immer noch einigermaßen schwer (OK, wenn ihr zwei Roadies in der Band habt, macht das nichts), zudem verstimmen sich diese Pianos zuweilen beim Transport (ich mußte mein CP-70 vor jedem Auftritt stimmen), außerdem ist so ein Teil was die Abmessungen angeht immer noch relativ mächtig (also wenn ihr einen Polo-Kombi habt, gibt´s da echte Probleme) und zu einem schmalen Geldbeutel wollte so ein CP-Modell auch nicht unbedingt passen.

Mit Aufkommen der Samplingtechnologie wurde das alles ganz anders, hier war es jetzt möglich, den Klang eines Flügels auf rein elektronischer Ebene zu erzeugen, bzw. wiederzugeben. Ab Anfang der Achtziger gab es plötzlich preislich erschwingliche elektronische Instrumente, die den Klaviersound mit einer akzeptablen Authentizität erzeugen/wiedergeben konnten. Leute Leute, was war das für ein Segen für uns Bühnenmusiker, keine schweren Brocken mehr schleppen, kein Verstimmen mehr und dabei gute Pianosounds in mehreren Variationen auf Knopfdruck. Seit dieser Zeit gehört das Piano zur Referenz jedes neuen Synthesizers auf Samplebasis, bzw. jeder neuen Workstation Sampleplayers ("toll das Teil, aber wie ist denn das Klavier?" Die Frage habt ihr doch auch schon gehört, oder?)

Ab Mitte der achtziger Jahre wurden Digitalpianos gebaut, hier legten jetzt die Hersteller besonderen Wert auf die optimale Nachbildung des Klaviersounds und damit wären wir jetzt endlich auch beim eigentlichen Thema dieses Erfahrungsberichtes angelangt.

1986 stellte Roland das RD-1000 vor, ein professionelles Digitalpiano mit vorbildlicher Tastatur und herausragenden Klängen. Bei der hier verwendete sogenannte SA-Synthese (Structured Adaptive-Synthese) waren nicht einfach Klavierklänge nur gesampelt worden, vielmehr hat man hier versucht, das akustische Klangverhalten von einem Klavier optimal zu simulieren.Das Stage-Piano, um das es hier geht, scheint mir im weitesten Sinne ein abgespeckter Nachfolger des RD-1000 zu sein.

Die wichtigsten Daten

  • 88 anschlagdynamische Tasten mit Hammermechanik
  • 8 Sounds: 2 Akustik-Pianos, Electric Piano, Harpsichord, Vibraphon, Organ und Strings
  • 64-stimmige Polyphonie
  • Eingebaute Effekte: 7 Chorus-Typen und 7 Reverb-Typen
  • 2-Spur Sequenzer zum Aufnehmen des eigenen Spiels und zum Üben mit Begleitung
  • Einfache Bedienung mit separaten Soundauswahl-Tastern und LED-Anzeige
  • Eingebautes Metronom und zwei Kopfhörer-Anschlüsse
  • Geringes Gewicht - einfach zu transportieren
Die Klänge
Bitte bedenken Sie, dass die Entwicklung in den letzten Jahren diesbezüglich erhebliche Fortschritte gemacht hat. Auf elektronischer Basis gibt es heute Klaviersounds, die vom Klang eines echten Klaviers/Flügels nur noch sehr schwer zu unterscheiden sind. Sowohl in modernen Workstations, in großen Samplern mit entsprechendem Speicherausbau sowie als Plug-In für Computer finden Sie derartige Klänge in einer absolut verblüffenden Authentizität. Diese Systeme und Instrumente liegen aber in einer viel höheren Preisklasse, es wäre somit nicht fair, das RD-100 hiermit zu vergleichen!

Die ersten beiden Flügelklänge (jeweils offene und gedeckte Variante) hauen einen nach heutigem Stand der Technik nicht gerade vom (Klavier)Hocker ;-) , wer Steinway, Bechstein, Bösendorfer, Schimmel etc. gewohnt ist, wird beim Spielen/Hören dieser beiden Klänge womöglich etwas versnobt die Augenbraue anheben. Sei´s drum: Diese Klänge klingen voll im Bassbereich, brillant in den Höhen und über die gesamte (88er)-Tastatur ausgewogen, sie setzen sich im Gesamtbild einer Band durch und eignen sich dank des gelungenen Ausklingverhaltens auch für Balladen.

Das E-Pianos gefallen mir persönlich überhaupt nicht, sie sind für meine Begriffe zu unspektakulär, für den Background in Ordnung aber für Solo-Einlagen habe ich - auch in dieser Preisklasse - schon viel besseres gehört. An die E-Pianos des RD-1000 kommen sie meines Erachtens nicht heran.

Die beiden Klänge Harpsichord und Vibraphone sind absolut authentisch und machen sich sehr gut im Mix. Streicher- und Orgelsound empfinde ich als nette Zugaben, nicht weniger, aber auch nicht mehr.

Allen Klängen gemein ist die Ausgewogenheit über den gesamten Tastaturbereich sowie das saubere Klangbild.

die Tastatur...

... ist Geschmacksache, sie bietet zwar einen gewissen Widerstand und somit etwas Piano-Feeling, ein echter Pianist kommt hier allerdings kaum auf seine Kosten, dafür ist sie meineserachtens etwas leichtgängig.

Das eingebaute Metronom und der Sequencer mögen für Übungszwecke sinnvoll sein, auf der Bühne braucht man derartiges kaum, sinnvoll hingegen ist die Möglichkeit, die Spur zu splitten (z.B. linke Hälfte Piano, rechte Hälfte Vibraphon)

Fazit, Preis

Das RD-100 ist ein einfaches und schnörkelloses Stagepiano für die Bühne, allzuhohe "pianistische Ansprüche" sollte man allerdings nicht haben. Es leistet in einer Band gute Dienste, die Pianoklänge setzen sich im Gesamtbild durch und das Instrument ist einigermaßen bequem zu transportieren.

Was den aktuellen Gebrauchtmarktpreis angeht, so habe ich im letzten halben Jahr Preise zwischen ca. 400,00 EURO und 500,00 EURO gesehen.   

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Haupteigenschaften

Hersteller: Roland

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