Ach, schon wieder eine Scheibe im Cuba-Stil dachte ich vor einigen Jahren, als mir das Album von Ricardo Lemvo & Makina Loca in die Hände fiel. Kuba-Schublade auf und eingetütet... Doch die mittlerweile ausgetretenen Pfaden des Kuba-Booms beschreitet der Musiker nur bedingt.
Zwar ist Lemvo ... Bericht lesen
Erfahrungsbericht von pigletti über Sao Salvador - Lemvo, Ricardo & Makina Loca 11.09.2004
Produktbewertung des Autors:
Cover-Design:
annehmbar
Klangqualität:
ausgezeichnet
Langzeithörspaß:
wird nicht schnell langweilig
Pro:
Gute Laune Musik für Latinfans
Kontra:
nix
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Ach, schon wieder eine Scheibe im Cuba-Stil dachte ich vor einigen Jahren, als mir das Album von Ricardo Lemvo & Makina Loca in die Hände fiel. Kuba-Schublade auf und eingetütet... Doch die mittlerweile ausgetretenen Pfaden des Kuba-Booms beschreitet der Musiker nur bedingt.
Zwar ist Lemvo auch mit dem Orquesta Aragon, der Kaderschmiede für kubanische Musiker , aufgetreten, doch in seinem Album werden auch andere Seiten seiner musikalischen Herkunft hörbar. Sonst hätte wohl auch kaum ein Label wie Putumayo den Künstler unter Vertrag genommen. Das Label wir einigen sicher von den super süßen naiven Covern ein Begriff sein, die die Weltmusik-Scheiben des Labels schmücken. Einheitsbrei gibts bei denen Gott sei Dank nicht. Außerdem nimmt das Label nur sehr selten Einzelkünstler unter Vertrag, die Domäne des Labels sind hochwertige Kompilationen. Für Lemvo also eine besondere Ehre.
Tracklist: ++++++++ 1.Rendez-Vous 2.Boom Boom Tarara 3.Ave Maria [Por Dios] 4.São Salvador 5.Si Tu No Sabes (No Te Metas) 6.Nganga Kisi 7.dans la Foret 8.Capullito de Alheli 9.te Traigo un Son
Ich werde hier ganz bestimmt nciht auf jeden einzelnen Track eingehen, sondern nur auf besonders prägnante Songs.
Lemvo ist gebürtiger Kongolese. Das tritt am klarsten im Song "Dans La Forêt" zu Tage, das ganz im Zeichen von afrikanischem A-Cappella-GEsang steht. Aber dem Musiker gelingt auch die Synthese von Afrika und Kuba, von Tradition und Moderne: In "Nganga Kisi" verschmelzen Elemente aus Soul, Funk, Latin Afro-Groove zu einer netten World-Pop-Nummer. Ich muss gestehen, dass mir das nicht ganz so liegt, ich mag dann doch lieber die "klassischen" Songs. Doch die kommt ebenfalls nicht zu kurz.
Von seiner klassischen Latin-Seite zeigt sich der Sänger in "Le Rendez-Vous", einem Salsa-Track mit kraftvollen Bläsern, bei dem es richtig anfängt in den Füßen zu kribbeln. Und das soll bei Nordlichtern bekanntlich ja was heißen ;-)
Mit insgesamt 9 Tracks ist das Album zwar nicht besonders lang, aber insgesamt sehr kurzweilig. Wer sich für die CD interessiert, der sollte bei ebay gucken, denn bei beispielsweise amazon ist die CD nicht mehr erhältllich.
Fazit: ++++ Für mich eine klare Sommer-CD, die ich dieses Jahr wieder hervorgekramt hatte. Bis auf einen Song - siehe Bericht - hat mir die CD wieder gut gefallen, die Höchstwertung gibt es allerdings nicht, denn ein absolutes Knaller-Album ist diese CD nicht, gerade auf dem Latin-Markt gibt es hervorragende Alben von bekannten und weniger bekannten Künstlern. Aber nett anzuhören allemal - und das können ja auch nicht alle Alben für sich beanspruchen...