Save the Last Dance - Various

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Save the Last Dance - Various

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Ich gestehe!

5 23. Apr 2001

Pro:
geht voll rein, super zum Abtanzen

Kontra:
nix

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Cover-Design:

Klangqualität:

Langzeithörspaß:

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NetMarie

Über sich: ... and I wanna live ...

Mitglied seit:04.07.2000

Erfahrungsberichte:62

Vertrauende:20

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 104 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

HipHop gehört jetzt wirklich nicht zu den Musikstilen, bei denen ich mich auskenne. Eher im Gegenteil. Trotzdem will ich euch meine Meinung zum Soundtrack von „Save The Last Dance“ (ja genau, dieser Tanzfilm) nicht vorenthalten.

Mini-Exkurs zum Film: Es geht um Schwarz trifft Weiß, HipHop meats Ballett, Mädel (Sara) & Junge (Derek), ... es gibt einige ganz gute Berichte dazu. Die Musik ist (logo) sehr wichtig. MTV hat’s erkannt und dementsprechend die Finger im Spiel. Ich war ganz schön erstaunt als ich in den Kinosaal kam und ein paar (viele) „coole“ Jungs rumsitzen sah. Aber als es dann losging erinnerte ich mich: klar, HipHop. Wie gesagt – eigentlich nicht meine (musikalische) Welt. Genauso cool wie die Jungs präsentiert sich auch der Soundtrack mit den folgenden Songs:

01- Shining Through (Theme from „Save the Last Dance“) ~ Fredo Starr & Jill Scott 3:49
02- You ~ Lucy Pearl (Featuring Snoop Dogg & Q-Tip) 4:25
03- Bonafide ~ X-2-C 4:02
04- Crazy ~K-CI & Jojo 3:39
05- You Make Me Sick ~ Pink 4:06
06- U Know What’s Up ~ Donell Jones 4:02
07- Move It Slow ~ Kenvon Edmonds 5:06
08- Murder She Wrote ~ Chaka Demus & Pliers Soulbone 4:06
09- You Can Do It ~ Ice Cube (Featuring Mack 10 and Ms. Toi) 4:22
10- My Window ~ Soulbone 5:00
11- Only You ~ 112 (Featuring The Notorius B.I.G.) 4:18
12- Get It On Tonite ~ Montell Jordan 4:36
13- All Or Nothing ~ Athena Cage 3:40
14- Shining Through ~ Fredo Starr & Jill Scott ~ Soulshock & Karlin Bonus Track 3:32
2001, Hollywood Records
Gesamtlaufzeit: 58:51

Mit „SHINING THROUGH“ einem Remake von „True Colours“ (muss schon wieder gestehen, keine Ahnung von wem das ist, aber des gab’s schonmal. Ich hab da ja ne Vermutung, aber wenn das falsch ist ... peinlich ...). Das Thema zum Film entpuppt sich als sehr grooviges Midtempo-Stück mit einem coolen Klavierriff. Fredo Starr rappt einen zum Film passenden Text und Jill Scott singt jeweils den Refrain („I see your true colours shinig trough I see your true colours that’s why I love you ...“). Extremes Mitwippen ist unvermeidlich.

Also, Q-Tip is ja echt ein witziger Name. Mit dem Namen „Wattestäbchen“ würde wohl kein deutscher Künstler ernstgenommen ... *g*. Aber „YOU“ kann man schon ernstnehmen ... viel Groove, rhythmisches Klatschen (wie es sich (auch für Europäer!!) gehört auf 2 und 4), unaufdringlicher aber akzentuierter Bass und ein nerviges Synthesizergepling (das fällt aber nicht weiter auf). „I just got tha have u - All I really want is you ...“. Und wieder kann ich nicht stillsitzen.

Gezupfte Gitarre (naja, wohl eher Synthi) bestimmen das Intro zu „BONAFIDE“. Rund um eine Synthifläche (also ausgehaltene Akkorde) gestaltet sich dann der Song: dieses Gezupfe wird zu einem Riff, Schlagzeugbeat, Gesang ... es wird zu einem harmonischen, sehr ins Blut gehenden Ganzen.

Crazy – I just can’t sleep. I’m so exited ... ups ... falscher Song. Mit „CRAZY“ gibt’s die erste Ballade *froi*. Zwar eine Uptempo-Ballade, aber trotzdem. Dieses Stück würde ich ziemlich in die R’n’B-Schiene stecken. Ich kann nicht so wirklich sagen, dass es mir gefällt, dazu nervt mich zuviel. Die Abmischung find‘ ich unausgewogen und irgendiwe scheint es mir so, dass die Produzenten nicht so ganz gewusst haben ob jetzt Ballade oder nicht rauskommen soll. „I’m goin‘ crazy just in thinkin‘ about u lately, I’m goin‘ crazy just in thinkin‘ about u baby“ Ziemlich nervig ist die Stimmverzerrung beim Refrain. Aber das scheint ja gerade sehr angesagt zu sein.

Pink, die Frau mit den Haaren zum Namen, ist ja seit dem letzten Jahr ziemlich beliebt. Ich schließe mich da der allgemeinen Begeisterung an. Zwar schreibt sie selten selbst, aber die Umsetzung der Songs, so auch bei „YOU MAKE ME SICK“, stimmt. Der Song gehört im Film zu einer der Tanzübungen. Schon im Kino ist es mir schwergefallen sitzenzubleiben. Jetzt kann ich endlich mitgrooven. Unvermeidlich bei dem Song. Nach einem Telefongespräch, bei dem man leider die Person am anderen Ende der Leitung nicht versteht, geht’s ab. „You make sick. I want you and I'm hatin' it. Got me lit like a candlestick ...“ Kann man nix machen ... Ran an die Bulletten!

„U KNOW WHAT’S UP“ kommt sehr clubby daher. Wieder ein ziemlich unwiderstehlicher Beat. Der Song gehört zu den Übungen zum Cool-Sein. Nur damit ihr euch das vorstellen könnt. Sie ist relativ steif, er super cool und locker. Als Gentleman will er ihr zeigen wie das geht. Also stehen sie da nebeneinander und sie soll sich einfach in die Musik fallen lassen. Rechts – links – rechts - links *wippen*. Was anderes geht bei dem Song gar nicht. „U know that I like it baby ...“ die beiden kommen sich näher ...


Wie der Titel „MOVE IT SLOW“ schon verrät kommt an dieser Stelle der nächste langsame Song. Wieder mehr R’n’B als HipHop, aber das ist ja nicht schlimm. Die Stimme von Kevon Edmonds (dem Bruder von Babyface) hat im ersten Moment was Weibliches, aber nur aufs erste Horchen. Natürlich geht’s um Liebe: „There’s no greater fantasy than the one I share with you ... I love what I see that sexy sweet body“. Das ist jetzt weniger zum Abtanzen ... Tanzen kann man dadrauf aber bestimmt auch *träum*

In dem angesagtesten HipHop – Club, in den Sara mitgeschleppt wird, läuft „MURDER SHE WROTE“. Zur Abwechslung mal groovy. Diesmal aber in Richtung Reaggea. Außer dem (Sprech-)Gesang gibt’s nur ein bissl Beat und ein Reaggea-mäßiges Gitarren(?)-Riff. Sehr cool!

Wenn man nicht drauf gefasst ist, denkt man beim Anfang von „YOU CAN DO IT“ erstmal, dass der CD_Player hängt. Auf dieses Stück tanzen Derek und Sara zusammen, nachdem sie schon einiges dazugelernt hat. „Baby move them hips ...“ Irgendwie „dreckiger“ Sprechgesang, treibende Begleitung, die alle 4 Takte (wie soll es auch anders sein) einen jeweiligen Minihöhepunkt erreicht. Das ist wie bei einem Wecker. Erst einmal tuten und dann immer öfter. Es geht also wieder ab!

Soulbone, der Soul-Knochen, steuert mit „MY WINDOW“ wieder einen langsameren Track bei. Der Refrain ist zwar leise, aber mit einem Chor breit angelegt. Viel Beat, spärliche, zu Akzenten eingesetzte Gitarre und viel Gefühl in der Stimme schaffen eine tolle Stimmung.

Mit Notorius B.I.G. kenn‘ ich sogar wieder einen Künstler. „ONLY YOU“ ist ein Midtempo-Stück. „I need to know, where we stand“ ist das Thema. „Do we share this special feeling called love?“ will geklärt sein. Die Begleitung passt sich schön dem Gesang an. Nicht zu aufdringlich, aber so, dass keine „Lücken“ entstehen.

„GET IT ON TONITE“ ist sicherlich fast allen von euch ein Begriff. Die Single wurde schon vor längerer Zeit von Montell Jordan ausgekoppelt und war auch relativ lange in den deutschen Charts. Ich wollte sie damals schon kaufen... Das Intro ist dominiert von einem „hohlen“ Beat und seiner Stimme. Nach einem Auftakt kommt das Synthiriff dazu, das sich durch den kompletten Song zieht. Zum Refrain wird dann der Gesang mehrstimmig und ein schmachtendes Gitarrenriff kommt dazu. Das Lied macht mich extrem tanzwillig...

Als vorletztes Lied der CD gibt’s „ALL OR NOTHING“ von Athena Cage. Zu diesem Song tanzt Sara ganz am Schluß. Der Tanz ist Teil ihrer Aufnahmeprüfung bei der Julliard Ballett-Schule. Die Choreographie stammt von Fatima, die auch schon für Jacko choreographiert hat. Wer den Film gesehen hat stimmt mir sicher zu, dass der Tanz einsame Spitze ist. Aber zum Lied. Nach einem klassische anmutenden Intro („Also, sprach Zarathustra“) geht’s mit gesampelten Geigen und dem obligatorischen Beat los. „It’s the chance of life“, in gewisser Weise ja auch das Thema des Films, kommt klar zum Ausdruck. „Live your dreams it’s not as hard as it may seam“ singt sich so leicht, leider ist es das wohl nicht. Aber der Song ist ein guter Appell an den eigenen Kampfgeist. Musikalisch ist das Lied ziemlich konfus: viele klassische Samples, eine mittelmäßige Sängerin (versteht mich nicht falsch, die Stimme ist gut, aber eben nicht herausragend), breite Instrumentation (dabei geht einiges unter). Aber irgendwie hat das was...

Mit einem Remix von „SHINIG THROUGH“ gehen die knapp 60 Minuten ihrem Ende zu. Der Remix gefällt mir nicht so gut. Basis der Begleitung ist so eine Art Game – Boy - Spiel – Sound, und das ist echt nervig!

Im Booklet finden sich neben ein paar Bildern aus dem Film die üblichen Infos zu den Songs (also Künstler, Autor, Komponist, Produzent usw.). Texte gibt’s net.

Alles in allem finde ich die CD sehr empfehlenswert. Mir gefällt, dass die Lieder voll ins Blut gehen und man gar niocht anders kann als durchs Zimmer zu wippen (gut zum Aufräumen oder Putzen *g*). Ich hab bei amazon DM 29,99 gezahlt. Da gibt’s übrigens auch Hörproben ... . Ich denke, die wahren HipHopper finden die CD eher öde, aber als Einstiegsdroge ist sie wohl ganz brauchbar.  

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
queenia

queenia

17.05.2005 19:39

oh ja. der soundtrack is klasse. auch wenn ich sonst garnix mit hip hop anfangen kann, aber bei den songs kann man auch mal ne ausnahme machen. was ich aber net so toll finde, dass auf dem soundtrack der song von fatman scoop fehlt, der song, den ich im film am besten fand.

Clauds

Clauds

09.08.2001 00:16

Ich liebe den Film und den Soundtrack...was soll ich noch sagen?! ;o) Gottseidank kommt der Film bald auf Video und DVD raus :o))) Grüssle, Claudi

Pandoolio

Pandoolio

13.06.2001 14:16

Hier bist du ja wesentlich aktiver als unter Dooyoo. Naja dann werd ich dich halt auch hier ab und zu besuchen...! Grüße Pandoolio

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