... Heute möchte ich mal mit einem der genialsten Alben starten, das ich jemals gehört habe: „Scourge of Malice“ von Graveworm.
@@@ Die Band @@@
Stefan Fiori – Vocals
Stefan Unterpertinger – Guitars
Sabine Mair – Keyboards
Eric Treffel – Guitars
Didi Schraffl – Bass
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Erfahrungsbericht von gnoi über Scourge of Malice - Graveworm 24.05.2003
Produktbewertung des Autors:
Cover-Design:
annehmbar
Klangqualität:
ausgezeichnet
Langzeithörspaß:
wird nie langweilig
Häufigkeit der Nutzung
häufig
Dieser Tonträger ist:
Pro:
Bombast, Vocals, Keyboards und der Rest
Kontra:
nichts
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Wie bereits angekündigt, werde ich mich mit meinen nächsten Berichten ein wenig mit metallischen Meisterwerken aus unserem Nachbarland Österreich beschäftigen. Heute möchte ich mal mit einem der genialsten Alben starten, das ich jemals gehört habe: „Scourge of Malice“ von Graveworm.
@@@ Die Band @@@
Stefan Fiori – Vocals Stefan Unterpertinger – Guitars Sabine Mair – Keyboards Eric Treffel – Guitars Didi Schraffl – Bass Martin Innerbichler – Drums
Im Grunde genommen gehören Graveworm gar nicht in diese Österreich Woche hinein, stammt die Band doch aus Südtirol, also dem nördlichen Italien, aber egal, wenn ihr die Leutz mal reden hört, dann würdet ihr sofort meinen, dass sie auch Ösis wären. Gegründet wurden Graveworm etwa Mitte der 90er. Bisher kann man auf 3 Alben zurückblicken, wovon „Scourge of Malice“ das jüngste Album ist (Veröffentlichung 2001). Auf das neueste Machwerk „Engraved in Black“, welches in Kürze erscheinen wird, bin ich mehr als nur gespannt.
Stilistisch sind Graveworm wohl dem melodischen Black Metal zuzuordnen. Die Band sagt selbst, dass ihre Einflüsse dabei aus dem Dark und Gothic Metal kommen und jene mit den typischen BM Merkmalen verknüpft werden. Und wie die verknüpft werden. Einfach unbeschreiblich wie bombastisch der Sound Graveworms aus den Boxen wummert. So muss Musik in meinen Ohren klingen.
1.) Dreaded Time _______________ Schon mit diesem Intro erklingen die ersten Andeutungen von dem brachialen Bombast, der in der Folge über uns herein brechen wird. Im Hintergrund haben wir eine dröhnende Basswelle, darüber legen sich streicherähnliche Keyboardklänge. Dazu ein dunkel-rumorendes Drumming und perfekt ist die Atmosphäre. Endlich mal wieder ein gelungenes Instrumentalintro.
9/10
2.) Unhallowed by the eternal One _______________________________ Nun kommen wir zu meinem derzeit absoluten Lieblingssong. Dreht bloß die Boxen auf volle Lautstärke, denn nur so offenbart sich ein Meisterwerk wie es selbst meine Götter von Dimmu Borgir so nicht hinbekommen. Sofort ertönt eine geniale düster-majestätische Keyboardmelodie. Dann rollt ein unglaublich fetter Sound über den Zuhörer hinweg. Gitarrenriffs hören wir fast keine, dafür verschmelzen jene aber zu einer immensen Wucht, die meine Boxen zum Beben bringen. Bald erklingt auch schon das markante Organ von Sänger Stefan. Die Double-Bass-Salven knallen ohne Ende, kein Geknüppel, aber wahnsinnig kraft- und druckvoll. Die Keys sorgen derweil im Hintergrund für eine düstere Atmo. Nach etwa 4 Minuten erklingt dann eine Geigenmelodie, die fantastisch in den bassigen Gesamtsound eingebettet ist und dabei selbst wie Sau dröhnt. Einfach nur genial dieser Song, bestens geeignet zum Mitschreien und Luftgitarrespielen...
10/10
3.) Abandoned by Heaven _______________________ Der Einstieg in diesen Song erfolgt erneut mit fetten Bassläufen, die von feinen Keyboardmelodien begleitet werden. Dann folgt ein flotter Double-Bass Rhythmus. Vocaltechnisch finden wir einen Wechsel zwischen gekreischten und dunkel gegrummelten Vocals vor. Zur Mitte des Song erfolgt kurz ein Break, dann geht’s plötzlich sehr viel atmosphärischer zu, wobei der Bombast auch hier nicht abreißt. Zwar kein herausragender Song, aber allein dieser Wechsel der unterschiedlichen Vocaltechniken klingt unglaublich beeindruckend.
9/10
4.) Descending into etheral Mist _____________________________ Eingeleitet wird dieser Track durch ein wohlklingendes Violinensolo, welches aber schon bald einem rasanten Stil mit scharfen Riffs und bekannt starkem bombastischen Grundtenor Platz machen muss. Nach einer Minute setzt dann plötzlich ein perfekt melodiöser Keyboardteppich ein. Insgesamt fällt mir bei diesem Track auf, dass die Riffs erstmals viel stärker zu hören sind als auf den bisherigen Tracks. Sonst hatten wir ja eher einen fetten sägenden Riffsound, nun aber sind die einzelnen Riffs deutlich hörbar. Die Vocals sind wie immer schreikompatibel. Auch richtig für Abwechslung sorgt ein sich ständig wechselndes Tempo, mal rasend, dann wieder gemächlicher und bangiger.
9/10
5.) Threnody _____________ Graveworm untypisch startet dieses Instrumental mit einem dunkel gespielten Akustikgitarrensolo, das schon mal nicht schlecht klingt, auch wenn es sich deutlich von übrigen Sound dieses Albums abhebt. Nach 3 Minuten wird der Song aber unglaublich genial. Wie aus dem Nichts schießt plötzlich eine geballte Riffpower hervor, die wohl mit zu dem kraftvollsten Parts auf diesem Album zählt.
9/10
6.) Demonic Dreams ____________________ Sofort wummert es wie bekloppt aus meinen Boxen. Bals ertönen auch schon die ersten Bombastkeys und ein markanter Intro-Growl. In der Folge erleben wir eine perfekte Symbiose aus schönen Keyboards, richtig fett sägenden Riffs und intensiven Vocals. So einen genialen Sound kann man eigentlich gar nicht in Worte fassen, weshalb ich es hierbei mal belasse. Unglaublich, so viel Bombast aus Keys, Bass, Riffs und erhabenen bösen Vocals...
10/10
7.) Fear of the Dark ___________________ Ja, Graveworm haben tatsächlich einen Maiden Song gecovert. Zunächst erwartet uns noch ein wenig „Krach“, dann erklingt ein dunkel dröhnendes Violinenspiel, das fast schon zu stark dröhnt. Doch schon bald geht der Song richtig in die Vollen mit einem Double-Bass-Gewitter in flotter Manier, welches zwar bestens zum Bangen geeignet ist, sonst aber eher durchschnittlich klingt. Ab der Mitte des Songs erhebt sich dann aber erneut eine violinenähnliche Keyboardmelodie, die sich perfekt unter den weiterhin wummernden Sound legt. Später hören wir sogar eine Art elek. Dudelsack, was einfach genial klingt. Auch die Gitarrenarbeit fällt mit plötzlich viel positiver als noch zu Beginn des Songs auf. Zusammen mit dann ebenfalls mächtiger klingenden Vocals rettet dies dem Song...
9/10
8.) In Vengeance of our Wrath __________________________ Majestätische Keyboards samt fetten Bass und Riffs leiten über zu wieder einmal genialen Growls. Stets erleben wir einen kraftvollen Sound und zwischendurch immer wieder diese unglaublich schönen Keyboards. Zu diesem Song hab ich meine Stimmbänder aufs äußerste strapaziert. Gleichzeitig kann man sich aber auch einfach an der gebotenen Atmo ergötzen. Perfekt!
10/10
9.) Ars Diaboli _____________ In diesem Song hören wir nur einen A Capella Mönchsgesang auf Latein. Da ich für solche Art von Gesang eh einen Faible hab, kommt dieser kurze Zwischensong genial rüber.
10.) Sanctity within Darkness ___________________________ Den wohl schnellsten Part dieses Albums erleben wir zu Beginn dieses letzten Songs, fast schon true, wenn da nicht die vereinzelten Keyboards wären. Nur kurz wird das Tempo mal zurückgeschraubt, um dann erneut loszupreschen. Bald erklingt aber ein erhabener Keyboardteppich voller wunderbarer Klänge und Intensivität. Mitschreien kann man hier leider weniger, aber musikalisch geht’s hier ordentlich zur Sache, womit wir einen mehr als würdigen Abschluss eines schwarz-metallischen Meisterwerkes hätten.
9/10
@@@ Fazit @@@
Ich glaube Graveworm könnten schon bald so was wie meine Lieblingsband werden. Ich hör mir demnächst mal die anderen Alben an. Wenn die genau so perfekt eingespielt sind wie „Scourge of Malice“, dann wird das wohl nicht lange dauern. Den Stil, den Graveworm zelebrieren, ist genau die Art von Musik, die mir am allerbesten gefällt. Gleichzeitig ein immerzu fetter Sound, darin eingebettet mystische schöne Keyboards und eine mitschreibare Stimme, die selbst die von Shagrath übertrifft. Ich hoffe, ich konnt die Musik zumindest in etwa rüberbringen, wobei dies eigentlich unmöglich ist. Für Unschlüssige empfehle ich zum Schluss noch die offizielle Homepage der Südtiroler www.graveworm.de, wo ihr euch Soundsamples anhören könnt.
Shake Heads
Euer gnoi
PS: Demnächst Berichte zu Dornenreich und Hollenthon...
Wie oft in einem langen erfüllten Leben stößt man auf Perfektion? Wohlgemerkt nicht sowas wie "Geil" oder "Ultragenial". Sondern perfekt, ohne jeden Mangel gleich welcher Art. Vielleicht 2 oder 3 Mal, öfter nicht. Einmal ist es mir bis jetzt passiert: Als ...
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Pro: Wunderschöne Melodien, Innovativ Kontra: nichts für nicht Genre Liebhaber
Das Allererste Lied, dass ich von Graveworm hörte, war "Fear Of The Dark". Ich kannte Graveworm damals noch nicht und hörte es zufällig bei einem Kumpel im Auto.
Ich versuchte in meiner Heimatstadt deren aktuelles Album aufzutreiben, aber es gelang mir n ...
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30.06.2001
Dämonische Träume Bewertung für Scourge of Malice - Gravewormvon
soundman
Pro: Siehe oben Kontra: Eventuell der Gesang
Heute habe ich mir das neue Album "Scourge of Malice" von Graveworm gekauft und ich muß auch zu meiner eigenen Überraschung zugeben, das ich vom musikalischen Ergebnis sehr positiv überrascht bin, obwohl mir diese Art von Musik nicht unbedingt liegt. Grav ...
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21.02.2001
Immer wieder frisch Bewertung für Scourge of Malice - Gravewormvon
BerndSchmitz
Pro: Guter Sound, ausgefeilte Zusammenarbeit, viel Abwechslung Kontra: kein
Graveworm- Scourge of Malice
Last Episode
Jau. Das ist ein Album. Hab lange nicht mehr so gut gespielten Black Gotik Metal gehört, wie es Graveworm hier präsentieren. Vergleiche mit “Cradle of Filth” habe ich schon gelesen. Das stimmt in sof ...
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Pro: Bombast, ein paar sehr gute Songs Kontra: zwei Misttracks, keine absoluten Highlights
...Ein Dreivierteljahr ist es nun her, da waren Graveworm so was wie meine Lieblingsband. Das geniale ?Scourge of Malice? hat bei mir von Anfang an wie ne Bombe eingeschlagen und gehört auch heute noch zu meinen Lieblingsalben.
Um den Status der Band in der meiner Gunst zu manifestieren, bedurfte es bald mehrerer Alben, wobei das hier nun vorliegende ?As the Angels reach the Beauty? als das scheinbar beste Album Graveworms tituliert wurde und kurzerhand mein Eigen war.
Doch fällt mir das Urteil nun ein wenig schwer. Eines muss ich von vornherein klarstellen, ?As the Angels...? ist ein Album, das mit nur wenigen Schwächen daherkommt und somit ein gelungenes Werk darstellt. Doch andererseits muss ich gleichermaßen feststellen, dass das Album auch nicht die Qualität besitzt, die ich mir versprochen hatte. Sprich, an Graveworm...
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