Dieser Erfahrungsbericht wurde von 112 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Heut möcht ich mal einen Bericht über einen bzw. den deutschen DJ und Produzenten, in Sachen Trance und elektronische Tanzmusik, schlechthin schreiben. Die Rede ist natürlich von Paul van Dyk und insbesondere um sein Album Seven Ways!
Nun einige Worte über PvD selbst: Paul van Dyk, wurde am 16.12.1971 im wohl schönsten Bundesland Deutschlands *g* Brandenburg, in der tollen Stadt, Eisenhüttenstadt geboren. Jedoch wuchs er danach in Ost - Berlin auf. Kurz nach der Wende befasste er sich näher mit der legendären Berliner - Clubmusik und wollte seine eigene Musikrichtung schaffen. So begann er eigene Mix - Tapes zu produzieren und durfte diese dann das erste Mal 1991 im Berliner Tresor auflegen. 1992 produzierte Paul dann zusammen mit Cosmic Baby (Einer von Energy 52) unter dem Projektnamen "Vision of Shiva" seine erste eigenen Musikstücke. 2 Jahre später erschien dann Paul´s erstes Album "45 RPM". Im gleichen Jahr wurde er auch Resident im berühmten Berliner E-Werk, wo er bis zum Ende des Clubs 1997 seine platten drehte. In den Folgejahren produzierte er verschiedene Remixe für beispielsweise Sven Väth oder auch New Order. 1996 veröffentlichte er sein zweites Album, Seven ways. Und kurze Zeit später wurde er Resident - DJ im New Yorker "Twilo". 1998 erschien dann eine Tripple - CD, welche sich "VorsprungDykTechnik" nannte und nicht nur Stücke von Paul selbst, sondern auch seine genialsten Remixe für andere Künstler beinhaltete. 1999 trennte sich PvD dann von MFS und gründete sein eigenes Label, welches er "Vandit" nannte. Im darauffolgendem Jahr erschien dann Paul´s 3. Album "Out There And Back" und 2001 eine Mix - CD welche sich "Politics of Dancing" nannte. Aktuell ist vor kurzen PvD´s neue Single "Nothing But You" erschienen, welche schon bis auf Platz 11 in die Deutschen Charts geklettert ist. Paul hat ausserdem auch eine eigene Radio Show. So moderiert er jeden Mittwoch eine 2- stündige Radiosendung über elektronische Musik beim brandenburger Jugendsender "Radio Fritz". (20-22 Uhr)
Nun aber zum eigentlich Thema dieses Berichts dem 2. Album "Seven Ways", welches es auch in einer "Limited Edition" gibt, welche ich jedoch nicht besitze.
Allgemein: Erschienen ist dieses Album 1996 beim Berliner Label MFS! Das Album enhält 11 Titel, welche durch wunderschöne Übergänge exellent zu einem zusammenhängenden Kunstwerk vereint wurden.
Das Cover bzw. Inlay: So wurde alles in einem genialen Blau gehalten. Auf der Vorderseite des Bookletist einmal der Schriftzug "Paul van Dyk Seven Ways" zu erkennen und desweiteren wurden mehrere Kästen in verschiedenen Blautönen gezeichnet. Im Booklet selbst findet man die Liednamen mit Zeitangabe und weiteren Informationen. Songtexte sind in diesem kleinen Heft nicht zu finden, da PvD kaum Vocals bei den 11 Tracks eingebaut hat. Auf der vorletzten Seite findet man ausserdem auch Danksagungen und Grüße an Leute, die PvD unterstütz haben. Auf der letzten seite des Booklet sieht man eine wunderschöne blaue Blume und abermals die Trackliste.
Die Songs:
Home (6.54) - Der Track fängt mit sehr langsam mit einer Windböe an. Kurze Zeit später setzen nach und nach verschiedene sphärische Soundelemente und meiner Meinung nach eine Art Piano ein. So wird die Grundmelodie dieses Songs schon einmal vorgestellt. Als nächstes kommt nun eine schöne und nicht zu stark pumpende Bassline hinzu. Zwischendurch verschwinden dann die sphärischen Klänge mal und nur doch und tauchen aber ebenso plötzlich wie sie verschwunden waren ins Geschehen wieder mit ein.
Seven Ways (6.24) - Dieser Song ist meines erachtens ein wenig düster. So sind eher tiefklingende Elemente zu hören. Begleitet wird die Bassline diesmal von Hi-Hats und ab und zu ist auch ein Loop im Track zu finden. In der Mitte des Stücks kann man dann zwar doch noch einmal höhere Töne wahrnehmen, welche die Grundstimmung aber nicht ändern können.
Heaven (5.29) - Dieser Track ist ein sehr energiereiches Musikstück. So wurde ein sehr schnelle Bassline verwendet welche ab und zu in eine Art Breakbeat - Klang übergeht. Um ein wenig Melodie in die Sache zu bringen werden meiner Meinung nach tiefe Streicher verwendet. Das ganze Lied kommt ein wenig hektisch herüber.
I Like It (5.42) - Dieser Lied klingt ein wenig nach House - Musik. So wurde wieder eine nicht zu starke Bassline verwendet und dazu einge ich sage Mal Orgel -Klänge gemischt. Alles im allen, zieht sich der Track irgendwie so hin und das auflösende Element fehlt.
Come (and get it) (6.20) - Bei diesen Stück, handelt es sich um eines meiner Lieblingslieder der CD. So hört man am Anfang des Liedes irgendwelche knarrenden Geräusche unterstützt durch eine Bassline. Aber nach etwa 2 Minuten verschwinden diese und das Lied löst sich durch eine wunderschöne Melodie, erzeugt durch abermals sphärische Klänge, in ein total geniales Klangerlebnis auf. In diesem Track wurden auch Vocals verwendet.
Forbidden Fruit (6.58) - Dies ist wohl der bekannteste Song auf diesen Album! Dieses Lied startet sehr ruhig mit ein paar sehr hochklingenden Soundelementen. Nach und nach setzten nun sphärische Klänge und eine Bassline ein. Die hochklingenden Sounds, die eigentlich die Melodie vorgeben, bleiben das ganze Lied über gut raushörbar.
Beautiful Place (7.01) - Der Anfang klingt sehr traurig und lustlos. So hört man eine Bassline und wie ständig bei einem Piano auf die Tasten "geschlagen" wird. In der Mitte des Liedes jedoch, erklingt eine wunderschöne Melodie, welche auf dem Klavier gespielt wird. Und so wird es noch sehr beautiful!
People (4.22) - Dieses Lied ist meiner Meinung nach nicht so toll gelungen. So wurden einige Vocal - Schnipsel, ein paar Streicher und ne Bassline zusammengemischt.
The Greatness Of Brtäin (8.38) - Dieses ist ein sehr ruhiges Lied. So wurde zwar auch wieder eine flotte Bassline verwendet, aber durch den Einsatz von ruhigen Elementen ist eine Art Track zum chillen entstanden!
I can´t feel it (8.00) - Dieser Song ist wieder ein Tick schneller und bewirkt irgendwie ein positive Grundhaltung des Zuhörers. So wurden sehr schrille bzw. hohe Soundelemente verwendet, welche eine wunderschöne Melodie produzieren, die einfach auch zum träumen oder tanzen auffordert!
Words (9.39) - Auch eine Single - Auskopplung. Gestartet wird mit einer plumpen Bassline zu der nach und nach verschiedene nicht wirklich freundliche Soundelemente hinzugefügt werden. Meines Erachtens ist es ein wenig zu lang und nervt am Ende ein wenig!
Fazit: Mit diesem Album hat Paul van Dyk ein Meisterwerk eines Longplayers geschaffen. So ist eine perfekte Abwechslung zwischen schnellen Tracks und Song zum Träumen entstanden, welches diesen Silberling so unvergesslich macht!
* Alle Preise inkl. gesetzlicher MwSt und ggf. zzgl. Versandkosten. Preise, Verfügbarkeit und Versandkosten können im jeweiligen Shop zwischenzeitlich geändert worden sein, da eine Echtzeit-Aktualisierung technisch nicht möglich ist. Maßgeblich sind immer die Preise und Angaben auf der Händlerseite. Alle Angaben ohne Gewähr.
21.10.2010 09:06
Super berichtet. BH.
29.06.2003 15:00
Nicht so mein Musikgeschmack, aber sehr guter Bericht.. Grüße GT
26.06.2003 21:27
oh gott wie ich diese musik liebe. super bericht meister :) greez Voodoo