... Die Rede ist von Flashrider – Sex in the Club.
| ° Flashrider
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Das Projekt "Flashrider" wurde von den beiden DJs Sebastian Golasik & Sebastian Kaizik ins Leben gerufen und hat bislang insgesamt drei eigene Stücke in vier Variationen veröffentlicht. Zum einen der 12"-Release von ... Bericht lesen
Erfahrungsbericht von The-Wishmaster über Sex in the Club - Flashrider 13.03.2005
Produktbewertung des Autors:
Cover-Design:
miserabel
Klangqualität:
annehmbar
Langzeithörspaß:
wird sehr schnell langweilig
Pro:
. . . man kann ungeliebte Nachbarn damit ärgern . . .
Kontra:
. . . die ungeliebten Nachbarn können einen daraufhin sicher in die Geschlossene einweisen lassen . . .
Empfehlenswert?
nein
Kompletter Erfahrungsbericht
Hallo liebe Leserinnen und Leser!
Auch heute, nachdem ich endlich meine BIO VORABIKLAUSUR hinter mich gebracht habe (gleich nachdem ich ganz brav in die Kirche gegangen bin), habe ich einen neuen Bericht für CIAO geschrieben, nämlich erst über "Hollow Man" den ich gestern im TV gesehen habe und dann gleich noch einen über ein Lied, welches ich auf eine Empfehlung hin in den letzten Stunden sehr oft gehört habe, vor allem deswegen, weil ich irgendwie Lust dazu habe mich ein wenig abzureagieren und meine Sätze sowieso kaum noch enden, deswegen wollte ich es mit diesem Lied noch ein wenig hiansuzögern, weil das eigentlich ganz gut so geht und weil viele andere hören bei so etwas dann Rock, Bluse oder Hose oder andere Musikrichtungen, aber bei mir reicht eigentlich nur dieses eine Lied, denn das hat genug Bewegung, so dass ich mich dazu abreagieren kann und nachdem ich es nun drei Stunden am Stück gehört habe und nahezu die komplette Wohnungseinrichtung in Ekstase demoliert habe, habe ich mich wohl auch genug dazu abreagiert. Die Rede ist von Flashrider – Sex in the Club.
| ° Flashrider |____________________
Das Projekt "Flashrider" wurde von den beiden DJs Sebastian Golasik & Sebastian Kaizik ins Leben gerufen und hat bislang insgesamt drei eigene Stücke in vier Variationen veröffentlicht. Zum einen der 12"-Release von "Onga in Tokyo" über das Label "Electronic", "Attentione!!!" im Jahre 2002 über "Liquid Sound" und 2003 dann über "Patriott Records", der bislang letzte eigene Release war das Stück "Sex in the Club" aus dem Jahre 2004 via "Flash Music". Zu finden sind die Songs des Duos aber nicht nur als 12"-Release, sondern auch auf diversen Trance- und Techno-Samplern wie "Hard Dance Mania", "Future Trance Vol. 27" oder "DJ Networx".
Abgesehen davon haben sich "Flashrider" vor allem an etlichen Remixen anderer Songs versucht, mal mehr, mal weniger erfolgreich bzw. gelungen. Den "E-Rotic"-Song "Max don't have Sex with your Ex" remixten die beiden beispielsweise 2003 für die Maxi-CD von "E-Rotic", im selben Jahr nahmen sich auch "Beam vs. Cyrus" den Mc Hammer-Hit "U can't touch this" vor und wurden von Flashrider mit einem Remix bedacht. Das aktuellste Werk ist das erst im Februar 2005 auf einer Compilation veröffentlichte Remix von "Base Attack" und deren Track "Nobody Listen To Techno". Nur schade, dass man sich scheinbar nicht großartig um die Promotion der Jungs kümmert, denn die vom Label angepriesene Homepage http://www.flashrider.de ist dummerweise nicht auffindbar...
| ° Sex in the Club |____________________
01.) ~ Sex in the Club (Club Mix) 5:41 ~ 02.) ~ Sex In The Club (Enigmato Remix) 6:00 ~ 03.) ~ Sex In The Club (Decoded Remix) 6:10 ~
Aber widmen wir uns nun doch einmal viel lieber dem Track "Sex in the Club", um den es hier ja eigentlich gehen soll. In der Original Version bekommen wir es hier 4 Minuten und 57 Sekunden lang mit einer treibenden Mischung aus Euro House und Hard Trance zu tun, zumindest wird es uns vom Label Flash Music so verkauft. Doch diese leicht abgespeckte Version wird in der Regel nur für die Veröffentlichung auf Compilations verwendet, wobei hier auch oftmals eine noch weiter abgespeckte Variante zum Einsatz kommt. Auf dem 12"-Release werden wir dagegen direkt vom "Club Remix" begrüßt, der um einige Passagen verlängert wurde.
Da sich vielleicht einige fragen, was denn so ein "12"-Release" ist, werde ich kurz ein wenig ausholen: Lange ist es her, da gab es eine Zeit ohne CDs und damals war es üblich, dass man sich die Musik in einem Plattenladen vor Ort noch selbst gekauft und nicht illegal aus dem Internet gesaugt hat. Zu dieser Zeit wurde die Musik nicht auf kleinen Silberscheiben, sondern großen schwarzen Vinylscheiben verkauft und in einigen Bereichen greift man sogar in der heutigen Zeit noch gerne auf derartige Releases zurück. "Sex in the Club" gibt's demzufolge als Vinylplatte zu kaufen, manch einer würde auch "Maxi-Single" dazu sagen, aber das nur am Rande.
Aber kehren wir zurück zum Song, der mit einem ziemlich monotonen Beat und diversen Sprachsamples einsteigt. Hier wird der übliche Stuss geboten, von dem man nicht wirklich tiefgreifende Logik erwarten kann: "Sex in the Club" gehört natürlich zum am meisten verwendeten Vokabular, hinzu kommt man ein eingestreutes "You feel alright?" (was soviel heißt wie: Habt Ihr schon genug Pillen eingeworfen?"), "It's getting hot in here!", ein "This one goes out to all the party people!" und die imaginäre Masse johlt natürlich ein begeistertes "Yeeeah!" zurück. Doch damit nicht genug, denn vor allem im Intropart darf noch ein weibliches Wesen mehr oder weniger lustvoll ins Mikrofon stöhnen und dem Hörer somit den Eindruck vermitteln, dass sie sich bereits von einem der gutaussehenden DJs mitten im Techno-Club in den siebten Himmel stoßen lässt.
"Musikalisch" (wenn man's denn so nennen mag) wird das Schauspiel von einem größtenteils stampfenden und hammerharten Technobeat samt unnachgiebigem wummerndem Bass, der bei meiner Nachbarin sämtliches Rosenthal-Porzellan langsam aber sicher aus dem Wohnzimmerschrank in Richtung Parkettboden hat hüpfen lassen, vorausgesetzt natürlich man hat die Lautstärke entsprechend angepasst. Vereinzelt wurden sogar kurze Breaks und Breakbeats eingebaut, wohl um dem zappelnden Technojünger in den Clubs eine kleine Verschnaufpause zu gönnen.
In just diesen wenigen Momenten ist es auch so, dass wir mit annähnerd so etwas wie einer Melodie konfrontiert werden. Natürlich darf man jetzt auch hier keine kompositorischen Highlights erwarten, denn schon Scooter haben ja demonstriert, dass man die breite Masse der Technofreaks am besten nur mit drei Akkorden versorgt und diese bis zum Erbrechen stetig wiederholt, weil sie sich so einfach am besten in die zermarterten Gehörgänge fressen. Doch eines hat mich dann tatsächlich überrascht, denn wenn man sich alleine mal auf die Melodieführung konzentriert (soweit vorhanden), wird man sogar nach knapp zweieinhalb Minuten ein angedeutetes Highlight bemerken können, wenn die synthetischen Keyboards zweistimmig loslegen und die Chorusmelodie von sich geben.
Das war's dann aber auch leider schon mit den Glanzlichtern in diesem Song, denn schon kurz darauf beschränkt man sich wieder auf genau zwei Punkte: Entweder ein stumpfes "Utzen" des mit der Zeit immer nerviger werdenden Beats oder aber die rhythmustechnisch gesehen weit weniger anspruchsvollen, dafür aber mit vokaltechnisch gesehenen Einsätzen geprägten Chorusvocals. Doch auch diese wirken spätestens ab dem dritten Durchgang recht aufgesetzt und lassen sowohl die Sensibilität für eingängige Melodien noch hochtrabende Lyrik vermissen, was aber wohl kein Problem von Flashrider speziell sein dürfte. Auch in den Remixen kann man dies nicht bessern, im Gegenteil. Hier versucht man nur noch ausgiebiger auf instrumentale Sololeistungen zu setzen, die von driftenden Hyperbelbeats und flächendeckenden Transenrhythmen abgesehen aber nicht wirklich interessant sind und stattdessen auf dumpfe Vocals und noch verzerrtere Keyboardeffekte setzen. . | ° Richtung |____________________
Die Richtung ist bei einem 12"-Release nicht sonderlich schwer zu bestimmen und wird in der Regel von Eurem Plattenspieler vorgegeben. "Im Uhrzeigersinn" würde es demnach wohl am besten treffen, wobei man gerade beim Scratchen aber auch zumindest kurzzeitig die Richtung wechseln darf.
| ° Erster Eindruck |____________________
"Ach Du Scheiße, was ist denn das für ein Schrott?"| ° Wann zu hören? |____________________
Wer gute Lauscher hatte, konnte das Lied sicherlich heute den ganzen Nachmittag bei mir in der Wohnung hören, respektive davor, daneben, dahinter oder bei den Nachbarn (na die werden sich bedanken). Sollte ich also morgen keinen Bericht mehr posten, dann kam sicherlich das tolle Auto mit den blinkenden Blaulichtern und den beiden Mitarbeitern die einem so eine tolle "Hab-mich-lieb"-Jacke spendieren. Dann ist das Lied natürlich nicht mehr zu hören. Aber auch wenn ich nicht in die geschlossene Anstalt eingewiesen werde so gibt es den Track bei mir wohl nicht mehr zu hören, immerhin ist der Großteil meiner Einrichtung bereits in Ekstase hüpfend von mir zertrümmert worden, wozu soll ich mir also nochmal Hard Trance reinpfeiffen?
| ° Wie hört sich das Lied nun an? |____________________
Ziemlich grausam und im Prinzip so, als ob man das Band einer ausgedienten Heintje-Kassette absichtlich vom Kassettenrecorder einziehen lässt und alles mit einem stupiden Utze-Beat unterlegt, während draußen vor dem Fenster eine durch Drogen aufgeputschte Meute sinnentleerte Phrasen johlt. | ° Mein Fazit |____________________
Ich glaub ich hab den absoluten Oberknaller, anders kann ich es wirklich nicht mehr sagen. Wie komme ich nur auf die bescheuerte Idee mir so etwas freiwillig anzutun? Nun gut, ich habe daraus gelernt und werde sicher künftig gut nachdenken, ob ich mir hier noch einmal auf die Tipps und Empfehlungen aus gewissen Berichten verlasse. "Sex in the Club" war zumindest ein absoluter Reinfall und ich kann nur hoffen, dass Ihr davon verschont werdet und mein Leiden somit wenigstens Euch viel Kummer und Schmerz erspart hat. Und noch ein Tipp zum Ende hin: Schaut bei der Vinylplatte bloß auf und lasst kein Haargel darauf tropfen, sonst ist die Platte im Eimer!
In diesem Sinne...
Stay Dark!
The-Ridermaster
PS: Alle Freunde des schnellen Klicks sollen drei Stunden lang mit "Flashrider" gequält werden... ;)
Pro: ...super Stimmung, super Lied !!!!! .... Kontra: .....eigentlich nur die Wortwahl *ggg* ......
Hallo liebe Leserinnen und Leser!
Auch heute, nachdem ich endlich meine Bio Vorabiklausur hinter mich gebracht habe und ein ganz gutes Gefühl dabei aufgenommen habe, habe ich einen neuen Bericht für CIAO geschrieben, nämlich wieder über ein Lied, das ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
sehr hilfreich
09.03.2005
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