QUEEN - Die Diskographie (3) - SHEER HEART ATTACK
15.09.2008
Pro:
Kurzweilig, starke Songs
Kontra:
3 schwache Songs
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
mehr
 hollakardinahl
Über sich:
Mitglied seit:05.02.2006
Erfahrungsberichte:12
Vertrauende:3
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 70 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Verehrte Anwesende! Vielen Dank für Eure positive Resonanz zu meinen bisher 2 Teilen der Queen-Diskographie! Das bestärkt mich mit dieser durchaus zeitraubenden Arbeit weiterzumachen. Ich bin seit Jahren Queen-Fan und glaubte, jedes Album wie meine Westentasche zu kennen… aber diese Kenntnis in Worte zu fassen und dabei noch das wichtige vom unwichtigen auseinanderzusortieren… das ist gar nicht so einfach. Also, auf zu Teil 3, dem Album "Sheer Heart Attack"
QQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQ KURZE INFOS ZUR BAND
Wie schon im letzten Teil gilt: Die Bandinfos findet Ihr in Teil eins! Ich wiederhole mich hier nicht in jedem Bericht…sonst hagelt es doch nur Protest von wegen "Copy&Paste"… Aber auch hier gibt es wieder ein paar nette Einzelheiten, die man zur Band kennen kann und darf:
"GUT-ZU-WISSEN": Queen hat zu Anbeginn Ihrer Karriere ausdrücklich darauf hingewiesen, keine Synthesizer zu verwenden. Alle noch so interessanten akustischen Effekte wurden mit "echten" Instrumenten gespielt.
"GUT-ZU-WISSEN II" Von Queen gibt es auch einen Song mit dem Titel "Sheer Heart Attack", der erscheint jedoch erst 1977 auf "News of the world", das Album das durch "We are the Champions" und "We will rock you" bekannt geworden ist.
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DAS ALBUM
Nur 8 Monate nach "Queen II" kam im Herbst 1974 "Sheer Heart Attack" auf den Markt. Grund für den kurzen Abstand war - neben einer schieren Schaffensfreude - die Tatsache, dass Brian May erkrankt war und eine Tournee abgebrochen werden musste. Anders als Queen II, das stellenweise wie ein Konzeptalbum wirkt, überrascht "Sheer Heart Attack" mit einer Vielzahl kurzer Einzel-Songs, die in Ihrer musikalischen Stilrichtungen unterschiedlicher nicht sein könnten. Der Bogen spannt sich von schnellem Hardrock bis zum klassischen Schlaflied.
QQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQ Die Songs in der Einzelkritik:
1. Brighton Rock … kann man ohne Zweifel als eine Art Ouvertüre zur CD beschreiben. Der erste Teil ist verspielter Rock'n'Roll, der schon allein aufgrund der Hohen Singstimme fast in die Kategorie "Surfsound" eingeordnet werden könnte. Im Zweiten Teil folgt ein langes Gitarrensolo, das bis in die 80er hinein als "Brighton Rock Solo" fester Bestandteil der Queen-Konzerte wurde. Ein würdiger Opener zu diesem Album. 2. Killer Queen 3:00 …würde ich musikalisch betrachtet eher als ein Stück für ein Sonntags-Nachmittags-Kur-Konzert bezeichnen. Leicht, beswingt, nur ab und zu unterbrochen von Kurz-Gitarren-Soli. Sehr gefällig und eingängig! Eines der bekannten Stücke dieses Albums.
3. Testement Funster 2:47 Wie bei fast allen frühen Stücken, die von Roger Taylor geschrieben (und häufig - wie auch in diesem Fall - gesungen) wurden, finde ich auch hier: Nicht der Hammer. Solider Pop-Rock, ja, aber ohne besonderen Drive und ohne besondere Überraschungen. Insgesamt ein Lied, das zu Recht nicht besonders bekannt ist. 4. Flick of the wrist 3:19 Bedrohlicher Rhythmus, im Refrain fast agressiv aber sehr melodisch. Untypisch für dieses Album geht es nahtlos aus Track 3 über und verschmilzt mit Track 5. Ein vielseitiges, interessantes Stück, das hörbar aus Mercurys Feder stammt
5. Lilly of the valey 1:43 Das kürzeste Stück des Albums, ebenfalls typisch Mercury. Eher eine Art Zwischenspiel und Kontrapunkt zum harten "Flick of the wrist". Hat für mich große Ähnlichkeit mit "Nevermore" von "Queen II". 6. Now I'm here 4:14 Eines der bekanntesten Stücke des Albums, war über Jahre ein fester Bestandteil jedes Queen-Konzerts. Insbesondere der Anfang ist auffällig, weil hier konsequent mit den zwei Stereo-Kanälen gespielt wird. "Now I'm here" auf dem rechten Kanal, danach "Now I'm there" auf dem linken Kanal. Ich frage mich, wie Queen diese Idee in Dolby-Surround verarbeitet hätte. Ingesamt schneller, mitreißender Rock.
7. In the Lap of the Gods 3:23 Sicherlich eines der eigenwilligsten Stücke dieser CD, ein Schmelztiegel aus verschiedensten Stilrichtungen, beginnend mit einem opernhaften Intro, folgend von 30-er Jahre Unterhaltungsmusik und choralhaften Gesängen…vielseitig, kunstfertig eigenwillim vermag aber nicht wirklich zu begeistern. 8. Stone Cold Crazy 2:17 Heute würde man "Stone Cold Crazy" wohl als Speed- oder Trash-Metal bezeichnen. Schnell laut, unharmonisch aber fesselnd. Wahrscheinlich das bekannteste Stück des Albums, wurde einige Male gecovert, u.a. von Metallica! Sehr cooler Track!
9. Dear Friends 1:09 Sicherlich das überraschendste Stück auf diesem Album: Ein Schlaflied in bester Lullaby-Tradition: Langsam, beinahe getragen, nur spärlich vom Piano begleitet und an einigen Stellen ein leiser Chor im Hintergrund! Großartiges Lied! 10. Misfire (1:50)
Das erste von John Deacon geschrieben Stück auf einem Queen-Album. Ein kurzer, fröhlicher Popsong, wie eine Mischung aus Bee Gees und Beach Boys. Gefällig und eine nette Abwechslung auf dem Album. 11. Bring back that Leroy Brown 2:15 Und noch mal beweist die Band musikalische Vielseitigkeit. Keine E-Gitarren, sondern Ukulelen, kein Rock sondern irgendetwas in der Mitte zwischen Dixie und Music Hall. Ein schneller fröhlicher Song. Potentieller Ohrwumverursacher!
12. She makes me (Stormtroopers in Stilettos) 4:09 Ein von akkustischer Gitarre dominierter, langsamer Popsong. Typisch für Brian May's ruhigere Stücke, insgesamt eines der schwächeren Songs des Albums. Auffällig erst zum Ende hin, wenn Polizeisirenen zu hören sind. 13. In the Lap of the Gods (revisted) 3.46 Dieses Lied wirkt, als würde sich Queen darauf vorbereiten, in den kommenden Jahren Stadien zu füllen… eigentlich nur der Nachklang zum Album, aber im Stil einer großen Stadiohymne (wie ein Prototyp zu "We are the champions") beendet es das Album mit einem explosiven Paukenschlag.
QQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQ Mein Fazit:
Auch Queens drittes Album besticht durch Musikalischen Einfallsreichtum und ist ein hörbarer Beweis, dass sich Queen nur schwer in eine Kategorie einordnen lässt. Für mich markiert dieses Album den Übergang zwischen den ambitionierten aber teils sehr experimentellen Frühwerken aus "Queen I" und "Queen II" und den Alben einer weltweit erfolgreichen Band. Gleich drei Einzelsongs (Killer Queen, Now I'm here, Stone Cold Crazy) die in das kollektive Musikgedächtnis eingegangen sind, versammeln sich auf diese CD, und entschädigen für ein paar schwächere Pausenfüller. Ein kurzweiliger, unterhaltsamer Spaß!
QQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQ Vielen Dank fürs lesen und bewerten.
GOD SAVE THE QUEEN!
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29.12.2011 18:23
heute find ich sie klasse, doch damals ist die musik völlig an mir vorbeigegangen ... lg detlef
05.12.2008 23:33
haste Recht - Brian wurde Krank, wäre aber auch fast das Ende von Queen geworden wenn Brian nicht erst falsch behandelt worden wäre. Schreibst du noch mehr Queen Berichte? Gruss vom Sepp
25.09.2008 18:46
"Innerhalb von 24 Stunden können Sie maximal 5 Erfahrungsberichte als "besonders hilfreich" bewerten." - schade, Gruß!