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Mit „ Silent Nation „ liegt nun das neueste Erzeugnis vor, und bereits nach einmaligem
Durchlauf stellt man zufrieden fest, das die Jungs um Mastermind und Keyboarder
Geoff Downes ( im übrigen die einzige konstante in der langjährigen Geschichte der
Gruppe ) nichts von ihrem Handwerk ... Bericht lesen
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Erfahrungsbericht von Hueperfr über Silent Nation - Asia 17.09.2004
Produktbewertung des Autors:
Cover-Design:
exzellent
Klangqualität:
gut
Langzeithörspaß:
wird nicht schnell langweilig
Pro:
Starker Prog Rock
Kontra:
Nichts
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Wenn es um melodischen Prog-Rock, mit verstärktem Hang zu traditionellen Rockstrukturen in Verbindung mit leichten Popeinflüssen geht, so wurde man in den vergangenen 20 Jahren von Asia eigentlich immer bestens bedient.
Zwar konnte man nie, wohl auch aufgrund der stetig wechselnden Besetzung, an den Megaerfolg des 1982 erschienenen Debütalbums ( wem „ Heat of the Moment „ nicht schon aus den Ohren kommt, der hat die letzten Jahre mit Sicherheit Jenseits jeglicher Zivilisation verbracht ) anknüpfen, trotzdem bekam man von den Jungs immer qualitativ hochwertiges Material geliefert, welches sich stets von anderen Bands dieses Genres positiv abzuheben wusste.
Mit „ Silent Nation „ liegt nun das neueste Erzeugnis vor, und bereits nach einmaligem Durchlauf stellt man zufrieden fest, das die Jungs um Mastermind und Keyboarder Geoff Downes ( im übrigen die einzige konstante in der langjährigen Geschichte der Gruppe ) nichts von ihrem Handwerk verlernt haben.
Die aktuelle Besetzung mit John Payne ( Gesang, Bass, der nun auch bereits seit über 10 Jahren auf der Gehaltsliste steht ), Guthrie Govan ( Gitarre ) und Ex-AC/DC Drummer Chris Slade lässt handwerklich wieder mal nichts anbrennen und verleiht den Songs, trotz meist merheitsfähiger Refrains und nachvollziehbaren, mit sphärischen Keyboardklängen veredelten Melodielinien, durch raffiniert eingestreute spieltechnische Schlenker das gewisse Etwas, dass die Titel auch für Prog Fanatiker interessant und ab- wechslungsreich gestaltet.
Mit dem recht vertrackten „ Midnight „ oder den Ohrwürmern „ Silent Nation“ und Gone too far „ hat man gar einige richtige Klassiker in der Hinterhand, welche man auf dem zwiespältigen, weil teilweise zu modern ausgerichteten , Vorgänger „ Aura „ ( 2001 ) leider vergeblich sucht.
Die Produktion genügt sämtlichen aktuellen Ansprüchen, orientiert sich dabei aber immer an der erwähnten Frühphase der Band, was sowohl den Alt-Freaks als auch den Neueinsteigern in Sachen Asia keinen Grund zur Klage geben dürfte.
In Einklang mit dem superben Cover und den angenehm, sowohl melodischen, klaren, als auch an der richtigen Stelle durchaus etwas härter daherkommenden Vocals von John Payne , würde ich „ Silent Nation“ klar als bestes Album seit dem superben „ Aqua „ bezeichnen.
Zwar werden die ganz großen Momente der Frühphase erwartungsgemäß nicht mehr tangiert, trotzdem stellt dieses Album, neben dem aktuellen Werk von Magnum, ganz klar den absoluten Höhepunkt dieses Genres in diesem Jahr dar.
Wer es also nach den neuen Hammerwerken von Unleashed oder Amon Amarth mal etwas langsamer angehen möchte, nicht gleich beim erklingen eines Keyboards panisch das Weite sucht und dazu noch auf intelligente Arrangements und spielerische Klasse abfährt, dem sei „ Silent Nation „ dringend ans Herz gelegt.