Endlich habe ich mir ein bisschen Zeit gefunden um wieder mal einen Bericht zu schreiben. Und es geht wieder um meinen Komponisten Nr. 1, um den Beethoven. Diese CD habe ich seit über zwei Jahren, und höre es auch heute mit Spass und Freude. Gekauft habe ich es wieder mal weil ich mir eine ... Bericht lesen
Erfahrungsbericht von muisiker über Sinfonien 2, 4 - Various 31. Januar 2008
Produktbewertung des Autors:
Cover-Design:
annehmbar
Klangqualität:
gut
Langzeithörspaß:
wird nie langweilig
Pro:
Musik, Aufnahme, preiswert
Kontra:
fällt mir nichts ein
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Endlich habe ich mir ein bisschen Zeit gefunden um wieder mal einen Bericht zu schreiben. Und es geht wieder um meinen Komponisten Nr. 1, um den Beethoven. Diese CD habe ich seit über zwei Jahren, und höre es auch heute mit Spass und Freude. Gekauft habe ich es wieder mal weil ich mir eine gute Aufnahme von diesen Werken haben wollte, und ich wollte nicht was teueres. So habe ich im Shop das gefunden (ich habe von der gleichen Firma auch die 5. und 6. Symphonie), und es kostete mich wieder mal nur 5 Euro.
Über die Aufnahme:
DIese Aufnahme ist aus dem Jahr 1975, aufgenommen vo dem Chicago Symphony Orchestra unter der Leitung vom Sir Georg Solti. Auf der CD befinden sich zwei Symphonien von Ludwig van Beethoven und zwar die 2. und 4. Die Aufmachung ist sehr einfach, ohne irgendwelche zusätzliche Beihefte oder ähnliches. DIe Cover-Design ist auch einfach, aber mit einem schönen Bild auf der ersten Seite. Es ist das Meer gezeigt kurz vor dem Auf- oder Ausgang der Sonne mit dem orangenfarbenen Himmel. Insgesamt also lässt sich hier nicht viel zu sagen, aber das wichtigste ist doch die Qulität der Aufnahme, und ich kann schon jetzt sagen dass ich das für gelungen halte.
Die Werken:
Die beide Symphonien auf der CD gehören zu den weniger bekannten von Beethoven. Das kann ich auch verstehen, denn die meist bekannten sind die Fünfte mit dem berühmten Schicksal-Motiv und die Neunte mit dem Chor im Schlusssatz. Allerdings muss man sagen dass auch diese beiden Stücke eine Meisterkompositionen sind, und sie sollen genauso wertvoll genommen werden wie alle andere Werke Beethovens. Es gibt kein Stück von dem Komponisten, wo man sagen kann: Das ist zweitklassig. Besonders die Symphonien. Da gilt Beethoven als der größte Symphoniker in der Musikgeschichte, und das beweist jede seiner neun Symphonien. Die zweite Symphonie schrieb Beethoven in einer schweren Zeit. Er befand sich gerade in der Krise, denn er musste begreifen, dass er langsam aber sicher taub wird. Man kann sich vorstellen: ein Musiker, der sich damit abfinden muss, dass er taub wird. Und Beethoven hatte damals auch kein Glück in der Liebe. Die Dame in die er verliebt war, hat einen anderen geheiratet, ohne irgendetwas ihm zu sagen. Wenn man sich das alles nimmt, ist klar wie schwer es dem Kopmonisten ging. Und dann entsteht so ein Werk voll Energie und positiver Lebensstellung. In jedem Satz ist zu spüren, wie der Mensch versucht, trotzt Problemen, das beste aus seinem Leben zu holen. Der erste Satz bringt nach der Einleitung die Neuigkeit für damalige Zeit: das Thema am Anfang in den Bässen. Das sagt schon einiges. Und dann das zweite Thema, das normalerweise weicher und lyrischer ist, wird genauso vom Rhythmus geprägt und führt zur ersten richtigen Kulmination. Diese kommt dann besonders am Ende des Satzes, wo das ganze Orchester zusammen geführt wird, und kulminiert in den Akkorden mit denen der Satz endet. Der zweite Satz ist einer der schönsten seiner Art bei Beethoven. Es ist ein Gesang der Natur mit dem zauberhaften Anfang und dem Thema in den Celli. Und so geht es über 10 Minunten. Wunderschöne Linien mit schönen Harmonien. Dieser Satz bietet dem Hörer eine Entspannung in der Verbindung mit der Natur. Das wird im dritten Satz abgebrochen und zwar deutlich. Schon am Anfang geht es in einem Wechsel zwischen den Instrumenten nach vorne. Puslierender Rhythmus lässt die Spannung steigern. Und so wird der letzte Satz vorbereitet in dem die endgültige Auflösunfg kommt. Und der Anfang dieses vierten Satzes?! Was für ein Sprung in den Violinen. Von der Höhe in die Tiefe! Das muss man sich mal anhören. Dieser Sprung gibt dem Satz seinen Charakter. Am Ende bricht alles in einer, man kann schon sagen Explosion nach der Fermate (Anhalten). Diese Symphonie ist insgesamt sehr rhythmisch und in der Entwicklung geht es nach vorne. Ein super Stück. Die vierte Symphonie schrieb Beethoven nach seiner Berühmten Eroica (die dritte Symphonie). Und dieses Werk hat das damalige Publikum sogar zufrieden gemacht, was nicht unbediengt einfach war. Das Stück hat auch die Ähnlichkeiten mit anderem Werk auf der CD. Es ist auch sehr rhythmisch mit langsamen zweiten Satz. Es beginnt aber wieder mit der langsamen Einleitung, wo am Anfang die leeren Klänge im p (leise) den Hörer zu den Gedanken bringen, worum soll es denn hier gehen. Langsam und mühsam wird der Platz für das erste Thema gemacht. Wenn das aber kommt, ist das auch der Beginn einer langen Linie, die wieder nach vorne führt. Der mittlere Teil lässt noch mal die Spannung steigern mit der leisen Stelle vor der Reprise. Am Ende werden dann alle Kopmonenten (Lautstärke, Instrumente....) wieder gesteigert und das Ende lässt keine Frage offen. Der zweite Satz bezaubert wieder mit schönen singbaren Themen und einzigartigen Kombinationen zwischen den Instrumenten. Und die letzten zwei Sätze entwickeln dann die Musik immer weiter nach vorne. Der dritte Satz ist kurz und kompakt (typisch auf dieser Stelle), und auch das Finle ist nicht besonders lang. Schnell und kurz. Das ist das Motto dieser Symphonie, die vielleicht am leichtesten wäre, dass man es anhört. Hier gibt es nichts "schweres für Ohr", wie viele sagen wenn man die über diese Musik fragt. Die beiden Werke verdienen auf jedem Fall die höchste Schätzung.
Aufnahme:
Beide Symphonien wurden erfolgreich vom Orchester aufgenommen. Der Auswahl der Tempi war sehr gut, genauso wie die Lautstärke. Und es gab kein falscher Ton zu hören. Ich habe mir die besonderen Stellen genau gemerkt, und diese waren alle fehlerfrei. DIe Gesamtform jedes Satzes ist gut gezeigt, jede Kulmination gut herausgeholt. Alles in allem also eine wertvolle CD zu haben.
Fazit:
Ich kann diese CD jedem empfehlen, dass er sich auch so was mal anhört. Beethoven verdient auf jdem Fall dass man seine Musik besser kennenlernt, und diese zwei Werke sind dazu noch nicht so schwer wie z. B. ein Klavierkonzert. Ich habe wie immer Freude pur wenn ich es höre, und jede Note, jeder Akkord tut mir nur gut. Und wenn jemand in seine Musik tiefer reingehen will, sind die zweite und die vierte Symphonie ein guter Einstieg. Ich wünsche allen viel Vergnügen und Spass beim hören entweder dieser Musik oder einer anderen. Liebe Grüße. Beethoven-Fan