Erfahrungsbericht über

Some Great Reward - Depeche Mode

Gesamtbewertung (10): Gesamtbewertung Some Great Reward - Depeche Mode

 

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Der Durchhänger

3  06.06.2003

Pro:
People are People, Somebody, Master and Servant und Blasphemous Rumors

Kontra:
der Rest

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Cover-Design:

Klangqualität:

Langzeithörspaß:

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T_Goose

Über sich: ...

Mitglied seit:23.11.2000

Erfahrungsberichte:707

Vertrauende:176

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 69 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hallo liebe Leser. Auch heute möchte ich euch mit einem Bericht in meiner Reihe über die Depeche Mode Alben erfreuen. Nachdem ich nun bereits die ersten drei Alben behandelt habe, ist heute das vierte Album der Jungs aus Basildon an der Reihe. „Some great Reward“ erschien 1984 und knüpfte dort an, wo das letzte Album aufgehört hatte. Ich wünsche euch nun viel Spaß beim Lesen

Cover :
#####

Auf der Vorderseite des Covers ist eine riesige Industriehalle zu sehen, vor der ein junges Brautpaar steht, was sich verliebt in die Augen sieht. Die Halle steht für mich noch immer für die „metallische“ Phase, die Depeche Mode bereits auf dem letzten Album bestritten. Doch was ist dem jungen Brautpaar gemeint? Ich denke, dass sie hiermit zeigen möchten, dass nicht nur in diese eine metallischen Richtung vordringen wollen, sondern auch anders können oder mehrere verschiedene Stile in einem vermischen können. Oben recht in der Ecke steht Depeche Mode und darunter der Name des Albums „Some great Reward“.

Im CD-Booklett sind wieder alle Texte abgedruckt, so dass man sie bei bedarf mitlesen oder sogar mitsingen kann.

Auf der Rückseite sind alle Titel sind alle Titel mit der dazugehörigen Zeit aufgelistet. Es fällt auf, dass es diesmal leider nur 9 Titel sind, die insgesamt auch bloß 40:25 Minuten lang sind. Das ist sehr kurz und ich frage mich, wieso sie damals so kurze Alben produziert haben.

Titel :
#####

Something to Do ( 3:48 Min. )
Lie to me ( 5:04 Min. )
People are People ( 3:52 Min. )
It doesen’t matter ( 4:45 Min. )
Stories of Old ( 3:14 Min. )
Somebody ( 4:28 Min. )
Master and Servant ( 4:13 Min. )
If you want ( 4:41 Min. )
Blasphemous Rumours ( 6:23 Min. )

Einzeltitel :
########

Something to Do
Der Einstieg ist gleich etwas gewöhnungsbedürftig. Die Klänge sind etwas seltsam und klingen sehr schräg. Dabei handelt es sich um ein Keyboard, Drums und dem altbekannten Synthesizer. Der einsetzende Gesang ist bis auf den Refrain verzerrt und passt somit exzellent zum instrumentalen Teil. Aber so richtig überzeugen kann mich der Song ganz und gar nicht. Es ist eine mittelmäßige Nummer, mehr nicht.

Lie to me
Das hört sich zu Beginn gar nicht nach Depeche Mode an. Die instrumentale Einleitung ist sehr ruhig und passt zu nichts bisher gehörten. Der Gesang von Dave ist sehr verhalten, er hält sich wirklich sehr stark zurück. Da fehlt irgendwie die Power, die ich bisher von Depeche Mode gewöhnt war. In dem Lied geht es darum, dass jemand das dringende Verlangen nach Bestätigung hat. Er möchte dafür sogar angelogen werden und gesagt bekommen, dass er der einzige und Beste ist. Deswegen solltet ihr beim Hören besser genau auf den Text achten, der etwas tiefgründig ist. Hört mal rein!

People are People
Jaa, hier geht es endlich los! Das ist der Sound, den ich von DM hören möchte. Der Anfang klingt sehr energiegeladen und es klingt wieder so, als würden sie auf allem möglichen rumhauen, was nur irgendwie einen metallischen Klang erzeugt. Der einsetzten Gesang ist sehr inständig und spricht mich auch sofort an. Dave singt diesmal allerdings nicht allein, sondern wird auch von Martin unterstützt. Dabei ist Martin allerdings nur während des Refrain zu hören. Die beiden Stimmen harmonieren wirklich ausgezeichnet miteinander. Dave singt den Poweranteil und Martin den ruhigeren. Sehr gut! Dieses Lied gehört für mich mit zu den bedeutendsten Lieder von DM, da es darum geht, dass wir Menschen doch alle verschieden sind und es unverständlich ist, dass manche nicht miteinander Leben können. Denn Menschen sind Menschen! Absolute Hörpflicht...

It doesen’t matter
Hier geht es ohne Vorgeplänkel mit Instrumenten sofort richtig los. Dave legt aber mit einem wesentlich ruhigeren Gesang los, als noch in dem Lied zuvor. Es handelt sich um eine klassische Ballade, in der es ganz klar um die wahre Liebe geht. Der einfühlsame Refrain, in dem es darum geht, dass es nicht macht, wenn es vorbei ist, aber trotzdem dafür gebetet wird, dass die Liebe für immer hält, ist beeindruckend. Er lässt sich nach nur einmaligen hören sofort mitsingen und ich hätte echt nicht gedacht, dass in Daves Stimme so viel Sinnlichkeit liegt. Abgerundet wird sein toller Gesang noch durch die beruhigenden Klänge im Hintergrund. Eine tolle Nummer, die sich sehr gut als Musik zum Berieseln im Hintergrund eignet.

Stories of Old
Hier geht es ohne Einleitung sofort mit dem Gesang los. Die Stimme von Dave klingt zu Beginn gequält und auch die instrumentale Begleitung gibt ihren Teil dazu bei. Alles in allem bleibt das Lied doch eher schwach und kann mich nicht überzeugen. Es ist zwar nicht schlecht, aber es ist auch auf gar keinen Fall herausragend. Daher gehört es einfach zu den netten Liedern, die Depeche Mode neben ihren Erfolgshits haben.

Somebody
Jetzt kommt eine ganz tolle Nummer. Es ist die wohl schönste Ballade, die Depeche Mode jemals gesungen haben. Gut, so viele sind es nun auch nicht gewesen, aber trotzdem ist dieses einfach einmalig. Sie beginnt wunderbar leise und sehr einfühlsam. Der einsetzende Gesang ist dabei noch wesentlich sanfter und bringt mich sofort in eine sehr angenehme Stimmung. Diesen Klängen könnte ich ewig zuhören und einfach bloß vor mich hin träumen. Dave singt davon, dass er jemanden möchte, mit dem er den Rest seines Lebens teilen möchte, alle geheimen und intimen Momente. Was kann es für einen schönere Liebesbotschaft geben, wie diese? An diesem Lied kommt ihr auf gar keinen Fall vorbei. Schon allein wegen des tollen Klaviersolos, zu dem sanft mitsummt! Gänsehaut pur...

Master and Servant
Vor ist es mit der Ruhe, denn hier wird sich wieder verausgabt. Zu Beginn ist ein paar Mal „It’s a long“ zu hören, dann beginnt das eigentliche Lied. Die Klänge auf dem Keyboard und dem Schlagzeug sind aggressiv und energiegeladen. Auch der Gesang ist von Beginn an fordernd und sorgt dafür, dass das Blut in Wallung kommt. Da möchte man nur noch das eine, so richtig abtanzen. Dazu ist „Master and Servant“ auch am besten geeignet. In dem text geht es um ein neues Spiel, wo den anderen behandeln soll wie ein Hund. Dieses Spiel heißt Meister und Diener ( Master und Servant ). Damit sind DM etwas in den SM-Bereich abgerutscht. Doch das ist mir vollkommen egal. Ich finde das Lied einfach spitze und höre es nach wie vor noch sehr gerne. Ein klarer Tipp!

If you want
Langweilige Klänge starten dieses Lied. Sie klingen weder fröhlich noch böse und liegen irgendwo dazwischen. Auch der Gesang ist langweilig und trägt nicht gerade dazu bei, dass das Lied an Stärke gewinnt. Damit wird es auch in keinster Weise besser. Die Töne werden eher noch schräger und so wird das ganze Lied vollkommen ruiniert. Es ist tatsächlich eines der wenigen Lieder von Depeche Mode, die ich nicht empfehlen kann. Das kommt nicht oft vor, aber hier ist es so. Sucht die Taste zum weiterdrücken auf eurem CD-Player und überspringt das Lied. Das nächste kann nur besser werden...

Blasphemous Rumours
Und es wird auch besser, so viel kann ich euch schon mal verraten. Der Anfang klingt wieder etwas experimentell, obwohl das mittlerweile schon zum gewöhnlichen Alltag von Depeche Mode gehört. Geräusche wie Zischen und fallenden Deckel die sich drehen und der Einarmige-Bandit gehören hier dazu. Auch ansonsten sind die Klänge auf Keyboard und Schlagzeug einmalig arrangiert und der Gesang passt sich ihnen sagenhaft an. Alles harmoniert wirklich perfekt und machen das Lied zum einem würdigen Abschluss. Der Titel heißt übersetzt soviel wie „Lächerliche Gerüchte“. Diese sollen nicht in die Welt gesetzt werden, aber er glaubt trotzdem, dass Gott einen außergewöhnlichen Humor hat und falls er sterben sollte, wird er über Gott lachen. Zwar ein etwas ungewöhnlicher Text, aber trotzdem ein tolles Lied, was ihr auf jeden Fall anhören sollte.

Fazit :
#####

Die Entwicklung bei Depeche Mode nimmt ihren Lauf. Doch dabei ist sie nicht immer positiv. Mir gefällt es zwar, dass sie in der Art ihrer Töne etwas experimentierfreudig sind, aber so ist es doch manchmal wirklich zu viel. So wurde z.B. „Old Stories“ vollkommen ruiniert, obwohl es bestimmt ein tolles Lied abgegeben hätte. Aber die Jungs von DM wollten sich wohl von nichts aufhalten lassen. Und mit den Liedern „People are People“, „Somebody“, „Master and Servant“ und „Blasphemous Rumors“ haben sie vier bombastische Lieder gesungen, die auch heute noch aller Ehren wert sind. Aber der Rest auf diesem Album ist mehr oder weniger zu vergessen.

Daher ist es für mich das bisher schwächste Album in der Karriere von Depeche Mode. Auch das gute Cover, was mir ausgezeichnet gefällt und auch alles hat, was es braucht, kann hier nicht mehr viel retten. Selbst der ausgezeichnete klare und immer noch saubere Tone, sind kein Grund, das Album weiter in den Himmel zu heben.

Daher vergebe ich für das Album 3 Sterne. Ein Empfehlung spreche ich aber trotzdem aus. Zum einen, weil die Alben von Depeche Mode in keiner Sammlung fehlen sollten und zum anderen, weil die vier Lieder die ich oben genannt habe, wirklich hörenswert sind.

Ich danke euch allen fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren.

Ciao T_Goose


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
EMALOVIC

EMALOVIC

05.03.2011 23:18

es ist unfassbar , wieviele Generationen depeche mode beeinflusst und sozialisiert haben,Mich haben sie mit Freelove und exciter album für sich gewinnen können. Grossartiges werk. Dieses album find ich aber auch nicht so schlecht

Jxxxxxxx

Jxxxxxxx

27.06.2003 16:18

Ich kann mich erinnern, dass DM mal in einer Ronny's Popshow aufgetreten sind und meine Eltern damals halbe Zustände hatten, weil sie bei "Master & Servant" mit Hammer auf der Bühne standen *grins* - die hatten wohl Angst um mich, dabei war ich damals schon 10 Jahre (oder mehr). Hätten sich meine Eltern nicht so aufgeregt, würde ich mich wohl nicht mehr daran erinnern. Doch jedes Mal, wenn ich den Song höre, muss ich daran denken *grins* Grüssle Jude

littledina

littledina

08.06.2003 17:50

Du bedankst dich fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren? GLEICH DREI WÜNSCHE AUF EINMAL? Ich bin zwar kein Überraschungsei - aber ich glaube ich hoffe dass ich deine Wünsche erfüllt habe! :-) Von Depeche Mode kenne ich eigentlich nix wirkliches - aber im Fall dieses Albums scheine ich auch nicht wirklich was verpasst zu haben! Liebe Grüße aus Wien, dina

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