Nun ist sie da. Die neue Blunt. Die Zweite hatte meine Erwartungen erfüllt und besiegelt, dass wir einen neuen Millionär am Musikhimmel Star nennen dürfen. Und was hat uns der satte Millionär nun noch zu sagen? Ich setze mir die Kopfhörer auf, drehe den Volume-Regler auf „Are you stupid?“ und ... Bericht lesen
einen ähnlichen Superstarstatus erlangt und einen dermaßen rasanten Aufstieg genossen, wie JAMES BLUNT! Und auch die erste Single-Auskopplung „Stay The Night“ sowie das brandneue Album „Some Kind Of Trouble“ versprechen den ungebremsten Höhenflug des britischen Singer/ Songwriters noch lange nicht zu stoppen, sondern um ein Vielfaches zu toppen! War Blunt vor seinem 2005er Debüt „Back To Bedlam“ noch nahezu unbekannt in der Popszene, so ist der ehemalige Blauhelmsoldat inzwischen zu einem der unbestritten begehrtesten und beliebtesten Artists der Welt avanciert. Songs wie das unsterbliche „You`re Beautiful“, „High“, „Wisemen“ und „1973“ wurden zu unvergesslichen Radiohits und erreichten auf Anhieb die Top 10 der Airplaycharts („High“, „Wisemen“ sowie „1973“ charteten sogar
Staaten, dem Land des Soft Rocks, muss sich der Brite mit Top-10-Placierungen begnügen. Zumindest, was die Longplayer angeht. In den Single-Charts stürmte Blunt 2006 mit dem Song Youre So Beautiful an die Pole-Position - als ersten Engländer nach Elton John und seinem Hit Candle In The Wind. Dass der mit unzähligen Awards ausgezeichnete Brite aus einer Familie mit langer Militär-Tradition kommt, ist seinen harmonischen Songs am Rande des emotionalen Kitsches nicht anzuhören. Auch nicht, dass er die Armee mit dem Rang eines Captains verließ und im Kosovo als Blauhelmsoldat diente. Wer so viel Hass und Gewalt gesehen hat, der möchte vielleicht nicht mehr, als etwas Frieden in die Welt zu bringen. Dabei drohte sein drittes Album Some Kind Of Trouble zuerst aus traurigen Songs über arme, alte Menschen zu bestehen. Nach ausgedehnten Live-Touren hielt sich James Blunt deshalb erst einmal fern von Musik und feierte in den Clubs seiner Wahlheimat Ibiza. Mit neuer Energie ausgestattet, schrieb er sehr optimistische Stücke, die zum Mitsingen laden. Es gibt Piano- Balladen zu hören, symphonisch arrangierte Mid-Tempo-Songs, schmachtende Liebeslieder. Als Finale lässt er es im Stück Turn Me On für seine Verhältnisse richtig dissonant krachen, und dass würde sich ein anderer Soft-Folk-Rocker namens Jack Johnson nie trauen. Trotzdem hat die gnadenlose englische Presse von der BBC bis zum Guardian James Blunt für diese Platte in der Luft zerrissen. Was dem Sänger mit der Falsett-Stimme nach über 13 Millionen verkauften Alben plus ein paar Millionen Single ziemlich egal sein dürfte. -- Florian Brettschneyder
Staaten, dem Land des Soft Rocks, muss sich der Brite mit Top-10-Placierungen begnügen. Zumindest, was die Longplayer angeht. In den Single-Charts stürmte Blunt 2006 mit dem Song Youre So Beautiful an die Pole-Position - als ersten Engländer nach Elton John und seinem Hit Candle In The Wind. Dass der mit unzähligen Awards ausgezeichnete Brite aus einer Familie mit langer Militär-Tradition kommt, ist seinen harmonischen Songs am Rande des emotionalen Kitsches nicht anzuhören. Auch nicht, dass er die Armee mit dem Rang eines Captains verließ und im Kosovo als Blauhelmsoldat diente. Wer so viel Hass und Gewalt gesehen hat, der möchte vielleicht nicht mehr, als etwas Frieden in die Welt zu bringen. Dabei drohte sein drittes Album Some Kind Of Trouble zuerst aus traurigen Songs über arme, alte Menschen zu bestehen. Nach ausgedehnten Live-Touren hielt sich James Blunt deshalb erst einmal fern von Musik und feierte in den Clubs seiner Wahlheimat Ibiza. Mit neuer Energie ausgestattet, schrieb er sehr optimistische Stücke, die zum Mitsingen laden. Es gibt Piano- Balladen zu hören, symphonisch arrangierte Mid-Tempo-Songs, schmachtende Liebeslieder. Als Finale lässt er es im Stück Turn Me On für seine Verhältnisse richtig dissonant krachen, und dass würde sich ein anderer Soft-Folk-Rocker namens Jack Johnson nie trauen. Trotzdem hat die gnadenlose englische Presse von der BBC bis zum Guardian James Blunt für diese Platte in der Luft zerrissen. Was dem Sänger mit der Falsett-Stimme nach über 13 Millionen verkauften Alben plus ein paar Millionen Single ziemlich egal sein dürfte. -- Florian Brettschneyder
* Alle Preise inkl. gesetzlicher MwSt und ggf. zzgl. Versandkosten. Preise, Verfügbarkeit und Versandkosten können im jeweiligen Shop zwischenzeitlich geändert worden sein, da eine Echtzeit-Aktualisierung technisch nicht möglich ist. Maßgeblich sind immer die Preise und Angaben auf der Händlerseite. Alle Angaben ohne Gewähr.
Erfahrungsbericht von TurboThomas über Some Kind Of Trouble - James Blunt 07.12.2010
Produktbewertung des Autors:
Cover-Design:
gut
Klangqualität:
ausgezeichnet
Langzeithörspaß:
wird nie langweilig
Pro:
Man wird nicht enttäuscht
Kontra:
Nicht benötigte Innovationsversuche . Fehlendes Gefühl .
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Nun ist sie da. Die neue Blunt. Die Zweite hatte meine Erwartungen erfüllt und besiegelt, dass wir einen neuen Millionär am Musikhimmel Star nennen dürfen. Und was hat uns der satte Millionär nun noch zu sagen? Ich setze mir die Kopfhörer auf, drehe den Volume-Regler auf „Are you stupid?“ und schreibe einfach auf, was ich höre. Alles in diesem Bericht unterliegt meinen subjektiven Eindrücken, ganz davon abhängig, wie James Blunt mich beeindruckt. Oder auch nicht:
1. Stay the Light
Der Hit, der im Radio lief, und mich überhaupt auf die neue Platte aufmerksam gemacht hat. Lustige Gitarren. Positives Feeling. Alles was man braucht um zu tanzen. Irgendweie schoin dagewesen aber typisch James. Ehrlich. Keine instrumentellen Experimente. Auf jeden fall besser als der Opener der letzten Platte. Keinerlei Überraschungsmomente. Einfach nur nur geil. Gute Laune pur.
2. Dangerous
Scheiß Rhythmuscomputer. Strophe sehr originell komponiert. Instrumente sehr elektronisch. Ne Hammond Orgel und ein echtes Schlagzeug wären mir lieber gewesen. Aber das Lied geht sofort ins Ohr und ist tanzfähig. Schade um die gute Komposition. Ein authentisches Orchester hätte das Lied perfekt gemacht.
3. Best Laid Plans
Das isses endlich, worauf ich gewartet habe. So ein Song muss sein. Klavier, leichte Choruseffekte im Hintergrund ne helle Gitarre setzt Highlights. Der Refrain marschiert gefühlvoll und erergiegeladen gehtr das überhaupt? Bei James schon. Zweite Strophe vorbei und ein volles Brett knallt einem ins Gesicht. Man ertappt sich dabei aufzustehen und zu gestikulieren. Obwohl man wqeiß, dass man denzugehörigen Text erst noch analysieren muss.
4. So Far Gone
Fängt viel zu schnell an. Die ganze Platte macht bis jetzt überhaupt einen sehr gehetzten Eindruck. Die Instrumente sind alle sofort da, die Stimme auch. Der Refrain birgt weder kompositorisch noch instrumental irgendeine Überraschung. Nicht schlecht, aber dazu verdammt, in Vergessenheit zu geraten. Viel zu viele Instrumente auf einmal, um sie auseinander fitzen zu wollen.
5. No Tears
Lowbeat-ausgerichtete Klavierakkorde. Lässt wieder einen typischen Blunt erahnen. Schöne Stimme allein zum Klavier leichte High-Hats kommen dazu. Refrain wird sachte durch Streicher eingeleitet und lässt mich in einer warmen, kraftvollen Komposition das erleben, was ich mir erhofft habe. Zweite Strophe kräftiger, Schlagzeug. 2. Refrain bringt das ganze auf den Höhepunkt. Alles gut. Alles Blunt.
6. Superstar
Geiler Bass. Stehende Gitarrenakkorde. Gutes Schlagzeug. Stimme kommt sehr energiegeladen daher. Und dann der Refrain. Irgendwie überhaupt nicht mein Geschmack. Das hat doch Dieter Bohlen schon mal gesungen! „TV makes the Superstar“ Gut. Blut kennt unseren Dieter wahrscheinlich nicht. Aber irgendwie macht der ganze Song einen versauten 80er- Jahre-Disco-Versuch-Eindruck. Ich hoffe nur, der ist bald vorbei. Fünf Stimmen über einander. Grässlich.
7. These are the Words Geile Gitarren, geiles Schlagzeug. Stimme kraftvoll und ehrlich. Refrain ohne Einleitung ohne Knalleffekt. Wieder viele Stimmen übereinander. Mag ich gar nicht. Zweite Strophe mit klarerem Beat marschiert sehr stark Doch der Refrain ist wieder der gleiche. Irgendwie klindt der Song wie der vorherige. Und den konnte ich schon nicht leiden…Alle Körner schon beim ersten Mal verschossen. Zwischenpart typisch Blunt. Irgendwie ist der Song zwischen allen Stühlen angesiedelt.
8. Calling out your Name
Stimme setzt gleichzeitig mit Gitarre, Rhythmus und Keyboard ein, aber diesmal passt alles. Die Komposition der Strophe lässt großes erahnen. Und genau das tritt auch ein. Der Refrain treibt mir sofort die Tränen in die Augen. Wenn das bei mir nicht so wäre, wäre ich kein James-Blunt-Fan. Gefühl. Neuer Einstieg in einen Zwischenteil, der mich zum Aufstehen zwingt. Ein volles Brett. Gänsehaut. James.
9. Heart of Gold
Verzerrtes Klavier? Dramatisches Vorspiel mit Gesang. Fettes Schlagzeug mit stehenden Gitarren und Klavierakkorden. Hard of Gold so wie man es erwartet. Refrain sehr erhaben und Raumfüllend. Gut gelungener Song. Nichts Neues aber ein Klischee, welches gut bedient wird. Und Blunts Stempel tut dem Ganzen sehr gut. Irgendwie glaubt man, das Lied mit „Heart of Stone“ schon abgehandelt zu haben. Aber dennoch ist es hörenswert.
10. I’ll be your Man
Whow! Geil! Percussion und Gitarre donnern regelrecht rhythmisch Gipsy-King (?) mässig los. Die Strophe ist dermaßen spaßig gesungen und der Refrain verspricht einen Radiohit, der so ehrlich komponiert ist: Da klatschen irgendwelche Keyboards im Takt, dass es richtig echt klingt. Da kannst du einfach nur tanzen. Für mich einer der besten Songs auf dem Album. Das ist Neuland, was ich gerne akzeptiere. Weil James sich Mitteln bedient, die er wirklich beherrscht.
11. If Time is all I have
Schweres Keyboard, Klavier, breiter Gesang. Sehr getragener Refrain setzt sehr früh ein. Befriedigend. Für einen James Blunt Fan sehr befriedigend. Das gesamte Orchester betont jede Note. Das mach das Ganze irgendwie lebendig, so, als könne man selber jede Note durch eigenes Mitsingen beeinflussen. Ich hab schon wieder „feichte OOchen“ wie der Sachse sagt. Das Ende ist wunderschön.
lange Pause.
12. Turn me on
Völliges Neuland. Blunt macht hier einen auf harten Bluesrocker. Klar. Er kann das. Blunt ist gut und hat auch gute Musiker dabei. Doch wenn ich so etwas hören will, dann hör ich mir die High Voltage von AC/DC an. Ich gönne ihm diesen Auftritt. Doch sollte er sich bewusst sein, dass er mit dieser Mugge nie diesen Ruhm erlangt hätte, weil das andere schon tausendmal authentischer gemacht haben. Es kommt mir vor, als wolle er sich irgendwie seinem Softi-Image entziehen, womit er immer aufgezogen wird. Doch er hat auf seiner ersten Platte mit Songs wie „Oh Billy“ auf eine bessere Art und Weise gezeigt, dass er nicht nur zum Schmalzen geboren ist.
Mein Fazit:
Ja. Schon die letzte Platte handelte nur noch von Beziehungskisten. Wäre nicht so schlimm, wenn nicht der Eindruck entstanden wäre, dass auch die Liebe nicht mehr das Gefühl aus Blunt herauskitzelt, was er früher mal an den Tag gelegt hat. Die Probleme, die er im Titel des Albums anspricht, sind für mich nicht mehr so recht „besingenswürdig“. Blunt besingt sie dennoch, und es ist kein schlechtes Album dabei herausgekommen. Kein schlechtes. Aber auch alles andere als eine Revolution. Vier Songs, die das alte Erfolgsrezept der Ballade erfolgreich aufgreifen, zwei absolute Radio-Tanzhits, und der Rest, mehr oder weniger halbherzige Innovationsversuche, auf die ich nicht gewartet habe. Eine Kritik im Internet beschreibt dieses Album als „irgendwie gefühllos“. Ich versuche mich dagegen zu wehren. Doch musste ich auf dieser Platte dieses Gefühl länger suchen, als auf den beiden vorangegangenen. Vielleicht sind Blunt die Probleme ausgegangen, die auf der Platte eigentlich transportieren wollte. Wahrscheinlich hat er keine Probleme mehr. Und genau das hatte ich ihm gewünscht. Und deshalb höre ich mir die LP gerne an.
Pro: Solide Melodien aus dem Hause Blunt, für Fans ein Muss Kontra: Gute Ansätze, die meistens nicht zu Ende gedacht wurden
In Interviews beschreibt James Blunt sein drittes Album als dasjenige, bei dem er völlig seinen eigenen Weg ging, wo er sich am wenigsten von anderen Musikern orientierte und wo er die akustische Gitarre gegen Verstärker und E-Gitarre eintauschte. Das l ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich