Somewhere in time - always up to date!
02.04.2003 (06.04.2003)
Pro:
geniale Songs, klasse Sounds, 1A - Musiker
Kontra:
nix
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
Häufigkeit der Nutzung
Dieser Tonträger ist:
mehr
 barkeeperquark
Über sich:
Mitglied seit:01.01.1970
Erfahrungsberichte:504
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 182 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Auch in dieser Woche läuft wieder einmal die Aktion "Shake Heads - Moshen für die Community". Da ich das Album "Arise" von "Sepultura" jedoch nur in Auszügen auf MiniDisc besitze, folgt diese Woche kein Bericht und ich möchte mich stattdessen einem weiteren Album von "Iron Maiden" widmen. "Somewhere In Time" erschien im Jahre 1986 und ich kann mich noch gut daran erinnern, mit welcher Spannung ich dieses Album erwartete. Nach meinem ersten Kontakt durch "The Number of the Beast" war ich mit dem "Maiden"-Virus infiziert und trotz des in meinen Augen schwächeren Nachfolgewerkes "Piece of Mind" blieb ich den Engländern treu und konnte durch "Powerslave" 1984 abermals begeistert werden. Danach folgte mit "Live After Death" eine beeindruckende Bestandsaufnahme nach "Iron Maiden"`s Welttournee "Worls Slavery" und als die Briten 1986 mit ihrer neuen LP an den Start gingen, hatten sie eine Weiterentwicklung im Petto, die so manchem Fan nicht gefiel, nämlich den Einsatz von Gitarrensynthesizern! Diese haben zur Folge, daß der Sound nicht mehr ganz so hart klingt, was in diesem Fall jedoch keine Verschlechterung darstellt. Vielmehr mutiert die Metalband zu einer eher hardrockigen Gruppe mit ausgefeilten Songs, die immer noch die nötige Power versprühen! Line-Up: ~~~~~~~~ Bruce Dickinson - Gesang Steve Harris - Bass Dave Murry - Guitar Adrian Smith - Guitar Nick McBrain - Drums
Songs der CD: ~~~~~~~~~~~~~ 1. Caught Somewhere In Time (7:27): *********************************** Zu Keyboardsounds im Hintergrund spielt die Gitarre eine gelungene Einleitung. Nach knapp 20 Sekunden setzen Bass und Schlagzeug mit ein und es geht so etwas druckvoller nach vorne. Dann geben alle richtig fein Gas und auch Dickinson steigt mit seinem unverwechselbaren Gesang ein. Zwischen den einzelnen Songpassagen gibt es immer wieder hervorragende Brücken und jede Menge Freiraum für klasse Soli. Der Refrain ist supereingängig und fast hymnisch! Die 7 1/2 Minuten vergehen im Fluge und der Opener macht Lust auf mehr.
2. Wasted Years (5:09): *********************** Dieser Song war die erste Singleauskopplung des Albums und schaffte auch einen Einstieg in die britischen Singlecharts (meiner Kenntnis nach unter die Top20). Wieder beginnt der Song mit einer eindrucksvollen Gitarrenweise, zu der sich ein ebensolcher Bass gesellt. Nach einem kurzen Break beginnt die erste Strophe, die schön krachig daherkommt, was an den knackigen Drums und dem rollenden Bass liegt. Der Refrain ist nicht ganz so eingängig wie beim Opener, aber dennoch sehr hörenswert und gut. Auch hier gibt es wieder einmal für jeden der Jungs Platz sich auszutoben und das tun alle mit Bravour. 3. Sea of Madness (5:43): ************************* Dieser Song erinnert stärker an die früheren Alben. Es wird nur ein spärlicher Klangteppich untergelegt und der Song geht von Beginn an straight zur Sache. Zum Refrain hin wird es etwas weicher und melodischer, allerdings kann der Refrain selber nicht so wirklich überzeugen. Im Mittelteil gibt es einen fast melancholischen Teil, der den Song immerhin vor einer durchnittlichen Einstufung retten kann.
4. Heaven Can Wait (7:23): ************************** Langsam entsteht der Keyboardklangteppich und Harris beeindruckt mit genialem Bassspiel. Dieses zieht sich in flinker Weise durch den ganzen Song, der nach dem einfühlsamen Intro mit Gesangeinsatz recht schnell vorangeht und sich durch einen sehr einfachen aber einprägsamen Refrain auszeichnet. Natürlich kommt es auch zu diversen Tempiwechseln und das chorale "ohoohohohohoh" im Mittelteil klingt wahrlich exzellent! Auf den Punkt genau wird danach weitergerockt, daß die Gläser im Schrank vor Freude wackeln! 5. The Loneliness of the Long Distance Runner (6:33): ***************************************************** Wieder so ein Titel, der mit einer wunderbaren Gitarrenmelodie beginnt, die von Keyboardklängen und genialem Bassspiel abgerundet wird. Am Ende des einminütigen Intros geht es dann wesentlich krachiger und treibender zur Sache. Die Melodie besitzt zwar zu keiner Zeit Ohrwurmqualitäten, aber dieser Song beinhaltet jede Menge Abwechslung und derart viele genial gespielte Parts, daß man ihn dennoch als herausragend bezeichnen kann.
6. Stranger In A Strange Land (5:46): ************************************* Dieser Song wurde als zweite Single ausgekoppelt und schaffte es ebenfalls unter die britischen Top50! Der Song selber ist eher in einem schleppenden Midtempo und die Keyboards dringen immer wieder etwas verstärkter in den Vordergrund. Dickinson bietet hier stimmlich einiges, aber alles in allem wirkt der Song doch nicht so grandios wie die meisten anderen auf diesem Album. Es fehlt der Schuß Genialität oder die nötige Härte, auch wenn der Solopart im Mittelteil verdammt schön klingt. Guter Song, aber von Maiden kann man noch ne Schüppe mehr erwarten! 7. Deja-Vu (4:58): ****************** Wieder einmal eröffnet eine wunderschöne Gitarrenmelodie den Reigen. Danach geht es dann jedoch wieder einmal sehr flink und straight zur Sache. Zu der sehr treibenden Melodie beginnt Dickinson zuerst mit relativ tiefem Gesang, um sich dann im Verlauf des Songs doch wieder in bekannten höheren Regionen zu bewegen. Der Song prescht erstklassig voran und bietet trotz relativer Kürze einiges an Abwechslung. Ich hätte diesen Song als zweite Single ausgekoppelt, aber das ist wohl eher Geschmackssache.
8. Alexander the Great (8:37): ****************************** Wie auch schon bei "Powerslave" haben sich "Iron Maiden" für den Abschluß noch etwas Längeres und Besonderes aufgehoben. Fast marschmäßige Klänge bestimmen das Bild nach dem tiefen gesprochenen Intro. Der ganze Song ist wirklich imposant gespielt und gehört sicher zu den absoluten Highlights der Band. Diese monumentalen achteinhalb Minuten sollte man bei hoher Lautstärke auf sich einwirken lassen. Ein Meisterwerk. Das sagt wohl alles aus!? Cover: ~~~~~~ Auch diese drückt aus, daß neue Wege beschritten werden. Man sieht Bandmaskottchen Eddie in einem futuristischen Outfit und Umwelt. Bei genauerem Hinsehen findet man einige Anleihen an frühere Cover und so manch witziges Detail. Sehr gelungen und sehr schön, wenn man das Ganze noch als Vinylausgabe besitzt!!
Fazit: ~~~~~~ Aufnahmetechnisch auf dem Höchststand der damaligen Zeit, da kann man zu keiner Phase meckern! Die Sounds sind ebenfalls sehr ausgefeilt, klingen jedoch für manchen Hardcore-Maidenfan wohl nicht hart genug. Ich jedoch finde, daß "Iron Maiden" hier einen guten Schritt getätigt haben und diesen Weg auch mit der Veröffentlichung des nachfolgenden Albums "Seventh Son of the Seventh Son" konsequent und gut weitergegangen sind! Die Songs sind alle zumindest gut und einige wirklich exzellente findet man auf dieser LP. Auch Nichtmetaller dürften hier durchaus Gefallen finden und mit erstklassigen Sounds und Melodien bedient werden. Ich kann nur immer wieder betonen, daß "Iron Maiden" lange nicht so hart sind, wie sie immer hingestellt werden! Für mich auf jeden Fall eine Topempfehlung und ein klares 5-Sterne-Album, auch wenn "Powerslave" und "The Number of The Beast" auf ewig meine Lieblingsalben der Band bleiben werden. Der Preis meiner LP betrug 12 DM, aber auch für 120 €uro gebe ich sie nicht her! vielen Dank fürs Lesen, Kommentieren und Bewerten, Headshaking-Quark
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07.05.2003 09:50
Wo hast Du nur die ganze Musik ausgegraben*lol*?
13.04.2003 15:58
Jau, ein wirklich hervorragendes Album. Und für die damalige Zeit war die Aufnahmetechnik wirklich top, kann man nich meckern und noch einmal jau, "Powerslave" ist auch eins meiner Faves... ;)
06.04.2003 16:04
will hier zwar nich den klugscheißer raushängen lassen, aber heißt sea of sadness nich eigenlich sea of madness? ;)