Über sich:the bluest eyes in texas are haunting me tonight....
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Wer kennt Suzanne Vega nicht? Gut, zugegeben, einige von euch werden vielleicht jetzt nicht auf Anhieb wissen um wen es sich bei Miss Vega handelt. Suzanne Vega landete in den Achzigern mit dem Song LUKA eien Welthit und auch ihren Song TOM'S DINER kennt jeder. Zumindest den "Dabdabdadatdabdadadaah"-Part kann denke ich mal wirklich JEDER mitsingen. Doch Suzanne ist viel mehr eine anspruchsvolle Folksängerin und Songschreiberin die man keineswegs auf diese beiden Songs beschränken sollte. Nach dem Flop anfang der Neunziger mit dem Album "days of open Hand" und dem tollen Eletrofolkalbum "99.9F°" kam erst mal "Nine objects of desire". Das war 1996. Doch keines der Alben der Neunziger Jahre kam an die beiden Achzigerwerke "Suzanne Vega" und "Solitude Standing" heran. Es folgte ein BESTO Of- Album von Suzanne und ich dachte schon das es mit dem Zauber um die Amerikanerin vorbei wäre. Doch dann erschien 2001 das Album SONGS IN RED AND GRAY bei interscope...
"once I stood alone so proud held myself above the crowd now i am low on the ground"
Mit diesen Worten beginnt das Album. Nicht gerade positiv wird man sich denken aber trotzdem fasst einen gleich der erste wunderbare Song "Penitent" in Suzanne's Bann....
...Der Zug fährt langsam an und fährt aus dem Bahnhof. Es regnet. Der Zug fährt durch eine verregnete Herbstlandschaft und die Wiesen wirken bei der Betrachtung des dunklem Himmels heller wie nie zuvor. Die Bäume die im Herbstwind wehen haben farbige Blätter. Rot, Gelb und Braun rascheln sie im Regen durch die Luft. Über den Bergen heben sich Wolken und die CD beginnt zu spielen.
(WIDOW'S WALK) Eine Alte Frau kommt vorbei und setzt sich neben mich in den Zug. Und beginnt mir von sich und ihrem Leben zu erzählen. "Consider me a widow, boys and I will tell you why. It's not the man, but it's the marriage that was drowned" sagt sie zu mir und ich höre ihrer wunderbaren Stimme entspannt zu und wärend neben mir die Bäume vom Wind gepeitscht werden sagt sie zu mir "We watch the wind and set the sail, but save ourselves when all omens point to fail" und umfasst dabei einen kleinen Anhänger mit einem kleinen Anker dran der an ihrem Hals hängt...
(I'LL NEVER BE YOUR MAGGIE MAY) Die Frau mir gegenüber ist jünger geworden. So um die Vierzig würde ich schätzen. Draussen hat der Regen aufgehört zu fallen und die Sonne scheint durch einige brüchige Wolken auf die nassen Felder. Sie erzählt mir von einem Liebhaber den sie einst fast hatte. Sein Name ist Rod Steward und er ist Sänger. Ja ich kenne ihn aber nur einen Song von ihm. Der Song heisst "Maggie May". Sie wollte nich zurückgelassen werden und ironisch erzählt sie mir von der Liebe... "the face you see in light of day and then you cast away that isn't me in that bed you'll find" Ich frage sie nach ihrem Namen. "Maggie May" flüstert sie in meine Ohren...
(SOAP AND WATER) Die Frau verschwindet. Ich schaue aus dem Fenster. Nach eingen Minuten kommt sie zurück. Die hat sich die Hände gewaschen und ich starre auf ihre knochigen aber wunderschönen Finger. "Soap and water take the day from my hand scrub the salt from my stinging skin slip me loose of this wedding band" Ich schaue ihr in die Augen...
(SONG IN RED AND GRAY) ...und sie beginnt zu weinen. Wieder erzählt sie von einem Liebhaber. Doch einem verheirateten. Sie ist eine Ehebracherin. Sie begegnete der Tochter der Betrogenen und erinnerte sich an alles. Und in mir sah sie den Liebhaber und fragt mich was passiert ist und warum sie all das noch weiss... "the reproach in your daughter's most beautiful face made me wonder just how she could know of that something that happened between you and me so much more than a long time ago" Trotzallem bleibt sie poetisch und ihre Wörter klingen wie samt in meinen Ohren während neben mir die Blätter vom Ahornbaum rieseln...
(LAST YEARS TROUBLES) Neben uns geht ein junges Mädchen her. Sie ist verkleidet. Als Piratin. Ich schaue sie an und sehe die leicht verlaufene Schminke auf ihrer Nase. Die Frau neben mir lacht und spricht zu mir: "Last year's troubles are so old fashioned the robber on the highway the pirate on the seas maybe it's the clothing that's so entertaining the earrings and swashbuckling blouses that please" Und ich lache mit ihr über alles was war und alles was sein wird.
(MACHINE BALLERINA) "Am I a toy on a tray ? a soft piece of clay queen or clown for the day machine ballerina soldier of tin standing so loyal while you sit so royal then I'm put away?" Ich bin sprachlos und schaue sie nur an und verneine mit meinen Augen...
(HARBOR SONG) Wir kommen an einem kleinen See vorbei und sie blickt mit einem komischen Blick aus dem Fenster als sie das kleine Segelboot auf dem See sieht das im Wind wackelt. "as i do walk by the shipyards and the harbors i smell the salt, and the bay rum of your ghost again" sagt sie zu mir und ich denke an die Sonne und das Meer...
(IF I WERE A WEAPON) Der Zug kommt an einen kleinen Bahnhof. Es steht niemand auf an den Gleisen. Die Frau setht auf und schaut mich an. Sie sagt leise zu mir: "if I were a weapon you said I'd be a gun lethal at close range i guess with silencer and stun" Stumm schaue ich sie an während sie geht. Ich kann nichts sagen und schaue ihr hinterher. _____
Das war meine kleine Reise mit Suzanne durch den Regen und das Leben. Ich habe nicht jeden Song ausfühlrich als erlebniss beschrieben aber alle Songs auf diesem Album sind großartig. Die Songs sind wirklich zum teil minimal instrumentiert aber immer gut aber nicht zu stark produziert. Suzanne's Stimme ist vielleicht nicht so ausgebildet und Stark wie die von Mariah Carrey oder Celine Dions, aber sie strahlt unglaublich viel Wärme aus und auch Reife und Erfahrung vom Leben. Das Klingt vielleicht komisch aber man sollte sie deshalb selber hören um das zu verstehen. Ihre Stimme bildet in vielen Songs den Mittelpunkt um die tollen, poetischen Texte besser zur Geltung zu bringen.
Mit diesem Album kann Suzanne zum ersten mal seit 15 Jahren an SOLITUDE STANDING anknüpfen und übertrifft dieses in meinen Augen sogar. Nie waren ihre Songs so warm, wunderbar, poetisch und minimalistisch. Die Texte sind wie immer auf Suzanne's Niveau und sie stellt einiges damit in den Schatten. Dieses Herbstalbum beweist nur das Suzanne immernoch eine der besten Songwriterinnen unserer Zeit ist und auch stimmlich liegt sie meiner Meinung nach um einiges über dem gängigen Chartdurchschnitt, hier jetzt mal vertreten von der wunderen *ggg* Britney Spears. Bevor Britney auch nur einmal solche Songs wie "Penitent" oder "Song in Red and Gray" schreiben wird hört wahrscheinlich die Welt auf sich zu drehen...
Und auch wenn bald Sommer ist solltet ihr euch das Album mal anhören wenn ihr auf Folk, Singer/Songwriter und allgemein gute Gitarrenmusik steht. Im Herbst beim Zugfahren gibt es wohl nichts intensiveres, nichts schöneres als dieses Album. Übrigens habe ich beim lesen von Büchern immer einen Soundtrack ausgewählt. Diese CD ist der Soundtrack zum Buch DIE MITTE DER WELT von Andreas Steinhöfel und passt meiner meinung nach gut zu diesem. Versucht mal beides zusammen. Und dann bleibt mir nur noch eins zu sagen:
"the red leaf looks to the hard gray stone to each other, they know what they mean somewhere, their future is still yet to come in ways that are yet as of now unforeseen..."
I live upstairs from you. Hm, ehrlich gesagt kenne ich jetzt spontan nur Luca. Na ja, die Stimme finde ich nicht so unglaublich faszinierend. Näher beschäftigt habe ich mich mit Suzanne jedoch auch noch nie. Vielleicht sollte ich das nachholen.:-) Für Dich Nils, Dein Tom
r als Bedienung aus Tom's Diner, ist nach vier Jahren Abstinenz mit ihrem Longplayer Songs In Red And Gray wieder "back in buisness". Wie schafft es eigentlich eine eher ...
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01.08.2002 21:13
Kenn' ich nicht, musste mir mal zeigen. Dies ist nun mein 1.000 Kommentar und ich schenk ihn dir! Ist das nicht lieb???Grüße, Olli;-)
18.07.2002 18:19
Guter Bericht, daher ein SH von mir an dich!Schau doch auch mal bei mir vorbei,würd mich freuen,denn ich bin relativ neu hier!LG Tini
19.06.2002 11:43
I live upstairs from you. Hm, ehrlich gesagt kenne ich jetzt spontan nur Luca. Na ja, die Stimme finde ich nicht so unglaublich faszinierend. Näher beschäftigt habe ich mich mit Suzanne jedoch auch noch nie. Vielleicht sollte ich das nachholen.:-) Für Dich Nils, Dein Tom