Pete Rock Week: It´s about time ...
13.06.2004
Pro:
Pete Rock´s erstes Solowerk
Kontra:
welches allerdings künstlerisch wenig neues bietet .
Empfehlenswert:
Nein
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
Häufigkeit der Nutzung
Dieser Tonträger ist:
mehr
 Senilm
Über sich:
FREE Musicjournalism // The world ends on a sunny day // Sympathy for Empathy // Alive and kicking....
Mitglied seit:09.06.2001
Erfahrungsberichte:1040
Vertrauende:132
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 44 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Solo, meldete sich Pete Rock nach seinen 94er Split zurück - zwar hat das ganze fünf Jahre bis 1999 gedauert, dafür war die Vorfreude unter den HipHop Jüngern umso größer - warum, daß könnt ihr in den drei bisherigen Rezensionen im Rahmen meiner "Pete Rock Week" nachlesen.
Um sein Solodebüt auch richtig zu starten lies sich Pete Rock nicht lumpen und lud jede Menge Gastrapper ein um seine Produktionskünste auch verbal zu vertonen. Doch dabei hatte er eines übersehen - seine ganz eigene Kunst... Was das "Intro" noch effekthaschend mit Sampling verspricht - und mit fetten Beats bei "Tru Master" gehalten wird - ändert sich schnell. Inspectah Deck bringt mit seiner Reibeisenstimme den Refrain zum kochen, während Kurupt den Flow klar macht, der das blowende Bläsersample zum kochen bringt !
Method Man portraitiert sich auf "Half man half amazin" auf zurrend orientalischen Klimpereien pulsiert wiedermal die altbekannte Snare die Pete Rock schon Jahre vorher so gerne buchte. Dank Method Man´s energisch ins Ohr kriechenden Raps ist dieser Track noch kein Ausfall, doch "Respect Mine" lässt bereits an Pete Rock´s Innovativität zweifeln. Bollernde Beats wie man sich schon acht Jahre vorher gehört hatte und brummende Kontrabässe bringen hier Tempo in den Track - Tempo, daß OC leider nicht halten kann. Raekwon und Ghostface Killah lassen dafür "Tha Game" heiss werden - Philharmonikersampling mit lavamässig blubbernden Beats auf Vordermann gebracht bringt die Freude am Hören wieder zurück, das jedoch bei "Soul Brother #1" schnell wieder verschwindet ! Pete Rock nimmt hier das Mikro selbst in die Hand - was noch kein Grund zur Klage wäre, sein Storytelling und Flow sind gelungen, aber warum verwendet er dieselbe Beatstruktur die schon zwei Tracks vorher verwendet wurde - und warum muß er die Bridge so entsetzlich effekthaschend in den Sand setzen.
Lord Tariq und Peter Gunnz, die 1998 einen kleinen Hit hatten, werden auf "Rocksteady #2" zum Anheizen für Pete Rock´s nicht mehr vorhandenen Produktionskünste verwendet - die Scratches sitzen zwar und die Bridge ballert gemütlich ins Gehör - aber dennoch kann das fierpende schäkernde Beataneinanderreihen keinen mehr vom Hocker reissen. Da können Large Professor und Kool G Rap beim freshen "Truly yours" die Lorbeeren auf wesentlich gelungeren Beats einfahren. Hier bollert der Beat frischserviert auf trötenden Bläsersampling und pulsiert noch lange in der Blutbahn die zum Gehör führt. Intelligente Raps bringt Black Thought ins gelungente "It´s about time" mit ein - schräg flötende Orgeln und wandernde, wabernde Kontrabässe lassen klingelnde Effekte aufleben, die sich jedoch hinter Thought´s scheinbar nie enden wollenden Wortschwall einzureihen haben - zwar nicht der Burner schlechthin, aber mit Sicherheit eines der Highlights des Albums. Was man leider von "One life to live" leider nicht behaupten kann. Altbewährete Pete Rockjazzsamplingkost auf MC Eiht´s zu aggressiv, haspelige Reimkunst versaut hier leider einiges.
"Take your time" ist das mellow Highlight des Albums - ein droppender Beatflow, weichgespülte weibliche Sangeskunst und Pete Rocks Rapergüsse lassen hier den Ohrwurm erstmals länger als vier Minuten anhalten - während das soulig flowenden "Mind Blowin`" mit Moogkeyboard überzeugt und Vinia Mojicas eindringlich, eingängigen Gesang featured, welcher für Pete Rocks danebengesetzten Flow entschädigt. Auch "Soul Survivor" hat darunter zu leiden - zwar bringt das Funkakkordsampling Leben in die Bude und der Beat lässt trotz seines hörbaren Alters durchaus das Trommelfell vibrieren, aber Pete Rock´s Raps lassen doch wünschen, er würde hinter den Reglern verweilen. Kein Wunder daß man Pete Rock auffordert seinen alten Kumpanen CL Smooth anzurufen - denn "Da Two" entschädigt dann für viele erlittenen Qualen. Ganz auf Retro getrimmt wird hier mellowflowendes Pianosampling auf pulsierender Snare geboten - "Two true cats in the rap game..." CL´s Raps gehen sofort wieder die Symbiose mit Pete´s Beats ein - und das Rapgame hat ihre "DaTwo" wieder zurück ! Eine ganze Riege von Hochkarätern featured "Verbal Murdaz" - neben Schwergewicht Big Pun, sind Common und Noreaga vertreten - was das Niveau des Tracks textlich schonmal gerettet hat. Zum Glück stimmt hier auch die Produktion - die fiebrige Snare echot im Hintergrund während effektverliebte Comicsounds dem Track Abwechslung verleihen.
"Strange Fruit" ist der Totalausfall des Albums, düster bollernde Beats auf Tragedy Khadafis nicht vorhandenen Wordflow, lassen auch Cappadonnas verzweifelten Versuch noch Können einzubringen im Nichts verpuffen. Dagegen dürfen wir bei "Massive ( Hold Tightly )" nochmal ordentlich Party machen - auf OldSchool minimalistischen Jazzklimpersample pulsiert dieser Track auf den verbalen Ergüssen von Heavy D. , der selbst Jahre nach seinen erfolgreichen Zeiten das Rappen immer noch drauf hat, wie er hier neben Beenie Man´s Raggaeinlagen beweisen kann. ONE RECORD TO RECORD...
Für Pete Rock war dieses Soloalbum sicherlich im Nachhinein gesehen nicht das beste was ihm passieren konnte - denn vernichtende Kritiken liessen schon im Vorfeld klar sein, daß dieses Album die erwarteten Verkaufszahlen nicht erreichen würde. Dabei ist es bei weitem nicht so schlecht, wie es von manchen geschrieben wurde - nur die fast achtzigminütige Dauer des Albums und die scheinbar unendliche Anzahl an Gästen lässt das Grundgerüst des Albums bereits gewaltig wackeln. Denn nicht jeder Rapper kann mit Pete Rock´s Beats harmonisieren - und so ist es nicht verwunderlich daß es eben mit CL Smooth wieder am besten klappt.
Aber auch Pete Rock selbst enttäuscht - nur wenig Innovativ Neues bekommt man von ihm zu hören, die meiste Zeit zwängt er sich wieder in sein bereits Anfang der 90er zelebriertes Jazzsampling und verwendet dabei die altbekannten Sounds, die sich jedoch nach 96 schon ausgeleiert haben. Zwar ist "Soul Survivor" kein wirklich schlechtes Album - aber die Erwartungen enttäuscht es doch zutiefst, ist aber gerade wegen der tlw. hochkarätigen Gästebesetzung durchaus mal ein reinhören wert.
Preisvergleich
sortiert nach Preis
|
Soul Survivor (Explicit) - Pete Rock
Der eingebildete Kranke. Komödie in drei Aufzügen.
|
€ 4,88
Händler kann Preis erhöht haben |
149 Bewertungen
|
Versandkosten: EUR 3,00
Verfügbarkeit: Versandfertig in 1 - 2 Werktagen...
|
zum Shop
Amazon.de Marketplace Musik
|
|
Rock, Pete - Soul Survivor (Loud) CD Album
Release: 24.02.2000, Format: CD Album, Neuware, Inhalt: 1, Label/ Hersteller: ...
|
€ 6,79
Händler kann Preis erhöht haben |
19 Bewertungen
|
Versandkosten: weltweit: 2.00 Euro. ab 20.00 Bestellwert versandkostenf...
Verfügbarkeit: Versandfertig in 1-4 Werktagen...
|
zum Shop
Grooves-inc.com
|
|
Soul Survivor (Explicit) - Pete Rock
Der eingebildete Kranke. Komödie in drei Aufzügen.
|
€ 9,99
Händler kann Preis erhöht haben |
3335 Bewertungen
|
Versandkosten: EUR 3,00
Verfügbarkeit: Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden...
|
zum Shop
Amazon Musik
|
* Alle Preise inkl. gesetzlicher MwSt und ggf. zzgl. Versandkosten. Preise, Verfügbarkeit und Versandkosten können im jeweiligen Shop zwischenzeitlich geändert worden sein, da eine Echtzeit-Aktualisierung technisch nicht möglich ist. Maßgeblich sind immer die Preise und Angaben auf der Händlerseite. Alle Angaben ohne Gewähr.
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
Mehr über dieses Produkt lesen
Das könnte Sie interessieren
|
|