Pete Rock Week: It´s a love thing
15.06.2004
Pro:
Neue Klänge von Pete Rock
Kontra:
zu viele Gäste bringen ihre Rhymes mit ein
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
Häufigkeit der Nutzung
Dieser Tonträger ist:
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 Senilm
Über sich:
FREE Musicjournalism // The world ends on a sunny day // Sympathy for Empathy // Alive and kicking....
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 48 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Liebe, kann ja zu einem ziemlich strapazierten Begriff werden schön langsam. Die Liebe zum HipHop scheint jedoch zumindest Pete Rock geblieben zu sein - denn fünf Jahre nach seiner ersten viel gescholtenen "Soul Survivor" - CD liegt jetzt ganz frisch in den Läden die "Soul Survivor II". Naja da Pete Rock beim Vorgänger bereits bewiesen hat, daß er nicht sonderlich innovativ ist - überrascht zumindest die Namensgebung dieser Scheibe nicht weiter - so lange doch der Inhalt überzeugen möge.
Zumindest die Gästeliste ist ähnlich opulent wie beim Vorgänger - Namen wie RZA, Pharaoh Monch, Talib Kweli uva. lassen doch hochkarätige Mikrofonartistik hoffen. I GOT TO BE A NIGGA - THAT`S HOW I PAY THE BILLS
Wäre das mellow groovende unentschlossen zwischen Jazz und Soul flirrende "Truth is" mit der Predigtansprache von Black Ice ein Grund Pete Rock einen Rückschritt zu unterstellen - siegt der Ohrwurm bei "We Good"! Funky Gitarrenlicks in Dauerrotation mit droppenden Beats kombiniert, lassen Ärsche wackeln. Kardinal Offishall stellt sich als hoffnungsvolles neues Talent vor - auch wenn er eher ein Vertreter des Oldschoolrappings ist, was sich auch auf den Refrain auswirkt. Bouncende Beats - klimpernde Keyboards und ein groovender Bass lassen "Just do it" länger im Ohr verweilen - "wack Motherfuckers on the mic" und Pharao Monch lässt seinen aggressiv Battlerapstil flowen, was leider Little Brother bei "Give it to ya" nicht ganz so überzeugend hinbekommt. Entschädigend präsentiert sich dafür Pete Rock´s harmonisch flowend auf sanften Percussioninstrumenten abgestimmte Produktion.
IT`s PETE ROCK ON THE SNARE DRUMS.... "It´s the Postaboy" schreit eben jener beim groovig, funky schäkernden Track der ganz auf den selbstdarstellerischen Mikrofonstil des Protagonisten abgestimmt ist - und Pete Rock eher im Hintergrund wirken lässt - "we got the ladies in the Club makin all the noise". Zur Gleichberechtigung kommts bei "It´s a love thing" wieder - und gleichzeitig auch zur Wiedervereinigung mit seinem früheren MC - CL Smooth! Und wie schon bei der ersten Soul Survivor Scheibe harmonieren die Beiden sofort - es ist tlw. nicht vorstellbar daß Pete Rock´s Produktionen einen anderen MC als CL verdient hätten. Der am Rad drehende flowende Beat klopft sich sanft ins Ohr, während klimpernde Orgeleien die Aufmerksamkeit des Hörers erfordern, der sich neben CL´s Lovelyrics noch an Denosh´s süßer weiblicher Stimme erfreuen darf !
WE´RE IN THIS FOR LIVE Back to the Oldschool heissts bei "One MC - One DJ", wenn Skillz auf pulsierend, bollernde Beats und flirrende Drums seinen Style spittet - fehlt ein wenig die Energie dahinter, die man von anderen Gästen auf dem Album gehört hat - wie z.B. von Krumbsnatcha der selbst so melodisch eingeloopte Tracks wie "Beef" mit harten verbalen Worten garniert um den richtigen Wirkungsgrad zu erzielen.
Auf der harmonischen Spur bleibt auch "No tears" - mit funky Bässen und shakend blubbernden Beats wird hier feinster Soul geboten, der dank Leela James näselnd, voluminöser Stimme auch die perfekte stimmliche Begleitung hat - wäre CL Smooth nicht vertreten, könnte dieser Titel glatt das Highlight der CD sein - denn selbst Veteranen wie GZA und RZA können "Head Rush" nicht so sehr pushen wie Leela James. Mit einem Whispers Sample im Hintergrund wird zwar auch hier Soul eingebracht, aber die pumpenden Beats mit ihrem Streichersampling stehen im Vordergrund. RZA selbst legt los wie von der Hummel gestochen, während sich GZA dezent zurückhält, dafür aber höheres Niveau bietet. QUICK TO BREAKTHROUGH - I´M ON POWERLEVEL
Mit Hochkarätern gehts bei "Fly till i die" weiter - neben Nachwuchstalent Talib Kweli - "we´re bout to make history" - steht auch CL Smooth am Mikrofon. Der Beat pulsiert flowend auf Kweli´s intelligent, humoristischen Einsatz, während wieder allerlei Soundeffekte der klimpernd, klirrenden Sorte für Abwechslung sorgen. CL´s Einsatz ist zwar kurz - aber lässt Pete Rock´s Produktion doch wieder auf höheren Level erschienen! "Talib Kweli he did speak to the mass". Die Dead Prez lassen ihren "Smoke on" wenn "Warzone" die erste Singleauskopplung des Albums den Club zum kochen bringt ! Der fiebrig hochgepitchte Track bounced auf phänomenalem Streichersampling und bringt den schnellen Rapstil der Prez´s zum Ausdruck - leider aber nicht auf Dauer hörbar, was auch auf "Da Villa" zutrifft, welches von Slum Village verbal vertont wurde! Das langgezogene Trompetensample lässt den pulsierenden Beat im Partylicht stehen - während die Jungs von Slum Village ihre unterschiedlichen Styles leider nicht ganz unter einen Hut bringen - und so nur die Bridge ins Ohr geht.
WHEN YOU THINK I BE CHOKING - I`M IN MOTION AND LAND ONE Gebt eurem Arsch Massagestunden bei "Niggaz" einem unverschämt auf die Backen gehenden funky flowenden Track der vor Soulness strotzt und mit J-Dillas laidback Rapstyle erst richtig punktet. Der California - Style lässt die Sonne scheinen - so sehr, daß selbst einer von Pete Rock´s seltenen Rapeinsätzen den "Classic Rap" rult. Auf ne ganz andere Weise rult "Appreciate" - der Gastrapper ist CL Smooth und das dürfte doch schon alles sagen - oder ? Drückt schonmal auf Repeat, denn an diesem sauber bouncenden Beat in Kombination mit der eingängig geloopten Gitarrenanstimmung kann man sich nicht satt hören. Das Bridgesampling lässt harmonische HipHop Träume wahr werden und CL´s dargebotener Wordflow perfektioniert sich von Track zu Track - wann gibts endlich Solomaterial von diesem Mann ?
STAY THE KIDS TO STAY IN SCHOOL OR RIDE WITH US... Pete Rock präsentiert nach dem doch eher enttäuschenden "Soul Survivor" nun endlich ein rundherum überzeugendes Album!
Seine Produktionskünste hat er um ein paar Beats und Styles erweitert und das Jazztodsampling hat er endlich hinter sich gelassen - so abwechslungsreich wie dieses, hat sich noch keines seiner Alben gezeigt. Neben Souligen Tracks, sind mellow flowende Harmoniecrooner und Partybouncer am Start - überzeugend auf jeder Linie.
Die Auswahl der Gäste ist fast perfekt gelungen - von Sängerinnen wie Leela James soulig eingelullt, erfreut man sich an den coolen Styles von J-Dilla und Kardinal Offishall, während Talib Kweli sich in Höchstform zeigt. Doch nur in Kombination mit CL Smooth´s Wordflow kommt dieses Ohrwurmfeeling der Pete Rock Tracks so perfekt rüber - allen voran "Appreciate" verweilt lange im Ohr. Nur fällt auf, daß sich manch aggressiver Styler sich nicht so richtig mit Pete Rock´s Produktion anfreunden lässt. Vier Sterne für ein Album - das an Abwechslungsreichtum nichts missen lässt.
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Soul Survivor II - Pete Rock
Ausgabedatum: 2004-05-10, Audio CD, !K7 Records / Rapster Records (Alive)
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11.07.2004 22:25
nunja - ich geb mal ein sh.. an sich ein schöner bericht, kleinigkeiten haben mich gestört: -> kardinal offishall hat meines wissens nach mindestens eine eigene LP, das schon seit 2 jahren und findet sich auch seit mindestens 3 jahren in diversen features u.a. bei den razcalz und weiteren vertretern der canada/up north szene wieder, auch auf diversen new yorker tapes ! ihn als "hoffnungsvolles neues talent" zu kennzeichnen ist übertrieben, der junge marschiert auf die 30 zu ! ->bei manchen tracks die du als bouncend charakterisierst versteh ich nicht wie du drauf kommst.. ich hab ne recht gute anlage mit sub im hause und appreciate ist nun wirklich kein bounciger track ;), jedenfalls verpass ich da dann was in der bassline falls du recht hast (liegts am vinyl ?) ->mad skillz rappt ohne elan ? hm.. ok ich denk da anders nicht falsch verstehen, der bericht IST gut.. aber ich mäkel gern an sowas rum, schreib evtl. auch noch einen, den kannst du dann verreißen ;)
16.06.2004 14:20
oje meine Bh sind aus.. naj macht nichts .. cih gebe dir daweil ein sh und ändere es dann um wenn es wieder geht.. der bericht war ech tsuper ..
16.06.2004 00:21
soul hin, hiphop her - irgendwie packt mich der bericht nicht. und damit dürfte sich der fall pete rock erledigt haben. bei streichersamples werde ich immer ganz ungemütlich, die taugen nämlich in den seltensten fällen was. als nächstes will ich in sachen rap mal in die neuen beasties und faithless reinhören.