Spawn - vom Kult zur Legende
15.01.2002 (21.01.2002)
Pro:
gute Musik
Kontra:
insgesamt nicht überzeugend
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 downloth
Über sich:
von @min zu @min, von Disco zu Disco, da groovt der Router, da rockt das backbone
Mitglied seit:21.11.2001
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 33 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Im Jahr 1992 erschien seinerzeit der erste Spawn Comic und verkaufte sich über eine halbe Million mal. Todd Mac Fairlane, seines Zeichens künstlerisches Multitalent und zeichneriches Universalgenie gilt als der Erfinder der Comicfigur Spawn. Die immer größer werdende Fangemeinde sehnte sich lange nach einem Kinoereignis und 1997 war es dann endlich so weit. In Hollywood entstand ein Fantasy Kinoabenteur mit digitalen Spezialeffekten und die Spawn Jünger waren begeistert. Der Soundtrack "Spawn - The Album" versammelte unter anderem hochkarätige Musiker aus der amerikanischen Rockszene, die wir vorwiegend von Roadrunner kennen. Die renommierte britische Club Szene DJ´s lieferten die Beats. Hier wagen sich alle Bands auf musikalisches Neuland, herausygekommen ist dabei ein interessanter Mix aus Crossover und technoiden Big Beats der Neunziger. Beim ersten Lied liefern "Crystal Method" die ausgezeichneten Beats; kombiniert mit der trockenen, rauhe Stimme des Sängers von Filter wurde "Can't You Trip Like I Do" zum hit in den Clubs. Mit "long hard road out of hell" geht dann weiter; hier haben wir es mit Marilyn Manson zu tun, der singt hier wie in Extase, dass echt die Boxen platzen, leider hört man von der charmanten TripHop Queen der Sneaker Pimps nur wenig. Orbital haben mit Kirk Hammet zusammen "Satan" eingespielt. Der Song hat auf jeden Fall gute breakbeats; das jedoch kirk Hammet mitspielt, war eigentlich weniger zu hören. Korn and The Dust Brothers lassen es anschließend mit "kick the P:A:" krachen. Die Jungs liefern hier meiner Ansicht nach ein recht gutes Lied; alles in allem ist die Nummer jedoch ziemlich verworren, wie man es Korn kennt. Die legendären Dust Brothers haben exzellente, tieflastige Betas produziert. Von Korn hätte ich ehrlich gesagt ein wenig mehr erwartet, doch die electro sounds sind so gut, da kann man als Sänger echt nur zuhören. Die CD hat die Butthole Surfers and Moby zusammengebracht. Das Lied heißt "Tiny Rubber Band"; ist leider eher so schwerfälliger downbeat geworden; eben Geschmacksache, die Beats sind sehr psychedelisch, strahlen Verzweiflung aus. Da kennen wir Moby anders, da haben wir schon mehr gelacht über seine Musik, aber es ist eben auch nur eine zartes Gummilied geworden. Metallica und DJ Spooky haben sich meiner Ansicht nach mit "For Whom The Bell Tolls" total vergriffen. Das kann ich wirklich nur als Versuch ansehen ein gutes remix zu produzieren, wie man sich an einem solchen Klassiker vergehen konnte, bleibt mir bis heute ein Rätsel. Die skills von Spooky stehen natürlich außer Frage... Stabbing Westward und Josh Wink liefern ein guten Breakbeat mit sehr geilen Gesang von Stabbing, hier wabbern kräftig die Oszillatoren; die Texte handeln von Trauer , durch den Gesang wird das sehr gut in Szene gesetzt. "Mansun" and "808 State" haben mit "skin up pin up" meiner Meinung nach den Klassiker des Albums aufgenommen. Die zeigen hier wie eine echte Rock´n´Roll Band und eine DJ Crew den Electrofunk der neuen Zeit komponiert; handelt von Liebe, Leidenschaft von Lust und Spass. in diesem Sinne mach dich schon mal frei Baby... Prodigy und Tom Morello lassen es mit "One Man Army" ganz schön krachen mit dem groovenden BigBeat. TMorello gibt alles in allem jedoch höchstens eine Kostprobe seiner Fähig keiten. "Silverchair" und Vitro liefern einen eher düsteren Crunche downbeat, Die lyrik handelt von dem Übergang, der Verwandlung, über disem Lied schwebt der Geist des Spawn; eine Existenz im dieseits und Im Jenseits, ein gefallener Engel, Das Lied ist stimmig; Musik und Lyrik finden sich hier im Einklang. Das Lied ist nicht ganz so mein ding, aber die Komposition ist einfach genial. "henry rollins" und "goldie" haben eine ziemlich abgedrehte Jungle Nummer aufgenommen, mit einem Sänger, der eher leise singt, der dem Text zwar die gewisse Note verleiht; jedoch kann mich das insgesamt aber nicht so überzeugen. Was dabei herauskommt wenn "Slayer" und "Atari Teenage Riot" ins Studio gehen, kann man sich in etwa vorstellen "No Remorse" von Slayer wird hier mit 160 Jungle beats pro minute bombadiert; die Nummer kann ich mir absolut nicht geben, tut mir leid "soul coughing und roni Size" lassen es dann harmonisch ausklingen...
Fazit: Der Soundtrack "Spawn - The Album" aus dem Jahr 1997 gehört für mich nach wie vor zu meiner musikalischen Seele. So gesehen finden wir auf dem Album eine Verschmelzung von britischer Clubszene, die nach wie vor im Diskobereich die Trends setzt, mit dem andererseits amerikanisch dominierten Metal Bereich. Aus dem Big Beat und dem Crossover der Neunziger haben die hier beteiliegten Bands ein interessantes Album komponiert. Meinen Recherchen zufolge arbeitet das team um Todd Mac Fairlane mittlerweile am zweiten Teil des Kinofilms.
Quellen, Linkressourcen: http://www.sonymusic.com/artists/Spawn/spawn1.html eine sehenswerte Webseite, hier werden die mitwirkenden Bands des Soundtracks vorgestellt http://www.spawn.com/ offizielle Webseite
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26.08.2002 16:52
trip like i do ist mein absoluter favourite auf dieser cd. zum tiny rubberband chillen, zu no remorse abgehen und sich bei for whom the bell tolls einen schauer den rücken runterlaufen lassen - herrlich! (ich finde gerade den remix von einem der stärksten stücke metallicas sehr gelungen)
10.02.2002 11:23
Von dem Album hab ich mir nur die Rosinen als Mp3 rausgepickt, u.a. den genialen Mansun-Track. Schöne Grüße, Itchy
15.01.2002 19:14
Was soll man da noch sagen? Schon wieder ein super Bericht von dir! Leider hab ich Spawn noch nie gesehen, aber der müsste ja auch bald wieder im Fernsehen kommen! Schönen Gruß,Manuel