Ich glaube an das Licht ...
03.11.2005
Pro:
Deutscher Reggae mit berliner Schnauze
Kontra:
mit einigen Cluburlaub - Sounds
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
mehr
 Senilm
Über sich:
FREE Musicjournalism // The world ends on a sunny day // Sympathy for Empathy // Alive and kicking....
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 48 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Deutsche Dance-Grooves mit Raggaschwof funktionieren spätestens seit Seeed einwandfrei, das nun immer mehr Bands mit demselben Anliegen bei den Plattenfirmen Anklang finden - dazu gehören auch die Ohrbooten, welche sich nicht davor scheuen im breiten Berlinerisch ihrem "Spieltrieb" auf Albumlänge auszuleben. Die Spielfreude haben die vier Jungs auf alle Fälle - fette Dancetracks a la "Stadtland" mit seinen knarzenden Bässen und bumpernden Beats oder das schräg klimpernde "An alle Ladies" beweisen das - letzterer gibt sich aber ein wenig prollig. Mit "Ich glaube" wird die eigene Philosophie auf Karibiksound vertreten, während die "Maschine" unaufhaltsam das Lagerfeuer das den Alltag niederbrennt am lodern hält. Die Stimme fliesst näselnd berlinernd durch die Spree, bis sich bei "Autobahn" zum rhytmischen Raggasound Johnny Stranges tiefkratziges Raporgan einsetzt - welches Abwechslungsreichtum verspricht, das sich jedoch zunächst bei "Müde Krieger" als trägmüde Ballade der Liebe bemerkbar macht. Schräg - A-Capella - Songs wie "Eurose" mit seiner sarkastischen Auseinandersetzung auf das leidige Thema "Geldnot", zaubern ein Lächeln - und die"Junge Dame" die Bewegung in die Hüften zurück. Weiseste Reggae-Grooves im Liebesschwof sorgen für Hochstimmung nicht nur auf der Tanzfläche. Fernweh bei "Und tschüss" und die "Dschungelpartei" sorgen weiterhin für exotische Soundkulissen, welche beim letzteren in hektischen Parolen endet. Die Luft ist danach raus - "Taub" sorgt zwar für akustischen Genuss als Aufbereitung von Beziehungsproblemen - setzt aber ebenso wenig neue Akzente wie das melodische "Kommen und gehen", daß zu sehr an Mellowmark erinnert um Eigenständigkeit gaukeln zu können. Ein rühmliches Ende nimmt doch auch dieses Album - "Politix" schreit sich auf wabernd, vibrierend aktiven Beats den Politfrust vom Leib. "Spieltrieb" gehört zwar keineswegs zum Pflichtprogramm - stellt aber eine willkommene Bereicherung für den deutschsprachigen Markt da. Jedoch müssen Sie sich eindeutig hinter dem groovenden Spieltrieb von Seeed einreihen - aber mit einem Mellow-Mark & Konsorten können Sie allemal mithalten.
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11.11.2005 18:25
ich hab das album auch. wenn ich zeit hab schreib ich einen bericht der hier ist schon etwas kurz ;) gruß ro
06.11.2005 22:15
Ein bisschen kurz, leider.. Aber klingt sehr interessant, mich hat der Titel magisch angezogen, "Spieltrieb" (von Juli Zeh) ist derzeit mein Lieblingsbuch.
03.11.2005 18:01
kann mich metal_maus nur anschliessen.... Gruss Ephi