Über sich:Kaum schreibt man mal wieder Berichte, schon sind sie wieder da: Die unsäglichen Anfragen für Leseru...
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Irgendwann abends auf der A 8 Richtung München. Eine schnelle Handbewegung zum CD-Player. Langsame ruhige Gitarren-Töne erklingen – und eine Stimme, die ich schnell als Bryan Adams identifiziere. „Here I am – this is me – There’s no one else on earth I’d rather be“ haucht Bryan über die Boxen – und ich schmelze schier dahin, habe ein flaues Gefühl in der Magengegend. Wäre ich in den Autofahrer neben mir, auf dessen Beifahrersitz ich in diesem Moment saß, zu diesem Zeitpunkt nicht schon längst über beide Ohren verliebt gewesen – es hätte wohl spätestens in dem Moment bei mir gefunkt. Keine einzige Zeile wollte ich von diesem wunderbaren Song verpassen, keine Sekunde vom Text:
„It’s a new world It’s a new plan I’ve been waiting for you – Here I am”
Das ist jetzt alles schon fast zwei Monate her - und dass die CD “Spirit – Stallion of the Cimarron” heißt und es sich dabei um den Soundtrack zum Zeichentrickfilm “Spirit – der wilde Mustang” handelt, habe ich erst später erfahren. Doch „Here I am“ – auf diesen Song konnte ich nicht länger warten, musste ihn sofort haben. Zum Glück wurde ich im Internet doch recht schnell fündig, leider nur in der „End Version“ und nicht in der „Full Version“ – egal, zum Träumen reichte es aus. Und wie ein Traum kommt es mir immer noch vor, dass eben jener Mann nun schon seit einer ganzen Woche in meinem Leben den allerwichtigsten Platz überhaupt einnimmt und mich einfach so, heimlich still und leise von ziemlich weit unten nach ganz oben gezogen hat. Die Bryan Adams-CD, die hat er auch mitgebracht – und gemeinsam mit mir angehört. Obwohl ich (stefbl) den Film „Spirit“ noch nicht gesehen habe – der Soundtrack ist jedenfalls einer der schönsten, den ich überhaupt kenne. Eine ganze CD zum Abtauchen, sich fallen lassen, Gedanken fließen lassen und träumen. Ich weiß nicht, wie oft ich die Scheibe in dieser Woche schon gehört habe – pausenlos? Fast! Ins Büro muss sie jedenfalls im Moment jeden Tag mit. Und da höre ich sie dann schon drei, vier, fünf, sechsmal. Von dieser Musik kann ich einfach nicht genug kriegen. So sehr hat sie mich gefesselt.
Bei „Spirit – Stallion of the Cimarron“ hat sich Bryan Adams einmal mehr auf das besinnt, was er meiner Meinung nach musikalisch eigentlich am allerbesten kann – nämlich Balladen. Wie traumhaft waren doch damals seine großen Hits wie „Have you ever really loved a woman“ oder „Everything I do I do it for you“ – als Teenie habe ich diese Stücke einfach geliebt. Und auch mit seinen aktuellen Songs muss sich Bryan Adams wahrhaftig nicht hinter seinen Vorgaben von damals verstecken – hier stimmt einfach alles, die Aussagekraft der Lieder, die Melodie, das Gefühl. Seine Texte und Melodien, die übrigens in Zusammenarbeit mit Hans Zimmer entstanden sind, bieten deshalb von allem etwas – von Freiheit und Abenteuer in Bezug auf den Pferde-Kino-Film bis hin zur unendlichen Liebe. Mag sein, dass man die Stücke anders hört, wenn man die dazugehörige Kino-Handlung kennt – ich jedenfalls höre sie im Moment noch rein, pur und unverfälscht. Und so wunderschön, wie es mit „Here I am“ begonnen hat, geht es auch mit „I will always return“ weiter … „now I know it’s true, my every roads leads to you. And in My hour of darkness darling, your liegt gets me through … “
I can’t stand the distance – I can’t dream alone I can’t wait to see you – ya I’m on my way home.
“You can’t take me” und “Get off my back” – das sind zwei Stücke, die eher schnell und rockig sind und somit auch die Hörer ansprechen, die Bryan Adams eher in der harten statt in der soften Nummer mögen.
Track 5 – „Brothers under the sun“ – wieder ein wunderwunderwunderschöner Song, getragen und ein bisschen melancholisch-schwer. Doch wenn ich Zeilen wie
„I had a dream of the wild open prairie I had a dream of the pale morning sky I had a dream – that we flew on golden wings And we were the same – just the same – you and I”
höre, dann kann ich einfach nicht anders, dann schmelze ich schon wieder dahin. Ein Stück zum wieder und wieder und wieder hören – wie eigentlich jede Ballade auf dieser CD. Eigentlich gibt es dafür nur ein Wort: Traumhaft! Ein Attribut, das ich bei dieser Scheibe gerne öfters vergebe.
Natürlich hat „Spirit – Stallion of the Cimarron“ auch die ganz klassischen Soundtrack-Elemente im Angebot – weite Melodiebetten aus dem Film, die aber trotzdem auch separat noch eine große Wirkung haben, da sie Motive aus den Bryan-Balladen immer wieder aufgreifen. Habe ich auch schon Soundtracks gehört, deren lange Instrumentalpassagen ich eher langweilig fand – bei dieser CD ist das nun wirklich nicht der Fall. Besser noch: Man kann einfach relaxen und sich fallen lassen. Egal, ob abends zuhause oder auch bei der Arbeit. Die Musik bewirkt einfach Wunder.
Noch einen Song möchte ich besonders hervorheben – das Stück „Nothing I’ve ever known“, das als vorletzter Track das Ende der CD einläutet. Wieder beginnt das Stück mit einem harmonischen Gitarrenbett – und dann scheint Bryan schier ins Mikro zu hauchen statt zu finden. Mag sein, dass der Text wieder eher melancholisch ist – mich haut er nach wie vor um und lässt mich fliegen:
„Nothing I have ever known – has made me feel this way nothing I have ever seen – has made me want to stay Here I am – ready for you I’m torning, I’m falling – I hear my home calling I’ve never felt something so strong It’s like nothing I’ve ever known.”
Egal, ob ihr den Film gesehen habt oder nicht – wer auf soften Rock steht und überhaupt Bryan Adams mag, der sollte sich diese CD auf jeden Fall unbedingt zulegen, ihr werdet es auf keinen Fall bereuen! Schade finde ich nur, dass es die CD nur von Bryan Adams auf englisch gibt und leider nicht auch noch in der deutschen Variante – denn hier wird der Soundtrack zum Film von dem mir nach wie vor höchst favorisierten Pur-Frontmann Hartmut Engler gesungen. Leider hatte ich bis jetzt noch keine Chance, die Lieder auch einmal in dieser Version zu hören.
Zu kaufen ist diese CD in so ziemlich jedem CD-Geschäft, auch der Preis liegt im normalen CD-Rahmen bei ca. 15 Euro. Ich jedenfalls werde jetzt noch ein weiteres Mal auf die Start-Taste drücken – und bin überzeugt davon, ihr werdet es dann auch tun.
Now you’re the one I’m looking for You’re the one I need You’re the one that gives me a reason to believe Following a star has lead to where you are It feels so strong now – this can’t be wrong now.
Ehrlich gesagt Bryan Adams - Brrrrr; vor allem und gerade die Balladen, wobei ich 'Have you ever loved a woman' in der Liste meiner 10 peinlichsten Lieblingslieder führe. Andererseits der Bericht? 1A!
Hach, das klingt wirklich klasse - und ich hab's noch nicht geschaft, den Film anzuschauen :-( aber ich finde, die Kombination Zimmer / Adams klingt schon fast Oscar verdächtig...
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13.10.2002 01:07
Sehr schöner bericht...in meinen Augen hat Adams mit diesem Album allerdings seinen Karrieretiefpunkt erreicht!
04.09.2002 21:43
Ehrlich gesagt Bryan Adams - Brrrrr; vor allem und gerade die Balladen, wobei ich 'Have you ever loved a woman' in der Liste meiner 10 peinlichsten Lieblingslieder führe. Andererseits der Bericht? 1A!
04.09.2002 17:13
Hach, das klingt wirklich klasse - und ich hab's noch nicht geschaft, den Film anzuschauen :-( aber ich finde, die Kombination Zimmer / Adams klingt schon fast Oscar verdächtig...