Genial!
05.10.2008
Pro:
Facettenreich, musikalisch und gesanglich hochwertig
Kontra:
vielleicht nicht jedermanns Sache
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
mehr
 Mmhschmecktgutt
Über sich:
Die Prinzen sangen einmal "Du musst ein Schwein sein in dieser Welt... willst du ehrlich durchs...
Mitglied seit:04.10.2008
Erfahrungsberichte:9
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 24 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Das W.a.s.p. Album Still not black enough ist für mich ein sehr gutes Heavy Metal Album, abwechslungsreich, nachdenklich, politkritisch. Schon das düstere Cover Bild, das mit dem schwarzen Raben als Zeichen der Dunkelheit, sowie als Symbol für Weisheit nachdenklich macht. Dazu das Bild von einem in Scham und Depression versunkenen Blacky Lawless. Genau was das Bild zum Ausdruck bringt spiegelt sich in der Musik wieder. Allgemein düster gehalten, werden kritische Ansichten vermusikalisiert, Sehnsüchte, Ängste, Depression und Rebellion zum Ausdruck gebracht Sehr gute düstere Heavy Metal Reisser sind für mich Still not black enough, Black forever, Scared to death, Goodbye America und No way out of here. Vom allseits bekannten "Somebody to love" legt Blacky eine mitreissende Coverversion mit an Bord. Sehr rebellischer, mittreissender Rock 'n' Roll ist mit Rock and Roll to death dabei, wo er die Finger an der Sologitarre nur so kreisel lässt!! Mit Keep holding on, Breath, und I can't sind noch drei sehr ruhige, nachdenkliche Lieder enthalten, die mich durch die düster, nachdenkliche Stimmung, dem astreinen Gesang verzaubern.
Den absoluten Höhepunkt des Albums stellt für mich "I can't" dar, der Song ist wie eine kleine Metal-Oper aufgebaut, anfangs mit Akustikgitarre, er beschreibt die klassischen Merkmale einer Depression, schlechte Gedanken und Gefühle. Von Vers zu Vers steigert sich die Wut, der Scham, die Agression, was musikalisch und an der facettenreichen Gesangsstimme herauszuhören ist. Nach einem schmerzerfüllten Schrei mutiert der Song beim Absatz "I'll kill the beast, so to free my soul..." zum Metal-Reisser, da wird die ganze Wut rausgelassen, sogar ein euphorisches "Whooooo!" ist dann zu vernehmen, aber am Ende ist es wieder ruhig und der erste Vers der depressiven Passage wiederholt sich, so dass das Lied kein Happy End hat und somit zeigt, das man aus einer echten Depression nicht so einfach rauskommt. Vielleicht hätte Blacky Psychiater werden sollen ;-) Da ich selbst diese schlechten Gefühle und Gedanken aus eigener Erfahrung kenne, erfasst mich gerade dieser Song am meisten. Durch die geniale Umsetzung läuft es mir bei intensivem, lautem Anhören richtig kalt den Buckel runter. Musik ist eben Gefühlssache...
Dazu ist zu vermerken, dass als dieses Album aufgenommen wurde, keine echte Bandbesetzung bestand und Blacky Lawless das Album im Alleingang auf die Beine gestellt hat. Bis auf Schlagzeug spielte er alles selbst ein. Sehr gelungen!!!
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