Musik der 80er reloaded: I need strength !
11.11.2005
Pro:
80er Hymnenrock mit Pathos im Schritt
Kontra:
. . . und trägen Balladen
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 Senilm
Über sich:
FREE Musicjournalism // The world ends on a sunny day // Sympathy for Empathy // Alive and kicking....
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 70 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Welch herrliche Aktion von Bojorix - die Musik der 80er ! Bereits im letzten Herbst haben Milsch und ich euch einige 80er Jahre Platten näher vorgestellt - das diese Aktion soviel Anklang fand und dieses Jahr fortgesetzt wird freut mich sehr. Natürlich hab auch ich noch einige 80er Raritäten bei mir im CD-Regal, bzw. LP-Schrank. Eine dieser Raritäten ist "Strength" von "The Alarm" ! Das diese Band wohl nur einigen wenigen Bekannt sein wird, liegt wohl einfach daran, daß Sie zur damaligen Zeit eine der vielen war die Neo Wave mit Punk vermengt hat - jedoch gehörte die Waliser Band zu den erfolgreicheren dieser Sorte. Die englische Presse prophezeite sogar höhere Weihen als U2 es haben werden - leider kams anders, aber fünf Millionen verkaufte Platten und 16 Chartsingles in England sowie Chartplatzierungen in den USA sprechen durchaus klare Worte.
Dabei ist die Musik von "The Alarm" durchaus mit der von U2 aus den 80ern zu vergleichen - pathetischer mitreissender Melodienrock mit politischer Punkattitüde. Ganz großer Pomp kommt bei "The Alarm" allerdings nie auf - aber "Knife edge" zum Beispiel orientiert sich mit seinem progressigen Keyboardrock und dem spannungssteigernden Refrainaufbau mitreissend - das orgelnde, prollrockende "Strength" massiert sich anschliessend sehr angenehm ins Gehör! - dank Mike Peters hymnischen Gesang verliert man sich schnell im emotionalen Pathos der den Rest des Albums mit großen Textzeilen wie "I´m a lonely man - walking lonely streets ..." anhält. Der balladesk pfeifende "Dawn chorus" zieht seine Energie auf den zweistimmigen Refrain, den jedoch erst "Spirit of 76" zur vollen Entfaltung bringt. Countryesk mit Munharmonika gestimmt - schwoft sich diese Pianohymne melodisch locker in die Ohren erhebt sich zu überraschend, gerngehörten Rockweihen dank wohlgetaktetem Beat der die Füße zum Mitwippen anregt und man sich schnell irgendwo zwischen den Eagles und Manfred Mann wiederfindet. Von Anfang an fetzig fegt sich "Deeside" mit melodischen Rockchords und krawalligem Punkgesang rotzig ins Gehör - die krächzenden Riffs und kein Blatt vor Mund lassen die Stimmung weiter steigen, die das arg verträumt verstiegene "Father to son" mit seinem militärischen Drill und Ami-Pathos allerdings schnell wieder aufs Spiel setzt. Das hochgestochene Schulenglisch von Peters mit näselndem Unterton rettet das Feeling dennoch hinüber zu "Only the thunder". Wie es sich für so einen Titel gehört wird hier dicke Hose zelebriert - mörsernde Drums, röhrende Gitarren und plötzlich progressive Gesangsorientierung. im Hintergrund türmt sich die Energie der Instrumente während MIke Peters mit schelmischer Freude seine erzählerische Stimme walten lasst, bevor er mit energischem Stadionrocktauglichem Refrain die Last von den Saitenspielern nimmt. Hinter "The day the ravens left the tower" steckt nebelwulstiger Pathos-Rock das sich im walisischen Moor verirrt hat - müde, träge und unnötig arm an Motivation ist man um die aufweckenden Drumbeats von "Absolute Reality" froh ! Mike Peters politische Ambitionen sehen sich im sozialen Bereich beheimatet - haben aber definitiv zu viel BonJovi im Genick, denn dieser hymnische Gute-Laune-Rock hat definitiv Leggings an! Was aber dennoch nicht dafür schützt, das man mitträllernd die Bridge und folgenden Refrain einstimmend anheizt - bevor man sich mit "Walk forever by my side" mit der Liebsten auf die Couch begibt und in weinseliger Stimmung schmalzig die Liebe beschwört - so lang das nicht ähnlich pianokitschig geschieht wie bei Mike Peters und Kollegen passt aber noch alles. The Strength zählt zu den besten Platten von The Alarm, was einige Titel durchaus nachvollziehbar machen - Progressiver Rock mit politischen Ambitionen vermengt mit hymnischen Stadionrock lässt Hitpotential aufkommen und an "alte Zeiten" erinnern - als "The Alarm" wohl wirklich mal mehr Attitüde besassen als U2. Titel wie "Knife edge" und "Strength" mögen dies durchaus belegen. Dennoch kränkelt das Album an schwachen Balladenversuchen die so gar keine Stärke haben und dem Album letztendlich nur schlecht bekommen.
**MUSIK DER 80er RELOADED* ... eine Aktion von bojorix
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28.11.2005 22:48
Nun ja, Herr Bojorix hat es schon gesagt, derbe Fehler in der Rechtschreibung lassen nur wegen der ansonsten durchaus sprachlich interessanten Darstellung ein "sh" zustande kommen, bin heute gnädig gestimmt ;-). Die Band kenne ich überhaupt nicht, nur am Rande, ich glaube das ist auch nix für mich...
17.11.2005 17:08
... tja ... die sind ja nun auch schon viel zu lange Geschichte ... meine erste Begegnung war das Konzert im Rockpalast auf der Loreley ... da haben sie für mich damals sogar U2 deutlich in den Schatten gestellt ... "Strenght" hatte ich zunächst als LP ... und die hab' ich gespielt, bis es die Lagerfeuerromantik der knisternden Nadel so schlimm eworden ist, dass ich sie gegen eine CD ersetzt habe ... ich glaube heute gibt es solche Platten gar nicht mehr in meiner Sammlung ... ach ja ... das waren noch Zeiten ... Schöne Grüße Stübi
17.11.2005 17:08
... tja ... die sind ja nun auch schon viel zu lange Geschichte ... meine erste Begegnung war das Konzert im Rockpalast auf der Loreley ... da haben sie für mich damals sogar U2 deutlich in den Schatten gestellt ... "Strenght" hatte ich zunächst als LP ... und die hab' ich gespielt, bis es die Lagerfeuerromantik der knisternden Nadel so schlimm eworden ist, dass ich sie gegen eine CD ersetzt habe ... ich glaube heute gibt es solche Platten gar nicht mehr in meiner Sammlung ... ach ja ... das waren noch Zeiten ... Schöne Grüße Stübi