Liebe Leserinnen, liebe Leser,
aus der Bücherei hier am Ort habe ich mir folgende CD ausgeliehen
Strings’n’Stripes
Interpreten: The Baseballs
Erscheinungsdatum in Deutschland: 15. April 2011
Gesamtspieldauer: 42 Minuten, 26 Sekunden (14 Songs)
Plattenfirma: Warner Music International
Musikgenre: Rock'n'Roll/Pop
Über die Gruppe „The Baseballs“
Laut Wikipedia.de formierte sich die deutsche Gruppe „The Baseballs“ bereits 2007. Die drei Herren Sam (Sven Budja) aus Reutlingen, Digger (Rüdiger Brans) aus Rheine im Münsterland und Basti (Sebastian Raetzel) aus Magdeburg trafen sich in Berlin in einem Proberaum und spielten einige Songs aus den 1950er- und 1960er-Jahren. Ihnen gefiel es, diese Songs zu covern, also als Rock’n’Roll-Versionen zu spielen – und bald war die Band „The Baseballs“ gegründet.
2009 erschien die erste Album-CD „Strike!“ und bescherte „The Baseballs“ unglaublichen Erfolg. Nicht nur in Deutschland verkaufte sich das Album sehr gut, sondern auch in vielen anderen Ländern Europas – beispielsweise in Finnland und in der Schweiz. „The Baseballs“ gingen auf Tournee und erhielten 2011 in den Niederlanden den Musikpreis „Border Breakers Award 2011“, als erfolgreichste Nachwuchsband Europas.
Seit April 2011 gibt es das zweite Album der Band „Strings’n’Stripes, von dem in diesem Bericht die Rede ist.
Übersicht über die Titel auf dem Album
1. Intro
2. Candy Shop
3. Not A Girl, Not Yet A Woman
4. Hello
5. Quit Playing Games With My Heart
6. Paparazzi
7. Bitch
8. Ghetto Superstar
9. California Gurls
10. Hard Not To Cry
11. Coming Home
12. Tik Tok
13. Follow Me
14. Miami
Die einzelnen Titel und meine Meinung dazu
Titel 1 – Intro
Das Intro (Einleitung) beginnt mit Knacken und Rauschen – so als höre man eine Schallplatte oder einen rauschenden Radiosender. Ein Mann redet – so wie ein Radiomoderator, er kündigt die Baseballs an. Nach 27 Sekunden ist diese Einleitung schon zu Ende und schnell leitet die CD über in…
Titel 2 – Candy Shop
Als ich die Nummer die ersten paar Male hörte, dachte ich wirklich, hier handele sich es um einen selbst komponierten Song der Baseballs.
Aber nein - diesen Song haben die Baseballs gecovert! Ich habe ein bisschen bei Amazon.de gesurft und herausgefunden, dass das Original des Songs von dem amerikanischen Rapper „50 Cent“
Bilder von Strings 'n' Stripes - The Baseballs
stammt. Er hat 2005 seine Version irgendwie „orientalisch angehaucht“ gesungen, finde ich, mit entsprechenden Instrumenten.
Die Baseballs haben den Song schneller gemacht, eine flotte Rock’n’Roll-Nummer daraus gezaubert – und sie bringen ihn so dar, dass man wirklich lange denkt, der Song sei eine Eigenkreation der Baseballs.
Ich finde diesen Song „Candy Shop“, gesungen von den Baseballs, den besten Song auf diesem Album. Die Instrumente (Gitarren, Schlagzeug) und auch die Gesangsstimmen passen für mich einfach.
Titel 3 – Not A Girl, Not Yet A Woman
Der Song stammt im Original von Britney Spears und ist eher ein ruhiger Song.
Bei den Baseballs beginnt der Song recht langsam mit „uuuu-wab-ba“-Gesang und vielem „uuuu“ im Hintergrund, während ein Sänger dann weiter singt.
Im Refrain wird der Song schneller – so, damit man als Rock’n’Roll-Fan sein Tanzbein schwingen kann. Diese Interpretation ist genial, ich wusste immer, dass ich den Song kenne, aber diese Baseball-Version hat etwas „Eigenes“, etwas Hinreißendes – so dass ich den Song gerne zu meinem Favoriten Nummer 4 auserkoren habe.
Titel 4 – Hello
Ein flotter Rock’n’Roll-Titel, der durch viel „Fingerschnipsen“, Klavierspiel und Gitarren bestimmt ist.
Mir gefällt der Song – mir sagt die Melodie hier besonders zu. Ich weiß jetzt auch, von wem das Original ist. Die Gruppe "The Baseballs" hat diesen Song allerdings so vorzüglich gecovert, dass es Wochen dauerte, bis ich drauf kam! Ich weiß, dass es denselben Song "Hello" von Martin Solveig & Dragonette gibt, der jetzt im August 2011 noch in den deutschen Single-Charts ist.
Der Song ist aber von "The Baseballs" so wunderbar dargebracht, dass er mir hier noch besser gefällt als die Version von Martin Solveig & Dragonette.
Der Titel ist mein Favorit Nummer 2 auf dem Album.
Titel 5 – Quit Playing Games With My Heart
Das Original dieses Songs stammt von den Backstreet Boys – ist dort schon ein flotter Popsong. Durch die Interpretation der Baseballs bekommt der Song „neuen Schwung“, durchaus Rock’n’Roll-tauglich, mit Gitarren, Schlagzeug und Klavier.
Nicht schlecht, so muss ich also bei dieser Neu-Version sagen.
Titel 6 – Paparazzi
Im Original wird der Song von der amerikanischen Sängerin Lady Gaga gesungen – und er ist einer der wenigen Titel, die mir von ihr gefallen.
Die Baseballs bringen hier eine schnelle, schlagerhafte Rock’n’Roll-Nummer mit Elvis-Gesang, vielem Backgroundgesang, Gitarren und Schlagzeug. Mir persönlich gefällt die Version von Lady Gaga besser.
Titel 7- Bitch
Das Original dieses Songs stammt von Meredith Brooks. Das weiß ich, weil ich die CD von ihr habe. Meredith singt den Song etwas zornig, etwas ungehalten. Bei den Baseballs ist daraus eher eine Gute-Laune-Nummer geworden, zu der man hemmungslos Rock’n’Roll tanzen kann.
Mein Fall ist der Song nicht, da mag ich das Original lieber.
Titel 8 – Ghetto Superstar
Der Song ist ein Rock’n’Roll-Remake im flotten Sound eines Songs der ursprünglich 1998 in der Version von Pras Michel, ODB & MYA ein Hit wurde. Diese Information musste ich bei Amazon.de nachschauen.
Die Baseballs haben hier eine flotte Rock’n’Roll-Nummer gemacht mit einem Gesang, der mich an Elvis Presley erinnert. Begleitet werden sie von Gitarren und Schlagzeug. Der Song ist okay.
Titel 9 – California Gurls
Im Original stammt dieser Song von der amerikanischen Sängerin Katy Perry und ist eigentlich sehr schnell.
Die Baseballs „schalten“ beim Singen „einen Gang runter“ – und machen daraus eher eine Rock’n’Roll-Schunkel-Nummer mit Schlagzeug und Gitarren und Elvis-Gesang. Das finde ich sehr gewöhnungsbedürftig und es gefällt mir nicht. Das Original gefällt mir da doch besser.
Titel 10 -. Hard Not To Cry
Der Song ist mir zu kitschig. Er beginnt schon so komisch – mit viel „uuuuuh“ im Hintergrund und „bab-wab-wab“-Gesängen. Die Stimme des Sängers klingt besonders schmalzig. Eine langsamere Rock’n’Roll-Nummer, wie ich sie eigentlich nicht mag. Zu schmalzig, zu kitschig – und ich habe den Eindruck, ich habe schon 1.000 Songs gehört, bei denen Elvis Presley ähnlich singt – und ich habe mich an diesen Songs überhört.
Bei diesem Song habe ich nach Informationen gesucht, von wem das Original stammt, wurde aber nicht fündig.
Titel 11 – Coming Home
Schnelle Gitarren prägen den Titel, auch Schlagzeug höre ich. Hier singen die Mitglieder der Band „The Baseballs“ im Wechsel. Herauskommt ein rasanter Rock’n’Roll-Titel. Ich finde ihn okay, zu meinen Favoriten zählt er nicht.
Wer von diesem Titel das Original singt, habe ich nicht herausbekommen, obwohl ich den Titel in einer anderen Version (vielleicht der Originalversion) schon oft gehört habe. Eines weiß ich: hier handelt es sich weder um ein Remake des Titels „Coming Home“ des Sängers Sasha, noch um ein Remake des Fußballpopsongs „Coming Home“ der englischen Gruppe „The Lightning Seeds“.
Titel 12 – Tik Tok
Das Original des Songs stammt von der Sängerin Kesha aus den USA und ist ein Discotitel. Hier haben die Baseballs eine Rock’n’Roll-Version daraus gemacht, die sehr gewöhnungsbedürftig ist – mit vielen Gitarren. Das Lied von Kesha gefiel mir schon nicht – und diese Version hier mag ich auch nicht.
Titel 13 – Follow Me
Wer erinnert sich noch an den Song „Follow Me“ von Uncle Cracker, der im Jahren 2001 ein Nummer-Eins-Hit auch in Deutschland war? Die Baseballs haben hier ihre eigene Rock’n’Roll-Version gemacht, die man aber, wenn man den Refrain hört, schnell als den Song von Uncle Cracker wieder erkennt. Ich höre viele Gitarren und Schlagzeug – und Singstimmen mit einer Art „Elvis-Schmalz“. Gewöhnungsbedürftig, aber man kann es anhören.
Titel 14 – Miami
Der Titel beginnt mit einem Rufen der Baseballs – und einigen Kinderstimmen im Hintergrund, so dass man meint, man befinde sich in einem Freibad, in dem viel los ist. Bald jedoch beginnen die Baseballs zu singen, es klingt wie ein Marsch mit Rock’n’Roll-Charakter. Irgendwie abgehackt. Jedoch wird im Refrain der Song „flüssiger“ – also nicht mehr so abgehackt.
Ein recht experimenteller Rock’n’Roll-Song, den ich mag. Mein Favorit Nummer 3 auf dem Album.
Das Booklet
Das 16-seitige Booklet ist bunt. Gerade deswegen macht es Spaß, darin zu blättern. Ich finde alle Songtexte. Aufgelockert werden sie durch Fotos der Gruppe „The Baseballs“. Ich sehe die drei Jungs in typischem 1950er-Jahre-Outfit, also mit entsprechenden Frisuren und Kleidung. Die Fotos erinnern mich an den Film „Denn sie wissen nicht, was sie tun“ mit James Dean.
Ich sehe „The Baseballs“ mal mit alten Autos, mal mit Mauern, mal mit Fahrrädern. Im Hintergrund finde ich immer die gemalten Sonnenstrahlen wieder, die auch auf dem Cover zu finden sind.
Natürlich dürfen auch Danksagungen und Informationen, wer was erledigte, damit das Album veröffentlicht werden konnte (wer spielte welche Instrumente bei welchen Songs, wer war für das Marketing zuständig und so weiter), nicht fehlen. Auch finde ich Angaben darüber, wer welche Songs schrieb.
Was ich allerdings vermisse, sind Angaben darüber, wer das Original der einzelnen Songs sang. Hier musste ich mich oft beim Abfassen des Berichts durch die äußerst informative Webseite des Internet-Anbieters Amazon.de wühlen – dem ich an dieser Stelle für seine überaus gut aufgebaute Webseite danken möchte.
Eigene Meinung/Hörerfahrung
Bei der Musik fühlt man sich zurückversetzt in die 1950er-Jahre. Da lebte ich noch nicht, aber ich habe schon einige Musik aus diesem Jahrzehnt gehört, um einen Eindruck zu bekommen, was man damals so hörte.
Wie man in meinem Bericht sicherlich liest, finde ich viele der hier gebotenen Rock’n’Roll-Versionen bereits bekannter Hits auch ziemlich gewöhnungsbedürftig. Zumal mir die CD „Strings’n’Stripes“ recht bald auf den Geist geht, wenn ich nur ein paar der Songs gehört habe. Irgendwann hört sich bei Rock’n’Roll-Musik für mich alles gleich an. Wobei die Sänger durchaus gut singen. Der Gesang klingt für mich sehr nach Elvis Presley – und wüsste ich bei den Songs nicht, dass hier „The Baseballs“ singen, würde ich denken, dass hier Elvis Presley singt.
Kaufen werde ich mir die CD nicht, aber ich denke, dass Leute, denen Rock’n’Roll und auch Rockabilly gefällt, ihre Freude an der CD haben werden und die CD für sie eine gute Anschaffung ist.
Weiterhin kommt sie sicherlich in Tanzschulen, in denen Rock’n’Roll-Kurse angeboten werden, häufig zum Einsatz.
Mein Fazit
Wer Rock’n’Roll-Musik mag und/oder gerne Rock’n’Roll tanzt und dazu nach passender Musik sucht, für den ist die CD „Strings’n’Stripes“ des deutschen Trios „The Baseballs“ durchaus empfehlenswert.
Ich vergebe 3 Sterne und eine Hör-/Kaufempfehlung.
Vielen Dank fürs Lesen und Bewerten!
14.12.2011 19:27
Hier mein versprochenes bh!
13.12.2011 14:14
Mein bh bekommst du morgen!
30.11.2011 01:28
Sorry für die Wartezeit ;o)