... Das kommt nämlich ganz dick:
"Summer Make Good"
Das "Summer" im Titel irritiert. Múm stehen nicht für den Sommer. Sondern für Schiffe, Wasser und Swimming Pools (In einem selbigen wurde ja das Album ja auch abgemischt - remember "( )" von Sigur Rós?). Das ist okay. Der Sommer passt da ... Bericht lesen
Summer Make Good - Mum
Island im Sommer kennt beinahe keine Dunkelheit, im Winter macht sich das Licht dafür rar. ... mehr
Dieses Phänomen, und die außergewöhnliche Natur mit seinen Geysiren, Gletschern, Heißwasserquellen, die isolierte Lage und die Mystik um Trolle und Elfen erklärt...
Summer Make Good - Mum
Island im Sommer kennt beinahe keine Dunkelheit, im Winter macht sich das Licht dafür rar. ... mehr
Dieses Phänomen, und die außergewöhnliche Natur mit seinen Geysiren, Gletschern, Heißwasserquellen, die isolierte Lage und die Mystik um Trolle und Elfen erklärt...
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Múm irritiert, aber das ist schon okay, weil es sowieso ein Kunstwort ist. Ob das Wort nun wirklich Kunst ist, darüber kann man sich streiten, aber da die Isländer ja sowieso ein ziemlich komisches Völkchen sind, wie wir alle zu genüge wissen, geht das sc ...
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Dieses Phänomen, und die außergewöhnliche Natur mit seinen Geysiren, Gletschern, Heißwasserquellen, die isolierte Lage und die Mystik um Trolle und Elfen erklärt vielleicht, warum die Insel Heimat von Künstlern wie Björk, Sigur Rós oder Múm ist. Die Musik von Múm, ein Kunstwort übrigens, wird immer wieder mit Island verglichen, doch Gunnar Örn Tynes sagt: "Vielleicht ist das alles zu nah für uns, um es zu erkennen. Wir sind wie eine Ameise auf einem Elefantenrücken, die das Gesamtbild nicht sieht". Nicht Alltägliches gesehen hat das Trio um Gunnar und seine beiden Bandmates Kristín Anna Valtysdóttir und Örvar Dóreyjarson Smárason während der Aufnahmen zu Summer Make Good dennoch. Von Reykjavik zogen sie samt Instrumentarium und Wegzehrung für ein paar Wochen auf eine Halbinsel im nördlichen Westen der Insel an einen Fjord nach Sudureyri, und dort in einen Leuchtturm, der nur mit einem Boot zu erreichen ist. Sonnenauf- und untergang sind fließend, die Uhren bleiben zu Hause, der Tagesrhythmus wird frei gestaltet. Nur die leichten Temperaturschwankungen geben Hinweise, wie spät es sein mag. Múm reden und diskutieren selten über ihre Musik, analysieren sie nicht. Sie kommt aus der Tiefe des Inneren, wechselt zwischen Post-Rock, Indie und Elektronik, zwischen Strukturen und Amorphie, zwischen Komplexität und Naivität und erhält durch Kristíns eigenwillige Gesangsstimme einen unauslöschlichen Stempel. Die Stimmung des Albums ist oberflächlich betrachtet traurig, doch spiegelt sie nur Momente der Intimität und völligen inneren Ruhe, der Nachdenklichkeit wider. So handeln die Texte auf Summer Make Good Themen nicht präzise ab, sie kommen wie in "Will The Summer Make Good For All Of Our Sins?" mit seiner Sehnsucht nach einem Wechsel im Leben ganz bewusst über Andeutungen nicht hinaus. So wenig Múm sich erklären, so wenig will ihre fantasievolle Musik erklärt werden. Umso mehr bleibt für den Hörer zu entdecken. --Sven Niechziol
Dieses Phänomen, und die außergewöhnliche Natur mit seinen Geysiren, Gletschern, Heißwasserquellen, die isolierte Lage und die Mystik um Trolle und Elfen erklärt vielleicht, warum die Insel Heimat von Künstlern wie Björk, Sigur Rós oder Múm ist. Die Musik von Múm, ein Kunstwort übrigens, wird immer wieder mit Island verglichen, doch Gunnar Örn Tynes sagt: "Vielleicht ist das alles zu nah für uns, um es zu erkennen. Wir sind wie eine Ameise auf einem Elefantenrücken, die das Gesamtbild nicht sieht". Nicht Alltägliches gesehen hat das Trio um Gunnar und seine beiden Bandmates Kristín Anna Valtysdóttir und Örvar Dóreyjarson Smárason während der Aufnahmen zu Summer Make Good dennoch. Von Reykjavik zogen sie samt Instrumentarium und Wegzehrung für ein paar Wochen auf eine Halbinsel im nördlichen Westen der Insel an einen Fjord nach Sudureyri, und dort in einen Leuchtturm, der nur mit einem Boot zu erreichen ist. Sonnenauf- und untergang sind fließend, die Uhren bleiben zu Hause, der Tagesrhythmus wird frei gestaltet. Nur die leichten Temperaturschwankungen geben Hinweise, wie spät es sein mag. Múm reden und diskutieren selten über ihre Musik, analysieren sie nicht. Sie kommt aus der Tiefe des Inneren, wechselt zwischen Post-Rock, Indie und Elektronik, zwischen Strukturen und Amorphie, zwischen Komplexität und Naivität und erhält durch Kristíns eigenwillige Gesangsstimme einen unauslöschlichen Stempel. Die Stimmung des Albums ist oberflächlich betrachtet traurig, doch spiegelt sie nur Momente der Intimität und völligen inneren Ruhe, der Nachdenklichkeit wider. So handeln die Texte auf Summer Make Good Themen nicht präzise ab, sie kommen wie in "Will The Summer Make Good For All Of Our Sins?" mit seiner Sehnsucht nach einem Wechsel im Leben ganz bewusst über Andeutungen nicht hinaus. So wenig Múm sich erklären, so wenig will ihre fantasievolle Musik erklärt werden. Umso mehr bleibt für den Hörer zu entdecken. --Sven Niechziol