F*** Me Mummy I Feel Ugly...
20.09.2005
Pro:
Gekonntes, eigenes Debut Album . . .
Kontra:
Nicht wirklich was . . .
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 MauriceAC
Über sich:
t.b.a.
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 26 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
>Intro Große, sprich talentierte Künstler stricken mit großer Begeisterung Legenden um sich. Gut, kleine bis gar keine sicher auch. Sie machen sich interessanter, vielleicht als sie sind, entwerfen ein Bild von sich selbst, welches dann an die Öffentlichkeit transportiert wird. Sam Smith sieht sich jedenfalls als Mother. Dieses Alter Ego, so Smith, schreibt die Songs seiner Band, tritt mit ihnen auf, ist etwas geltungsbedürftig, trinkt sicher auch was zu viel und macht mal eh all die Sachen, die Smith wohl nicht so tun würde. Findet man jetzt merkwürdig, aber lassen das mal. Mit wenigen Songs im Gepäck bekam er dann erst einen Plattenvertrag beim Glasgower Label Chemikal Underground, später dann seine Band zusammen, eben die Addicts. Zusammen nahm man nun als Mother And The Addicts das erste Album, "Take The Lovers Home Tonight" auf. Ein sehr raues, unfertiges Album, aber das ist genau was Smith haben wollte. Etwas chaotisch vielleicht. Und gerade deshalb so hörenswert...
>Kritik Gleich das erste Stück "They Don't Even Like You" beweisst ungeheure Eingängig- und Eigenständigkeit. Gesanglich ist das dann irgendwo zwischen Razorlight und White Rose Movement anzusiedeln. Natürlich wandelt das musikalisch alles im Fahrwasser von Franz Ferdinand, Gang Of Four, was auch immer, siehe dann auch das anschließende albentitelverleihende "Take The Lovers Home Tonight". Wobei, der Groove könnte hier auch !!! entliehen sein. Anders dann das punkige "F Me Mummy I Feel Ugly", eines der stärksten Lieder der Platte. Direkt anschließend die Umkehrung: ruhig und durchaus vielleicht auch vor 30 Jahren auf Tape gebannt, der instrumentale Track "Father In Heaven". Und immer mal wieder vor den Stücken, kleine Wortfetzen, es ist als ständen Mother und seine Addicts gerade im Studio und spielen live los, etwa bei "Own Sensation", was dann wiederum an Dogs Die In Hot Cars gemahnt. "Oh Yeah You Look Quite Nice" bricht dann Richtung Rock'n'Roll aus, inklusive erfolgender Imagination tanzender Pettycoatträgerinnen. Zumindest jetzt mal hier. "Don't You Know That I Love Her?" wird anschließend gefragt, Mother And The Addicts weiterhin in tanzbar und laut. Aber das ist ja das bekannte Muster hier, schön, wenn man dann wieder ausbricht, etwa mit "Far Away". Ein leises Stück Musik, sicher eins der besten der CD. Bemerkenswert abwechslungsreich ist dann "Medieval Soul", springt es doch zwischen Surfmusic und New Wave hin und her. Nach dem ultrakurzen Interlude "Ron Dawn From Var" schließt sich "Who Art You Girls?" an, welches sicher nicht grundlos an die Ramones oder New York Dolls erinnert. "Even Time Will Destroy Me" ist dann der merwürdig ruhige Ausgang des Albums, eigentlich auch mehr Stimmung als Stück, ohne Gesang versteht sich...
>Fazit Mother And The Addicts geben sich auf ihrem Erstling "Take The Lovers Home Tonight" stilistisch breit gefächert, keine Frage. Da trifft Punk auf Surf, New Wave und Rock'n'Roll. Die Einflüsse, oben bereits oftmals versucht aufzuzeigen, deutlich hörbar, dennoch: Mother And The Addicts synthetisieren daraus etwas Eigenes. Das fällt dann ab und an chaotisch aus, keine Frage, ab und an sogar etwas zu wirr und überladen. Aber stets ist die Energie dieser Band spürbar, ihr Sound auf Platte dem ihrer Auftritte sicher nicht unterlegen. Die Glasgower sind damit eine der derzeit angesagtesten britischen Band, wenngleich auch derzeit nur in kleineren Kreisen bekannt. Doch wenn der recht plötzliche Erfolg von Bands wie Maximo Park oder The Cribs ein Anzeichen für das Interesse der Hörer in den UK als auch weltweit ist, dann sind auch Mother And The Addicts bald mehr als ein Insider Tipp. Wünschenswert und völlig berechtigt...
>by MauriceAC '05 (zuerst erschienen auf splashmusik.de)
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20.09.2005 16:23
leider nicht meine Art von Musik... aber der Bericht ist gut! LG, Chris.
20.09.2005 16:18
Ich bin irgendwie nicht so auf dem laufenden in diesem Bereich... Schande über mich.... LG