Lil' Wayne - The Carter
Releasedatum: 22.06.04
Label: Cash Money Records
Tracks:21
Tracklist:
1. Walk In
2. Go DJ
3. This Is the Carter (feat. Mannie Fresh)
4. BM J.R.
5. On the Block #1
6. I Miss My Dawgs (feat. Reel)
7. We Don't (feat. Baby)
8. On My Own (feat. Reel)
9. Heat
10. Cash Money Millionaires
11. Inside
12. Bring It Back (feat. Mannie Fresh)
13. Who Wanna
14. On the Block #2
15. Get Down (feat. Baby)
16. Snitch
17. Hoes (feat. Mannie Fresh)
18. Only Way (feat. Baby)
19. Earthquake
20. Ain't That a Bitch
21. Walk Out
Lil Wayne, der mit seiner kratzigen Stimme zum Symbol von Cash Money Records in den `90ern wurde, bringt nun sein viertes Soloalbum raus.
Nach den enttäuschenden 500 Degreez Album, haben ihn bereits viele abgeschrieben. Kann er damit wieder einiges gut machen, oder wird ist
dieses Werk nur eine Fortsetzung seines letzten Albums?
1. Walk In
Ja es ist eigentlich ein Intro, aber wie so oft entpuppt es sich als ein ganz normaler Track,
bei dem er mit seinem Rap und vor allem durch den genialen Beat gleich am Anfang des Albums Hunger auf mehr macht.
2. Go DJ
Fresh, Fresh hört man gleich am Anfang, ähnlich wie bei Juvenile's `In My Life`, aber dass fast alle Songs bei Cash Money von Mannie Fresh sind, ist ja nichts neues. Der Beat ist jedoch ungewohnt, erinnert an David Banner's Collabo Track mit Lil' Flip: `Talk To Me`, gerade vom Beat her. Raptechnisch kann da Lil' Wayne nicht ganz mithalten, aber das wird gerade Fans seiner so außergewöhnlichen Stimme nicht stören.
3. This Is the Carter (feat. Mannie Fresh)
Gleich zu Beginn erkennt man sofort die Handschrift des Cash Money Stammproducers Mannie Fresh, der es sich nicht nehmen lässt selbst bei diesem Track seine Vocals dazu zu geben. Der Beat klingt sehr ähnlich wie `This Is How We Do It`, vor allem durch die in den letzten Jahren so oft verwendeten Gitarren-Klänge, die gerade oft bei Big Tymers
Tracks verwendet wurden. Vom Text her klingt Lil' Wayne's Rap fast immer wie eine Art
Liebeserklärung an Baby und Cash Money Records.
4. BM J.R.
Für Leute denen es nicht gleich auffällt: Der Track ist eine Abkürzung für `Birdman Junior`. Ein weiterer Beweis wie sehr Lil Wayne Baby a.k.a. Birdman schätzt.
Dieser Track erinnert vom Beat bzw. den Instrumenten die verwendet werden eher an einen düsteren Track aus Memphis, eher untypisch für Cash Money und gerade für Lil' Wayne. Aber genau das macht den Song interessant.
6. I Miss My Dawgs (feat. Reel)
Dies ist wohl einer der gefühlvollsten Tracks die Lil' Wayne je zustande gebracht hat. Er gibt zu, seine Leute, die ihn teilweise als `Hoe` bezeichnet haben, zu vermissen, wie zum Beispiel Juvenile, der ja bekanntlich mittlerweile wieder zurück ist. Ein Hauch von Blues zieht sich über diesen langsamen Track, der wohl zu den besten des Albums und von
Lil' Wayne allgemein zu zählen ist.
7. We Don't (feat. Baby)
Jetzt kommt das, was man bei einem Lil' Wayne Album in letzter sowieso erwartet hatte: Eine von mehreren Collabos mit Baby, dem Birdman. Mit Geigen und Klavier im Beat überrascht der Track aber mit einem wieder für Cash Money Verhältnisse untypischen Beat. Aber seit der Rückkehr von Juvenile kann man wohl mit ungewöhnlichen Beats rechnen, schließlich kamen da ja sogar der G-Unit Producer Sha Money XL zum Einsatz! Als hätte die Juvenile's Rückkehr dem ganzen Label neues Leben eingehaucht.
8. On My Own (feat. Reel)
Vom Stil her wird es jetzt wieder typisch Mannie Fresh, gerade was die Beats, Bassline usw. angeht ist das wieder so, wie man es oft in der Form gehört hat. Lediglich die Vocals von Reel im Hook geben wieder etwas Besonderes in den Track, der ansonsten aber
nur durchschnittlich ist.
9. Heat
Jetzt macht Lil Wayne einen auf Gangsta, ob er das jemals war, ist eh zu bezweifeln, da er seit er 14 Jahre alt ist schon bei CMR unter Vertrag steht. Jedenfalls geht der Track mit "I shoot ya" Rufen und Gunshots im Beat los und genau das gehört auch zum Refrain.
10. Cash Money Millionaires
Endlich wieder ein Hammer-Track, nach einigen schwächeren ist dieser hier, wieder mit Geigen und Piano Klängen zu den besseren zu zählen. Der Rap von Lil' Wayne ist, wie das ganze Album über, nichts besonderes, nur seine doch eher einzigartige Stimme
gibt seinen Rhymes die gewisse Würze.
12. Bring It Back (feat. Mannie Fresh)
Den Track braucht man wohl nicht sonderlich zu beschreiben, es handelt sich nämlich damit um die erste Single, die mit Beats und Instrumenten wie zu alten Cash Money Zeiten glänzt, erinnert daher an Tracks wie `Set It Off` von Juvenile, nicht nur wegen der Instrumente, auch wegen einiger Textstellen die ebenfalls von dieser früheren Single
abgekupfert wurden. Alte Cash Money Zeiten werden hier wiederbelebt, da passt der Titel `Bring It Back` perfekt auf diesen Song.
13. Who Wanna
Auch dieser Track erinnert sehr an Cash Money 2001, bei Turk's Album wurden damals ähnliche Beats verwendet. Scheint als würde sich Lil' Wayne nicht nur Thematisch sich nach alten Zeiten sehnen.
15. Get Down (feat. Baby)
Nach den ganzen alten Klängen scheint jetzt wieder Zeit für etwas komplett Neues gekommen zu sein. Latino Beat & Rhythmen bestimmen hier den Takt. Auch Gitarren dürfen dabei nicht fehlen, klingt fast Brasilianisch der Track, wären natürlich dabei nicht
die Raps von Baby und Lil' Wayne.
16. Snitch
Beatmäßig eine Meisterleistung ist auch dieser Track, der ebenfalls südländische Klänge aufweist. Noch viel besser gelungen als der Vorgänger weil es nicht ganz so stark in Richtung Latino geht. Auch Lil' Wayne überzeugt auf diesem Track und setzt seine Stimme gut ein, einer der besseren Songs des Albums, das bisher überraschend gut geworden ist.
17. Hoes (feat. Mannie Fresh)
Ein schiefer, geradezu schräger Gesang von Mannie Fresh Himself begleitet den Refrain, aber der Beat, der wieder in einen Hauch von Südsee-Insel hat, ist eine absolute Meisterleistung. Mit Flöten- und Gitarrenklängen ist es so ein richtiger Summer-Track.
18. Only Way (feat. Baby)
Schluss mit Caribic-Sounds, jetzt wird es wieder typisch Cash Money, und wer könnte da besser an die Seite von Lil' Wayne passen als Baby?
Aber auch dieser Beat gehört zu den besten die Mannie Fresh zur Zeit zu bieten hat, auch dieser erinnert etwas an die 2001er Songs die so damals von Cash Money kamen, bedeutet also alles andere als schlecht!
19. Earthquake
Dieser Track hat eindeutig die Handschrift von Jazze Pha, der Blues-Einfluss sticht geradezu heraus, dazu auch der Gesang von Jazze Pha zu den, wieder einmal verwendeten Gitarren-Sounds. Lediglich etwas einschläfernd könnte der Track wirken nach den ganzen Wechseln zwischen Summer-Tracks und alten Cash Money Beats, soll aber die Qualität auf keinen Fall schmälern.
20. Ain't That a Bitch
Es bleibt bei Gitarren-Sounds, auch beim letzten Track des Albums. Eine Mischung aus dem typischen Cash Money Sound und den vorangegangenen Gitarren-Sounds am Schluss ist ein guter Ausklang des Albums.
Fazit:
Cash Money macht einen Schritt in die richtige Richtung! Nach dem eher katastrophalen Jahr 2002, mit Birdman und eben dem Vorgänger von diesem Werk hier, hatte ich Cash Money eigentlich schon ganz abgeschrieben. Scheinbar konnte aber Juvenile's Rückkehr tatsächlich eine Menge im gesamtem CMR Lager bewegen. Dazu hat sich wohl Mannie Fresh viel bei David Banner abgeschaut, der ja sehr stark seine Tracks mit Gitarren-Sounds und Blues schmückt. Ganz so gut wie ein David Banner ist das hier natürlich nicht, aber es ist doch unerwartet gut geworden was Mannie Fresh & Co. hier in die
Beats gesteckt haben. Das es sich textlich eher wie eine Liebeserklärung an Cash Money und Baby dem Birdman anhört ist dabei nicht so wichtig. Es bringt aber insgesamt einen neuen Stil von Cash Money rüber, an den man sich gerne gewöhnt. Kein Meilenstein, aber empfehlenswert! 4 von 5 Sternen!
01.05.2006 03:21
Mh, ich bin ehrlich. Kenne ich gar nicht... Hoffe, man verzeiht mir das. Gruß Micha
01.05.2006 02:53
Sehr guter Bericht! LG