kELLY, dIE eRSTE
22.10.2006
Pro:
schöne Stimme
Kontra:
wenige gute Stücke, Monotonie
Empfehlenswert:
Nein
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
mehr
 Jerex
Über sich:
"Ihc werd wider Stihl in dise Kohmuniti trahgen" Zitat Nietzsche & Gabbana
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Vertrauende:115
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 93 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Wer meinen Bericht zu Kelly Clarkson's zweiten Album gelesen hat weiß, dass ich das Debutalbum nicht sonderlich toll fand. Allerdings hatte ich es mir (unangehört) im iTunes Store für 9,99 Euro gekauft, so dass ich meine Meinung über das Album "Thankful" ebenso preisgeben möchte. Über die Stimme der jungen Texanerin lässt sich kaum negatives Berichten. Kelly Clarkson verfügt über eine kraftvolle, relativ saubere Stimme und weiß diese gut einzusetzen und in ihren Liedern Akzente zu setzen. Vergleichbar ist sie ein wenig mit Anastasia - wenn auch der *roarr*-Effekt fehlt. Dennoch ist sie eine herausragende Sängerin.
Auf ihrem Debutalbum hatte sie relativ wenig Einfluss auf die Musik, so dass sich dieser Tonträger wesentlich anders anhört als das eher rockig-rauhe "Breakaway". Man könnte streckenweise meinen, die CD's seien von ganz anderen Interpreten gesungen, denn "Thankful" ist eher poppig und ruhig. Typische "Waschlappenballaden" wie "The Trouble With Love Is" erinnern musikalisch eher an eine Hintergrundbemalung zu Britney Spears - wenn natürlich die Stimmen nicht mit einander zu vergleichen sind. Dennoch bleiben solche Titel im Kitsch-Matsch stecken und wissen nicht zu überzeugen. Auch die Texte sind eher mittelmäßig und wenig anspruchsvoll. Dafür weiß sie - beispielsweise in "Some Kind Of Mircale" mit ihrer Stimme zu protzen. Auch wenn die Melodie eher plastikartig steif ist, so kann sie - ähnlich einer früheren Mariah Carey - dennoch überzeugen. Leider schlagen aber zu viele Lieder in die selbe Kerbe. Beispielsweise hören sich "Before Your Love" oder "Thankful" nicht wesentlich anders an als bisher beschriebene Lieder. Highlights kann die inzwischen 24-jährige kaum setzen. Aber die wenigen, die sie setzt, sind beeindruckend. Einerseits wäre da das aus den Charts bekannte "A Moment Like This", dass zwar ein sehr kitschiges, aber eben auch ein sehr episches Gewand trägt. Gerade in dem eingängigen Refrain weiß die Sängerin einiges aus ihrer Stimme herauszuholen und verleiht dem Zuhörer eine recht dicke Gänsehaut. Dabei wird sie vor allem von Gitarren und Schlagzeug unterstützt - was dem Überladenen leider recht wenig entgegenwirkt: Selbst wenn man die richtigen Instrumente einsetzt, kommt es noch stark darauf an, wie man diese verwendet. Dennoch finde ich "A Moment Like This" recht gut. Ein gutes Stück besser ist noch "Anytime", das als Basis auf Streicher und Klavier setzt. Gerade Kelly Clarkson's Stimme ist in diesem Song brillant-überzeugend. Langsam steigert sich das Spektakel aus Gesang und bedrohlicher Musik einem absolut Jim-Steinway-würdigen Ende entgegen. Dafür sorgen vor allem die niederschlagsartigen Gitarren, die die Stimme herauszufordern scheinen. Dass der Text kitschig ist und wenig anspruchsvoll, macht dabei überhaupt nichts. Es sind hier die Emotionen, die zu überzeugen wissen. Leider weiß der Rest der CD - die "rockigen" Lieder - nicht so wirklich zu begeistern. Zwar ist "Just Missed The Train" sehr opulent, erinnert aber eher an eine Avril Lavigne in ihrem Anfangsstadium. Man möchte "Pfui!" sagen. Ähnlich geht es mir mit "Beautiful Disaster", dass in der Live-Version der zweiten CD nicht nur ganz anders klingt, sondern vor allem um Lichtjahre besser ist. Auf "Thankful" hört sich das Lied eher unmotiviert dahingeschissen an - wenn der Ausdruck erlaubt sei. Auch der Rest der wenigen verbleibenden Lieder sind nicht viel besser.
Gesamt gesehen bleibt so ein mittelprächtiges Popalbum, dass eigentlich nur zwei gute Stücke und eine gute Stimme zu bieten hat. Zwar hebt es sich noch immer von dem unterirdischen Niveau eines Alexander Claws ab (der Vergleich, weil Kelly Clarkson Gewinnerin des American Idol, dem amerikanischen DSDS ist), wirklich gut ist die Scheibe deswegen aber lange noch nicht. Vor allem die Monotonie der meisten Stücke schreckt eher ab, "Thankful" mehr als dreimal zu hören. Gesamt kann ich der guten Kelly also nur drei Sterne geben. Allerdings ohne Empfehlung. Die Empfehlung gebe ich dem zweiten Album "Breakaway", das um Längen besser ist... Es empfiehlt sich, die wenigen guten Stücke bei einem mp3-Anbieter auszuwählen und den Rest der Scheibe ganz einfach zu vergessen.
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23.01.2007 20:34
Kelly hat zwar eine starke Stimme, aber irgendwie ärgere ich mich, dass ich mir das Album geholt habe. "Miss Independent" find ich super - keine Ahnung, wie es sich bei Christina Aguilera angehört hätte. "Low" ist auch ganz angenehm. "You thought wrong" ist auch ein Knaller (wobei ich nicht weiß, wer Tamyra Gray ist). Aber der Rest? Naja ... Nächstes Thema ...
26.10.2006 19:43
Kelly Clarkson hat wirklich eine wundervolle Stimme...
24.10.2006 11:59
Das ist das nächste Album, was ich mir kaufen werde.. L.G.