Erfahrungsbericht über

The Best the Rest the Rare - Helloween

Gesamtbewertung (3): Gesamtbewertung The Best the Rest the Rare - Helloween

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Das Beste von HELLOWEEN !

5  13.01.2010

Pro:
die Songs "Keepr of the Seven Keys", "Dr .  Stein", "I want out", "Future World" & "Halloween"

Kontra:
der Song "Judas"

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Cover-Design:

Klangqualität:

Langzeithörspaß:

Häufigkeit der Nutzung

Dieser Tonträger ist:

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Meskalero

Über sich: blond, kurze Haare, blaue Augen, schlank, ca. 1,80 m groß, Brillenträger

Mitglied seit:20.11.2000

Erfahrungsberichte:321

Vertrauende:6

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 40 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Heute habe ich beim Aufräumen in meinem Zimmer eine CD entdeckt, von der ich gar nicht mehr wusste, daß ich sie besitze. Und zwar handelte es sich um eine „Best of“-Zusammenstellung der Band HELLOWEEN.

Über die Band selbst weiß ich leider nicht so viel, außer daß ihr Markenzeichen ein Kürbis ist, sie aus Deutschland kommt und Mitte der 80er Jahre einige Kult-Hits wie z. B. „I want out“, „Dr. Stein“ oder „Future World“ landen konnte sowie mit den beiden Konzept-Langspiel-Alben „Keeper of the Seven Keys, Part I & II“ neue Maßstäbe in diesem Bereich setzte.
Die drei erwähnten Kult-Hits waren auch die einzigen, welche mir beim Ansehen der Tracklist noch von damals bekannt vorkamen.
Dennoch habe ich versucht, die CD so bewerten, als würde ich sie mir neu gekauft haben und zum ersten Mal anhören, damit mein Urteil so neutral wie möglich ausfällt. Ich hoffe, daß mir dies gelungen ist J.

Hier die Tracks des Albums im Einzelnen :


01. I want out
Als Opener dieser “Best of”-Compilation wurde wohl ein Track gewählt, der auch der wohl bekannteste und erfolgreichste der band ist – zumindest habe ich dieses Stück schon merhmals auch in Discotheken gehört. Der Song selbst ist auch herrvorragend, da er gleich einmal mit sehr kraftvollem Gesang beginnt, die Geschwindigkeit einem zum Luftgitarre-Spielen förmlich einlädt und man die Refrainzeile einfach zwangsweise mitsingen muß ! Ebenso empfinde ich dieses Stück auch gleich einmal als das insgesamt härteste der kompletten Platte, welches die Meßlatte für den Rest schon einmal ziemlich hoch anlegt. Und man merkt auch, daß hier alle Songs geile Gitarren-Riffs enthalten. Alleine schon wegen diesem Track lohnt sich die Anschaffung des Albums !


02. Dr. Stein
Ein kleiner Windhauch, eine knarrende Tür und winzige, schleppende Schritte, wie man sie aus einem Horrorfilm kennt – so wird dieser Song, welcher man persönlicher Lieblingssong ist, eröffnet. Thematisch wird hier das Thema „Dr. Frankenstein“ behandelt. Dementsprechend hat man den Sound auch ein wenig bedrohlich gehalten, jedoch ohne dabei zu düster zu wirken. Des weiteren stimmen hier das Tempo perfekt, die Gitarren heulen ordentlich laut, das Härtemaß stimmt und auch der Refrain ist relativ schnell mitsingbar. Beim zweiten Anhören hatte ich sogar stellenweise den Eindruck, daß kurz ein Klavier zum Einsatz gekommen wäre. Kurzum dies ist auch nach dem außer Konkurrenz laufenden Schlusssong der insgesamt beste Track des gesamten Albums !


03. Future World
Dieser Song war Hauptargumnet und mit ein Grund, warum ich mich angefangen habe, für diese Band zu interessieren. Hier ist einfach in vier Minuten Spielzeit alles verpackt, was einen Heavy-Metal-Klassiker ausmacht: der Gesang singt klingt ehrlich und dominant, die Gitarren gehen mit einem ordentlichen Speed ab, es sind mehrere Soli vertreten, das Schlagzeug kommt nicht zu kurz, der Refrain ist gut mitgröhlbar, das Härtemaß stimmt exakt, die Melodie ist unverkennbar und geht sofort ins Ohr und man kann darauf richtig headbangen – mehr braucht ein guter Metal-Song für mich nicht. Somit es auch die insgesamt drittbeste Nummer des Albums !

04. Judas
Hier gibt es zu Beginn auch wieder ein nettes Gitarren-Intro, welches aber auch von einem Schlagzeug unterstützt wird. Leider enttäuscht hier die Gesangsstimme komplett, da sie irgendwie überhaupt nicht authentisch rüberkommt und auch irgendwie nicht zur Musik passen will. Des weiteren klingt die Nummer für mich irgendwie nach einem missglückten, schlechten MANOWAR-Abklatsch. Hier sind lediglich die Gitarren-Soli hörenswert, den Rest kann man meines Erachtens getrost in die Tonne kloppen. Somit ist dies für mich auch leider der insgesamt schlechteste Song der kompletten Scheibe !

05. Walls of Jericho
Dies ist an sich gar kein richtiger Track, sondern die Einleitung zum nächsten Song. Dementsprechend geht dieses Stück auch nur wenige Sekunden und klingt wie eine Mischung aus Nationalhymne und Militärmarsch mit klassischen Elementen. Und natürlich handelt es sich hierbei auch um reines Instrumental-Stück ohne Gesang !

06. Ride the Sky
Dieser Song beginnt ohne Vorwarnung und geht mit einem fast schon mörderischen Tempo ordentlich gut nach vorne. Man hat auch die ganze Zeit über den Eindruck, als wäre den Musikern der Teufel persönlich auf den Versen und die Band spielt um ihr Leben. Dementsprechend wird einem auch schon beim Zuhören extrem schwindelig. Es ist auch die insgesamt schnellste Nummer des kompletten Albums. Teilweise hört sich der Gesang auch etwas abgehackt an – aber auch das passt hier absolut perfekt zur Musik und verleiht dem Stück seinen positiven Reiz !

07. Halloween
Beim Intro des Tracks dachte ich zuerst, daß mein Wechser geklingelt hat. Dieser Eindruck verflog jedoch recht schnell, daß es dann doch ziemlich heftig zur Sache geht. Der Song selbst beginnt erst einmal ziemlich schleppend und düster. Diese Stimmung wird jedoch dann durch den Einsatz der Instrumente durch einen etwas rockigeren Grund-Sound etwas abgeschwächt. Dies ändert aber trotzdem nichts an der Tatsache, daß dies der insgesamt am Düstersten klingende Track der Platte ist. Ebenso fallen einem beim Zuhören die ab, wenn der Sänger im Refrain sein schrilles „aaaahhhh!“ für einen Sekundenbruchteil ertönen lässt. Wer jedenfalls im Oktober für seine nächste Halloween-Kostüm-Fete noch die passende Mucke sorgt, der liegt mit diesem Stück auf jeden Fall goldrichtig ! Allerdings sollten die Gäste hierzu etwas Kondition mitbringen, da der Track fette 13:18 Minuten dauert !

08. Livin´ ain´t no Crime
Das Intro dieses Stückes beginnt mit serh lauten Gitarren, welche nach wenigen Sekunden dann auch ordentlich an Tempo zulegen. Der Gesang dazu hört sich jedoch eher ein bisschen poppig und etwas nach 70er-Jahre-Metal an – zumindest Elemente davon extrem deutlich herauszuhören. Die Nummer wird aber durch einige sehr verspielte, gut klingende Gitarren-Soli in der Songmitte wieder sehr positiv aufgewertet. Ebenso hört man hier auch stellenweise auch das Dreschen des Drummers auf die Schlagzeug-Becken deutlich heraus, was dazu führt, daß der Song irgendwie nie fade oder langweilig klingt !

09. Save us
Der Anfang klingt hier erst einma ziemlich spacig und elektronisch, da er mit einer Art Computer-Stimme, die man kaum versteht, eingeleitet wird. Und gerade als man sich fragt, was denn jetzt wohl passieren könnte, legt die Band in gewohnter, harter Rock-Manier los und lässt einen das Intro sofort wieder vergessen. Lediglich im Mittelteil taucht dann diese seltsame Stimme noch einmal auf – aber da es davor noch einige schöne, verschnörkelte Soli zu hören gibt, ist dies auch nicht weiter schlimm. Ich finde persönlich auch, daß dies der insgesamt abwechslungsreichste und verspielteste Song der ganzen Platte ist !

10. Victims of Fate
Von diesem Song scheint es wohl mehrere Versionen geben, da hier extra erwähnt wird, daß es sich um die sogenannte Kiske-Version handelt.Dieser scheint wohl damals der Gitarrist der Band gewesen zu sein, da dieser Song der wohl gitarrenlastigste der ganzen CD ist. Dementsprechend kommen hier auch Fans von coolen Soli und verspielten Experimenten voll auf ihre Kosten. Des weiteren wird es zur Mitte des Songs auch wieder sehr langsam und ruhig, so daß man meint, es gehe zur einer Ballade über. Insgesamt gesehen jedoch ist der Song doch eher überwiegend rockig. Zwar schafft es die Stimme nicht, mich komplett zu überzeugen, aber dafür machen eben die unzählig geilen Gitarrensoli diesen Umstand wieder wett !

11. Savage
Mit einem sehr bedrohlich klingenden “Savage” wird dieser Song eingeläutet. Danach geht es ohne großen Übergang mit ordentlicher Portion Geschwindigkeit vor. Der Gesang wird auch etwas schneller vorgetragen als bei den vorhergegangen Stücken und im Refrain wird die Stimme extrem tief, so daß sie ab und an an einen Horrorfilm erinnert. Man hat es hier aber trotzdem geschafft, die Nummer nach einem billigen Trash-/Speed-Metal-Muster zu machen, sondern man hört den Wiedererkennungswert deutlich heraus !

12. Don´t run for Cover
Bei diesem Stück stehe ich ein bißchen zwischen den Stühlen, was zum Einen daran liegt, daß er zum Einen etwas schleppend und fast schon ein bißchen kommerziell daherkommt, zum anderen vermittelt er aber auch irgendwie ein richtig schönes „Gute Laune“-Feeling und man ist ungewollt gewillt, mit den Füßen im Takt mitzuwippen. Daher wäre es auch falsch zu sagen, daß dieser Song schlecht oder durchschnittlich klingt – damit würde man ihn etwas zu sehr abwerten. Man aber kurzerhand sagen, daß es ein gutes HELLOWEEN-Stück ohne große Besonderheiten oder Überraschungen ist !

13. Keeper of the Seven Keys
Den Abschluß dieses Albums macht ein Hammer-Song, welcher für mich persönlich zu einer der Besten im Heavy Metal-Sektor zählt. Dieser Song ist mit seiner Gesamtspiellänge von fast über 15 Minuten auch der längste Track des Albums. Des weiteren klingt dieses Stück auch fast schon nach einer epischen Hymne. Des weiteren hat mian hier nicht nur balldeske, sondern auch metallische und rockige Elemente gleichermaßen mit einfließen lassen. Auch hat man stellenweise den Eindruck, daß hier mehrere Stücke aneinander gereiht wurden, welche aber trotzdem komplett fließend und sehr abwechslungsreich klingen. Und auch für ein stellenweises Gänsehaut-Feeling wurde gesorgt. Insgesamt ist dieser Song so genial, daß er hier eigentlich außer Konkurrenz laufen müsste. Es braucht wohl auch nicht weiter erwähnt zu werden, daß dies definitiv der beste Song des Albums in allen Belangen ist !


Nach dem kompletten Anhören des Albums und einem kurzen Blick auf die Tracklist muß erst einmal sagen, daß seinerzeit auf dieser „Best of“-Compilation wirklich alle wichtigen und erfolgreichen Songs vertreten ist – somit ist musikalisch vorneweg schon einmal ein gewisser Qualitätsanspruch sichergestellt.
Dieser wird dann natürlich auch durch die sich hierauf befindlichen Stücke nochmals doppelt unterstrichen. Die Tracks selbst zeichnen sich alle durchweg durch extrem viele Gitarren-Soli, gesunde Härte, Wiedererkennungswert und guten Gesang aus, so daß diese „Best of“-Zusammenstellung auch wirklich ihren Namen verdient hat.

Ich würde sogar soweit gehen und behaupten, daß diese Platte eigentlich bei jedem ernst zu nehmenden Heavy-Metal im Plattenschrank stehen muß !

Kurzum: Empfehlung, „sehr gut“ und 11 von 10 Punkten !


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
ForlornSailor

ForlornSailor

13.01.2010 17:02

War nie so ganz mein Fall ;)

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