Erfahrungsbericht über

The Broadsword and the Beast - Jethro Tull

Gesamtbewertung (5): Gesamtbewertung The Broadsword and the Beast - Jethro Tull

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666 - The Number of the Beast

4  02.04.2002

Pro:
"live", rel .  preiswert, "Must - Have", KULT !

Kontra:
zu kurz, Song 8 (wenn er die Bezeichnung verdient ! )

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Cover-Design:

Klangqualität:

Langzeithörspaß:

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sirjethro

Über sich:

Mitglied seit:12.04.2001

Erfahrungsberichte:93

Vertrauende:114

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 130 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
  • 1 * Prolog
  • 2 * Line Up
  • 3 * Cover
  • 4 * Booklet
  • 5 * Tracklist
  • 6 * Trackanalyse
  • 7 * Fazit
    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
* 1 * Prolog
~~~~~~~~~~

Nachdem ich immer schon den Gedanken mit mir rumgetragen habe *tragundschleppundzerr*, mich diesem Album zu widmen, wurde ich nun angespornt durch die Tatsache, dass ich Hansi Kürschs (wer kennt ihn nicht, den Sänger der Götter vom Niederrhein „Blind Guardian“) „All-time Top Ten“ zu Gesicht bekam, in welcher sich dieses Teil wiederfand. Er bedachte es zudem mit den folkenden...ähm...folgenden Worten: „Ian Anderson und ich haben am selben Tag Geburtstag. Das verbindet. Ein meisterliches Album, welches meinen Vorstellungen von perfekter Musik näher kommt, als irgendein anderes. Für Blind Guardian erhoffe ich mir für die Zukunft, dass es uns irgendwann einmal möglich sein wird, die Vibes, die dieses Album so unwiderstehlich für mich machen, in einem unserer späteren Werke auf unsere Art und Weise reflektieren zu können.“ Kann man ein größeres Lob aussprechen? Wohl eher nicht, drum wollte ich nun wissen: Redet der Meister wahr oder wirr? Nun, genaugenommen weiß ICH es ja schon, aber ich will es nun auch euch, liebe Leserinnen und Leser (ich glaube es ist das erste Mal, dass ich diese dämliche Phrase benutze *g*), wissen lassen.


* 2 * Line Up
~~~~~~~~~~~

Ian Anderson – vocals, flute, acoustic guitar
Martin “Lancelot” Barre – electric and acoustic guitars
David Pegg – bass guitar, mandolins, vocals
Peter Vettese – piano, synthesiser, voals
Gerry Conway – drums and percussion


* 3 * Cover
~~~~~~~~~~

Das Cover zeigt eine düster dreinblickende, bärtige Fantasiegestalt, welche sich mit ihren langen, dürren Fingern und verschrenkten Armen auf ein Breitschwert stützt. Jau, dat Vieh muss wohl das Beastie sein. Schmetterlingsgleiche Flügel ragen aus seinem schwarzen, im Winde wehenden Umhang heraus, und schäbige, teilweise zerschlissene und zerfetzte Kleidung liegt auf seiner grünlichen Haut. Unter seinem Kilt ragt ein langer Schwanz (nein, nicht der!!!) hervor, und das Markenzeichen des Masterminds von Jethro Tull, die Querflöte, ist an ihm befestigt (nicht an dem Schwanz, an dem Kilt). Und wenn meine Fantasie nicht ganz mit mir durchgeht, so weisen die Gesichtszüge des Beasties durchaus gewisse Ähnlichkeiten mit denen Ian Andersons auf (Kommentare hierzu erwünscht!). Das Wesen tritt aus einem, mit den eingravierten Köpfen der Bandmembers und mit Runen versehenen, hölzernen Bilderrahmen hervor (erinnert mich irgendwie an die IFTOS von Blind Guardian) und findet somit seinen Weg in die Realität. Im Hintergrund nähert sich unter dunkelsten Wolken und auf tosenden Wellen unheilvoll ein Schiff, welches auf der Rückseite des Booklets ebenfalls aus dem Bild hervorprescht und als Bugspitze einen Drachenkopf enthüllt, auf welchem sich eine mit einem Bogen bewaffnete Gestalt befindet.


* 4 * Booklet
~~~~~~~~~~~

Das Booklet ist vollständig aufklappbar, also nicht in Heft-Form, und enthält alle Song-Texte. Das war´s auch schon. Keine Bilder, keine Danksagungen. Und dafür sage ICH mal danke, denn mal ganz ehrlich: Wer braucht den Schmu schon?


* 5 * Tracklist
~~~~~~~~~~~~

01. Beastie (3.57)
02. Clasp (4.12)
03. Fallen On Hard Times (3.13)
04. Flying Colours (4.40)
05. Slow Marching Band (3.39)
06. Broadsword (4.51)
07. Pussy Willow (3.53)
08. Watching Me, Watching You (3.40)
09. Seal Driver (5.11)
10. Cheerio (1.01)

Total running time: 38.17 mins


* 6 * Trackanalyse
~~~~~~~~~~~~~~~

01. Beastie

Der Opener legt für Tull-Verhältnisse richtig heavy los und ist gleichzeitig mit seiner düsteren Stimmung gewissermaßen wegweisend und stilbestimmend für das gesamte Album. Verhaltene Drum-Schläge im Hintergrund und ein wahrlich atmosphärischer Keyboard-Part geleiten uns auf diese Reise in die tiefsten Abgründe menschlicher Urängste, symbolisiert durch das „Beast“, welche den Menschen „from early days of infancy“ begleiten. Nach knapp 40 Sekunden schmettert dann allerdings zum ersten mal Martin Barres strombetriebene Klampfe dazwischen und gleichzeitig treten auch die Drums in den Vordergrund und der Gesang Andersons wird eine Spur aggressiver. Nach zwei Minuten und ein paar gequetschten gibt´s dann ein kurzes, knackiges Solo und es geht unvermindert weiter. Ein wesentlich ruhigeres Intermezzo wird erneut von einem wilden Aufschrei seitens Martin Barres E-Gitarre zu seinem jähen Ende gebracht. Schlichtweg als genial zu bezeichnen sind vor allem die Symbolik, die Bildsprache und die metaphorischen Gleichnisse, welche Songwriter Anderson in diesem Song (und auch das gesamte Album hindurch) verwendet: Eine dermaßen intelligente Mischung aus neuzeitlichen und mittelalterlichen Elementen habe ich selten erlebt!

„If you wear a warmer sporran, you can keep the foe at bay.
You can pop those pills and visit some psychiatrist who´ll say
`There is nothing I can do for you, everywhere´s a danger zone.
I´d love to help get rid of it but I´ve got one on my own!´ “

In diesem Sinne beschließt Anderson den Opener mit folgendem Appell:

“So stand as one defiant- yes, and let your voices swell.
Stare that Beastie in the face and really give him hell!”

Bewertung: *** 8,5 / 10 *** Punkte

02. Clasp

Im zweiten Song geht’s nach gut 40 Sekunden Mystischen Klängen flott, folkig und erstmals flötig zur Sache. Eine Mischung, welche sich vor allem auch im Instrumental-Part nach jedem Refrain (welcher übrigens genaugenommen gar nicht existiert, da er bis auf die zwei Wörtchen „the clasp“ niemals in gleicher Form auftaucht), wiederfindet.
Anderson setzt teilweise einen Stimm-Verzerrer ein, ein Einfall, welcher hervorragend zum Inhalt des Songs passt: Die Angst vor zu viel Nähe, und die Distanz, mit welcher sich die Menschen zunehmend begegnen.

„We travellers on the endless wastes
in single orbits, gliding
cold-eyed march towards the dawn
behind hard-weather hoods a-hiding”

Als Kontrapunkt zur bedrückenden Stimmung, die verbreitet wird, steht einzig und allein ein etwa zur Mitte des Stücks einsetzender Part, der auf eine seltsame Art und Weise Geborgenheit zu vermitteln weiß:

„Let´s break the journey now on some lonely road.
Sit down as strangers will, let the stress unload.
Talking confidential terms, share a dark unspoken fear.
Refill the cup and drink it up.
Say goodnight and wish good luck.”

Ausklingen tut Song 2 mit den mystischen Klängen, die uns schon in aus dem Intro bekannt sind. Insgesamt ein wirklich guter, aber kein herausragender Song. Leider sticht die E-Gitarre zu selten hervor, obwohl sie in meinen Augen wirklich gut in den Song hätte eingebunden werden können..

Bewertung: *** 7,5 / 10 *** Punkte

03. Fallen On Hard Times

Und wieder überrascht uns Anderson mit Klängen, die ich so zuvor noch nie vernehmen durfte. Kann man moderne Sounds besser mit folkigen Klängen verbinden, als der Flöten-Derwisch? Nein, unmöglich, und vor allem unbeschreiblich! Die akustischen Gitarren-Klänge (Moment mal, haben wir es da nicht sogar mit einer Laute zu tun?) und die unvergleichliche Flöten-Kunst des Herrn Anderson (der erste und einzige Mensch, den man am Flötenstil ohne Zweifel erkennt!!!) muss man einfach gehört haben, um zu begreifen, was ich meine.

„Fallen on hard times- but it feels good to know
that milk and honey´s just around the bend.
Running on bad lines- we´d better run as we go,
Tear up, tear up the overdraft again.”

Und wieder einmal taucht die E-Gitarre erst später auf, bekommt aber im Fortgang des Songs immer mehr Rechte zugesprochen (jau, Demokratie *g*) und auch die Drums werden flotter und wuchtiger.
Ein ironischer, zynischer, ja, teilweise schon sarkastischer Unterton zieht sich durch das gesamte Stück und geschickt spielt Anderson mit gegensätzlichen Motiven und Bildern.
Als Fazit gibt´s dann Andersons Abrechnung:

„Somebody wake me. I´ve been sleeping too long.
Oh, I don´t have to take this lying down.
You can keep your promises – shove ´em where they belong.
Don´t ask me to the party, won´t be around.”

Bewertung: *** 8,5 / 10 *** Punkte

04. Flying Colours

Ein wunderschönes, balladeskes Piano-Intro eröffnet den folgenden Kampf-Reigen, denn nach 50 Sekunden trommelt die Gitarre und haut das Schlagzeug in die Saiten (oder so ähnlich), wie es sich für die obligatorischen Tull-Stilbrüche gehört.
Die teilweise dermaßen unkonventionelle Melodieführung lässt den Hörer im ersten Moment nicht so recht wissen, wo er eigentlich dran ist, und im nächsten Moment verwirrt sie ihn vollends, um letztendlich doch auf wundersame Weise zu gefallen.

„Shout – but you see it still won´t do.
With my colours on I can be as bad as you…
We act our parts so well, like we wrote the play.
All so predictible and we know it.”

Auch dieses Stück wird zum Ende hin immer aggressiver und legt an Tempo und Härte zu, wenngleich natürlich auch hier gilt, dass man die Gratwanderung zwischen Metal, Rock, Folk gekonnt meistert und auch einige Klassik-Elemente mit einfließen lässt.
Mit einem Donnerschlag und einer heulenden Klampfe endet dann auch dieses Werk, welches mit 4.40 Spielzeit sogar zu den längsten dieses Albums gehört *staun*

„We´ll settle old scores now, and settle the hard way.
You may not even live to outgrow it!
Once again we´re flying colours.”

Bewertung: *** 8,5 / 10 *** Punkte

05. Slow Marching Band

“Would you join a Slow Marching Band?
And take pleasure in your leaving?
As the ferry sails and the tears are dried
And cows come home at evening.”

So wunderschön melancholisch beginnt eine der verträumtesten Tull-Balladen aller Zeiten (okay, es gibt auch nicht wirklich viele reinrassige Tull-Balladen. Warum nur lassen sich die Kerls nicht kategorisieren? *ärger*) unter sanften Piano-Klängen und mit folkigem Touch und sogar Blues-Anleihen.
Thematisch geht es in dem Song um Trauer und Verlust eines liebgewonnen Menschen, wobei der Refrain mit seinem symphonischen Marsch-Metrum keineswegs entmutigt, sondern sehr wohl hoffnungsvoll daherkommt.

“Take a hand and take a bow.
You played for me; that´s all for now, oh, and never
Mind the words just hum along and keep on going.
Walk on slowly – don´t look behind you.
Don´t say goodbye, love. I won´t remind you.”

Das anfänglich nur leise spielende Schlagzeug (später dann wuchtiger) und die spärlich (aber ungemein gekonnt!) eingesetzten Gitarrenklänge tragen ihr übriges zur Stimmung bei und machen diesen Track zu einem meiner Favoriten auf diesem Album.

Bewertung: *** 9 / 10 *** Punkte

06. Broadsword

Mit diesem Song geht´s zurück in eine fantastische, mittelalterliche Welt der Magie und Schwerter. Stampfend setzen Bass und Drums nach geheimnisvollen und nicht minder unheilvollen Klängen ein und spielen sich mehr und mehr in den Vordergrund. Die Bedrohung rückt merklich und unaufhaltsam näher. Zu Beginn ist alles noch in gemäßigtem Tempo gehalten, bis es nach 1.10 erstmals etwas deutlicher zur Sache geht, Martin „Lancelot“ Barre ordentlich zulangen darf und Fanfaren-Klänge in den Refrain mit hereinspielen.

„Bring me my broadsword and clear understanding.
Bring me my cross of gold as a talisman.
Get up to the roundhouse on the cliff-top standing.
Take women and children and bed them down”

Nach nicht ganz zwei Minuten erfährt das Stück erneut eine dezente Dramatisiserung, welche sich nach und nach fortsetzt und ihren Höhepunkt in dem zweiten Solo-Part nach etwa 2.50 Minuten findet.

„Bless with a hard heart those who surround me.
Bless the women and children who firm our hands.
Put our backs to the north wind.
Hold fast by the river.
Sweet memories to drive us on for the motherland.”

So endet das zweitlängste Stück des Longplayers, welches die Bezeichnung „episch“ und „majestätisch“ wie kein zweites verdient hat und ebenfalls einen absoluten Vorzeige-Status innehat. Genial!

Bewertung: *** 9 / 10 *** Punkte

07. Pussy Willow

Zu deutsch: Weidenkätzchen. Nun, worum geht´s hier? Nee, nicht um Mutter Natur, es geht um eine Frau, welcher es nicht gelingen mag, sich aus der Realität in ihre Träume zu flüchten, da diese immer und immer wieder zerstört und zurecht gestutzt werden durch die Geschehnisse des Alltags.

„In her fairy-tale world she´s a lost soul singing
in a sad voice nobody hears.
She waits in her castle of make-believing
For her white knight to appear.”

Mit sanften, passenderweise verträumten Flöten-Klängen werden wir in die mittelalterlich romantische Traumwelt der jungen Dame entführt, nur um nach 1.15 von drängenden und unangenehmen Piano- und Klampfen-Klängen wachgerüttelt zu werden.
Nach etwa 1.40 wird das Anfangsthema in einer abgewandelten Variante erneut aufgegriffen und nicht minder drastisch wieder zerstört.

„Pussy Willow – down fur-lined avenue
brushing the sleep from her young woman eyes.
Runs from the train. Hear her type-writer humming
Cutting dreams down to size again.”

Die letzten 40 Sekunden rocken sich dann bis zum Ende durch, und leise verklingen die letzten Töne dieses in meinen Augen zu den drei „schwächsten“ zählenden Tracks.
Gut, aber für mich nicht DER Anspiel-Tipp schlechthin, obwohl auf einigen Best-Of-Alben und Samplern enthalten.

Bewertung: *** 7,5 / 10 *** Punkte

08. Watching Me, Watching You

Kommen wir nun zu einem Song, welchen ich getrost als (zumindest für die ansonsten hohe Qualität dieses Albums) Total-Ausfall bezeichnen möchte. Und das tue ich auch. Also: Das ist der Total-Ausfall! *g* Mit nervigen Keyboardklängen geht´s schon mal übel los, und die Keyboardlastigkeit lässt zu meinem Bedauern auch kein bisschen nach und zieht sich über die gesamte Länge (oder besser: über die gesamte Kürze) des Songs hin. Das Keyboard wird hierbei allerdings nicht eingesetzt, um andere Instrumente zu imitieren, für deren Bereitstellung es beim Etat gemangelt hätte (wie es oft bei kleineren, unbekannteren Metalbands der Fall ist, und wo es folglich nachzuvollziehen und zu entschuldigen ist!), sondern um seltsam moderne (also „modern“ bezieht sich nun auf die Vorstellungen der 80er Jahre, wo dieser Schund seine Anfänge nahm *läster* ) Klänge vom Stapel zu lassen. Hektisch von der ersten bis zur letzten Sekunde (okay, immerhin passend zum Thema des Songs, dem Gefühl des Beobachtet-werdens), aber dennoch ein derber Schlag ins Gesicht meiner Ohren (oder so ähnlich *g* ). Bei diesen Geräuschen überkommt mich einfach nur der Drang, wegzulaufen (wohlgemerkt in den harmlosen Fällen, wenn ich meinen gutmütigen Tag gegenüber Technik-kram wie z.B. einem CD-Player habe *g* ). Flöte, Drums und Gitarren sind nur spärlich und auszumachen und dienen eher der Untermalung und Begleitung dieses Gedudels.

Der Song ist für Tull-Verhältnisse so dermaßen schlecht, da weigere ich mich glatt, ein Zitat anzubringen.

Bewertung: *** 2 / 10 *** Punkte

09. Seal Driver

Kann ja eigentlich nur besser werden...und so isses auch! Song 9 ist mit 5.11 Minuten der längste Track des Albums (öhm...tatsächlich!), und auch er beginnt mit atmosphärischen Klängen, deren Dynamik sich bis zum erstmaligen Klampfen- und Drum-Einsatz kontinuierlich aber dennoch kaum merklich steigert. Dann geht´s noch mal für nen Moment verhaltener zur Sache und Anderson spricht die ersten Worte, bis er unter erneut etwas heftiger einsetzenden Krachmach-Instrumenten zum Gesang ansetzt.

„Sea birds call your name and the mountain´s on fire.
As the summer lightning cuts the sky like a hot wire.
And you ride on the swell and your heart is alive
Think I´ll make you my seal driver.”

Danach kommt wieder ein ruhiger gehaltener Part, der allerdings immer und immer wieder von Lancelots Eisen (oder Martin Barres Gitarre, wie auch immer) zerschnitten wird.
Ein kurzes Piano-Intermezzo, dann folgt nach ca. 2.20 Minuten eines der besten Soli des Albums.

„Could you fancy me as a pirate bold.
Or a longship Viking warrior with the old gods on his side.
Well, I´m an inshore man and I´m nobody´s hero.
But I´ll make you tight for a windy night and a dark ride.”

So verklingt auch dieser Song in den endlosen Weiten der akustischen Wahrnehmung (höh? *g* ). Bleibt mir nur noch, in zu bewerten.

Bewertung: *** 8,5 / 10 *** Punkte

10. Cheerio

„Along the coastroad, by the headland
the early lights of winter glow.
I´ll pour a cup to you my darling.
Raise it up – say Cheerio!”

Viel mehr kann man ja nun auch wirklich nicht in einer Minute Spielzeit unter´s Volk bringen, wenn man nicht gerade zu der beliebten Spezies der turbo-brabbelnden Hip-Hopper, Rapper oder sonstiger Gangsta-Verschnitte zählt.

Ein sanfter, verträumter Ausklang, mit Flöten- und Dudelsack-Klängen im Hintergrund wunderschön untermalt, so bettet er den Hörer zur Ruhe und lässt am Ende alles als einen Traum oder eine Legende erscheinen, die bei einem knisternden Kaminfeuer und einigen von innen wärmenden Getränken (ich meine natürlich warmen Kakao! >;) zum besten gegeben wurde.

Bewertung: *** 8,5 / 10 *** Punkte


* 7 * Fazit
~~~~~~~~~~

Insgesamt ein starkes Album (bis auf erwähnten To-Tull-Ausfall...ich meine: Total-Ausfall! Woah, war der Gag schlecht *g*), wobei die arg kurze Spielzeit von gerade einmal 35 Minuten (schämt euch!) fast schon eine Dreistigkeit darstellt. Wenigstens die 40 Minuten Standard und Pflicht hätte man ja wohl erfüllen können, oder? Bin ja mittlerweile gewohnt, dass CDs keine längere Spielzeit mehr aufweisen. Ich warte nur auf den Tag, an dem eine Minute Spielzeit umgerechnet einen €uro kostet. Okay, genug gelästert. Positiv bleibt noch anzumerken, dass die CD fast komplett live aufgenommen wurde (nicht bei einem Konzert, aber im Studio), also alle Instrumente und Gesangsparts zeitgleich in einem Raum geschmettert wurden. Nicht, wie heute üblich, Drum-Parts im Keller von wasweißichwem und Gesang im Studio Fasoliki in Helsinki und die Klampfen schon vor drei Jahren bei ner Jam-Session und die Flöten auf nem Jahrmarkt in Baldur´s Gate und dann alles fein zusammengewürfelt, produced, gewichst und gemixed von Mikka Jussila oder Karmila at Finnvox! Nein, ALLES ECHT! Gelle, Britney? >;)
Der Preis liegt unter 10 €uro, was zumindest als fair zu betrachten ist, aber das Teil hat ja auch schon ein paar Jährchen auf´m Buckel (immerhin 1982 erschienen).
Das ganz große Album ist es meiner Ansicht nach nicht, obwohl es von einer Vielzahl von Metal-Bands als eines der einflussreichsten „Pre-Metal“-Alben überhaupt angesehen wird.

War wenigstens DIESER Bericht trocken genug für ein "sehr hilfreich", liebe Caotina-Bericht-Verächter? Oder muss ich den kleinen, schwarzen Punkt, den wir seitdem alle so ins Herz geschlossen haben, wieder auf die Menschheit loslassen? >;)

ENDE!

© by sirjethro

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Jedde

Jedde

29.08.2003 15:44

You played for me.. that's all for now

KingBeer

KingBeer

07.03.2003 17:18

toller bericht! Jethro Tull ist auch (ich vermute das mal aus deinem Namen) ein meiner Lieblingsbands! insbesondere "Broadsword" zählt zu meinen All-Time-Favourites! weiter so! Gruß, KB

BFXsmoke

BFXsmoke

23.01.2003 18:24

wieso latten??????? Platten mein' ich!

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