Erfahrungsbericht über

The Definitive America - America

Gesamtbewertung (1): Gesamtbewertung The Definitive America - America

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America - Story und Hits einer Band

5  03.11.2011

Pro:
23 bekannte Titel in guter Klangqualität, Preis unter 10 Euro

Kontra:
für mich gibt es kein Kontra

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Cover-Design:

Klangqualität:

Langzeithörspaß:

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Sydneysider47

Über sich: Nach fast 4 Wo. im Krankenhaus und 2 OPs ist mein Mann wieder zu Hause. - Keine Leserunden! Kein Int...

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Vertrauende:149

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 169 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als besonders hilfreich bewertet

Die Welt entdeckte das Trio America im Jahre 1972 – als sein Hit „A Horse With No Name“ über ein namenloses Pferd nicht nur durch Amerikas Radiokanäle galoppierte, sondern die internationalen Charts eroberte.

Die Erfolgsgeschichte über das Trio America klingt wie ein Märchen. Weitere Hits folgten – beispielsweise „Ventura Highway“, „Tin Man“ und „Sister Golden Hair“.

America machten und machen immer noch Musik, die Pop-, Rock- und Folkelemente miteinander vereint.

2007 – während eines Spaziergangs durch die Innenstadt Tübingens (Baden-Württemberg) – stieß ich in einem Laden auf folgende CD, die ich mir sofort kaufte:


The Definitive America

Interpreten: America
Erscheinungsdatum der CD in Deutschland: 30. Juli 2001
Plattenfirma: Warner Bros. Records (Warner)
Gesamtspieldauer: 76 Minuten, 12 Sekunden (23 Songs)
Musikgenre: Pop mit Rock- und Folkelementen


Ich bezahlte 6,99 Euro dafür, was ich für einen sehr günstigen Preis halte, zumal die Songs auf dem Album in hervorragender Klangqualität enthalten sind. Endlich habe ich viele der Songs, die ich schon von Schallplatten her kenne, auf CD in CD-Klangqualität!


Folgende Titel sind auf der CD enthalten

1. A Horse With No Name (1972)
2. I Need You (1972)
3. Sandman (1972)
4. Ventura Highway (1972)
5. Don’t Cross The River (1973)
6. To Each His Own (1973)
7. Only In Your Heart (1973)
8. Muskrat Love (1973)
9. Rainbow Song (1973)
10. She’s Gonna Let You Down (1974)
11. Tin Man (1974)
12. Lonely People (1974)
13. Sister Golden Hair (1975)
14. Daisy Jane (1975)
15. Woman Tonight (1975)
16. Today’s The Day (1976)
17. Amber Cascades (1976)
18. God Of The Sun (1977)
19. Political Poachers (1977)
20. Survival (1980)
21. The last Unicorn (1982)
22. You Can Do Magic (1982)
23. The Border (1983)


Da ich die Musik von America schon Jahrzehnte kenne und immer noch einige Langspielplatten von ihnen besitze (die ich mir unterdessen auch schon auf CD kopiert habe), denke ich, dass es Zeit für mich ist, einen Bericht über America zu schreiben. Das 24-seitige Booklet bietet mir viele Hintergrundinformationen in englischer Sprache und Fotos über die Band. Alles in Farbe und sehr interessant zu lesen.

Einige der Informationen aus dem Booklet habe ich in diesem Bericht verwendet. Ich habe die Bandbiografie (die übrigens von Barry Alfonso, einem Herrn, dessen Namen mir nichts sagt, aufgeschrieben wurde) nicht wortwörtlich übersetzt, sondern versucht, zusammenfassend die Informationen wiederzugeben, die ich wichtig finde.


Wie America gegründet wurde

Es klingt paradox – so sagt das Booklet – dass sich die drei Gründungsmitglieder der Band „America“ Ende der 1960er-Jahre in Großbritannien trafen. Alle drei waren nämlich Söhne von US-amerikanischen Soldaten, die für die Luftwaffe arbeiteten. Ihre Väter waren Ende der 1960er-Jahre in Großbritannien, in der Nähe von London, stationiert.

Die Gründungsmitglieder von America waren:

Gerry Beckley

Gerry Beckley, US-Amerikaner Jahrgang 1952, lernte zuerst Klavier spielen. Er und seine Familie zogen an diverse Orte in den USA und in Deutschland.

Schon 1962 begann Gerry Beckley, in einer Band, die Instrumentalmusik spielte, als Gitarrist. 1967 wurde der Vater nach Großbritannien versetzt und zog mit seiner Familie dorthin. Gerry spielte dort in einer R & B-Gruppe (Anmerkung: R & B bedeutet Rhythm and Blues), namens Corporation.

Als er in Hertfortshire die High School besuchte, freundete er sich mit dem Mitschüler Dan Peek an, der bereits einige Erfahrung als Rockgitarrist vorzuweisen hatte.

Dan Peek

Dan Peek war ebenfalls US-Amerikaner, Jahrgang 1951 (ich sage deswegen „war“, weil Peek 2011 verstorben ist, wie Wikipedia informiert). Als er Gerry Beckley traf, hatte er bereits schon bei einer kleinen Plattenfirma in Texas ein Album veröffentlicht. Anschließend zog er mit seiner Familie nach Großbritannien, weil sein Vater von der US-Luftwaffe aus dorthin versetzt worden war.

Dewey Bunnell

Dewey Bunnell, US-Amerikaner, der aber 1952 in Harrogate in Großbritannien geboren wurde, besuchte Ende der 1960er-Jahre dieselbe High School wie Gerry Beckley und Dan Peek. Eines seiner Hobbies war unter anderem die Musik.

Der zündende Gedanke, dass er und die beiden anderen eine Band gründen sollten, entstand Mitte 1970 während Party, die alle drei besuchten.


Warum die Band „America“ heißt

Dewey Bunnell und Dan Peek arbeiteten 1970 in einem Lagerhaus, das speziell für die US-amerikanischen Soldaten Waren verkaufte. In dessen Caféteria stand eine Jukebox, die als „Americana Jukebox“ bezeichnet wurde.

America gelang es schnell, Jeff Dexter als Manager zu gewinnen. Dieser kannte Ian Samwell, der Verbindungen hatte zur Plattenfirma Warner Bros., die mit „America“ einen Plattenvertrag aushandelte.


Die Single-Erfolge der Band America – und meine Meinung dazu


Die erste Langspielplatte,
Bilder von The Definitive America - America
The Definitive America - America 0311-Produktbild - eingestellt von Sydneysider47 -
The Definitive America - America
die America 1972 veröffentlichte, hieß so wie die Band, nämlich „America“. Es erreichte Goldstatus.


A Horse With No Name (Titel 1)

Die zweite Single-Auskopplung aus dem Album “America” hätte eigentlich “Desert Song” heißen sollen – und es war nicht geplant, den Song als Single zu veröffentlichen. In dem von Dewey Bunnell komponierten Song geht es um eine Person, die mit einem Pferd, das keinen Namen hat, durch eine Wüste reitet. Bunnell hatte die Idee zu diesem Song, nachdem er durch eine Wüste in Kalifornien geritten war.

Der Song erschien unter dem Titel „A Horse With Your Name“ – und bescherte America den internationalen Durchbruch: er landete nicht nur auf Platz 1 der US-amerikanischen Single-Charts, sondern eroberte auch die Hitparaden in Europa.

Der Song ist schon immer mein Lieblingssong von America - und wird es auch bleiben. Natürlich auch mein absoluter Favorit auf diesem Album.


I Need You (Titel 2)

Dieser Song wurde zuerst aus dem Album „America“ ausgekoppelt. Eine eingängige Ballade mit schönen Gesangsstimmen (besonders der Chorgesang im Refrain klingt wunderschön) und traumhafter Gitarrenbegleitung. Der Song wurde von Gerry Beckley komponiert und ist eines der schönsten Liebeslieder, die ich kenne. Ich könnte dahin schmelzen, wenn ich an Textzeilen, wie „I need you, like the flower needs the rain“ (ich brauche dich, so wie die Blume den Regen braucht) und weitere derartige Liebeserklärungen denke…

Der Song brachte zwar dem Trio America nicht den gewünschten Durchbruch, ist aber unter Fans durchaus bekannt und auf jedem Best-Of-Album von America zu finden. Mein Favorit Nummer 4 auf dem Album.


Sandman (Titel 3)

Für mich war das bisher ein „spröder Popsong“ mit einer streng klingenden Stimme des Sängers, der zu einer eher eintönigen Gitarrenbegleitung singt. Den Song mochte ich nie besonders und zappte ihn oft weg. Nach der Lektüre des Booklets der CD „The Definitive America“ weiß ich jedoch, dass in dem Song um Soldaten geht, die im Vietnam-Krieg kämpften und sich nicht zu schlafen getrauten, weil sie Angst hatten, während des Schlafes erschossen zu werden. America hatten Gespräche mit Vietnam-Rückkehrern geführt, und anschließend hatte Dewey Bunnell den Song geschrieben.

Und dieses Wissen macht den Song interessant für mich!


Ventura Highway (Titel 4)

Der Song war die erste Single-Auskopplung aus dem zweiten America-Album „Homecoming“, zu dessen Aufnahmen die Band nach Los Angeles gezogen war. „Ventura Highway“ ist eine schnelle Popnummer mit einer sehr eingängigen Melodie. In den USA erreichte der Song Platz 8 der Single-Charts.

Der Komponist Dewey Bunnell hat den Song in Erinnerung an die Zeit, als er als Kind mal in Omaha in Nebraska (USA) wohnte und diesen Ort verlassen musste, geschrieben.

Ich mag den Song, kenne ihn schon lange. Besonders gut gefällt mir die Gitarrenmelodie, mit der der Song beginnt – und die sich im Song immer wieder wiederholt. Auch die Chorgesänge im Refrain sind einfach nur grandios!
Mein Favorit Nummer 5 auf diesem Album.


Don’t Cross The River (Titel 5)

Ein schneller Popsong mit Country-Touch, der sich besonders im Refrain bemerkbar macht – das war die zweite Single-Auskopplung aus dem Album „Homecoming“.

Bestechend sind hier auch wieder der wunderbare Harmonie-Gesang und die eingängige Melodie. Ich mag den Song und kenne ihn ebenfalls einige Jahre (ich besitze das Album „Homecoming“ auf Schallplatte).

In den US-Single-Charts erreichte die von Dan Peek komponierte Nummer lediglich Platz 35. Er schrieb ihn für seine zukünftige Frau.


Only In Your Heart (Titel 6)

Dieser Song war die dritte Single-Auskopplung aus “Homecoming” und schaffte es nur bis auf Platz 62 der US-amerikanischen Single-Charts.

Diese, von Gerry Beckley komponierte, Nummer richtet sich an „Mary“, die in Wirklichkeit sowohl ihm als auch den beiden anderen Band-Mitgliedern unbekannt ist. Ein sehr gefälliger, netter und eingängiger Popsong, bei dem der Sänger von Gitarren und Schlagzeug begleitet wird.


To Each His Own (Titel 7)

Ein weiterer Song aus dem Album “Homecoming”, der – laut Booklet – nicht als Single ausgekoppelt wurde. Es handelt sich hier um eine Ballade, die mich stark an den Song „Desperado“ von den Eagles erinnert. Der Komponist und Sänger Gerry Beckley wird von Klavier und Gitarren begleitet.

Eine schöne, für mich gut hörbare Nummer. Zu meinen Favoriten zählt sie nicht.

Das Album „Homecoming“ erreichte ebenfalls Goldstatus in den USA. 1973 erhielten America den Grammy (höchster Musikpreis in den USA) als „beste neue Künstler im Jahre 1972“. Die Erwartungen für das dritte Album „Hat Trick“ waren also sehr hoch.


Muskrat Love (Titel 8)

Das Album „Hat Trick“, aus dem der Song „Muskrat Love“ als erste Single ausgekoppelt wurde, entpuppte sich als Flop. Es verkaufte sich nur schleppend.

In dem getragenen, also langsamen Popsong „Muskrat Love“ geht es um die Liebe zwischen Bisamratten. Die Version von America erreichte lediglich Platz 67 der US-amerikanischen Single-Charts. Einige Jahre später wurde der Song vom amerikanischen Duo „The Captain & Tenille“ gecovert und erreichte in dieser Coverversion Platz 4 der US-amerikanischen Single-Charts.

Dieser Song ist eine Komposition von Willis Alan Ramsey, den America bei diesem Sänger/Songwriter entdeckt hat.

Ich hörte zuerst die Version von „The Captain & Tenille“ und dachte immer, der Song stamme von diesem Duo. Die Version von America hörte ich erst auf einem Greatest-Hits-Album. Der Song ist nett, aber für mich eher – was das Hörvergnügen anbelangt – belanglos.


Rainbow Song (Titel 9)

Diese zweite Single-Auskopplung aus „Hat Trick“ schaffte es nicht einmal in die Top 100 der US-amerikanischen Single-Charts. Dabei ist es – für meine Begriffe – eine sehr schöne Popnummer, die mich von der Melodie und der Art und Weise, wie Klavier und Gitarre eingesetzt werden, mitreißt.

Auch der Refrain bietet Chorgesang vom feinsten – ich mag es einfach, wenn Männer schön singen können – und diese Männer können es!

In dem von Dewey Bunnell komponierten Song erinnert er sich seine Erlebnisse als Teenager zurück.


She’s Gonna Let You Down (Titel 10)

Eine sehr klavierbetonte Ballade ist das, die durch Chorgesang besticht. Interessant ist in der Mitte des Songs auch ein Solo mit elektrischen Gitarren.

In dem Song geht es um Beziehungsprobleme zwischen Frau und Mann. Gerry Beckley hatte ihn für einen Freund komponiert, den er mit Beziehungsproblemen konfrontiert sah.

Ich finde den Song hörenswert, zu meinen Favoriten zählt er nicht.


Tin Man (Titel 11)

Nachdem „Hat Trick“ solch ein Flop gewesen war, suchte America einen neuen Produzenten für ihr viertes Album „Holiday“. Sie fanden ihn in George Martin, der schon als Beatles-Produzent sehr erfolgreich gewesen war.

Die erste Single-Auskopplung „Tin Man“ erreichte im Herbst 1974 immerhin Platz 4 in den US-amerikanischen Single-Charts. Es handelt sich hier um eine schnelle Popnummer mit viel Gitarren und Schlagzeug und Chor im Hintergrund. Komponiert wurde „Tin Man“ von Dewey Bunnell, der seinem Song auch einen Hauch von Jazz-Rhythmus verlieh, was dem Song aber nicht schadet, sondern ihn eher aufwertet.

Ich mag den Song, zu meinen Favoriten zählt er nicht.


Lonely People (Titel 12)

Die zweite Single-Auskopplung aus „Holiday“ ist ein Song von Dan Peek, der auf seinen eigenen Erfahrungen beruht. Er schrieb ihn in dem Monat, bevor er sich verheiratete. In dem Song schreibt er über Gefühle, die man hat, wenn man alleine lebt. Der Song erreichte Platz 5 in den US-amerikanischen Single-Charts.

Der Song ist ein schneller Popsong mit vielen Gitarren und interessanten Mundharmonikapassagen, die mir sehr gut gefallen. Auch ein tolles Klaviersolo, in dem die Mundharmonika zu hören ist, gibt es. Auch diesen Song mag ich, ich kenne ihn schon lange.

Das Album „Holiday“ entpuppte sich für America wieder als Verkaufsschlager und erreichte Gold-Status – und so war es kein Wunder, dass George Martin auch das nächste Album produzierte.


Sister Golden Hair (Titel 13)

Das fünfte Album von America hieß „Hearts“ und bescherte America 1975 wieder einen Nummer-1-Hit in den US-amerikanischen Single-Charts. „Sister Golden Hair“ hieß der Song, der America erneut an die Spitze der Charts katapultierte.

Eine sehr schöne, eingängige Popnummer mit vielen Gitarren und Schlagzeug, komponiert von Gerry Beckley. Irgendwie erinnert mich der Song auch an einige Country-Rock-Nummern der amerikanischen Pop-Rockgruppe „The Eagles“.

Die Idee zu dem Song „Sister Golden Hair“ kam während einer Tournee von America mit Jackson Browne.

Für mich ist das auch nach Jahren noch ein wunderbarer Song – mein Favorit Nummer 2 auf dem Album.


Daisy Jane (Titel 14)

Dieser Song (ebenfalls aus dem Album „Hearts“ ausgekoppelt) beginnt leise mit einem Schlagzeuggeräusch, was an einen Herzschlag erinnern soll. Als das Klavier einsetzt, beginnt auch der Sänger und Komponist Gerry Beckley zu singen. Eine harmonische Gitarrennummer ist das, auch eine Geige kommt mal zum Einsatz. Im Text geht es um Liebe.

In den amerikanischen Single-Charts kam der Song nicht höher als Platz 20. Ich finde ihn okay, mehr aber nicht.


Woman Tonight (Titel 15)

Die dritte Single-Auskopplung aus „Hearts“ ist eine schnelle Rock-Pop-Gute-Laune-Nummer. Dan Peek, der Sänger und Komponist, hatte den Reggae für sich entdeckt und wollte derartige Einflüsse auch im Song „verarbeiten“.

Interessant ist bei dem Song der „Wah-Wah-Effekt“, den Dewey Bunnell mit seiner Gitarre und einer Art Schlauch, den er in den Mund steckte, produzierte. Ein netter, für mich auch hörbarer Song.

Auch das Album „Hearts“ verkaufte sich so gut, dass America dafür eine goldene Schallplatte erhielt.


Today’s The Day (Titel 16)

Das sechste Album „Hideaway“ nahm America mit George Martin in den Caribou Ranch Studios hoch in den Rocky Mountains auf. Es erschien 1976.

„Today’s The Day“ war die erste Single-Auskopplung daraus – eine optimistische Ballade, geschrieben von Dan Peek mit viel Klavier und E-Gitarren und einer schönen, eingängigen Melodie.

Dan Peek wurde zu dem Song inspiriert, als sein Hund davonlief. Der Hund wurde wieder gefunden – aber hatte immer wieder die Tendenz, davon zu rennen. So setzte sich Dan Peek ans Klavier und schrieb den Song als Dialog zwischen Mensch und Tier.

Der Song erreichte in den US-amerikanischen Single-Charts Platz 23. Ich finde ihn wunderschön – er ist mein Favorit Nummer 6 auf diesem Album.


Amber Cascades (Titel 17)

Die zweite Single-Auskopplung aus „Hideaway“ beginnt mit Gitarren und Keyboard-Sounds, die das Geräusch von Wasser imitieren sollen. Die von Dewey Bunnell komponierte Nummer ist eingängig und gefällig, schnell, mit Chorgesang im Refrain, mit Gitarren und Schlagzeug als Begleitung. Auch ein Song, den ich mag – der aber nicht zu meinen Favoriten zählt.

Obwohl diese Single nicht weiter kam als bis Platz 75 in den Single-Charts, verkaufte sich das Album „Hideaway“ in den USA wieder so gut, dass America dafür eine goldene Schallplatte bekam.


God Of The Sun (Titel 18)

Eine schnelle Popnummer, während der der Sänger bei den Strophen immer wieder mitten im Song aufhört zu singen, um im Takt zu bleiben. Den Takt gibt ein Klavier an. Das Klavier bleibt auch im Refrain – in dem die Unterbrechungen im Gesang nicht mehr passieren, sondern die Sänger „flüssig durchsingen“.

Die von Gerry Beckley komponierte Nummer wurde nicht als Single ausgekoppelt und landete auch nicht in den Charts, sie ist der erste Song des Albums „Harbor“.

Während der Aufnahmen zum Album „Harbor“ gab es Streit zwischen America und dem Produzenten George Martin. Das Album wurde nämlich in einem Strandhaus in Hawaii aufgenommen – über das die Musiker meinten, dass es sie an ihrer Kreativität hindere.

Der Song „God of Son“ gefällt mir – ein eingängiger Song, der jedoch nicht zu meinen Favoriten zählt.


Political Poachers (Titel 19)

Wieder ein schneller Popsong – sehr gitarrenbetont, harmonisch. Interessant sind E-Gitarrenlaute, die immer wieder in den Titel „eingestreut“ werden.

Bei dem Titel handelt es sich um eine Komposition von Dewey Bunnell, der Titel soll eine Wortspielerei sein. Auf Deutsch heißt „Political Poachers“ politische Wilderer – und genau ein politischer Song soll das sein.

Ich finde den Song gut – aber genau wie „God Of The Sun“ wurde das kein Hit für America. Es gab überhaupt keine Hits auf dem Album „Harbor“ – und das Album verfehlte die Verkaufszahl, die ihm eine „goldene Schallplatte“ eingebracht hätte.


Survival (Titel 20)

Diesen Song nahmen America nur noch als Duo auf. Ja, richtig gelesen: Nach dem Album Harbor stieg der Musiker Dan Peek aus der Band „America“ aus. Er hatte sich zum Christentum bekehrt und wollte in der Gospel- und evangelikalen Richtung Musik machen.

Eine schwere Zeit für America. Dewey Bunnell und Gerry Beckley führten die Band als Duo weiter. Sie wechselten zur Plattenfirma Capitol und brachten im Juni 1979 das Album „Silent Letter“ auf den Markt. Das Album verkaufte sich nicht gut – und America trennten sich von ihrem Produzenten George Martin.

1980 nahmen America das Album „Alibi“ auf, das sich etwas besser verkaufte. Daraus stammt die Single „Survival“, eine eingängige Gute-Laune-Popnummer mit wunderbarem E-Gitarrenspiel, geschrieben von Gerry Beckley, die immerhin in Italien Platz 1 der Single-Charts erreichte.

Ich mag diese sehr gefällige, gleich ins Ohr gehende Nummer – sie ist mein Favorit Nummer 7 auf dem Album.


The Last Unicorn (Titel 21)

Das ist der Titelsong zu dem Trickfilm „The Last Unicorn“ (Das letzte Einhorn), der auf dem gleichnamigen Roman von Peter S. Beagle basiert.

America hatten sich mit Jimmy Webb angefreundet, der ebenfalls die Songs zu dem Film beisteuerte. Er fragte America, ob sie nicht drei der Songs singen wollten. Sie sagten zu – und so erschien 1982 der Song „The Last Unicorn“, komponiert von Jimmy Webb, gesungen von America.

Dieser Song ist unterdessen zum „Klassiker“ geworden – und America freuen sich, dass vor allem ihre deutschen Fans den Song so lieben.


You Can Do Magic (Titel 22)

Ebenfalls 1982 erschien „You Can Do Magic“. Der Song wurde geschrieben von Russ Ballard und stammt aus dem America-Album „View From The Ground“.

Mit dem poppigen und sehr eingängigen Song „You Can Do Magic“ landeten America sogar wieder einen Top-10-Hit in den US-amerikanischen Single-Charts, der Titel schaffte es bis auf Platz 6. Dieser Song besticht nicht nur durch eine sehr schöne Melodie, sondern durch wundervolle E-Gitarrenbegleitung – es ist mein Favorit Nummer 3 auf dem Album.


The Border (Titel 23)

Dieser von America im Jahre 1983 veröffentlichte Song ist eine Abwandlung eines Songs, den Russ Ballard schrieb. Dewey Bunnell änderte einige der ursprünglichen Textpassagen – und so nahm America den Song auf. In dem Song geht es darum, dass jemand vor etwas flieht.

Diese sehr schnelle, mitreißende Nummer, die eigentlich viele Elemente beinhaltet, die Songs Anfang der 1980er-Jahre hatten, schaffte es nur bis auf Platz 33 der US-amerikanischen Charts. Dabei hätte der Song mehr Anerkennung verdient – er ist schnell, der Gesang ist klasse, man hört viele Geigen, Gitarren und Schlagzeug als Begleitung. Er ist durchaus diskotheken- und partytauglich.

Ich mag den Song, finde aber, dass es bessere America-Songs gibt.


Wie ging es weiter mit America?

Das Booklet endet damit, dass America noch weitere Alben veröffentlichte, wie beispielsweise „Your Move“ im Jahre 1983 und Perspective im Jahre 1984. Sie verließen die Plattenfirma „Capitol“ – und veröffentlichen Alben bei anderen Plattenfirmen. Immer wieder gibt es Greatest-Hits-Zusammenstellungen von ihnen, aber auch neue Studioalben. So erschien am 2. September 2011 ihr neues Album „Back Pages“. Davor gab es 2007 das Doppelalbum „Here & Now“.

Die beiden Musiker Dewey Bunnell und Gerry Beckley touren immer noch als „America“ durch die Lande, unterdessen vorwiegend in den USA.

Unter www.venturahighway.com gibt es immer die neuesten Nachrichten und Tourneetermine von America.


Wie ging es weiter mit Dan Peek?

Nachdem Dan Peek America verlassen hatte, begann er, Musik mit christlichen Inhalten zu schreiben und zu veröffentlichen. Er war entschiedener Christ geworden und wollte dies auch mit seiner Musik leben.

Als christlicher Musiker war er ziemlich erfolgreich, und seine Single „All Things Are Possible“ erhielt 1979 sogar eine Grammy-Nominierung (Anmerkung: Der Grammy ist der höchste Musikpreis der USA) als bester Gospelsänger (Quelle: Booklet der CD „The Definitive America“).

2004 brachte er sogar ein Buch über seine Zeit als Mitglied des Trios America auf den Markt und die Zeit nach seinem Ausscheiden aus der Band. Das Buch heißt „An American Band“ und ist bisher nur in englischer Sprache erschienen (Quelle: Homepage von Dan Peek).

Am 24.07.2011 verstarb Dan Peek im Alter von 60 Jahren überraschend, während er schlief (Quelle: Wikipedia, englische Version, und Homepage von Dan Peek sowie Homepage des Duos America). America haben auf ihrer Webseite Dan Peek und seinen Tod erwähnt.


Meine Erfahrungen mit dieser Musik

Ich besitze einige Langspielplatten von America – beispielsweise America, Homecoming, Hearts, Harbor, Hideaway. Es gab eine Zeit, als ich diese rauf- und runterhörte.

Aber nach dem Jahr 1995 habe ich die Band America aus den Augen verloren, außer ihren Hits interessierte mich ihre Musik nicht mehr besonders. Aber gerade die meisten ihrer Hits kann ich immer hören, wahrscheinlich, weil ich sie schon so lange kenne. Dass Dan Peek gestorben ist, habe ich erst jetzt übers Internet erfahren, als ich diesen Bericht schrieb.

Americas Hits begleiten mich schon lange – und so war und ist das Album „The Definitive America“ eine Bereicherung für meine CD-Sammlung. Nicht nur wegen der Musik, sondern auch wegen des sehr informativen und toll gestalteten Booklets. Ich denke, man sollte mindestens vier bis fünf Jahre Englisch gelernt haben, um die Inhalte zu verstehen.


Mein Fazit

Es gibt einige Greatest-Hits-/Best-Of-Zusammenstellungen mit Titeln der Gruppe America. Ich besitze das Album „The Definitive America“, das ich wegen der guten Titelauswahl, der guten Klangqualität und des äußerst informativen Booklets in englischer Sprache mit vielen Farbfotos mit allen 5 Sternen empfehlen kann.

Vielen Dank fürs Lesen und Bewerten!

© Adelheid B.



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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Edmond_Dantes

Edmond_Dantes

10.03.2012 13:04

vielleicht habe ich das eine oder andere Lied schon gehört, definitiv kenne ich aber nur das namenlose Pferd und das Einhorn. Für einen CD-Bericht deutlich zu umfangreich.

Alwini

Alwini

03.01.2012 20:45

*singt* ... und ... *haben will*

mozarteum

mozarteum

21.12.2011 12:49

mmmh ... von den ganz alten America-titeln aus den 70ern sind mir noch einige im Ohr - don' cross the river .... u.a. - die neueren sagen mir gar nichts mehr .. dennoch: brilliant berichtet! lg detlef

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