The Fragile Art Of Existence - Control Denied

The Fragile Art Of Existence - Control Denied

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Was macht man normalerweise, wenn einem gerade die Hoffnung auf Urlaub, Entspannung, Sonne und Erholung durch einen barbarischen Akt des Arbeitgebers in tausend kleine Scherben zerschlagen wurde? In Selbstmitleid versinken, in Rachephantasien schwelgen oder in der Hoffnung auf einen krankheitsbedingten ... Bericht lesen





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Control Denied war eine US-amerikanische Progressive-Metal-Band und wurde 1995 vom ... mehr
Death-Frontmann Chuck Schuldiner als Nachfolger
der Band Death gegründet. Diese
Deluxe-Reissue des Originalalbums aus dem jahr
1999 beinhaltet eine zweite CD mit zahlreichen
Demo-Aufnahmen. Ein absolutes Muß für
alle Fans von Death, Judas Priest, Dream Theater,
Nevermore, Dragonforce, Watchtower, Evergrey, Iron
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Zu gut für diese Welt?
Erfahrungsbericht von muesli11 über The Fragile Art Of Existence - Control Denied
22.05.2002


Produktbewertung des Autors:   

Cover-Design: exzellent 
Klangqualität: ausgezeichnet 
Langzeithörspaß: wird nie langweilig 

Pro: Ein musikalisches Feuerwerk !
Kontra: für manche vielleicht zu abgedreht .  .

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Was macht man normalerweise, wenn einem gerade die Hoffnung auf Urlaub, Entspannung, Sonne und Erholung durch einen barbarischen Akt des Arbeitgebers in tausend kleine Scherben zerschlagen wurde?
In Selbstmitleid versinken, in Rachephantasien schwelgen oder in der Hoffnung auf einen krankheitsbedingten „Urlaubsschein“ tonnenweise „Frutti di mare“ Pizza beim schmierigsten Pizzaservice der Stadt in sich reinschaufeln? Oder bei der „Lycos-Prügelpause“ bemitleidenswerten Opfern die Visage eindellen?

Nein, natürlich nicht!!!

Man könnte die aufgestaute negative Energie nutzen, indem man sie in Positive in Form eines Ciao-Berichtes umwandelt! Und genau das mach ich jetzt!!

Heute hab ich mir mal wieder ein schwermetallisches Stück Musik ausgesucht (welches wahrscheinlich kaum einer kennt, und ich deshalb nur auf 20 Lesungen komme, aber egal), und zwar geht es um ein Album namens „The fragile Art of Existence“ von „Control Denied“.
Der Fünfer spielt eine technisch sehr anspruchsvolle Mischung aus Death- und Powermetal die vor Breaks und Tempowechseln nur so strotzt. Es handelte sich um ein Projekt des „Death“ Masterminds Chuck Schuldiner, der diese Combo aus mehr oder weniger bekannten Musikern zusammengestellt hat. Es ist das einzige Album dieser Truppe, erschienen ist es 1999 auf dem Nuclear Blast Label.

Eingespielt wurde es in folgender Besetzung:

Chuck Schuldiner – Guitar
Shannon Hamm – Guitar
Tim Aymar – Voice
Richard Christy – Drums
Steve DiGiorgio – Bass

Beide Gitarristen und Schlagzeuger Richard Christy waren hauptamtlich bei “Death” mit am Werke, welches man den Songs auch deutlich anhört. Gerade viele Gitarrenparts könnten auch den aktuelleren Death-Scheiben entsprungen sein.
Bassist Steve DiGiorgio könnte dem einen oder anderen vielleicht auch noch ein Begriff sein, schließlich war er ja auch schon bei Acts wie Sadus, Iced Earth oder Testament mit an Bord.
Einzig Sänger Tim Aymar ist ein relativ unbeschriebenes Blatt was verwunderlich ist, denn dieser Mann hat ein absolutes Höllenorgan! Irgendwo zwischen Matthew Barlow von Iced Earth und dem früheren Metal Church Sänger Mike Howe. Eine Klare, aber unglaublich kraftvolle Stimme zeichnet diesen Kerl aus. Unbegreiflich, das dieser Mann nach diesem Album auch wieder in der Versenkung verschwunden ist.

Aufgenommen wurde das Ganze in den Morrissound Studios in Tampa, Florida und von Jim Morisson und Chuck Schuldiner produziert. In diesem Studio wurde der Scheibe ein sehr klarer, druckvoller Sound verpasst.
Das Coverartwork, für welches ein Travis Smith verantwortlich ist, ist hervorragend gelungen. Es zeigt computergenerierte Collagen in denen stets „unvollständige“ Personen im Mittelpunkt stehen, umgeben von Spiegelscherben u.ä. . Schwer zu beschreiben, schaut es euch einfach mal an. Im Booklet selbst sind sämtliche Texte abgedruckt, auch die gerahmten Konterfeis der beteiligten Musiker können begutachtet werden.

Die Laufzeit des Silberlings beträgt ca. 50 Minuten. Und jetzt wende ich mich mal dem wichtigsten zu, nämlich der Musik:

„Consumed“
Gleich der erste Song beginnt mit einem typischen „Death“ Bass und Gitarrenpart. Schnell setzt allerdings Double-Bass und Gesang ein. Wie bei einigen Stücken dieser CD strotzt das ganze nur so von Tempowechseln, langsame und schnellere Parts wechseln sich ab, und es werden die wildestens Breaks vollführt. Tim Aymars Gesang erinnert hier meiner Meinung nach sehr stark an Iced Earth, besonders im Mittelpart.

„Breaking the Broken“
Ein etwas schleppender Beginn, Chöre am Anfang, bis der Song dann in typisches Riffing abgleitet. Wieder fällt sofort die hervorragende, mit Effekten angereicherte Gesangslinie auf, auch die typischen Bass und Gitarrenparts sind mit von der Partie. Die Palette reicht vom getragenen Gitarrensolo bis zum Hochgeschwindigkeitsgebolze. Abwechslungsreicher geht’s kaum.

„Expect the Unexpected“
Den Titel mag vielleicht der eine oder andere schonmal gehört haben, schließlich war er zum Zeitpunkt der Albumveröffentlichung auf div. Magazin-CD´s enthalten. Wenn der stark an Metal Church angelehnte Gesang nicht wäre, könnte der Titel auch von der letzten Death-Scheibe stammen. Gitarrengefrickel, abgedrehte Schlagzeugparts und richtig schnell. Einer der besten Songs auf der Scheibe.

„What if...?“
Diesmal darf Basser DiGiorgio zeigen was in ihm steckt. Es geht gleich mit wildem Gebasse los, bis der Song dann nach dem extremen Intro ein wenig zur Ruhe kommt. Immer wieder unterbrechen jedoch wütende Double-Bass Attacken den an sich ruhigeren Titel.

„When the link becomes missing“
Diesmal gehts mit einem soliden Gitarrenriff los, wieder mit leicht verzerrtem Gesang. Business as usual, allerdings diesmal mit einem schönen akustischen Gitarrenpart in der Mitte. Aber keine Sorge, die Ruhe ist nicht von langer Dauer.

„Believe“
Jetzt sind gleich zu Anfang wilde Breaks angesagt. Ein majestätscher Refrain, immer wieder von schnellen Parts unterbrochen. Die mittlerweile typischen Bass und Gitarrenspielchen sind im Mittelteil zu finden, und die spitzen Schreie des Sängers erreichen beinahe Eric Adams-Niveau.

„Cut down“
Mal wieder ein etwas langsamerer Beginn, erinnerte mich ein wenig an Iced Earth. Spätestens im Mittelteil hat sich das allerdings wieder eingerenkt, denn bei den Gitarrensoli ist wieder unverkennbar Chuck Schuldiner am Werk. Es gab wirklich nicht wenige Gitarristen, die einen solch unverwechselbaren Stil ihr eigen nennen konnten

„The fragile Art of Existence“
Das letzte Stück der CD und Titelsong. Hier haben die Herren wohl noch mal versucht, sämtliche Stilmöglichkeiten und Einflüsse in einen Song zu packen. Beginnen tuts wie der typische, klassische Metal-Song, doch schon nach kurzer Zeit ändert sich das Ganze. Tempowechsel, unglaubliche Soloeinlagen der Musiker, und über allem thront der schräg-geniale Refrain. Hier ist einfach alles vertreten, vom Jazz-Gefrickel über die schon erwähnten Metal-Riffs, Double Bass.. Einfach unglaublich, der beste Song der Scheibe!!

Wie man meinen Beschreibungen ja sicher schon entnehmen konnte, ist dies keine Scheibe für Traditionalisten oder verbohrte Zeitgenossen. Das Teil strotzt vor Ideen und Einfällen. Man sollte sich unbedingt Zeit nehmen, sich intensiv mit der CD zu beschäftigen, glaubt mir, es lohnt sich!

Erhältlich ist die Scheibe über einschlägig bekannte Mail-Order Shops wie Nuclear Blast, mit ein wenig Glück vielleicht auch in nem gutem CD-Shop. Wie bei CD´s so üblich werden wohl so ca. 15 EU investiert werden müssen, aber die lohnen sich, glaubt mir!!

Jetzt noch ein kleiner trauriger Nachtrag: Vielleicht ist einem aufmerksamen Leser aufgefallen, das ich stets in der Vergangenheit über Chuck Schuldiner sprach...

Am 14. Dezember 2001 ist er nach 2 ½ Jahren Kampf gegen den Krebs einem Gehirntumor erlegen. Da er nicht krankenversichert war, war es ihm nicht möglich eine letzte, evtl. lebensrettende Operation zu bezahlen, und wurde kurz vor seinem Tod sogar noch von einem Krankenhaus abgewiesen. Obwohl zu diesem Zeitpunkt schon Spendenaktionen und Benefizkonzerte in den USA und Europa organisiert wurden, kam diese Hilfe vieler Fans und Freunde zu spät. Immer noch ist die Familie des Musikers durch die angefallenen Behandlungskosten hochverschuldet. Und so was geschieht im 21. Jahrhundert im Land der unbegrenzten Möglichkeiten....

Da Chuck Schuldiner das Songwriting zur zweiten „Control Denied“ Scheibe kurz vor seinem Tod beendet hat, planen seine Bandkollegen das Album bis Ende des Jahres einzuspielen und als Tribut an Chuck zu veröffentlichen. Die Einnahmen sollen dann seiner Familie zugute kommen, um diese finanziell zu unterstützen.

Wer sich über Chuck Schuldiner noch ein wenig informieren möchte, dem leg ich die Website www.emptywords.org ans Herz...

Ein trauriges Ende einer genialen Band...
   

weitere Erfahrungsberichte
Eine Fontäne der Kreativität
Bewertung für The Fragile Art Of Existence - Control Denied von maphyou

Pro: innova- und krea -tiv *g*
Kontra: ...

...Eine schöne Nacht, um einen neuen Metal-Bericht in die Welt zu setzen. *g* Heute soll es um ein Nebenprojekt von vom verstorbenen DEATH-Frontman Chuck Schuldiner gehen, das den Namen CONTROL DENIED trägt. Das einzige erschienene Album trägt den Titel THE ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
sehr hilfreich

28.12.2003
klingt fast wie Death
Bewertung für The Fragile Art Of Existence - Control Denied von Peter-Mannott

Pro: Death und Trashmetal
Kontra:

Eigentlich könnte man es sich relativ einfach machen und Control Denied, das Side-Project von Chuck Schuldiner (Death), als Death-Album mit anderem Gesang bezeichnen. Musikalisch unterscheidet sich "The fragile art of existence" nämlich kaum die Bohne ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
hilfreich

04.01.2000
Typisch Chuck... Death auf Power Metal
Bewertung für The Fragile Art Of Existence - Control Denied von FS

Pro: komplex, braucht viel zeit
Kontra: s.o.

Control Denied- The Fragile Art Of Existence (Nuclear Blast) Den Sinn, diese Scheibe unter dem Namen Control Denied zu veröffentlichen, muß niemand verstehen. Musikalisch unterscheidet sich 'The Fragile Art Of Existence' nämlich nur minimal vom letz ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
hilfreich

01.02.2000
Chuck Soldnier ist wieder da
Bewertung für The Fragile Art Of Existence - Control Denied von Martinez

Pro: Guter Sound
Kontra: Ungewohnter Sound

Das ist mal wieder typisch Chuck. Der Sound ist unverkennbar, jedoch ist er auf diesem Album schlechter ausgefallen als sonst.Vieleicht liegt dies aber daran, das dies Power-Metal sein soll. Man kann es ihm ja nicht übel nehmen. Man darf es praktisch garn ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
hilfreich

22.02.2000

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Herbstsoundtrack
Bewertung für Novembrine Waltz - Novembre von  Kervorkian

Pro: Überraschend.
Kontra: Nein.

...neue, schönere und bessere Blätter gewachsen, die sich jetzt wohl wieder verabschieden werden. Ein hoffnungsvoller Blick in die Zukunft. Doch noch sind die Blätter am Baum und das ist erstmal verdammt gut so. Sonst würde der Soundtrack zum Herbst schlichtweg fehlen. "Novembrine Waltz" muss einfach gut sein. Meine ersten Gedanken. Wodurch begründet ? Travis Smith. Ein begnadeter Coverkünstler, der bisher noch nie eine musikalisch schlechte Platte durch sein Cover veredelt hat. Beispiele ? Unzählige: "Terria" - Devin Townsend, "The Fragile Art Of Existence" - Control Denied oder auch "Bleeding" von Psychotic Waltz (R.I.P.). Nun gut, da ich mich nicht beeinflüssen lassen wollte, zog ich auch in Betracht, dass Travis Smith auch nur ein Mensch ist und eher für Geld als für gute Platten arbeitet. Meine Theorie sollte sich bestätigen... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich

hilfreich
01.01.1970

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