German King Kong
07.05.2010
Pro:
AmiHipHop aus Deutschland
Kontra:
der wohl auch nur im Amiland Erfolg haben wird
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
Häufigkeit der Nutzung
Dieser Tonträger ist:
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 Senilm
Über sich:
FREE Musicjournalism // The world ends on a sunny day // Sympathy for Empathy // Alive and kicking....
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 36 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Zu dieser Rezension inspirierte mich COPYCONTROL Hip Hop aus Deutschland hat inzwischen auch schon sowas wie ne Tradition. Künstler haben sich etabliert, doch den wirklich großen Sprung über den großen See in die USA hat noch keiner gemacht. Das könnte sich jetzt ändern, der aus New York stammende JOE YOUNG, welcher nun in Deutschland ansässig ist, zeigt mit seinem „The great ape“ das er mit der Zeit geht.
Davon zeugt schon die erhabene Gästeliste, auf welcher Größen wie Kanye West, Lil Wayne und auch Raekwon zu finden sind. Soundtechnisch setzt JOE YOUNG ebenfalls auf sichere, schwere Geschütze. Das was als Dirty South-Style bekannt ist, macht sich auf „The great ape“ mit vibrierenden Bässen, nervös klackernden Beats und überaus nervigen Vocodereinsätzen bemerkbar. „Colorful Clothes“ wird mitsamt seiner Gästerapperriege zum unausstehbaren Titel, hier wird die Skip-Taste schneller gedrückt, als JOE YOUNG vermeintlich am Abzug ist. Überhaupt ist dessen ständiges Gebalze und Gepose äusserst nervig. Ich dachte diese Zeiten wären vorbei ? Aber anscheinend hat mal wieder keiner was gelernt und es geht immer noch um die größte Knarre und die größte Fresse. Wobei es wirklich besser wäre, man würde einfach mal das Maul halten. Dann könnte auch „Show off“´s Down-Low Beat genossen werden, welcher es durchaus wert wäre, mal wieder schicken Zwirn anzulegen, den man sich von „I got money“ abgespart hat. „Be straight“ massiert den R´N`B untenrum ein, was in massivem Hormonstau endet, welcher in „It´s aight“ mit dicker Hose sichtbar wird. Hunt, Jayo Felony und Pusha „i“ bringen etwas Abwechslung, ebenso wie der Richtung Westcoast schielende Sound. Dank der Egos der Mikrofonritter allerdings ein zweifelhaftes Vergnügen. Also muss Societyliebling Kanye West mal wieder den Karren aus der Scheisse fahren. „We alright“ sonnt sich im eigenen Licht und im Bling-Bling-Gold, welches zentnerweise um die Hälse hängt. Die Beats malträtieren sich mit Synthesizern in Richtung Tanzboden, was mit brauchbaren Flows kompensiert wird.
JOE YOUNG ist ein modernes HipHop Album gelungen, daß sich modernen Trends anpasst und auf die richtigen Gäste setzt. JOE YOUNG selbst kann dabei allerdings vernachlässigt werden, sein Wiedererken,nungswert ist gering, was in direktem Verhältnis zu seinem überschätzten Ego zu stehen scheint. Wollen wir hoffen, daß die US-Amerikaner drauf stehen, dann bleibt Deutschland von diesem HipHop in Zukunft vielleicht verschont.
*** auch auf www.triggerfish.de ***
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09.05.2010 20:31
auf mich wirkt Dein Kurzbericht äußerst kompetent so dass du mit wenig Worten viel ausgedrückt hast.
07.05.2010 14:20
ist nicht meine welt, wünsche dir ein schönes wochenende. lg. petra