... Diesmal geht es um "The Great Escape", doch wenn wir schon - im Moment - auf die Rezension der ersten drei Platten Blurs verzichten, so möchte ich doch noch kurz auf
ein wenig Vorgeschichte
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...eingehen. (Die ungeduldigen und die pflichtbewussten mögen mir verzeihen, aber dazu ist ... Bericht lesen
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Erfahrungsbericht von StanMankovitch über The Great Escape - Blur 14. Februar 2002
Produktbewertung des Autors:
Cover-Design:
gut
Klangqualität:
ausgezeichnet
Langzeithörspaß:
wird nie langweilig
Pro:
s . u .
Kontra:
s . u .
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Trotz den bösen Zungen und des affigen Soloprojekts (Gorillaz) von Frontman Damon Albarn soll es mit Blur, ja jetzt Gott sei Dank doch nicht vorbei sein, und schon arbeiten sie an einem neuen Album. Zeit, auf die gut dreizehnjährige Geschichte der britischen Band, die als eine der bedeutendsten in der Geschichte des Britpops gilt, zurückzublicken, was ich auch versuchen werde mit einer Trilogie von Berichten, die den letzten drei Alben von Blur gewidmet sein werden. Diesmal geht es um "The Great Escape", doch wenn wir schon - im Moment - auf die Rezension der ersten drei Platten Blurs verzichten, so möchte ich doch noch kurz auf
ein wenig Vorgeschichte ===================
...eingehen. (Die ungeduldigen und die pflichtbewussten mögen mir verzeihen, aber dazu ist auch die Gliederung da - wenn Sie's nicht lesen wollen, einfach überspringen). Es waren vier. Und diese Situation hat sich bis heute bewahrt, was insbesondere heutzutage recht selten passiert - man siehe sich einmal Oasis an, von deren "Originalbesetzung" heute nur noch die Gallaghers übrig geblieben sind. Und auch gerade dieser Umstand hilft Blur seit elf Jahren, ihren Sound und ihre Musik zwar zu verändern und weiterzuentwickeln, aber immer auch einen einheitlichen, einzigartigen Klang zu bewahren - Blur klingen eben unverkennbar, wobei es bei weitem nicht nur Albarns Gesang ist, der das möglich macht. Und so waren es auch vier im Jahr 1989, als Albarn mit seinem alten Schulfreund Graham Coxon (beide zeigten schon in der Kindheit große musikalische Fähigkeiten, allerdings damals eher in Richtung klassische Musik) eine Gruppe gründete, die noch Seymour hieß und außer den beiden noch Alex James und Dave Rowntree einschloss. Schon im selben Jahr: Demotape, Andy Ross, Vertrag bei Food Ltd. Von nun an hießen sie Blur und wurden von den Kritikern in der Presse von Anfang an hochgelobt. Nach drei Singles das Debutalbum, "Leisure", das sich unter anderem durch stilistische Vielfalt bei - wie gesagt - einheitlichem Sound auszeichnete; der kommerzielle Erfolg war für ein Debut nicht allzu berauschend, aber "ganz nett": siebter Platz in Großbritannien. Und ein Name, der den meisten nicht mehr fremd war. Das nächste Jahr, 1992, war für die Band schwierig. Angefangen hat es mit einer gefloppten Single (Platz 32). Und das nach einer Pause von fast einem Jahr! Nach der Rückkehr aus der Japantour erwarteten die Jungs mehr böse Überraschungen: Aufnahmen fürs neue Album waren auf wundersame Weise "verschwunden", das Geld, das von den "Leisure"-Gagen eigentlich noch übrig bleiben sollte, ebenfalls. Die Missgeschicke führten dazu, dass im Leben der vier Alkohol und Drogen auftauchten. In solch einer Situation wäre eine Wahl angebracht: weiterhin Musik machen oder untergehen. Blur haben gewählt. Im späten Herbst 1992 stand "Modern Life Is Rubbish" in den Läden. Fünfzehnter Platz in England, doch die Krönung des Erfolgs sollte in einem Jahr kommen, mit "Parklife", dem dritten "regulären" Werk der Band - immerhin, Pink Floyds "The Division Bell" vom ersten Platz der britischen Albumhitparade zu verdrängen, das mag etwas heißen! Die immer noch beginnende Geschichte Blurs, jetzt von endgültiger Anerkennung geprägt (die Ausnahme sollten die U.S.A. bilden, wer Blur kennt, der wird verstehen, warum %)), sollte bald mit einer vierten Platte fortgesetzt werden...
The Great Escape ==============
Cover & Booklet =============
Das Cover - ein Boot mit zwei Menschen, die einer dritten ins Wasser tauchenden Person nachschauen - ist ein Teil einer Photomontage, die im Booklet zu finden ist: Oben Sternenhimmel, weiter unten Wolken von einem Satellitenbild, danach das Boot und noch weiter unten ein Hai in den Tiefen der Gewässer. Eine schöne Idee, solch eine Collage zu machen; das Photo mit dem Boot passt symbolisch zum Titel. Drinnen findet man nicht nur weitere Photographien und Texte, sondern auch die Akkorde dazu (!). Cover: ****/***** Booklet: *****/*****
Die Synthesizerklänge Damons und seine Stimme, Grahams Gitarren, mal wirr, mal punkig, mal rhythmisch ganz "im Sinne des Britpops", der Bass Alex', Daves Drums, arrogante, aber lustige und hin und wieder sehr hoffnungsvolle Texte, natürlich die tollen Melodien, Streicher und Bläser hie und da, eine ganze Menge Lebenslust und Glück und die "gute alte" Verachtung des Bürgerlichen in vielen verschieden Formen - all das und noch viel mehr steckt da drin. Mit diesem Programm wurden Blur erfolgreich und landeten auf Platz... zwei der Hitliste, direkt nach Oasis, die im selben Jahr ihr legendäres "(What's The Story?) Morning Glory" hreausbrachten. Trotz des Erfolges und der Gemeinsamkeiten, die die beiden Gruppen verbindete, waren sie stilistisch doch verschieden (obwohl beide zur "Britpopwelle" gezählt werden) und privat durch die ungewollte Konkurrenz verfeindet. So wurde 1995 das Anfangsjahr des in die Jahre gekommenen und mittlerweile etwas ruhigeren "Battle". Textlich ist "The Great Escape" hauptsächlich den "Stereotypen" gewidmet, wobei sie alle - natürlich! - mit Mitleid, Ironie und einer Prise...einer GROßEN Prise Verachtung behandelt werden. In diesem Sinne hätte der Titel kaum besser sein können - denn "...there must be more to life than
-Stereotypes-"
Das erste Stück auf dem Album ist gleich eines der schwereren. Eine Art Intro: "Yes, they're stereotypes, there must be more to life!.." An dieser Stelle ist noch etwas zu bemerken: alle Alben von Blur erfordern Geduld, um sie richtig zu lieben und zu genießen... Unbedingt mehrmals, immer wieder mal anhören, es lohnt sich!
-Country House-
Diese Komposition ist als Singleauskopplung herausgekommen und ist wohl eines der wenigen, wenn nicht das einzige, Stück auf diesem Album, das man als so etwas bezeichnen könnte wie das, was man normalerweise unter einem "Hit" versteht. Die Hauptfigur ist hierbei ein "City dweller, successful fella...". Die hellen Synthesizerklänge, die erst im zweiten Teil eingesetzt werden, erinnern daran, dass "The Great Escape", die große Flucht vor dem Blinden, dem "Stereotypen", auch hier ganz nah ist.
-Best Days-
Eine ruhige Ballade. Zunächst hielt ich das für eines der schwächeren Stücke, doch nach und nach "verstand" ich es. "Other people wouldn't like to hear you if you said that these are the best days of our lifes..."
-Charmless Man-
Wieder eine Singleauskopplung. Ein großartiger Song. Worum es geht, kann man bereits aus dem Titel erschließen ;)...
-Fade Away-
“...They stumbled intro their lives In a vague way became man and wife...” “...Now when he’s in she’s out...”
Einzigartig!!....
-Top Man-
Eine irgendwo spaßige Nummer %) Angefangen mit einer durch leisen Schlagzeug unterlegten akustischen Gitarre, wird dieser Song mit einem tiefen Chor fortgesetzt, der rhythmisch "OOOh" von sich gibt. “T.O.P.M.A.N. - he’s naughty by nature!..”
-The Universal-
...ist fast schon symphonisch. Traurig, schön... “Every paper that you read says tomorrow is your lucky day - well, here’s your lucky day...”
-Mr.Robinson’s Quango-
Es wäre wohl ein "Füllsong", wenn nicht die Leadgitarre, die Keyboards und der Part mit "Oh, I’m a naughty, naughty boy!..”
-He Thought Of Cars-
Eine wiederum traurige Gitarrenballade, toll...
-It Could Be You-
Eine bewusst naive Hymne, wenn ihr mich fragt, passt sie auch zu einer reichlich angetrunkenen Runde %) Aber natürlich nicht nur...
-Ernold Same-
Zunächst - Mandoline, Synthesizer, Gerede...danach "betont gesungener" Gesang von Albarn. Allein für diesen Song hätte dieses Album schon fünf Sterne verdient.
-Globe Alone-
Dieses Stück ist fast schon Punkrock. Unglaublich, mit welcher Leichtigkeit Blur solch einen Song direkt nach "Ernold Same" platzieren...
-Dan Abnormal-
Schwächer als die anderen Songs.
-Entertain Me-
Mmmmmmmmmmmmmmmmhh!..
-Yuko and Hiro-
Der abschließende Song auf "The Great Escape" hat so viele elektronische Klänge, dass man seine Melodie beim ersten Hinhören nur mit Mühe ausmacht - trotzdem ist er sehr schön, wenn man sich erst reingehört hat. Und als Abschluss gibt es noch einmal musikalische Ausschnitte aus "Ernold Same" - warum gerade daraus, wird wohl schon aus dem Songtitel klar sein, auf unserem "Great Escape" sehen wir noch einmal den armen Ernold... Wie wird der Morgen?..
Fazit ====
In "The Great Escape" muss man sich einige Zeit nach dem ersten Hören reinhören (auch wenn jeder Deutschlehrer bei dieser Art Satzbau wohl schreiend aus dem Raum gerannt käme %)). Es ist zweifellos ein großartiges Album, vielfältig und schön.
Diese Scheibe besticht durch eine gesammt gelungene musikalische Unterbasis, die durch einige Songs sehr gut ergänzt wird. COUNTRY HOUSE und CHARMLESS MAN sind hier zu nennen. Weiterhin gut ist das Booklet, das mit den Griffen für Gitarre versehen ist und zum Nachspielen einlädt. Man kann diese Musik faktisch unbegrenzt hören und sie hängt einem nicht zum Hals raus. Dieses Werk sollte in jede gute Sammlung gehören. Es ist kein Abklatsch von Oasis, ...
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Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
sehr hilfreich
14.07.2000
Sehr gute CD! Bewertung fürThe Great Escape - Blurvon
Fascio
Pro: nahezu konstant hohes Niveau Kontra: keine Superhits
Wie bei allen Blur-Alben sind auf der CD einigen sehr gute Lieder, andere dagegen nur mittelmässig. Man kann aber ruhigen Gewissens behaupten, dass dieses Gefälle bei dem vorliegenden Album nicht so gross ist, wie bei den übrigen Alben. Was auf jeden Fall Erwähnung finden muss, ist desweiteren, dass sich von den 15 auf der CD befindlichen Songs keine in ihrer Meldodie oder dem Text ähnlich sind. Vielmehr sind viele sogar im Musik-Stil verschieden! ...
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Nach den drei guten, aber nicht überragenden Alben "Leisure", "Modern Life Is Rubbish" und "Parklife" ist den Musikern der englischen Pop-Band Blur mit "The Great Escape" ihr absolutes Meisterwerk gelungen. Die erste Singleauskopplung "Country House" wußte schon durch einen intelligenten Text, eine geniale Melodieführung, ein sehr gelungenes Arrangement und durch sehr großen Ideenreichtum zu überzeugen, ließ aber beim aufmerksamen Hörer die Befürchtung ... ...weit gefehlt, "The Great Escape" überzeugt durch jede Menge neue und frische Ideen und stilistisch sehr abwechslungsreiche Songs, von denen jeder einzelne ein kleines Meisterwerk darstellt. Der Clou aber, der ein gutes Album zu einem absoluten Meisterwerk macht, wird auf "The Great Escape" auch erreicht: Trotz unterschiedlicher und abwechslungsreicher Lieder baut sich beim Hören der CD eine eigene, unverwechselbare Atmosphäre auf, die den Hörer jedesmal ...
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Auch wenn die besten Tage des Britpops längst gezählt sind, haben doch einige Bands überlebt. Dazu zählen natürlich auch Blur, die demnächst mit einem Best-of-Album ihre bereits Elfjährige Karriere feiern. Damon Alban ist einer der wenigen Leute, denen Arroganz steht. Er singst seine Songs in dem hochnäsigsten Englisch das nur möglich ist und sieht dabei so brav aus. Grrrr!!!
Doch er hat natürlich auch extrem gute Songwriterqualitäten. Das merkt ...
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Da war das Rennen mit Oasis schon voll im Gange. Zwar wurde die Single
"Country House" noch die Nummer 1 in den britischen Charts (Oasis
erreichten mit "Roll With It" die Nr. 2 - beide Singles wurden am selben Tag
veröffentlicht...), danach allerdings wurden alle bisherigen Blur-Erfolge von
Oasis gnadenlos getoppt. "The Great Escape" ist noch einen Schritt perfekter
als "Parklife" und damit vielleicht ein bißchen zu perfekt, ein wenig
überproduziert, ... ...wohl das poppigste von Blur ist, muß man sich erst mal reinhören, da es
stilistisch wiederum eine Erweiterung zu "Parklife" darstellt. Die kitschigen
Songs sind noch kitschiger, die schrägen noch schräger und die bombastischen
noch bombastischer - aber es lohnt sich, von Singles mal abgesehen (die sind
sowieso klasse), Songs wie "He Thought Of Cars", "Mr.Robinsons Quango"
oder "Dan Abnormal" zu entdecken. ...
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...Die englische Popband Blur hat auf ihren ersten vier Alben "Leisure", "Modern Life Is Rubbish", "Parklife" und "TheGreatEscape" eine Entwicklung von der typischen Britpopband hin zu einer ernst zu nehmenden musikalischen Kraft gemacht; diese Entwicklung wurde zwar für "Parklife" kurzfristig unterbrochen, sorgte aber dadurch, daß gleichzeitig die Qualität der einzelnen Songs stetig zunahm dafür, daß die Musik Blurs sich immer weiterentwickelte und aus der Welt der englischen Popmusik nicht mehr wegzudenken ist. Nachdem das vierte Album "TheGreatEscape" ein Meisterwerk war, waren Blur eigentlich dazu gezwungen, mit dem nächsten Album einiges sogar konzeptionell anders zu machen, denn ansonsten hätte höchstens ein müder Abklatsch des Vorgängers dabei rauskommen können. Und dies haben sie auch durchaus mit Bravour geschafft, denn auch...
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Pro: Neue, alte Musik, die ewig währt! Kontra: eigentlich nichts!
...Mit "TheGreatEscape" haben sich Blur einen eigenen Stein in den Weg gelegt! Es galt die beiden Vorgängeralben zu überbieten... Und dies wurde mit Bravour gemeistert!
Auf 13 haben Blur nicht nur wieder gezeigt, dass sie ihren eigenen Stil haben, sie haben auch gezeigt, dass sie sich stetig weiterentwickeln und in ihrer Karriere jeder Schritt auf der Stelle ein Rückschritt ist!
Blur sind eine Band, die ihre Gefühle und ihre Gedanken in ihrere Musik ausdrücken!
13 lässt sich aber erst nach ein paar Durchgängen wirklich beurteilen, denn es ist eben eine gewöhnungsbedürftige Platte, die sich nicht einfach so nebenbei hören lässt!
Selbst ich als Oasis-Fan habe mich über diese Gruppe und ihr neues Album wieder freuen können!
Die britische Gitarrenmusik wird nicht untergehen, solange es Blur und Oasis gibt, denn dises Bands stellen...
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Pro: Tolle Lieder, sehr viel erwachsener als Vorgänger Kontra: Nicht leicht zugänglich
...Als ich dieses Album das erste Mal gehört habe, war ich als langjähriger Blur Fan regelrecht entsetzt. Ich fand es einfach schrecklich. Ich musste erstmal warten und mir das Album in aller Ruhe anhören. Denn im Gegensatz zu Parklife, Thegreatescape und Modern life is rubbish ist Blur kein Album zum nebenher hören. Wenn man allerdings erstmal Zugang zu den Songs gefunden hat,ist Blur das beste Album das Blur rausgebracht haben. Während bei den Alben vor Blur noch der stärkste Einfluss von Damon Albarn kam, ist bei diesem Album schon deutlich mehr der Einfluss von Graham Coxon zu hören, was beim Nachfolge Album 13 noch mehr zu hören ist.
Anspieltipps:
M.O.R, On your own, You're so great...
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