Rock oder Pop...??
21.07.2002
Pro:
Daniels Gesang, Anfangsriff, teils Refrain
Kontra:
zu wenig Gitarren, kein echter Höhepunkt
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
mehr
 Dalela
Über sich:
verrate ich nichts...;)
Mitglied seit:26.10.2001
Erfahrungsberichte:14
Vertrauende:4
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 53 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
... diese Frage stell ich mir bei dem Song. Eigentlich war ich doch sehr gespannt auf das neue Silverchair Album „Diorama“, das am 29.7. in Deutschland veröffentlich wird. Doch die Vorabsingle „The Greatest View“ hat meine Erwartungen etwas getrübt. Irgendwie ist der Song nichts neues, hat keinen wirklichen Höhepunkt. Damit will ich nicht sagen, dass er schlecht ist, aber Silverchair hat wirklich schon besseres geschrieben. ++ Kurze Bandinfo ++ ---------------------
Daniel Johns – vocals, guitar Ben Gilles – drums Chris Jonnaou – bass guitar ++ CDs ++ ----------
Frogstomp Freak Show Neon Ballroom Diorama (29.7.02) ++ The Greatest View ++ ------------------------
The Greatest View beginnt echt gut, voller Energie. Alle Instrumente spielen zusammen einen Part, betont von einem schweren Riff, der diesmal nicht von Streichern, sondern von Bläsern untermalt wird (bis ich mal herausgehört hab, dass des Bläser sind!!! Ich dachte mein Ohr wär einigermaßen trainiert :) Vor allem sind die Gitarren dabei sehr verzerrt und auch der Bass ist nicht gerade leise *g* *mirSchonMalSehrGutGefallenHat* Doch während der Strophen, lässt dieser Elan ziemlich nach. Die Gitarren bleiben leicht verzerrt, aber eher bedeckt im Hintergrund. Das Schlagzeug spielt ehrlich gesagt nix besonderes, ja ich weiß ist immer einfach zu sagen, wenn mans nicht selber spielt, aber man hört eigtl. nur diesen 08/15 Rhythmus, also Becken und Snare Drum im Wechsel. Na gut, hin und wieder streut er noch ein paar Base Drum Schläge rein :) Einzig und allein Daniels Gesang ist so traumhaft wie eh und je, mit ein paar Schluchzern betont er vor allem die letzte Silbe der Worte.
Der Refrain ist schon wirklich sehr schön, vor allem weil Daniel immer höher singt. Getreu dem Cover der Single (ein im hellblauen Himmel fliegender Luftballon), kommt man sich wie an einem Sonnenscheintag vor: I’m watching you watch over me and I’ve got the greatest view from here... Ich werd da ganz sehnsüchtig, ein bisschen trist, möchte gern an seiner Stelle sein, aber irgendwie gibt er einem gleichzeitig ein schönes, zufriedenes Gefühl. Ist eigtl. auch was für Leute, die gern so grünes Zeugs konsumieren, da könnt man dann meinen, zu fliegen...;) Danach setzt eine *Silverchairtypische* Stelle ein, gefällt mir gut, ist aber leider viel zu kurz: Während Daniel sein „here“ aushauchen lässt, zupft er eine echt schöne, rasche Melodie auf seiner Gitarre. Leise ist im Hintergrund dabei der Bass zu hören. Das Schlagzeug setzt ein und kurz drauf die 2. Strophe. An deren Ende betont er ein paar Worte mit so einem rollenden r, bisschen wie ein Bluessänger (etwas strange ehrlich gesagt!)
Nach dem 2.Refrain ist wieder der Anfangspart/ zu hören, dessen letzter Teil/Riff wird in kurzen Abständen wiederholt, wobei die Bläser immer höher auf der Tonleiter gehen. Hier meint man, dass sie die ganze Energie zum letzten Mal sammeln, um dann vielleicht auf einem Höhenflug wieder the greatest view zu bekommen. Nach dem letzten Refrain, folgt dann ein sehr hohes „nananana“, begleitet im Hintergrund von einem langen „here“, dann wiederholt sich der Satz „the greatest view from here“ und nach dem 2.Mal nananana klingt der Song, ganz seinem Titel entsprechend, mit diesem Satz aus.
Warum mir das Lied nicht so gefällt liegt wahrscheinlich daran – wie oben schon erwähnt – dass kein wirklicher Höhepunkt zu finden ist. Der ist zwar nicht in jedem Song ein Muss, in diesem aber schon, denn die Strophen und ebenso der Refrain zeigen nichts besonderes, es wirkt ein bisschen so: „da nehmen wir mal einen guten Riff, setzen den an Anfang, dann schnell Strophen und Refrain, hauen den Riff als kleine Besonderheit wieder irgendwo dazwischen rein – fertig (ist doch sonst eigtl. Popsongschema, oda???)" sie hätten das einfach noch weiter ausbauen können. Bei Silverchair erwartete ich normalerweise einen burnigen Zwischenpart (man denke nur an Neon Ballroom&Co), davon sind aber leider nur Ansätze zu finden, wie z.B. bei Daniels alleinigem Zupfen oder bei der kurzen! Wiederholung des Anfangsparts. Irgendwie wirkt „The Greatest View“ ein wenig so, als ob sie unbedingt wie auf „Neon Ballroom“ weitermachen wollten, es aber nicht so ganz geschafft haben. Also eine Mischung aus Rock und Melodie, die hier rockt aber fast nicht, denn vor allem der Refrain hat mir - trotz seiner Schönheit - zu wenig Elan, zu wenig Gitarren. Anfangs klingt der Song noch sehr nach dem „Silverchairrock“ den man sonst von ihnen gewohnt ist, eben dieser fehlt leider sonst im Song. Für mich hat der Song schon manchmal eher etwas von Pop. Aber genug geschimpft, er ist ja nicht schlecht an sich. Er klingt schon wirklich schön, vor allem der Refrain und das Ende ,aber wenn man an die vorherigen Stücke von Silverchair denkt, kommt dieser Song einfach nicht so ganz an sie heran. Deshalb auch nur 3 Sterne (sonst vielleicht 4).
Mal sehen wie der Rest von Diorama ist *skeptischAbaneugierigbin* Danke fürs Lesen
Liebe Grüsse, Dalela PS: Ich hab mir die Single nicht gekauft, weil ich erst mal auf das Album warte und ich ja von dem Lied nicht soooo begeistert bin --> die Bewertung bezieht sich also nur auf „The Greatest View“ zur Info: auf der Single sind noch zwei weitere Stücke drauf: Pins In My Needles & Too Much Of Not Enough
Preisvergleich
sortiert nach Preis
* Alle Preise inkl. gesetzlicher MwSt und ggf. zzgl. Versandkosten. Preise, Verfügbarkeit und Versandkosten können im jeweiligen Shop zwischenzeitlich geändert worden sein, da eine Echtzeit-Aktualisierung technisch nicht möglich ist. Maßgeblich sind immer die Preise und Angaben auf der Händlerseite. Alle Angaben ohne Gewähr.
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
Das könnte Sie interessieren
|
|
29.02.2004 15:47
hey! ich hatte probleme mich in "diorama" 'zurechtzufinden', weil es doch ein ziemlicher musikalischer sprung ist. deshalb finde ich, dass "the greatest view" ein gutes bindeglied zwischen "neon ballroom" und "diorama" war. ich hätte diesen song auch als erste single veröffentlicht. die single gibt dann ja auch noch einen etwas komplexeren einblick in den 'neuen' stil ... allerdings hatte ich zuerst das album und dann die single. ich betrachte das ganze also aus der perpektive der eingeweihten *fg*. egal, das album rockt und auch "the greatest view" ist gut. auch wenn es anders klingt als alles bisher ... ich denke mal, das bezeichnet man daher auch als innovativ ... okay, wollt ich nur mal loswerden. ansonsten super detailreicher bericht! liebe grüße!
25.09.2002 10:31
Sehr guter Bericht, leider ist das nicht meine Musik...Grüßle Brocki1978
03.09.2002 12:35
Und dabei sind Silverchair bzw. Daniel doch so stolz darauf, dass sie ihren musikalischen Horizont erweitert haben...