King of HipHop - De La´s Verbal Clap !
12.11.2004
Pro:
Hervorragendes Album für Freunde von Soul und Jazzsample - HipHop
Kontra:
. . . nada . . .
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
Häufigkeit der Nutzung
Dieser Tonträger ist:
mehr
 Senilm
Über sich:
FREE Musicjournalism // The world ends on a sunny day // Sympathy for Empathy // Alive and kicking....
Mitglied seit:09.06.2001
Erfahrungsberichte:1040
Vertrauende:132
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 58 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
**KING OF HIPHOP** Schaffens die drei HipHop Veteranen von DeLaSoul den Thron des Hip Hop zu besteigen ? Lest mehr hier im vierten Teil meiner Reihe ...
**KING OF HIPHOP** DeLaSoul sind wieder da - tja, so sicher war das für die Veteranen des HipHop schon gar nicht mehr. Denn nachdem nach dem eher mässigen "AOI:BIONIX" ihr Label Tommy Boy die Jungs nicht mehr halten konnte, mußte erstmal ein neues Label gesucht und so manche Zukunftspläne beerdigt werden.
Das hat wohl auch zur Rückbesinnung geführt denn auf "Grind date" dem neuesten Full-Time-Player der drei Jungs gibts so gut wie keine Experimente. Feinstes Sampling aus Soul und Jazz auf rollenden Beats garniert mit feinstem Wordflow strecken sich fast durch das gesamte Feinschmeckermenü. Ausnahmen wie "Shopping bags" welches Madlib-produziert Latino Beats und haspelige Lyrics verbreitet, oder das viel zu hektische "Come on down" das mit Flava Flav´s wirren Interludes vollkommen aussteigt, gehören leider auch zu den schwächeren Werken des ansonsten homogenen Albums. Tracks wie der Einstand "Future" featuren das beliebte Soulgesangspitching, das hier zu einem pumpenden Jazzbeat werkelt - anschliessend "Much more" einspielt um diesen groovenden HipHop-Soulwunder den nötigen Drive zu verleihen. Der Höhepunkt dieser Pitchtracks ist "Days of our lives" das Common´s Anwesenheit nutzt um warmen Wordflow in prickelnd, wunderschöne Pianosamples zu hüllen.
"I play the xbox instead of rolling the dice" Beim gepitchten Gesangssampling mit dem big bouncenden Beats die "Grind Date" vorweist könnte man glatt Kanye West als Producer vermuten, so lockerflockig wie das ins Ohr geht ists ne wahre Freude. Ihren hohen Status in der Black Community leben die Jungs aus, wenn Gäste wie Spike Lee anwesend sind um das verjazzt geniale "Church" zum Leben zu erwecken. Der warme, soulige Refrain dieses Tracks lässt die Köpfe nicken, wie den Wackeldackel in Opas Mercedes. Smoothe Rythmen stimmt "It´s like that" an, das von Carl Thomas´s Soulgesang einen gelungenen Gegenpart zum Xylophongeklingel findet.
"We´re De LA til the death or at least until we break up" Hardcoretracks wie "Verbal Clap" die auf einem Beat aufbauen der so alt ist wie ne Fliegerbombe unterm Bahnhof -dafür aber ne ähnliche Explosionskraft aufweist, gehen ab- wie der Lack an meinem Auto. Diesen Partycharakter hat auch "He comes" das gemeinsam mit Pretty Toney "Ghostface Killah" mehr Groove aufweist als der 70er Diesel VWBully meines Nachbarn - hier steppt der Bär ! Mit "No" sorgen die letzten drei Tracks dann durchgehend für Partystimmung - pumpende Beats, bollernde Bässe - lässiges fröhlichstimmendes Sampling und eingängigste Refraingesänge locken ebenso auf die Tanzfläche wie das geniale Sprachsamplebasierende "Rock Co. Cane Flow". Der marschierende Beat massiert sich ins Ohr bevor die Jungs ihr glückliches Händchen für Samples beweisen. "Shoomp" ist mit Sicherheit der Burner des HipHop Jahres - wer hat die geile Idee "Tom Tom Club" zu samplen um drei HipHopper und Sean Paul gemeinsam mit dem Rest der Welt zu feiern lassen. Der "Genius of Love" Samplebackground schiebt sich nicht nur lockerleicht vibrierend ins Ohr sondern auch den letzten Tanzunwilligen auf die Tanzfläche.
Natürlich haben De La Soul auch textlich wieder einiges zu berichten -dabei schlagen Sie schärfere Töne gegen ihre Kollegen an, die den Ausverkauf des HipHop betreiben. Lassen die Ladies die das Geld ihrer Lover in den Shops verprassen ihr Fett abbekommen und fröhnen wenig später der Kultur welcher Sie mittlerweile auch schon seit fast 20 Jahren angehören. KING OF HIPHOP FAZIT:
Die Krone erreichen Sie mit Ihrem Werk zwar nicht ganz, dennoch belegt das Album welchen "Legendenstatus" die Jungs innehaben und zu welch hohem Niveau Sie fähig sind. Ein durchweg homogenes Album das abwechslungsreich dem Jazz und Soulsampling fröhnt und ab und an auch mal dem New Yorker Hardcorerap seinen Tribut zollt - am Ende kommt dabei eine der besten HipHop Scheiben des Jahres raus ! KAUFEN ! **MUSIK DER 80er** Ab dem 15. November startet eine neue Aktionsreihe die euch die Musik der 80er näherbringen will. Diese Gemeinschaftsaktion von Milsch und mir sucht noch Mitschreiberlinge - die über Ihre 80er Jahre Platten berichten wollen ! Wer Lust hat mitzumachen bitte bei mir oder milsch im Gästebuch melden !
Preisvergleich
sortiert nach Preis
* Alle Preise inkl. gesetzlicher MwSt und ggf. zzgl. Versandkosten. Preise, Verfügbarkeit und Versandkosten können im jeweiligen Shop zwischenzeitlich geändert worden sein, da eine Echtzeit-Aktualisierung technisch nicht möglich ist. Maßgeblich sind immer die Preise und Angaben auf der Händlerseite. Alle Angaben ohne Gewähr.
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
Das könnte Sie interessieren
|
|
14.11.2004 17:59
Naja, die Single nervt mit der Zeit ganz schön (Shopping bags ....) Sonst ham die jungs schon was drauf.
12.11.2004 21:20
Kaufen, marsch, marsch! Der Appell ans Öffnen der Schatulle ist vielleicht ein bisschen zu viel des Guten, ansonsten passt wieder alles. PS: Du rührst ja mächtig die Werbetrommel für unsere Aktion, bin mal gespannt, mit wievielen Berichten wir Ciao fluten können...
12.11.2004 21:19
liest sich ja ganz schnofte, mal kucken ob da was geht...