The New Wave of American Heavy Metal!
03.02.2004
Pro:
frische Härte, absolut kompromisslos
Kontra:
eigentlich nichts . . .
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
Häufigkeit der Nutzung
Dieser Tonträger ist:
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 LifeInSin
Über sich:
TRANSFORMERS waren der Hammer!!!
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Mitglied seit:19.01.2004
Erfahrungsberichte:71
Vertrauende:3
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 32 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
... so wurden Chimaira bereits anno 2000 bezeichnet, als sie mit "This Present Darkness" ihr erstes Album auspackten. Die Markenzeichen der damals noch 5 jungen US-Amerikaner waren kompromisslose Härte, frisches und technisch absolut sauberes Spiel sowie Lyrics, die absolut kein Blatt vor den Mund nahmen. Die pure Energie, die ihre Live-Shows bereits damals legendär werden ließen, ließ sich auch auf ihrem Zweitling "Pass Out Of Existence". Die Single "Sp Lit" verschaffte Chimaira auch am anderen Ufer des großen Teichs Aufmerksamkeit. 2003 war nun das Jahr, um mit "The Impossibility Of Reason" endgültig die Führung in der Riege der jungen Metalcombos zu übernehmen. Mit einem elektrischen Summen beginnt das, was sich nur kurze Zeit später in das Riffunwetter "Cleansation" verwandelt. Schon nach wenigen Takten ist man beinahe gezwungen, den Kopf rhytmisch zu schwingen, während einem eine unausweichliche Wand aus Bass und Doublebass-Attacken um die Ohren fliegt. Vocalist Mark speit geradezu eine Line nach der anderen in den Raum , als habe er höchstpersönlich den Hass erfunden. Wer bis hier noch glaubt, einen typischen Nu-Metal-Act vor sich zu haben, wird spätestens beim Gitarren-Solo-Part(!) aufhorchen. Chimaira beweisen hier, dass sie sich in absolut keine Schublade stecken lassen.
Dieser Eindruck setzt sich im Titeltrack fort. Nach einem rasanten Intro hagelt es First-Class-Drumming und Spitzenriffs, immer wieder dominiert von Marks unglaublich intensivem Vocal-Style. Der Refrain trifft den Zuhörer wie eine Reihe von Faustschlägen... links, rechts, links, immer wieder. "Pictures In The Gold Room" ist in vielerlei Hinsicht eine Besonderheit. Nicht nur der höchst interessante Titel, auch die etwas gedämpftere Geschwindigkeit und der teilweise gesungene Rrefrain stechen hervor. Dabei beweist Mark dass er durchaus auch melodisch sein kann. "Power Trip", mit nur 2:48 Minuten der kürzeste Song des Albums, ist wieder ein absolut geradliniges Stück heftigster Musik mit einem absoluten Mitgröhl-Text. Spätestens hier merkt man, dass Chimaira wirklich einen Hass gegen Alles und Jeden zu hegen scheinen. Das sie aber wesentlicher vielschichtiger sind als man vielleicht vermuten mag, beweist nach "Pictures In The Gold Room" spätestens die Single-Auskopplung "Down Again".
Ein melancholisches Piano eröffnet den Song, gefolgt von einem wunderschönen Doppel-Gitarren-Solo. Das eingängige Riffing und die zunehmend melodischen Gesangspassagen machen "Down Again" wohl zum massenkompatibelsten Stück (abgesehen vielleicht von "Crawl", doch dazu später). Das Chimaiara nicht allzu lange auf dieser Schiene verweilen, beweist allein der Titel des nächsten Stückes: "Pure Hatred". In meinen Augen sozusagen die Album-Hymne kombiniert es treibende Strophen mit dem simplen, aber wuterfüllten Refrain "I hate everyone", der spätestens nach der im Februar 2004 anstehenden Deutschlandtour der Chimaira-Schlachtruf schelchthin werden dürfte. Es folgt mein persönliches Lieblingsstück des Albums, "The Dehumanizing Process". "Clear the way, the new king has arrived" brüllt Mark ins Mikro, während ihn beinahe schon geniale Gitarrenklänge begleiten. Dieses Stück wäre schon als Instrumental ein Highlight, aber der stimmig eingesungene und intelligente Text setzen dem Ganzen die Krone auf. Live teilt Mark hier regelmäßig das Publikum in zwei Hälften, um sie dann auf einander prallen zu lassen, was ihm den Spitznamen "Metal Moses" eingebracht hat. Und eine Textzeile wie "Bury my dreams, I will bury you" wird kaum jemanden unberührt lassen. Wen nicht spätestens hier der Zauber des Albums packt, sollte die Scheibe wieder in den CD-Schrank stellen...
... oder besser doch noch einen Track warten? Den mit "Crawl" zeigen Chimaira noch einmal eine neue Facette ihres Könnens. Eine leicht poppige Midtempo-Nummer mit mehr Gesang als Geschrei und einer Menge Atmosphäre. Wie bei einer Achterbahn wird das Soundlenkrad mit "Stigmurder" anschließend allerdings wieder um 180 Grad herumgerissen. Viereinhalb Minuten Vollgas - Spitzkehren, Hügelkuppen, Burn-out und eine abrupte Vollbremsung inklusive. Wer diesen Song einmal mitgebangt hat dürfte wissen, was ich meine. "Eyes Of A Criminal" ist wieder eine etwas langsamere, aber beinahe noch intensivere Nummer. Langsam fragt man sich dann doch, wo Mr. Hunter diese ungalubliche Energie und Wut hernimmt. Wer glaubt, das er wenisgtens beim letzten Song mit Vocals mal einen Gang zurückschraubt, täsucht sich gewaltig. "Overlooked" ist noch einmal ein Kracher in bester Thrash-Metal-Manier, bevor man das Album schließlich mit dem über 13 Minuten langen Instrumental-Stück "Implements Of Destruction", dass mit einer wunderschönen Akustik-Gitarre beginnt, abschließt.
Das Lied fadet langsam aus, doch bevor man durchatmen kann befremdet noch ein äußerst seltsames, lautes und abrupt endendes Störgeräusch unsere Lauschlappen. Nun aber ist geschafft... "Was zur Hölle war das denn?" wird man sich nach diesem überaus intensive Musikerlebnis fragen. Nun ja, dies war die Geburt einer der wohl zukunftsträchtigsten Metal-Kapellen des neuen Jahrtausends, die mit ihrem Stil vielleicht die Blaupause für die Nachahmer von morgen gezeichnet haben. Denn selten klang eine Band so brutal, schön und wütend zugleich.
HINWEIS: Dieser Bericht ist auch auf meiner Homepage http://www.lifeinsin.tk/ zu lesen!
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11.07.2006 20:17
Hervorragend wie immer.
08.12.2005 15:03
Geile Band, geiler Bericht... ...was will man mehr?^^ MfG Dennis
21.03.2004 15:09
Ein richtig geiles Album, einfach geil! *gg* ..., hab' sie auch schon live geseh'n auf der rOaDrUnnEr rOaDrAgE-Tour (oder so ähnlich ^^) - hätte nicht gedacht, dass die das Zeug so dermaßen gut live wiedergeben können! Starke Band! ..., nur schade, dass der Drummer ausgestieg'n ist - aber den wollte KeRRy KiNg ja sowieso haben óÒ