Erfahrungsbericht über

The Industrialist (Ltd.Digipak) - Fear Factory

Gesamtbewertung (1): Gesamtbewertung The Industrialist (Ltd.Digipak) - Fear Factory

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Es geht bergauf, bloß die Richtung ist noch nicht ganz klar

4  05.06.2012

Pro:
Zum Großteil echt gute Songs, Gesang, Spielzeit

Kontra:
Ein Lied für die Tonne, für Digipack leider zu wenig Leistung

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Cover-Design:

Klangqualität:

Langzeithörspaß:

Häufigkeit der Nutzung

Dieser Tonträger ist:

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xxlocoxx

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Mitglied seit:16.02.2012

Erfahrungsberichte:97

Vertrauende:8

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 86 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Einleitung

Nach dem wohl unerwarteten Reinfall „Mechanize“ der nur wenig Abwechslung und Melodische Glanzminuten hatte, schlagen sie mit „The Industrialist“ wieder den richtigen altbewährten Ton an.

Die Single „Recharger“ welche auch auf Youtube schon vor Albumstart zu hören ist, ließ erahnen das Fear Factory wieder auf straffe Drums, groovende Chords und melodische Gitarreneinlagen sowie vor Allem auf Gesang gesetzt haben.

Natürlich lässt man sich nicht Blenden, erinnert man sich an „Transgression“ oder eben das oben angesprochene „Mechanize“ gabs dort auch das ein oder andere Lied welches andocken konnte, einem Album aber nicht zum Zugreifen verholfen hat.

Doch was sich mir nach dem Kauf da bot zauberte mir wieder ein Lächeln ins Gesicht und brachte die Hoffnung wieder, dass viele Bands wieder zu altem Ruhm aufsteigen.

Das Album allgemein

Wir haben es hier wie schon oft 2012 erlebt mit einer Mischung früherer Alben zu tun. Hierbei merkt man schnell, dass altbewährte für gut befundene Strukturen eingebaut wurden aus den Alben „Obsolete“, „Achetype“, „Digimortal“ und auch „Concrete“.
Es gibt endlich wieder die melodischen Parts, den glasklaren Gesang und ordentlich Drum- und Bassaction welche nicht monoton oder wie absolutes Gebombe klingen, sondern sich der Stimmung der Songs anschmiegen.

Thema ist wie man es von dem musikalischen Maschinenkult kennt, die düstere Zukunft der Menschheit gegen die Maschinen. Für die einen mag es das ewig leidige Thema sein, ich persönlich mag die Thematik.

Leider gibt es auch einen Track (Human Augmentation) den man nicht brauchen kann und den Verdacht nahe legt, dass hier einfach die Gesamtspielzeit in die Höhe getrieben wurde denn mehr als eine Geräuchkulisse von 9:05 (!) wird einem nämlich nicht geboten.

Preis

17,99 € bei Amazon.de
Design von CD und Cover

Das Cover ist echt gelungen und macht wirklich Laune dieses Album zu kaufen. Zu sehen ist natürlich das Doppel-F aus Metall, welches aussieht wie der Kopf eines Roboters (Menschmaschine). Der schwarz gehaltene Hintergrund ist nicht langweilig sondern passt rigoros auch in das musikalsiche Konzept der Band.

Die CD sieht ebenfalls klasse aus, Zahnräder in verschiedenen Formen, teils geformt wie Sägeblätter einer Kreissäge auf schwarzem Hintergrund.

Wie schon erwähnt hat man hier ganz klar ein Konzept gewählt welches sich schon am Design von Cover und CD bemerkbar macht.

Tracklist und Gesamtspielzeit

01. The Industrialist
02. Recharger
03. New Messiah
04. God Eater
05. Depraved Mind Murder
06. Virus of Faith
07. Difference Engine
08. Dissemble
09. Religion is Flawed Because Man is Flawed
10. Human Augmentation
11. Blush Response (Difference Engine)
12. Landfill
Blush Response und Landfill sind nur auf der Digipackversion erhältich.

48:50 min bietet einem die Scheibe in der normalen Fassung und weitere 8:24 min die Digipack-CD. Abzüglich der 9:05 kommen wir also auf ca 40:00 – 50:00min was relativ okay ist.
Die Lieder im einzelnen

The Industrialist beginnt mit einem Intro und legt anschließend ziemlich empirisch los, nach diesem Part geht’s drummäßig und gitarrenmäßig ab wie in alten Zeiten. Vorallem die eingebauten Soundsamples (Metall auf Metall und Gesumme) passen. In Sachen Gesang gibt es wieder den geliebten Burton C. Bell -Standart den man einfach mögen muss.
Hier wird brachial und trotzdem noch mit Bedacht die alte Form von FF demonstriert.

Recharger setzt dort an wo Industrialist aufhört nur eine kleine Spur turbulenter jedoch mit guten Bridge einlagen und mit dem glasklaren melodischem Gesang den man auch Mechanize vermisst hat. Jedoch kann der Rhythmus des Gitarrenspiels schnell als eintönig gewertet werden, da hier nicht wirklich viele Chords in den Raum geschmissen werden.

New Messiah beginnt mit einem dumpfen Ton und einem Helikoptergeräuch, hier ist ganz klar zu sagen das New Messiah genau das ist was man sich gewünscht hat. Meines Erachtens nach das beste Lied auf der Scheibe, da hier melodie und aggressive Gangart komplett im Einklang stehen. Auch der Gesangswechsel gelingt hier nahezu perfekt. Alles in Allem reißt das Lied vom Anfang bis zum Ende mit.

Der Anfang von God Eater erinnert leicht an die Melodie von Halloween bis die an der Gitarre losgelegt wird. Hier wird geprügelt was das zeug hält. Man fühlt sich wie in nem ziemlich kalten Getümmel, zwischenzeitlich werden groovende Soundfiles abgespielt (Loops) die dem ganzen echt diese Terminator-Mensch-Maschinen-Stimmung verleihen. Auf Gesang wird auch hier nicht verzichtet neben dem aggressiven Geschreie.

Depraved Mindmurder beginnt mit einem leisen Gitarenintro und Schraubgeräuschen. Hier wirkt das Lied zwar leicht schwerfällig aber hat einen klaren und überschaubaren Rhythmus, diesesmal hält es sich aber mit der Melodie in Grenzen und man setzt zunehmend auf schnelle Gitarrenchords die den Takt angeben. Bis 02:00 denkt man es kann jetzt nichts neues mehr kommen jedoch wird man trotzdem noch mit Melodie und gutem Gesang belohnt. So findet man auch in diesem kalten Part der Scheibe einen Hau-Ruck-Moment.

Virus of Faith beginnt mit einer Geräuchkulisse die an ein Stahlwerk erinnert, bzw. an eine Fabrikhalle in der Maschinen zusammengesetzt werden. Danach geht es aber wieder mit schnellen starken Drums und gitarrentechisch rund, auch hier überzeugt der Gesang jedoch können sehr anspruchsvolle Menschen durch den Aufbau der Lieder gelangweilt werden.

Difference Engine ist klopft ganz schon hart an der Tür an. Die Drums sind am Anfang recht langsam gehalten und prügeln auf den Zuhörer ein als die Gitarre relativ hart losfegt. Soundtechnisch kommen hier auch sehr viele Industrialelemente zum Vorschein. „We are Nothing to the System“ wird gesangstechnisch rausgerotzt wie Textstellen aus „Cyberwaste“ (Archetype), wobei hier ebenfalls der Gesang nicht zu kurz kommt.


Disassamble kommt Anfangs wie ein „Mechanize“-Werk daher und zieht sich bis zu einem bestimmten Punkt leicht monoton. Ab 2:07 kommt dann Abwechslung und rettet das Lied vorm Absaufen. Hier wird aber klar das Einflüsse aus dem letzten Album nicht zur neuen Gewöhnung werden dürfen.

Religion is Flawed Because Man is Flawed verspricht viel denn als eigentliches Outro der CD und wirklich schönem Gitarrenklang hätte man sich schon mehr melancholsiche Melodie und mehrere Textpassagen gewünscht. An „Resurrection“ aus der Vorzeit kann das leider nicht ranreichen.

Human Augmentation..... wir sprachen darüber, als Song unbrauchbar und eigentlich eine klitzekleine Frechheit, daher gibt es einen Stern weniger.

Blush Response ist ein sehr House-Trance-Dubstep-lastiges Lied und erinnert leicht an Songs aus dem Album „Remanufacture“. Wer dann den Text „We are nothing to the system“ hört kann sich sicher sein, das man hier Remanufacture nacheifern will. Solche Geschichten aber als Digipackzusatz? Das muss nicht sein zumal dieser Remix irgendwann zu einer elektronischen Geräuchkulisse ausartet.

Landfill hingegen erinnert sehr an die ersten Scheiben von Fear Factory. Man könnte glatt meinen hier wird versucht die kurve zu kriegen da der Gesang leicht Richtung Death-Metal geht und die Gitarre sowie die Drums recht düster und rythmisch über einen losbrechen wie eine langsame Dampfwalze gepaart mit elektronischen Sounds. Da dies aber das letzte Lied ist ist es definitiv zu spät für eine Kurve.
Hier wird der Hörer nach Ende des Songs leicht verstört zurückgelassen in der Hoffnung das es jetzt wieder steilbergauf geht mit der Scheibe.
Fazit

Nicht die beste Scheibe von Fear Factory aber definitiv eine Steigerung zum letzten Album. Eingefleischte Fans werden gewisse Ausrutscher verzeihen und zugreifen, wer neu ist sollte die Alben alle chronologisch anhören bevor er zu dieser CD greift, bevor er die Band zu schnell abstempelt.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
dette_88

dette_88

16.10.2012 18:46

bestens!

blutengelchen

blutengelchen

01.07.2012 23:34

oh cool =)

Das_Ky

Das_Ky

06.06.2012 09:02

Ich hab die auch schon zuhause, bin aber noch nicht zum hören gekommen, ich hab einfach immer zu viele neue CDs zur selben Zeit ;) mich hat persönlich bezaubert dass Rhys Fulber produziert hat, an den habe ich seit Paradise Lost die besten Erinnerungen. Da war eigentlich schon klar dass ich die Scheibe haben muss, auch wenn ich in den letzten 5-6 Jahren sehr selten Fear Factory gehört habe. Bin gespannt und werde hoffentlich am Wochenende dazu kommen. Viele Grüße, Ky

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  1. dette_88

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