Erfahrungsbericht über

The Invisible Band - Travis

Gesamtbewertung (26): Gesamtbewertung The Invisible Band - Travis

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Travis - The Invisible Band

3  26.03.2002 (29.03.2002)

Pro:
s . t .

Kontra:
s . t .

Empfehlenswert: Nein  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Cover-Design:

Klangqualität:

Langzeithörspaß:

Häufigkeit der Nutzung

Dieser Tonträger ist:

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StanMankovitch

Über sich: Damit alle jetzt Bescheid wissen: lest meine Meinungen, die VOR dem "Ummagumma"-Bericht ge...

Mitglied seit:05.05.2000

Erfahrungsberichte:41

Vertrauende:3

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 34 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Bei ernst zu nehmenden Bands, beziehungsweise bei solchen, die zumindest einen Anspruch auf das ernst genommen werden haben, sagt die dritte Platte oft viel darüber aus, ob sie sich auf lange Zeit bewähren können. Vor "The Invisible Band" gab es zwei reguläre Alben von Travis - "Good Feeling", die als ein Debut-Longplayer mit einem hohen Spaßfaktor und sehr viel Courage überzeugen konnte, und "The Man Who", die sich vom ersten Werk sehr unterschied. Die Band schien nun "ihren" Stil gefunden zu haben, die ruhigen, romantischen Britpopballaden wie "Why Does It Always Rain On Me?", die kommerziell erfolgreichste Singleauskopplung von "TMW".

Auf dieses Album möchte ich jedoch hier nicht eingehen; Travis wurden als die neueste Hoffnung des unter Platten wie "Blur" oder Oasis' "Be Here Now" begrabenen Britpops gefeiert und schafften den Durchbruch. "The Invisible Band" wurde lange und sehnsüchtig erwartet...

Das Cover zeigt eine visuelle Umsetzung des Titels: zwischen den Blättern und Ästen eines riesigen Baumes sind die vier kaum zu erkennen; im Booklet - Songtexte, Fotos, Informationen zum Album, das übliche also. Insgesamt eine zwei für das Cover und zwei minus für das "Büchlein".

Leider hat sich die vierköpfige Gruppe um Fran Healy in meinen Augen nicht wesentlich entwickelt. Dass man keine großartigen musikalischen Neuerfindungen von Travis erwarten sollte, damit hatte ich gerechnet; nicht aber, dass sie bei einem dermaßen erfolgreichen zweiten Album das dritte derart schlecht und auf die schnelle Hand aufnehmen würden. Denn dies ist auf "The Invisible Band" deutlich hörbar: nicht nur, dass die Gitarren- und Bassparts weit im Hintergrund stehen und eine wirklich gute Ausarbeitung fehlt, auch die Tonbearbeitung könnte viel besser und weniger flach sein. Zusammenspiel à la "live in the studio". Manche dieser Songs, auf die ich noch eingehen werde, hätten wirklich besseres verdient.
Derselbe Umgang mit dem Sound ist leider auch bei den Drums bemerkbar. Diese sind mit wenig Fülle aufgenommen und klingen stellenweise wie ein Elektroschlagzeug. Das alles trägt zum unangenehmen Eindruck bei, dass Travis sich nicht einmal zur Hälfte entfalten. Denn es wäre zu schade, wenn das alles ist, wozu sie fähig sind.

Trotz all dem klingt das Album sehr kommerziell. Keine Soli, aber nette, manchmal sogar richtig schöne Melodien und "lebendige" Instrumenten (schade nur, dass ihr Zusammenspiel und der Sound so schlecht sind) schaffen aus Travis eine Scheinalternative zur Pop-Mainstream. Das zeigt sich auch an Auftritten zu Vollplayback auf der selben Bühne mit Popinterpreten "für kleine Mädchen" - meiner Meinung nach war es der Comet, bei dem ich die Jungs kurz gesehen habe. Offenbar ist diese Band auf dem besten Weg, eine gute, aber belanglose Popgruppe zu werden.

"Sing"

Die meines Wissens nach erste Single aus diesem Album. Ein Hymne für das Singen. Gut reingebracht: ein Instrument, was ich als Mandoline identifzieren würde. (Mittlerweile hat es sich herausgefunden, dass es ein Banjo ist, heee.) Trotz all dem, was oben gesagt wurde, ein guter Song, Fran Healy schreibt schöne Melodien. Doch die Texte schweben manchmal irgendwo zwischen Naivität und "Anfängerlyrik". Einem Künstler ist natürlich alles erlaubt, aber Healy wäre in seinen Texten wirklich glaubwürdiger, wenn sie persönlicher wären. Seine besten Texte (Last Train, zum Beispiel) sind das.

"Dear Diary"

An sich ein sehr schöner Song, aber auch hier wird man das Gefühl nicht los, was man bei dieser Platte überhaupt hat: Na kommt, Jungs, mehr! Wären da nur, zum Beispiel, ein richtig aufgenommenes Cello oder Bongos dabei...
Das Stück an sich allerdings ist wohl eines der besten auf dem Album. Manchmal habe ich das Gefühl, dass Healy gerade durch seine Band eingeengt wird.

"Side"

Die zweite Singleauskkopplung. Schöner Song, aber "stümperhafter" Bass, der mit der Rhythmusgitarre schlecht übereinstimmt (damit meine ich natürlich nicht die Tonhöhe). Zum Texte - siehe den Kommentar zu "Sing".

"Pipe Dreams"

Hierbei dieselben Mängel. Der Gitarrenriff, der sich die ganze Zeit wiederholt, ist hier an manchen Stellen lauter als die Stimme. Trotzdem der zweitbeste Song auf der Platte, nach "Indefinitely"...

"Flowers In The Window"

Ehrlich gesagt, verstehe ich nicht, warum Travis gerade dieses Stück für eine weitere Singleauskopplung gewählt haben sollten. Sicher, er ist nicht schlecht, aber ansonsten ist er fast schon ein "Füllsong". Und wieder macht der Bass hier vieles kaputt.

"The Cage"

Hier beginnen die ganz offensichtlichen "Füllsongs". Aber Healy singt sehr einfühlsam.

"Safe"

Der wohl schwächste Song auf dem Album. Nicht einmal der Gesang von Healy kann hier wie sonst überzeugen. Schade.

"Follow The Light"

Rhythmusgitarre à la Blur. An dieser Stelle geht es wieder nach oben mit der Qualität der Songs.

"Last Train"

Durch irgendetwas unterscheidet sich dieser Song von der allgemeinen Stimmung des Albums. Weil er düsterer ist? Vielleicht. Wieder eines der besseren Stücke. Der Bass versagt hier überraschender Weise nicht und hat sogar einen richtigen Pattern... %). Überraschend auch die Aufnahme - sie passt sehr gut. Wenn Songs von solcher Qualität dieses Album nur durchgehend füllen würden...

"Afterglow"

Nicht schlecht. Überhaupt reißen sich die Jungs am Ende des Albums noch mal zusammen.

"Indefinitely"

Zweifellos das beste Stück auf dem Album. Für solche Songs sollte man Travis lieben. In den Streichern am Ende versinkt man regelrecht.

"Moments last, and lifetime is lost in a day..."

"The Humpty Dumpty Love Song"

Ein netter Song für den Abschluss. Aber eben für den Abschluss, den ansonsten ist er einer der schwächsten hier. Noch einmal: schade...

Fazit:
====

Die Mischung aus Melancholie, Romantik und Popalbum ist bei Travis schwach rausgekommen. Trotz einiger toller Songs, die aber interessanter und auch besser arrangiert werden könnten, lässt sich "The Invisible Band" leider in "Hits" und "Füllsongs" unterteilen, wobei die letzteren etwa die Hälfte (!) der Platte ausmachen. Eigentlich sehr schade. Ich glaube, dass sie weit mehr können. Vielleicht hätten sie sich nicht beeilen sollen mit dem berüchtigten dritten Album.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
BillMaplewood

BillMaplewood

12.04.2002 15:19

Ich kann Dir fast überhaupt nicht zustimmen und gebe Dir deswegen auch keine Bewertung. Ich bin ein Travis-Fan der ersten Minute und finde, dass die Entwicklung von der zweiten zu dritten Platte enorm ist und zwar nach vorne, genauso wie sich schon von der ersten zur zweiten war und das alles obwohl die erste Scheibe schon genial war.

stativision

stativision

02.04.2002 01:23

bitte lieber travis, werde nie so, wie es in diesem bericht verlangt wird *g*. das wäre ja schrecklich. in manchen dingen stimme ich überein, aber wo du überall mehr verlangst und bessere produktion! tztztz. ok, the man who finde ich immer noch besser, aber um belanglos zu werden, haben travis immer noch songs, die zu sehr von belang sind. schade, dass einige das nicht erkennen.

Naumi84

Naumi84

29.03.2002 01:29

Generell stimme ich in vielem überein (Flowers In The Window singleunwürdig, bessere Aufnahme für Dear Diary, Indefinitely bester Song etc.), aber Safe z.B. fand ich recht gut... Und "Bird" heißt "The Cage", die Mandoline auf Sing ist ein Banjo... Und jetzt sag mir einer, warum ich keine Benachrichtigung für den Bericht gekriegt hab...?! ;) Ciao, Naumi

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  2. Tonibabe
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