Teufels(geiger)mandolinist
30.05.2005
Pro:
einfach genial, wie Dave Apollon spielt
Kontra:
nichts, ausser dass die Aufnahmetechnik damals noch nicht so gut war
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 michael.reichenbach
Über sich:
Neuer Bericht zu einer hörenswerten CD: Yathrib von Michel Sajrawy
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Vertrauende:70
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 161 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Der Mann mit der Mandoline - Dave Apollon wurde 1897 in Kiew geboren und begann früh Mandoline zu spielen. 1919 kam er nach San Francisco in dide USA, und schaffte es durch sein virtuoses Mandolinenspiel, dass er im größten Theater in New York - The Palace - auftreten konnte. Durch sein virtuoses Spiel, aber auch durch die Art der Präsentation, bestärkt noch durch seinen breiten russischen Akzent war er von Anfang an und über viele Jahre sehr erfolgreich.
David Grisman hat die gesamten Aufnahmen aus den Jahren von 1930 bis 1956 zusammengetragen und auf dieser Doppel-CD bei Acoustic Disc veröffentlich. Ein Teil der Aufnahmen war bereits vorher schon auf einer LP erschienen, die ich besitze, und deshalb war es klar, dass ich mir diese Doppel-CD von Dave Apollon auch kaufen musste. Das besondere and dieser CD ist, dass neben den reinen Aufnahmen von Musikstücken auch die umrahmenden Szenen mit enthalten sind, sodass man einen Eindruck davon gewinnen kann, wie Dave Apollon damals die Stücke präsentiert hat.
Dave Apollon hat alles auf der Mandoline gespielt, was zu der damaligen Zeit populär war. So hört man die zweite Ungarische Rhapsodie, die Zigeunerweisen von Sarasatre oder den Czardas von Monti. Ragtime und Jazz nehmen ebenfalls einen breiten Raum ein, so werden der St. Louis Blues und der Tiger Rag dargeboten, besonders häufig nachgespielt wird der Russian Rag - ein Paradestück für Mandolinisten. Auch Standards wie Begin the Beguine, Stardust oder Smoke gets in your Eyes sind sehr gelungene Interpretationen. Die Besetzung reicht vom reinen Zupfensemble mit Mandolinen und Gitarren (Dave Apollon and his Phillipino Boys), über gemischte Ensembles mit Bläsern bis hin zu reinen Solostücken oder Stücken, bei denen die Mandoline vom Klavier begleitet wird.
Von einigen Stücken sind gleich mehrere Aufnahmen auf der CD enthalten, so gibt es zwei Versionen des Stückes Who. Bei diesem Stück erklärt Dave Apollon, das sie jetzt eine Jam Session spielen wollen, und versucht zu erklären, was das ist - "manchmal kommt etwas dabei heraus - manchmal auch nicht". Wenn mandie beiden Aufnahmen vergleicht kann man allerdings erkennen, dass nicht nur drauflos gespielt wird, sondern dass das Stück natürlich schon abgesprochen ist. Ein ganz tolles Stück mit ganz virtuosen Läufen ist Lover, davon gibt es zwei komplette Versionen, und am Ende der CD noch einen hidden Track mit weiteren Versuchen. Zusammenschneiden konnte man damals die Stücke noch nicht - man musste also das ganze Stück möglichst perfekt in einem Durchgang hinbekommen - gerade bei Lover war das wohl gar nicht so einfach, aber auch bei vielen anderen Stücken auf dieser CD.
Für mich ist diese CD eine tolle Dokumentation über die Spielweise des vielleicht genialsten Mandolinenspielers des 20. Jahrhunderts, eine Quelle für interessante und für die Mandoline geeigneter Stücke, ein Präsentation dessen, was technisch auf der Mandoline möglich ist, ein Anreiz meine eigene Technik ständig zu verbessern und die Mandoline erfolgreich zu präsentieren. Ein unbedingter Kauftipp für alle, die wissen wollen, was mit der Mandoline möglich ist.
Disc: 1
1. 2nd Hungraian Rhapsody 2. Two Guitars 3. Sweet Sue 4. Media Luz 5. Russian Rag 6. Mandolin Blues 7. No Te Engañes Corazon 8. Cucaracha 9. Czardas 10. Tiger Rag 11. Poet & The Peasant Overture 12. Dark Eyes 13. When a Gypsy (Makes His Violin Cry) 14. Who? 15. Who? [Alternate Take] 16. Trees 17. Lady in Red 18. Shine 19. You Go to My Head 20. I Want to Be Happy 21. You, the Night, and the Music 22. Music, Maestro, Please! 23. Spanish Fantasy Disc 2:
1. Perfidia 2. Stardust 3. Begin the Beguine 4. Dark Eyes 5. Smoke Gets in Your Eyes 6. Two Guitars 7. Czardas 8. Gypsy Aires 9. 2nd Hungarian Rhapsody 10. Play Gypsy Play 11. Hora Staccato 12. Zigeunerweisen 13. St. Louis Blues 14. Pariez d'Amour 15. So in Love 16. Lover [Take 1] 17. Love Your Magic Spell 18. What Is This Thing Called Love? 19. If I Loved You 20. Man I Love 21. They Say It's Wonderful 22. Moonlight Love 23. Amour Medley 24. Lover, Come Back to Me 25. Can't Help Lovin' Dat Man 26. Love Is the Sweetest Thing 27. Lover [Take 8] 28. Love Me or Leave Me Wer einmal in die CD reinhören möchte - zwei Titel kann man auf der Homepage von www.acousticdisc.com anhören - das gilt im übrigen für alle CDs von Acoustic Disc!
© michael.reichenbach für ciao Mai 2005
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02.04.2006 19:57
Klasse und neu für mich dieser Interpret. Mandoline als Instrument schätze ich seit "A Christmas Song" von Jethro Tull (Living in the past). LG Tomas
29.03.2006 17:36
Erinnert ja ein bischen an den Mythos, wo Hermes den Apollon mit der Lyra bezauberte,-) Cu ..............................
04.01.2006 15:25
schade dass du nichts zu den einzelnen tracks schreibst, sonst gäbs ein bh.. ;-) Gruß, Anna