Wollten Sie auch schon mal ihre Frau ermorden??
19.12.2001 (23.01.2002)
Pro:
Klasse HipHop - Album;muss jeder haben
Kontra:
Leute,die nur farbige Rapper akzeptieren
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
Häufigkeit der Nutzung
Dieser Tonträger ist:
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 Canonym
Über sich:
Mitglied seit:21.09.2001
Erfahrungsberichte:12
Vertrauende:3
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 52 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
***Biographie des Künstlers: Am 17. Oktober des Jahres 1974 erblickt Marshall Bruce Mathers III., der Ende der neunziger Jahre den HipHop revolutionieren sollte, in Kansas City das Licht der Welt. Er wuchs ohne seinen Vater auf, da dieser Eminems Mutter Debbie Mathers- Briggs verließ als der gemeinsame Sohn gerade ein paar Monate alt war. So erlebte der Rapper eine Kindheit, die ihn für sein restliches Leben prägen sollte. So verarbeitet er in seinen Songs die Drogenexzesse seiner Mutter. Im Alter von 11 Jahren bezog er mit seiner Mutter ein Haus in einem der schlimmsten Viertel Detroits und erste Kontakte mit den hauptsächlich in diesem Stadtteil wohnenden Schwarzen entstanden. So ist es kaum verwunderlich, dass die wenigen echten Freunde, die er besitzt, farbig sind. Seine Leidenschaft für Rap entwickelte sich durch seinen Onkel Ronnie, der nur etwas älter als Eminem war. Seine Dankbarkeit zu Ronnie, der Selbstmord beging, ist an der wiederholten Erwähnung in Songtexten klar zu erkennen. Als diese Leidenschaft kulminierte, entschied er sich selbst Songs zu schreiben, was allerdings keine positiven Resonanzen hervorrief. Er rappte zwar in einigen Clubs Detroits, aber das hauptsächlich schwarze Publikum verglich ihn mit Vanilla Ice, akzeptierte seine Fähigkeiten nicht, da er ein Weißer war. So wurde er in dieser Zeit als Wigger bezeichnet, eine Person also, die weiß ist, aber versucht sich wie ein Farbiger zu benehmen. Trotz dieser Hindernisse wurde 1996 das Album „Infinite“ veröffentlicht, welches als Undergroundalbum allerdings keinen Erfolg hatte. Den Konsumenten waren die Lyrics nicht hart genug und auch die Ausstrahlung Eminems empfanden sie als unpassend für einen Rapper. In dieser ausweglosen Situation entstand beispielsweise der Song „Rock Bottom“, der Tiefpunkt also. Wie Eminem selbst sagte, fiel ihm dann beim alltäglichen „Toilettenbesuch“ das Pseudonym „Slim Shady“ ein und ab sofort änderte sich sein Style gravierend. Die Texte wurden härter und persönlicher, indem er seine Kindheit resümiert und zwar in exakt der Härte, mit der er sie erlebte. Mit der Veröffentlichung der „Slim Shady EP“, die 1997 herauskam, begann der Aufstieg des Rappers. Eher durch Zufall gelang dieses Tape in die Hände des „Godfather of Rap“ Dr.Dre. Dre ließ sich nicht von dem Klischee blenden, dass nur schwarze Rapper erfolgreich sein könnten und nahm Slim Shady bei Aftermath einen Vertrag. Nach der Studioarbeit mit Dr.Dre, kam „The Slim Shady LP“ am 23.Februar 1998 in die Läden und verkaufte sich innerhalb von 2 Wochen eine halbe Million mal. 2000 veröffentlichte er dann sein zweites richtiges Album namens „The Marshall Mathers LP“. Dieses wurde bis zum heutigen Tage 11 Millionen mal verkauft und erreichte 4fach Platin. Den bisherig größten Erfolg erlebte er bei der Grammy-Verleihung 2001, als er in den Kategorien "Best Rap Album" für „The Marshall Mathers LP“, "Best Rap Solo Performance" für „The real slim shady“ und "Best Rap Performance By A Duo Or Group" für „Forgot about Dre“ einen Preis erhielt und insgesamt drei Auszeichnungen erhielt. Höhepunkt der Preisverleihung war ohnehin die Perfomance des Songs „Stan“ im Duett mit Elton John. *** „The Marshall Mathers LP“
Bevor ich zu der Beschreibung der einzelnen Songs komme, möchte ich sagen, dass dies meine subjektiven Empfindungen sind und damit sicherlich nicht mit den Meinungen aller Leser übereinstimmen können.Abgesehen von den Skits stehen alle Songs im 4/4 Takt. Public service announcement 2000: Ähnlich wie sein Debütalbum beginnt auch diese CD mit einem Skit, indem der Konsument über Gefahren des Anhörens dieser CD aufgeklärt wird.
Kill you: In diesem Song der mit den Zeilen “When was I just a little baby boy, my momma used to tell me these crazy things.She used to tell me my daddy was an evil man, she used to tell me he hated me. But then I got a little bit older and I realized, she was the crazy one. But there was nothin’ I could do or say to try to change her, cuz that's just the way she was.” beginnt, beschreibt Eminem seinen Hass gegenüber Frauen. Auffällig ist meines Erachtens, dass sich die Beats sehr langsam und kraftlos durch den gesamten Song ziehen. Vom Musikalischen her also ein eher ruhiger Song, dessen Text aber so realitäts-bezogen und kraftvoll ist wie alle anderen Songs Eminems. Stan: Dieses Stück ist meiner Ansicht nach der genialste Song des Albums. Er beginnt mit der eindringlichen Stimme der irischen Sängerin Dido. Im Hintergrund ist ein Gewitter und Regen zu hören. Nach diesem Gesangspart beginnt der eigentliche Rap-Part. Im Folgenden übernimmt Eminem die Rolle seines Fans Stan, der enttäuscht ist, dass sein Idol ihm nicht mal zurückschreibt, obwohl er der größte Fan zu sein scheint und daher alles für und genauso wie Eminem tut. Als der Star allerdings zurückschreibt, hat Stan sich bereits umgebracht und somit nützen die Ratschläge Eminems nichts mehr.
Paul: ~ ist ein Skit, in dem eine Stimme ertönt, die sagt Eminems Album sei Mist. Who knew: Hier beschreibt Slim, dass niemand wusste, welche Effekte seine Songs bzw. Texte haben könnten. Prinzipiell klingt der Song allerdings etwas monoton, da der Refrain meiner Meinung nach etwas zu lang ist und die Beats zu wenig Abwechslung bieten.
Steve Berman: Dieser Track stellt ein Gespäch Eminems mit der einem Labelchef dar.Steve behauptet, dass Em’s Album nur veröffentlicht wird, wenn es verändert wird.Dies negiert Eminem und „The way I am“ schließt sich an. The way I am: Sehr kurze schnell aufeinander folgende Beats prägen diesen Song.Mit Hilfe des Textes erläutert der Rapper, dass ihm nichts wichtiger ist, als sich selbst,seinem Weg, den er geht also, treu zu bleiben. Dieses Stück ist Em’s Lieblingssong auf dem Album, da er, um es lakonisch zu sagen, mit seinen Kritikern abrechnet.
The real slim shady: Die erste Single-Auskopplung des Albums ist ein typischer Eminem-Song. Eingängige Melodie und wahnsinnig schnelle Raps, die aber gerade deswegen so anspruchsvoll sind. Inhaltlich werden amerikanische Promis gedisst, angefangen bei Christina Aguilera, über Pamela Anderson bis zu Will Smith. Remember me? An diesem Song arbeiteten die Rapper „RBX“ und „Sticky Fingaz“ mit.Sehr kraftvolle Beats, welche die Wut Eminems ausdrücken sollen, zeichnen diesen Song aus. Im Wechsel mit den oben genannten Gastrappern wird ständig „Remember Me?“, also ’Erinnerst du dich an mich’ gefragt.
I'm back: In diesem Song erklärt Eminem, dass er zurück ist und verkündet sein Comeback nach der Schaffenspause, die er sich nach seinem ersten Album nahm.Musikalisch auffällig ist das Scratching, dass recht selten Em’s Songs vorkommt.Aber zur Verdeut-lichung der Parole „I’m back“ ist es hervorragend geeignet. Marshall Mathers: Dieser Track beschreibt den Wandel M. Mathers’ zu einem der erfolgreichsten Rapper aller Zeiten. Vor ein paar Jahren war er niemand und plötzlich ist er ein Star. Weiterhin beschreibt er seine Aversion gegenüber Boybands und dem Trash-Pop, wie ihn Britney Spears verkörpert. Zur musikalischen Gestaltung dienen Gitarrenakkorde gepaart mit langsamen ruhigen Beats.
Ken Kaniff: Wieder mal ein Skit, in dem ein Promi gedisst wird. Diesmal ist Shaggy das Opfer. Drug Ballad: Wie der Name schon sagt, eine Ballade die Drogen als Thema hat.Der Song wäre nahezu als Hommage an Drogen zu bezeichnen.
Amityville: Dies ist das einzige Lied auf dem Album, dass Em mit seiner Detroiter Band D-12 aufnahm. Es wird die Stadt Detroit aus Sicht der Bewohner, im „Insiderjargon“ also,beschrieben. Der Song beginnt mit äußerst kraftvollen Beats, die sich durch das gesamte Stück ziehen. Bitch Please II: Dieser Track entstand durch die Zusammenarbeit Eminems mit Dr.Dre,Snoop Dogg, Nate Dogg und Xzibit. Es wird vor allem die West-Coast verherrlicht und Eminems Talent gewürdigt. Der Song klingt wie ein abgeschwächter G-Funk Song, da er zwar reich an Beats ist, aber eine Hintergrundmelodie besitzt, die eventuell an „Nuttin’ but a G Thang“ erinnern könnte.
Kim: Hier beschreibt Slim Shady seine Ehe zu Kim, die ihm immer wieder enttäuscht hat. Sie ging ihm fremd, aber trotzdem liebt er sie, da sie die Mutter seiner Tochter ist und das Paar bisher alle Höhen und Tiefen dieser Beziehung durchstanden hat. Aufgrund der aggressiv wirkenden Melodie und der Gewaltverherrlichung innerhalb der Ehe, durfte dieser Track in den USA nicht veröffentlicht werden. Under the influence: Hiermit rechnet Em noch einmal mit seinen Kritikern ab, in dem er erklärt: „You can s*** my dick if you don’t like my shit“. Rein von den Beats ausgehend, empfinde ich diesen Song am gelungensten. Der Song ist meines Erachtens ambivalent,da sowohl Beats als auch der Text eher ruhig sind, aber gepaart einen kräftigen Raptrack erzeugen.
Criminal: In dem letzten Song des Album wird auf ironische Weise das Klischee bedient, dass jeder Rapper, der authentisch ist, auch kriminell sein muss. Auf dem Album gehört er zu einem der schnelleren Songs. ***Epilog: Abschließend wäre zu sagen, dass Dr.Dre als Produzent und Eminem als Rapper und Lyricist einen Meilenstein im Rap-Business abgeliefert haben. Wer dieses Album bisher nicht besitzt, der sollte es sich schleunigst besorgen.
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16.03.2003 17:26
Natürlich finde ich Eninem auch sehr gut und habe auch zwei Berichte über ihn geschrieben. Gruß martin-bad
16.03.2003 17:26
Natürlich finde ich Eninem auch sehr gut und habe auch zwei Berichte über ihn geschrieben. Gruß martin-bad
25.05.2002 16:28
Klasse Bericht! Ich selbst liebe dieses Album und freue mich sehr auf das neue "The Eminem Show"