Erfahrungsbericht über

The Metal Opera Part 1 - Avantasia

Gesamtbewertung (28): Gesamtbewertung The Metal Opera Part 1 - Avantasia

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The Metal Opera - Part I

4  20.04.2008 (31.05.2008)

Pro:
Einige gute Songs, David DeFeis bei 2 Songs am Mikro, abwechslungsreich, songwriterisch brilliant

Kontra:
Ein paar Songs fehlt der nötige Bumms, zu viele Zwischenspiele

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Cover-Design:

Klangqualität:

Langzeithörspaß:

Häufigkeit der Nutzung

Dieser Tonträger ist:

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MetalAbu

Über sich: Danke für die Angebote - aber Leserunden sind einfach zeitlich nicht drin, hab viel zu viel zu tun (...

Mitglied seit:02.03.2007

Erfahrungsberichte:254

Vertrauende:50

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 133 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Avantasia wurde im Jahre 2000 ins Leben gerufen und ist ein Nebenprojekt des Edguy Frontmanns Tobias Sammet.

Line Up (für dieses Album):
Tobias Sammet (Edguy) - Vocals (als Dominikanernovize Gabriel) , Keyboard
Henjo Richter (Gamma Ray) - Gitarre
Markus Grosskopf (Helloween, Weinhold, Shock Machine, Bassinvaders) - Bass
Alex Holzwarth (Rhapsody of Fire, Sieges Even, Val'Paraiso, Angra, Paradox, Dol Ammad) - Drums


Story des Avantasia-Projekts (für den eiligen Durchschnittsciaoleser):
In Avantasia geht es um den Mainzer Dominikanernovizen Gabriel, der Anfang des 17. Jahrhunderts, zur Zeit der Hexenverbrennungen, lebt. Da seine Stiefschwester als Hexe beschuldigt wird, beginnt er an der Hexenverfolgung zu zweifeln, landet im Kerker und trifft dort auf einen Druiden, der ihm von der Fantasiewelt Avantasia erzählt. Der Druide bietet ihm an, bei der Befreiung seiner Stiefschwester zu helfen, wenn Gabriel hilft, die Welt von Avantasia (dort gibt es Zwerge, Elfen und so Zeug) und somit auch die Welt der Menschen zu retten. Gabriel als Held der Geschichte zögert natürlich nicht und hilft dem Druiden Lugaid Vandroiy (Gesungen von Michael Kiske). Natürlich schafft er es auch beide Welten und seine Stiefschwester Anna zu retten. Man kann's im Booklet nachlesen oder unter de.wikipedia.org/wiki/Avantasia

Sänger & dazugehörige Charaktere:
Tobias Sammet (Edguy) als Dominikanernovize Gabriel
Michael "Ernie" Kiske (ex-Helloween, ex-Ill Prophecy) als Druide Lugaid Vandroiy
David "Young Zeus" DeFeis (Virgin Steele, Burning Starr, Exorcist) als Bruder Jakob
Ralf Zdiarstek (Amitav) als Falk von Kronberg
Sharon Den Adel (Within Tempation) als Anna Held
Rob Rock (ex-Angelica, Axel Rudi Pell, Driver, Impellitteri, Joshua, M.A.R.S., Warrior) als Johann von Bicken
Oliver Hartmann (ex-At Vance, Empty Tremor) als Papst Clemens VIII.
André Matos (ex-Angra, Looking-Glass-Self, Shaman, Viper, Virgo) als Elderane
Kai Hansen (Gamma Ray, ex-Helloween, ex-Iron Savior) als Regrin
Timo Tolkki (Stratovarius) als Stimme im Turm
Bob Catley (Magnum) - als Baum des Wissens

Alle Angaben zu anderen aktiven und ehemaligen Bandaktivitäten ohne Gewähr! Angaben beziehen sich auf mein eigenes Wissen (das nicht immer aktuell ist) und auf die Encyclopaedia Metallum (die auch nicht immer auf dem aktuellsten Stand ist)! Fehler könnt ihr gerne in den Kommentaren oder im GB reklamieren!

1. Prelude 01:11
2. Reach Out for the Light 06:33 (feat. Michael "Ernie" Kiske)
3. Serpents in Paradise 06:16 (feat. David "Young Zeus" DeFeis)
4. Malleus Maleficarum 01:43 (feat. Ralf Zdiarstek)
5. Breaking Away 04:35 (feat. Michael "Ernie" Kiske)
6. Farewell 06:33 (feat. Michael "Ernie" Kiske & Sharon Den Adel)
7. The Glory of Rome 05:29 (feat. Ralf Zdiarstek & Oliver Hartmann)
8. In Nomine Patris 01:04
9. Avantasia 05:32 (feat. Michael "Ernie" Kiske)
10. A New Dimension 01:39
11. Inside 02:24 (feat. André Matos & Kai Hansen)
12. Sign of the Cross 06:26 (feat. Oliver Hartmann & André Matos & Kai Hansen)
13. The Tower 09:43 (feat. Michael "Ernie" Kiske & David "Young Zeus" DeFeis & Oliver Hartmann & André Matos & Timo Tolkki)


Avantasia zu verwirklichen ist eine organisatorische Meisterleistung. So viele Musiker von verschiedenen Bands für sein Projekt zu gewinnen ist nicht einfach. So viel steht fest. Sammet hat es aber irgendwie geschafft. Und er hat nicht nur irgendwelche Musiker für Avantasia engagiert. Nein. Es wirken Größen mit wie Kai Hansen, Michael Kiske und David DeFeis. Und für diese Leistung gibt es schon vor der großen Hörprobe viel Applaus von mir (und der restlichen Metal Welt) und natürlich die Höchstwertung mit fünf Sternen! Aber ausschlaggebend für meine Bewertung ist nicht das organisatorische Talent von Tobi Sammet, sondern die Musik. Als das Album veröffentlicht wurde, war der Jubel unter den Freunden des symphonischen Power Metal gigantisch. Was ich davon halte? Einfach weiterlesen, dann erfahrt ihr es (ich muss es mir jetzt erst noch mal zu Gemüte führen, dann kann ich mehr dazu schreiben).....................
-1 Stunde später-

Jetzt kenn ich mich aus (ich spiele gerade mit dem Gedanken, bei einem meiner nächsten Berichte zum Spaß einfach mal meine Notizen, die ich während des Hörens mache zu veröffentlichen, da ist oft lustiges Zeug dabei^^). Das Album beginn mit klassisch-symphonischen Klängen. So braucht man es eigentlich mit dem Thema Oper auch nicht übertreiben... aber bereits beim ersten richtigen Song "Reach Out For the Light" zeigen uns die Musiker um Tobi Sammet, wo der Power/Speed Metal Hammer in Deutschland hängt. Wer mit (ex) Musikern der Happy Speed Metal Institutionen Helloween und Gamma Ray zusammenarbeitet, kommt anscheinend nicht umher, sich bei denen auch zu bedienen. So gibt es gleich mal recht flotte Gitarrenriffs, Flitzefingersoli, ratternde Doublebass und einen ultra kitschigen Refrain zu bestaunen. Das erste Highlight ist dann "Serpents in Paradise". Der Song an sich ist zwar nur gehobener Durchschnitt, aber mit der Stimme von "Young Zeus" DeFeis wird's doch was ganz besonderes. Der Mann sieht aus wie Joey DeMajo (Manowar) und singt wie Eric Adams (ebenfalls Manowar). Somit ist er quasi eine personifizierung des truen Heavy Metal - und ein absolutes Gesangsgenie. Eine solch ausdrucksstarke Stimme findet man im großen Metal Universum nicht oft. Nach einem kurzen Zwischenspiel weicht man dann mal von der deutschen Metal Tugend ab und geht nach Skandinavien - genauer gesagt zu Sonata Arctica. Die Keyboards wurden doch eindeutig bei denen abgeguckt, der Takt passt auch perfekt zu den Finnen. Aber ich will dem Herrn Sammet ja nix böses unterstellen, und wenn man von Sonata beeinflusst wird, ist dass ja auch nicht das schlechteste. Der Auftritt von Sharon Den Adel beim sechsten Track ist dann eher unspektakulär und kurz. Das freut mich, denn mit Frauengesang kann ich in der Regel eh nichts anfangen. Irgendwie ist der ganze Song irgendwo nicht so der Renner. Zum Teil kommt etwas Bierzelt-Schunkellaune auf, was sicher nicht im Sinne des Komponisten war, der ja eine anspruchsvolle Metal Oper kreieren wollte. Die Geschichte ist zu diesem Zeitpunkt dort angelangt, wo sich Gabriel vorerst von seiner, als Hexe eingesperrten, Schwester verabschiedet. "The Glory of Rome" geht dann wieder richtig ab! So muss Power Metal klingen! Schwere, aber sauschnelle Riffs, aberwitzige Soli und donnernde Drums. Dazu noch die Stimme von DeFeis und ich vergebe die Höchstnote. Da dieser aber hier nicht zum Zug kommt, rast das Teil knapp dran vorbei. Nach einem weiteren Zwischenspiel folgt das selbstbetitelte "Avantasia". Ich habe den Song bei meinem letzten Bericht noch als langweilig und zu kitschig abgestempelt. Nach einigen weiteren Hördurchläufen weiß ich aber nun, dass das Liedchen ein richtig lästiger Ohrwurm ist, den man auch so schnell nicht mehr los wird. Für meinen Geschmack aber trotzdem zu zuckrig-süß. Da fehlen die metallischen Ecken und Kanten. Jetzt gilt es noch eines dieser nervigen, filmmusikartigen Zwischenspiele zu überstehen, dann geht es zu "Inside". Dieser Titel wird nur vom Klavier begleitet und erinnert mich irgendwie an Meat Loaf. Gut gemacht, aber wirklich was besonderes ist es nicht. Auf zum Finale. Der vorletzte Song überzeugt mit großartigen, mehrstimmigen Gesängen. Die Keyboards fügen sich perfekt in das Gesamtbild ein. Gut gemacht, aber etwas mehr Bumms hätte sicher nicht geschadet. Der absolute Höhepunkt des Albums kommt aber erst noch. Helloween und Gamma Ray lassen hier besonders deutlich grüßen. Trotz seiner fast 10 Minuten Länge ist "The Tower" der kompakteste Song der Scheibe. Hier findet man alles wieder, was Avantasia eigentlich ausmacht. Großartig-pompöse und epische Momente. Druckvollen Power Metal in Transrapidgeschwindigkeit. DeFeis am Mikro. So hält man einen Song auch 10 Minuten lang spannend. Ein absolutes Meisterwerk, dass hoffentlich in die Annalen der Metal-Geschichte eingeht!


Fazit:
Ich muss zugeben, dass ich mir eigentlich noch etwas mehr von Avantasia erwartet hätte. Die Lobeshymnen kamen ja von allen Seiten. Aber soooo großartig ist es dann doch nicht. Die Songwriterischen Fähigkeiten von Sammet stehen außer Frage, aber es wurde nicht alles immer 100%ig umgesetzt. Die Zwischenspiele nerven ein bisschen, manchen Songs fehlt einfach der Biss und der ruppige Metal-Charakter. Richtig schlecht ist hier nichts, überragend aber nur das Ende des ersten Metal-Oper Teils. Freunde des hymnisch-melodischen Power Metal sollten aber dennoch unbedingt zugreifen.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
MacDevil

MacDevil

08.11.2008 21:43

»Hymnisch-melodischer Power Metal«? Manchmal muss es auch kitschig sein! ;) Liebe Grüße! MacDevil

funkey

funkey

28.06.2008 23:45

Bin ja eigentlich auch Metalfan, aber mehr in Richtung Metalica oder Apocalyptica. Aber von dir kann man noch was dazulernen. BH und LG Angelika

XXXX_XXXXXXXXXX

XXXX_XXXXXXXXXX

10.05.2008 15:15

Also, deinem Bericht fehlt auf keinem Fall der nötige Bumms

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  1. MacDevil
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