Gary Lightbody, der Sänger, Songwriter und Frontman der nordirisch-schottischen Alternative-Rock-Band „Snow Patrol“ ist ein vielseitiger Musiker.
Es reicht ihm nicht aus, nur für die Band „Snow Patrol“ tätig zu sein – er hat noch viele Nebenprojekte (Quelle: Wikipedia.de).
Eines dieser Projekte ist die Band…
Tired Pony,
bestehend aus den Musikern
Peter Buck von der Band REM
Richard Colburn von der Band Belle & Sebastian
Jacknife Lee
Iain Archer
Scott McCaughey
Troy Stewart
Tom Smith von der Band Editors
M Ward & Zooey Deschanel von She & Him
Und natürlich
Gary Lightbody von Snow Patrol
=
Gemeinsam nahm diese Band “Tired Pony” (der Bandname heißt übersetzt übrigens “müdes Pony”) vom 5. bis 12. Januar 2010 in Portland, Oregon, USA, folgendes Album auf
The Place We Ran From
Interpreten: Tired Pony
Erscheinungsdatum in Deutschland: 23. Juli 2010
Plattenfirma: Cooperative Music (Universal)
Gesamtspielzeit: 45 Minuten, 30 Sekunden (10 Songs)
Musikgenre: Pop/Alternative
Ich habe das Album im Sommer 2011 bei Amazon.de gekauft, als es dort zum Sonderpreis von 5,55 Euro zu haben war. Im Moment (Januar 2012) kostet es dort 6,97 Euro.
Folgende Titel sind auf dem Album „The Place We Ran From“ von Tired Pony enthalten
1. Northwestern Skies
2. Get On The Road
3. Point Me At Lost Islands
4. Dead American Writers
5. Held In The Arms Of Your Words
6. That Silver Necklace
7. I Am A Landslide
8. The Deepest Ocean There Is
9. The Good Book
10. Pieces
Gary Lightbody von Snow Patrol hat die meisten Songs geschrieben und komponiert – mit Ausnahme des Titels 7 “I Am A Landslide”. Dieser Song stammt von Iain Archer.
Die einzelnen Titel und meine Meinung dazu
Titel 1 – Northwestern Skies
Ein Titel, der sehr folkloristisch anfängt: das Keyboard klingt wie eine Kirchturmglocke. Als der Sänger Gary Lightbody mit dem Gesang einsetzt, wird der Song langsamer, fast schon düster. Der Taktim Hintergrund, hervorgerufen durch ein schlagendes Geräusch, und der Keyboardsound lassen den Song fast schon wie einen Marsch klingen.
Der Song ist okay – zu meinen Favoriten zählt er nicht.
Titel 2 – Get On The Road
Das ist ein langsamer Song, in dem meistens Keyboard und Klavier zu hören sind. Zooey Deschanel (sie ist eine amerikanische Sängerin und Schauspielerin – so sagt es Wikipedia) und Gary Lightbody singen hier. Ihre Stimmen klingen so, als höre man sie aus dem Telefon.
Auch ein netter Song, der nicht zu meinen Favoriten gehört.
Titel 3 – Point Me At Lost Islands
Hier höre ich eine schnelle Folk-Pop-Nummer. Wieder singen Gary Lightbody und Zooey Deschanel. Begleitet werden sie von vielen Gitarren, einer Geige, einem Banjo, einer Mandoline – was dem Song sehr viel Folk-Charakter verleiht. Ich werde beim Hören erinnert an die Musik von „Mumford & Sons“ (eine Folkband, über die ich auch schon geschrieben habe).
Besonders gut finde ich ein Geigensolo in der Mitte des Songs.
Im Gesamten gesehen ein schöner Song.
Titel 4 – Dead American Writers
Wegen dieses Songs habe ich die CD „The Place We Run From“ gekauft. Denn ich finde diesen Song genial. Er geht sofort ins Ohr. Es handelt sich um eine Popnummer, die Hitqualitäten besitzt. Der Sänger Gary Lightbody wird begleitet von Gitarren und Schlagzeug.
Zum Refrain hin wird der Titel dramatischer mit vielen Backgroundsängern und Geigeneinsätzen.
Der Song ist mein Favorit Nummer 1 auf dem Album.
Titel 5 – Held In The Arms Of Your Words
Mit verhaltenen Gitarren beginnt der Song – ruhig und leise. Auch Gary Lightbody singt bedächtig. Im Laufe des Songs ist auch ein Klavier zu hören.
Diesen Song kann man sehr gut anhören, wenn man bei Nacht auf einer Landstraße fährt. Das finde ich jedenfalls. An dem Song gefällt mir besonders die Melodie sehr gut. Gegen Schluss singt Gary Lightbody nicht mehr, nur noch ein Chor ist zu hören. Das hat etwas Entspannendes.
Dieser Song ist mein Favorit Nummer 2 auf der CD.
Titel 6 – That Silver Necklace
Dieser Song beginnt mit Gitarren, dann setzt Gary Lightbody mit seinem Gesang ein. Vom Tempo her ist dies für mich ein schneller Folk-Pop-Song.
Das einsetzende Schlagzeug verleiht dem Song etwas Schweres, Dramatisches. Der Song ist eine Nummer im typischen Snow Patrol-Sound mit Gitarren und Keyboard und Folk-Elementen, so sehe ich es.
Auf jeden Fall handelt es sich um einen Song, den ich mag.
Titel 7 – I Am A Landslide
Ein Song mit Folk-Charakter ist das. Er beginnt mit Gitarren, Schlagzeug und Klavierklängen, die mich an Shanties (Seemannslieder) erinnern. Eine schnelle Nummer höre ich hier, die mich wieder etwas an die Songs von „Mumford & Sons“ erinnert.
Den Song singt Iain Archer, der ihn auch geschrieben hat. Gary Lightbody spielt nur auf einer Orgel.
Toll finde ich den Instrumentalteil mitten im Song – mit Gitarren und Keyboards, die wie Geigen klingen. Auch höre ich Schlagzeugsound.
Wenn ich den Song höre, denke ich an Reiter, die durch eine amerikanische Prärie reiten. Und das bedeutet, dass ich den Song mag.
Titel 8 – The Deepest Ocean There Is
Hier singt wieder Gary Lightbody. Er singt so, als würde er gleich einschlafen. Dafür gefällt mir das Gitarrenspiel in dem Song sehr gut.
Der Song ist also eine sehr ruhige Gitarrennummer mit Gesang. Der Titel ist nicht eingängig. Ich finde ihn okay, zähle ihn aber nicht zu meinen Favoriten.
Titel 9 – The Good Book
Auch dieser Titel ist ruhig. Der Sänger ist hier Tom Smith, auch wenn Gary Lightbody den Song geschrieben und komponiert hat. Aber Lightbody spielt hier nur die akustische Gitarre.
Tom Smith singt dunkel. Seine Stimme mag ich nicht besonders. Begleitet wird Tom Smith von Gitarren. Ganz plötzlich hört der Song auf – und ich höre nur noch den Hall von E-Gitarren.
Der Titel ist okay, kann mich aber nicht hundertprozentig überzeugen.
Titel 10 – Pieces
Ein schneller Poptitel ist das mit Klavier, Schlagzeug und Gitarre. Den Song finde ich toll. Gary Lightbody singt. Seine Stimme wurde etwas verfremdet, sie klingt so, als sänge er in einer leeren Blechtonne – und ich höre dann seine Stimme mit ein bisschen Hallen.
Trotzdem mag ich die Stimme des Sängers in diesem Stück – auch die dramatisch klingenden Instrumente. Besonders gut finde ich eine langsamere, folkloristische Stelle mitten im Song.
Der Schluss des Songs ist nervend: mit einem knarrenden Hintergrundgeräusch, das offensichtlich von E-Gitarren stammt. Daneben noch ein Klopfen, als seien Gary Lightbody und seine Band jetzt auf einer Baustelle.
Ich mag den Song – auch wenn der Schluss nervt. Es ist mein Favorit Nummer 3 auf diesem Album.
Das Booklet
Das 12-seitige Booklet zeigt vorwiegend Fotos bei Nacht. Vor diesen Fotos erscheinen immer wieder in weißer Schrift alle Songtexte sowie Angaben darüber, wer welche Instrumente bei welchem Song spielte.
Ebenfalls ist aufgeführt, bei welcher Plattenfirma die Mitglieder von „Tired Pony“ normalerweise unter Vertrag stehen. Auch lese ich, wer welche Songs wo abmischte, wo die CD produziert wurde und wer sonst noch dazu beitrug, damit diese CD veröffentlicht werden konnte. Zum Schluss ist noch erwähnt, wem die Mitglieder von „Tired Pony“ Dank sagen möchten.
Warum ich diese CD kaufte/meine Hörerfahrungen
Als mein Lieblingsradiosender SWR 3 den Titel „Dead American Writers“ im Jahre 2010 immer wieder spielte, war mir klar: Den Song muss und will ich irgendwann haben.
Die Zeit dafür, das Album „The Place We Run From“ zu kaufen, war reif, als es nur 5,55 Euro bei Amazon.de kostete (das war irgendwann im Sommer 2011). Also wurde es kurzerhand bestellt – zusammen mit noch einigen anderen Dingen, so dass ein Bestellwert von über 20 Euro erreicht wurde.
Einige Tage später traf die Lieferung ein – und seitdem höre ich das Album oft. Es ist sowohl ein Album, dessen Songs man zuhört, aber auch ein Album, dessen Musik im Hintergrund laufen kann, während andere Tätigkeiten verrichtet werden.
Ein recht ruhiges Album ist es – ich hätte mir schon mehr Abwechslung in der Musik gewünscht. Beispielsweise auch mal eine rockigere Nummer.
Vom Musikstil her muss ich sagen, dass sich die Musik wie „Snow Patrol mit Folkelementen“ anhört. Der REM-Musiker Peter Buck spielt zwar mit auf dem Album, jedoch erinnert mich keines der Stücke an die Musik von REM. Genauso verhält es sich mit der Musik von Belle & Sebastian. Deren Musiker Richard Colburn wirkt zwar mit auf dem Album – aber „Belle & Sebastian“ machen, meines Wissens nach, andere Musik als die, die ich auf „The Place We Run From“ höre.
Mein Fazit
„The Place We Run From“ des Bandprojekts „Tired Pony“, dessen Kopf Gary Lightbody, der Sänger und Frontman der Band „Snow Patrol“ ist, ist ein durchaus hörenswertes Album mit Musik im Stil von „Snow Patrol mit Folkelementen“, das mir gut gefällt.
Von der Musik her hätte ich mir etwas mehr Abwechslung gewünscht, deswegen ziehe ich einen Stern ab.
So bleiben also vier Sterne und eine Hör-/Kaufempfehlung.
Vielen Dank fürs Lesen und Bewerten!
11.05.2012 23:47
bh
01.03.2012 16:34
Sehr gute Vorstellung, Saludos Negerle
21.02.2012 14:57
BH