Der Weg zur akustischen Gitarre
21.10.2002 (02.03.2003)
Pro:
tolle Songs, 2 CD's zum Preis von einer
Kontra:
ein langweiliger Song
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 Rrambo
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Nach einer für ihn erstaunlich kurzen Zeit von nur zwei Jahren hat nun also Mark Knopfler sein neues Album „The Ragpicker’s Dream“ auf den Markt gebracht. Das Album zeigt ganz deutlich, dass Knopfler eine deutliche Entwicklung weg von seiner ehemaligen Band Dire Straits genommen hat. Schon rein äußerlich findet man 12 Songs mit einer Gesamtlänge von gut 55 Minuten. Also keine bombastischen Songs von mindestens fünf Minuten und einem hohen Anteil an Knopfler’s außergewöhnlichem Gitarrenspiel. Sicherlich kann man es bedauern, dass ein so außergewöhnlich talentierter Gitarrist (in einer kürzlichen Wahl wurde er zum zweitbester Gitarrist nach Jimmy Hendrix gewählt) sein Talent nicht so umfangreich darstellt wie auf allen anderen Alben von ihm oder den Dire Straits. Dafür kommt aber ein anderes ebenso großes Talent noch besser zum tragen: Für mich ist Mark Knopfler (neben Sting) der beste Songwriter, da er zum einen keine Massenware produziert und zum anderen nicht einem einzigen Stil verfallen ist. So ist „The Ragpicker’s Dream“ ein Album, wo (für Mark Knopfler's Verhältnisse) sehr oft die elektrische Gitarre der akustischen Gitarre weichen muss. Waren die Vorgänger-Album „Golden Heart“ und „Sailing to Philadelphia“ sehr von irischen (Golden Heart) bzw. amerikanischen Einflüssen geprägt, so ist „The Ragpicker’s Dream“ eine Mischung aus Balladen, Folk und Rock. Daher finde ich dieses Album deutlich besser als „Sailing to Philadelphia“.
Nun zu den Songs des Albums: Da ich es für unsinnig halte, jeden Song mit zwei Sätzen zu beschreiben (das findet man hier oft, aber wer kann sich schon was darunter vorstellen? Ich jedenfalls finde das mehr als flüssig), werde ich auf die stärksten und schwächsten Songs eingehen und somit Anspieltipps in jede Richtung geben. Der Opener ist die Singleauskopplung „Why Aye Man“, ein Song, der mich an einen der letzten Dire Straits Hits „Calling Elvis“ erinnert. Einer der wenigen Songs, wo das brillante Gitarrenspiel von Mark Knopfler zum tragen kommt. Kontrastprogramm und nicht weniger schlecht der Song „Devil Baby“, der sich gegen Ausgrenzung von Menschen wendet, die nicht dem Schönheitsideal entsprechen.
Weitere Höhepunkte des Albums sind „Quality shoe“, ein Folk-Song mit tollem Piano-Solo, die Ballade „The Ragpicker’s Dream“ sowie der fetzige Song „Daddy’s Gone to Knoxville“. Das waren jetzt viele positive Songs, aber es hat bisher (fast) kein Album gegeben, bei dem mir nicht mindest ein Song nicht so gefallen hat. So auch hier: „Fare Thee Well Northumberland“ ist ein für mich eher langweiliger Song, was man bei einem so talentierten Songwriter wie Mark Knopfler sonst kaum findet.
So, jetzt habe ich meine Meinung zu dem Album geschrieben, aber bin ich auch fertig? Ups, nein, ich habe was vergessen. Obwohl das Album nicht mehr als normal kostet (in der Regel 13-15 Euro), gibt es zwei CD’s. Auf der zweiten CD findet man vier Live-Aufnahmen. Die ersten zwei Songs sind bei einem Konzert entstanden, dass Knopfler mit einigen Freunden (Ex-Dire Straits, Notting Hillbillis) im Juli gegeben hat. Es sind die gelungenen Live-Versionen der Album-Titel „Why Aye Man“ und „Quality shoe“. Dazu noch zwei Songs von der letzten Tour, nämlich der Titelsong des Vorgängeralbums „Sailing to Philadelphia“ und der Dire Straits-Superhit „Brothers in arms“. Letzteren kennt man ja schon in vielen Live-Versionen, „Sailing to Philadelphia“ jedoch ist in einer fast perfekten Art gespielt worden. Da aber eine CD mit 27 Minuten Musik noch nicht voll ist, findet man den noch mehr: Man kann am Anfang der zweiten CD „Why Aye Man“ nicht nur hören, sondern diesen Live-Auftritt in einem Video auch auf dem PC sehen. Diese zweite CD macht „The Ragpicker’s Dream“ jedenfalls zu einem Album mit einem unglaublichen Preis-Leistungs-Verhältnis. Musikalisch ist es für mich der bisherige Höhepunkt des Jahres 2002 und daher auf jeden Fall empfehlenswert.
Ein Tipp noch nebenbei: Fans von Mark Knopfler haben sich schon dran gewöhnt, dass man auf den Singles, in diesem Fall „Why Aye Man“, weitere Sahnestücke findet. Hier ist es der Song „Small potatoes“, der einen rätseln lässt, warum er es nicht auf das Album geschafft hat. Dazu kommen noch die Live-Versionen vom Dire Straits-Hit „So far away“ (Konzert vom Juli, s.o.) und von „Speedway to Nazareth“ von der letzten Tour. Nachtrag März 2003: Leider bekommt man mittlerweile die Doppel-CD nicht mehr so billig wie im Artikel beschrieben. Sie lohnt sich aber auch für 1-3 Euro mehr.
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The Ragpicker's Dream - Mark Knopfler
Bis zum heutigen Tag ist Mark Knopfler offensichtlich drei verschiedenen ...
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07.12.2002 22:16
Zwei Jahre finde ich jetzt nicht so ausergewöhnlich. Naja, für Mark Knopfler vielleicht schon, weil er ja einer der wenigen ist, die es nicht nötig haben, auf der Erfolgswelle ihrer Vorgänger-CD zu schwimmen.
23.10.2002 13:10
Ja - ein wirklich sehr schönes Album, trotzdem oder gerade weil es ziemlich weit weg vom Dire-Straits-Sound ist. Gruss vom Fluss!
22.10.2002 09:26
.. dein Bericht ist super .. die Musik mag ich auch, leider finde ich sie auf die Dauer nicht sehr abwechslungsreich .. damals zu Dire Strais-Zeiten hat es mir besser gefallen .. bis bald robii