The secret language of birds
26.07.2004
Pro:
wunderschöne Musik von erfahrenen Künstlern
Kontra:
vielleicht nicht jedermanns Musikgeschmack
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 Majali
Über sich:
Mitglied seit:27.04.2003
Erfahrungsberichte:142
Vertrauende:99
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 102 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Eigentlich würde die Besprechung dieses Albums wohl eher in den Frühling passen aber gerade heute habe ich es wieder aus dem CD-Ständer gekramt und zum Frühstück eingelegt. Dieses Album ist durch ein Geschenk meines Vaters in meinen Besitz gekommen, der ein großer Jethro Tull Fan ist und ohne den ich weder Ian Anderson kennen würde, noch dieses wunderbare Album, welches ich Euch jetzt mal ans Herz legen möchte:
Ich möchte Euch das Album : THE SECRET LANGUAGE OF BIRDS von Jethro Tulls Frontman und Flötespieler Ian Anderson vorstellen, welches z.B. bei amazon.de schon für wenige 9,90€ zu kaufen ist, nachdem man sich dort die ersten Hörproben gönnen kann.
IAN ANDERSON:
Ian Anderson wurde 1947 in Dunfermline/ Schottland geboren und wurde mit der Gruppe Jethro Tull bekannt und berühmt, welche heute bereits auf 35 Jahre Musikgeschichte zurückblicken kann. Ian Anderson versuchte und schaffte es erstmals Rockmusik mit einer Querflöte in Einklang zu bringen. 1983 brachte er dann mit Erfolg sein erstes Soloalbum (Walk into Night) heraus, das zweite ( Divinities) folgte 12 Jahre später und im Jahre 2000, genau genommen am 06.03., nach 32 Jahre Musikgeschäft ging Ian Anderson mit dem Album: „The secret language of birds“ an den Start. Inzwischen (seit 2003) gibt es sogar schon ein 4. Soloalbum (Rupi´s dance). DAS ÄUßERE ERSCHEINUNGSBILD DER CD + BOOKLET:
Natürlich schmücken das CD-Booklet zwei paradiesische Fantasie-Vögel, die sich ansehen und scheinbar miteinander zwitschern (schaut bitte selbst ). Oberhalb des Bildes steht der Name des Artists und unten drunter der Name des Albums. Im Booklet sind sämtliche Texte der Songs abgedruckt und immer wieder mit verschiedenen paradiesartigen und vor allem bunten Bildern von Tieren und Blumen versetzt. Auf den letzten Seiten gibt es eine Übersicht über alle beteiligten Artisten des Albums und einige Gedanken zu den einzelnen Songs. Auf der letzten Seite, eine Playlist mit Angabe der jeweiligen Spielzeiten.
Die CD selbst hat einen gelben Hintergrund, der von ettlichen Vögeln überdruckt wurde (seht bitte selbst). DIE MUSIK:
Die etwa 45 Minuten Spielzeit des Albums durchziehen wunderschöne, leichte und überwiegend fröhliche, belebende Melodien und akustische Klänge, die in der Musikrichtung am Ehesten in Richtung Folk-Rock eingeordnet werden können. Nur selten hört man Schlagzeug, Keyboard oder E-Gitarre,. Im Vordergrund stehen ursprüngliche Instrumente, wie Querflöte, Mandoline, Klavier, Orgel und Akkordeon. Ian Anderson sagte wohl selbst über das Album, daß es eher für „girls“ wäre, deshalb dachte mein Vater wohl auch, das es das richtige wäre um mich seiner Musikrichtung etwas näher zu bringen. DIE EINZELNEN SONGS:
1.) The secret language of birds (4.17) Dieser Song beginnt mit kurzem Vogelgezwitscher und ist frohlich und verbreitet gute Laune. Hauptinstrument ist hier die Querflöte und das Piano. Am Ende hört man noch die schwarzen Raben krähen. Diesen Song schlage ich als 1. Anspieltip vor.
2.) The little flower girl (3.37) Dieses Lied ist etwas ernster, hat aber durch die Querflöte auch immer aufhellende Momente. Dieser Song hat ein sehr abruptes Ende.
3.) Montserrat (3.21) Dieser Song hat irgendwie etwas irisch/ schottisches und zählt auch zu den ruhigeren Songs, obwohl er mit mehreren, verschiedenen Instrumenten schnell gespielt wird
4.) Postcard day (5.07) Ein wunderschönes Lied mit viel Querflöte und akustischer Gitarre mit wunderschönem Text : …“ Two pink doves strut the shingles picking crumbs from the breakfast I saved for you, my dear. And I wish you where here on this postcard day….“ 2.Anspieltip
5.) The water Carrier (2.56) Dieser Song hat etwas orientalisches an sich und wird hauptsächlich mit Mandoline und elektrischer Gitarre gespielt, soweit ich das heraushören kann. Ein schneller Song mit viel Rhythmus.
6.) Set-Aside (1.29) Wieder ein Song der ein ein irisch/schottisches Feeling vermittelt, indem der Gesang im Vordergrund steht und nur leise mit der Gitarre begleitet wird und dessen Gesangspausen mit einer wunderschönen Querflöten-Melodie ausgestattet sind.
7.) A better moon (3.46) Ein ruhiger Song mit viel zartem aber schwerfälligen Querflötenspiel. Ein Song zum Träumen.
8.) Sanctuary (4.42) Dieser Song beginnt mit ruhigem Gesang und wird wieder nur leise mit wenigen Instrumenten (hauptsächlich Gitarre, Bässe) begleitet und lässt den Zuhörer ins Träumen geraten. Der Musik-Refrain mit sehr vielen vermischten hat etwas tänzerischer und leichtes….so schwer zu beschreiben, man muß es sich einfach anhören, daher: 3. Anspieltip
9.) The jasmin corridor (3.54) Ein sehr ruhiges Lied mit viel Gesang, einem schönen Text und leiser Gitarrenbegleitung: „In all my life, I never knew a girl like you before. Woke up one day, swore I heard the sound of heaven knocking on my door. And after all these years long passing, time to reflect, no time for wasting. Walking down the jasmin corridor. Reflecting echoes of quiet laughter.“
10.) The Habanero reel (4.01) Ein schneller Song mit viel Querflöte, Drums und Mandoline. Wieder vermittelt ein Song irisch/schottisches bzw. keltisches Feeling.
11.) Panama Fighters (3.21) Ein Song mit vielfältiger Instrumentenauswahl und dadurch einfach wunderschön und ganz laut zu hören und zu genießen!
12.) The secret language of birds Part2 (3.06) Nach dem Erlernen der geheimnisvollen Sprache der Vögel im ersten Teil, soll sie nun gesprochen werden. Dieser Song ist ebenso fröhlich und leicht, wie der erste Teil, wird mit viel Querflöte und Drums gespielt und lässt durch den Refrain, den 1. Teil nochmals Revue passieren…“…do we have problems of communication? There´s something I don´t know and you can´t explain it to me, let´s talk the secret language oft birds…“
13.) Boris Dancing (3.07) Dieser rein instrumentalische Song ist Boris Jelzin gewidmet und hat eine starke Melodie und ist sehr ausdrucksstark.
14.) Circular Breathing (3.45) The sound of circular breathing wird nachdem Gesang, via Keyboard gleich auch dargestellt (Windgeräusche). Die Pausen werden wieder durch das leichte Spiel der Querflöte ausgefüllt. Ansonsten wird der Gesang hauptsächlich durch eine Gitarre und Bässe begleitet.
15.) The stormont shuffle (3.20)
Nochmals ein Song ohne Gesang, ein schnelles Spiel mit vielen verschiedenen Instrumenten, hauptsächlich aber natürlich die Querflöte DIE BETEILIGTEN AM ALBUM (MUSIK):
--> Ian Anderson: Text, Produktion, Flöte, akustische Gitarre, Bouzouki, Mandoline, Piccolo, Bass, Percussion --> Andrew Giddings ( Keyboarder bei Jethro Tull) spielt auf diesem Album Akkordeon, Klavier, Orgel, Marimba, Percussions, Bass und natürlich Keyboard
--> Gerry Conway ( Gitarrist bei Jethro Tull) spielt hier hauptsächlich Drums --> Darren Mooney (Drums) --> James Duncan (Drums) --> Martin Barre (elektrische Gitarre)
BONUS: Legt man die CD ins CD-Rom Laufwerk des PC´s, wird man mit einem Interview von Ian Anderson überrascht. Der 57 jährige Sänger spricht über sein Album und dann kann man die Aufnahme des Titelsongs (the secret language of birds) ansehen, mal mit überwältigen schwarz/weiß Aufnahmen, dann wieder in Farbe und Nahaufnahmen von Ian Anderson. Während ich das Video sah, dachte ich nur: „MEHR!“ Mehr von Ian Anderson….mein Vater hat es geschafft…..
FAZIT: Je öfter ich die CD höre, umso mehr gefällt sie mir. Die Querflöte, die auf diesem Album natürlich die Hauptrolle spielt, verschafft es mit ihren hellen, leichten Tönen die Laune zu heben oder einen zum Träumen zu bringen. Das ist einfach wunderschöne Musik zum Zuhören, Musik zum bewussten Zuhören, Musik zum Genießen! Hört doch bei amazon.de einfach mal rein….
Vielen Dank für´s Lesen, Bewerten und Kommentieren und wenn noch was fehlt, lasst es mich bitte wissen!
Bilder von The Secret Language of Birds - Ian Anderson
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03.02.2006 09:23
Da werde ich doch gleich mal bei Amazon reinschauen. Dein Vater ist genau wie meiner (wie man an meinem Bericht über das Jethro-Tull-Konzert sehen kann). Liebe Grüße, Jes-Törtchen!
31.01.2006 01:22
Würde ich mir auch mal anhören.
13.08.2004 20:17
Cool. Den Bericht lesen ist fast, wie in die CD reinhören. Ian Anderson ist ein Gott in einer selbstgeschaffenen Sparte. Nicht das ich sonst Querflötenfanatiker wäre. Aber Jethro Tull ist was ganz eigenes. Das der Soloalben gemacht hat, wusste ich allerdings nicht. Man soll einfach nicht immer mit dem, was man hat zufrieden sein, stell ich grad fest:-) Ich werd jedenfalls beim nächsten CD Kauf mal sehen, ob ich in die CD irgendwo reinhören kann. Gruß, Claudia.