It was an execution
07.02.2007
Pro:
typisch Sinner, Aggressiver als gewohnt
Kontra:
nix
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
Häufigkeit der Nutzung
Dieser Tonträger ist:
mehr
 Banetharm
Über sich:
Mitglied seit:01.01.1970
Erfahrungsberichte:26
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 24 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Das 2003 veröffentlichte Album "There Will Be Execution" der Band Sinner ist wohl das bis dato härteste der Band. Zwar immer noch mit den sympathischen Roots, den Thin Lizzy orientierten HardRock Grooves, aber mit einer deutlichen Portion Zusatz-Blei. Bei diesem Album arbeitete nach etwas längerer Zeit, in der er sich von Primal Fear und Sinner zurückgezogen hat, endlich wieder Tom Naumann an der Leadgitarre mit. Und da Mat und Tom sich einig waren, etwas Dampf ablassen zu müssen, wurde die Scheibe härter als gewohnt, dem tut aber nix zur Sache, ein super Silberling, der immer wieder zum hören einlädt. ~~Line Up~~ Mat Sinner - Bass & Lead Vocals Tom Naumann - Lead/Rhythm Guitar Henny Wolter - Lead/Rhythm Guitar Fritz Randow - Drums Frank Rössler - Keyboards
~~Gestaltung~~ Auf dem Cover abgebildet Mat, dazu ein anderes Sinner Logo, an der unteren Bildkante der Albumtitelb. Das ganze ist in einem überwiegend Grünschimmer gehalten. Auf dem Rückseitigen Cover diverse Filmstreifen und die Titelangabe. Auf der Bookletrückseite die Band. Im Booklet selbst die Lyrics, Bilder der einzelnen Musiker und Produktionsinfos.
~~Tracklist~~ *Disc I*
3'15 - 01 Higher Level Of Violence 3'32 - 02 There Will Be Execution 3'03 - 03 Requiem For A Sinner 4'45 - 04 Die On Command 4'36 - 05 Finalizer 5'15 - 06 Locked And Loaded 4'44 - 07 God Raises The Dead 4'24 - 08 The River 3'47 - 09 Liberty Of Death 4'21 - 10 Black Monday 3'28 - 11 Crown Of Thorns Gesamtspielzeit: 45'15
*Disc II* 5'16 - 01 Wherever I May Roam 3'52 - 02 Troublemaker 5'08 - 03 Roses Of Yesterday
~~Die Songs~~ 01 Higher Level Of Violence Intro typisch nach Naumann klingend, dann harte, aber dennoch groovende Gitarrenriffs, unverkennbar Sinner, spätestens an Mats knurriger Stimme zu erkennen. Die Gitarren hämmern nur so und behalten dennoch ihre klaren definitionen. Coole, rhythmische Drumparts, gemixt mit Doublebase-Aktionen, diverse Breaks, ein paar kleine Super Gitarrensoli und ein großes. Das Ding geht ins Ohr. In dem Song steckt richtig Energie, die ausbrechen will.
02 There Will Be Execution Ein fetzendes Drumintro, welches mit den eingängige Gitarrenbeats in ein Doublebasegewitter wechselt, die Gitarren scheinen sich hier wieder etwas beruhigt zu haben, tragen aber immer noch was vom Vorgänger Song mit. Auch die Vocals scheinen ein bisschen (aber nur ein bisschen) ihrer Kraft eingebüßt zu haben, aber das kaum merklich. Super eingängige Strophen- und Refrainvocalmelodien, dazu treibende Rhythmussounds der Eierschneider und Energiegeladene Schießbudenvergewaltiger. Zum Solo hin werden die Gitarren wieder ein bisschen angriffslustiger und auch die Drums legen einen Zahn zu. Ein richtig geiler Song, der auch wunderbar zum Dampf ablassen tendiert. 03 Requiem For A Sinner Ein bisschen langsamer geht es hier zu, dennoch mit einem gewissen Maß an Energie und coolem Gitarrenriff, das auch als Break zwischen den Strophen fungiert (da wird nämlich nur ein Akkord reingehämmert). Auch hier scheint ein bisschen Energie eingebüßt worden zu sein, aber immer noch sind die ab und zu kreischenden Gitarren vorhanden. Der Refrain ist eingängig, das Solo melodisch gehalten und eher im zum Vergleich zu den ersten beiden Songs im "Mid-High" Tempo gehalten. Kräftige Vocals, Rhythmus pur, Hardrock eben, Sinner eben. Cooler Song, der zwar gut ist, aber nur grade so mit den ersten beiden mithalten kann.
04 Die On Command Hier wird im Intro vom Speed weggenommen und dafür mehr auf eine gewisse Brutalität der Riffführung wertgelegt. Langsamer als die 3 ersten Songs, hört er sich ein bisschen fies an, dennoch mit eingängigen Vocalmelodien, v.a. im Refrain (da auch ein paar Backgroundchorusvocals). Meist abgedämpfte Gitarrensounds die nur zur Hervorhebung oder um das ganze noch ein bisschen härter zu gestalten klar gespielt werden. Das Solo ist im Vergleich zum Rest des Songs etwas schneller gehalten, dazu in der letzten Hälfte ein langsameres Gitarrenduett, dass sich melodisch an die Grundmelodie des Songs anlehnt, aber dennoch dabei aus dem Rahmen schlägt. Ein langsamerer fieser Song, bei dem man sich zwar nicht so dolle abreagieren kann, wie bei den anderen, der aber dennoch nicht zu verachten ist. 05 Finalizer Dafür geht hier wieder die Post ab, einbrechendes Intro, dann ein fetzendes Gitarrenriff, das etwas abgewandelt in der Strophe (dazu ein paar Tönchen mehr nach oben laufend) verwandt wird. Die Strophenmelodie ist nicht so berauschend wie die des Refrains. Aber dennoch insgesamt doller Song. Treibende Doublebassschläge, wie immer Wertlegung auf rhythmische Gitarrenparts, dazu ein bisschen Backgroundvocalverstärkung im Refrain. Das erste Solo fällt eher klein aus, mehr rhythmusgitarre die ein paar Riffs von sich gibt und dazu dann ein paar liegende Akkorde der zweiten Klampfe, das zweite Solo fällt dafür umso "soliger" aus, schnell, Naumanntypisch, geil. Harter Kracher, der wieder zum Anfang der Platte hin tendiert.
06 Locked And Loaded Hier wirds wieder etwas langsamer, vom Gitarrenriff als auch von den Drums. Ein etwas "entspannterer" Song auf der Platte. Super Gitarrenriff, langsamere Achtel unter der Strophe, hier wird wieder mehr auf etwas langsamere, treibende Rhythmik gepaart mit melodischer Härte, der Gitarren geachtet, dafür nochmal ein bisschen an der Vocalmelodie nachgelegt. Das Solo etwas langsamer aber wieder melodischer gehalten, gute Refrainmelodie. Ist halt eben einer der laqngsameren Prachtstücke auf dem Album, nicht mehr ganz so hart wie die ersten paar Songs aber trotzdem gut :) 07 God Raises The Dead Und wieder wird nachgelegt, etwas schneller wirds wieder, trotzdem Gitarrenrhythmus, melodische Strophenvocals, gepaart mit Mats harter Stimme, der Refrain ist sehr eingängig, tolle Melodie, super Gitarrensolo mal wieder, melodisch, rockig, mal langsam, mal schnell, abwechslungsreich. Nach dem Solo wirds mal hart-fies. Dann wieder Refrain. Super Song, der sich locker mit den anderen auf der Platte messen kann. Einer meiner Favoriten.
08 The River Sehr einprägsame Intromelodie, unterlegt mit Keyboards, ein etwas langsamer, in der Strophe balladenartiger Song, mit angeheitertem Refrain, ich glaub sogar, JA es IST eine Ballade, wieder einer von Sinners kleineren "Love"-Songs :D, ich liebe die Teile. Super Strophenvocalmelodie, astrein, toller Prechorus, noch tollerer Refrain, mit wunderschönder Melodie. Ein wunderschönes Lied. Zwar sollte auf der Disc ja Dampf abgelassen werden, aber hier wird nur ein bisschen im Solo abgedampft, denn die cleanen Gitarren und die zwar etwas härtere doch trotzdem gefühlvolle Stimme Mats runden das ganze ab, glätten es zur Metalballade. Geil, Toll, WUNDERBAR 09 Liberty Of Death Dafür wieder hier etwas härteres Intro, liegende Gitarren in der Strophe, die kurz darauf verstummen um nur Bass und Drums platz zu machen und dann auch schon wieder auftauchen. Vocalmelodiekonzentration im Refrain, wobei die Strophe auch nicht schlecht ist. Rhythmisch toll. Das Solo am Anfang etwas langsamer, dann doch wieder schneller, ab zum Refrain.
10 Black Monday Ein midtempo Introriff, das die Strophen über bestehen bleibt, die Vocalmelodie hält sich hier im Zaum. Die Strophen halten nicht viele Überraschungen bereit, der Refrain, hat dann etwas mehr Vocalmelodie und ist insgesamt gar nicht mal so schlecht. Dieser Song ist wieder Gitarrenlastiger. Dazu dann auch diverse Melodiezwischenspiele. Das Gitarrensolo hat dann schon wieder mehr qualitäten, Melodie, Geschwindigkeit, und ist technisch wie immer perfekt. Ein zwar guter Song, gefällt mir teilweise aber nicht so dolle wie der Rest auf der Platte. 11 Crown Of Thorns Und wieder eine Ballade, aber diesmal komplett, Akustikgitarrenbegleitung, sehr sehr dezentes Schlagzeug (alle 1000 Takte ein Schlag von der Basedrum :D), nur Gitarre und Mats gefühlvolle Stimme. Ab der zweiten Strophe ein paar kleinere Spielereien auf der Akkuklampfe, Streicher. Ein kleiner Schmusesong von Sinner, der mir auch wunderbar gefällt, weil er wirklich Gefühl hat und auch Spieltechnisch sehr hochwertig ist.
Der Clou, wenn man noch ein kleines bisschen wartet bei dem Song am Schluss, trällert uns Tom noch ein kleiner absichtlich verquäktes "8 Days A Week", allerdings nur der Refrain davon. Dazu noch ein paar Lacher von Tom und Mat.
~~Bonus Single Disc~~ 01 Wherever I May Roam Der Klassiker von Metallica, von Sinner eingespielt, dementsprechend auch nach Sinners Soundeinstellungen klingend, die Höhen angehoben, den Bass etwas angehoben, alles noch hörbar, nicht ineinander untergehend. In gewisser Weise klingt das Teil sogar wegen den angezogenen Höhen härter und böser als der Metallicasong. Zumal sich Mats Stimmbänder locker mit denen Hetfields messen können. Ist halt der typische Mat-Sound. Kaum Spielereien die vom Original abweichen. Insgesamt dolles Teil. Hör ich mir gerne an. Nicht immer nur Metallica :D auch mal Sinner cov. Metallica. Geht auch! Und außerdem, wozu gibt's Covers? Damit man den Originalen zeigen kann, WO der Hammer hängt (das man's besser kann :D). Klar wollen Sinner das hier nicht machen, sondern nur dem Song und der Band Tribut zollen, und das ist ihnen auch gelungen. Super :D
02 Troublemaker War schon auf der "Judgement Day" drauf, hier als Neuaufnahme, in etwas besserer Qualität, neu eingespielt. Die Höhen sind einen Tick angezogen. Hat nicht viel besonderes zu bieten. Wer den Song nicht kennt: Die altbekannte Sinner-Riff-Dynamik, die groovt, und tolle Melodien ans Tageslicht bringt. Der Song klingt entsprechend des Titels etwas fies, hart, kann sich hören lassen. Einer meiner Lieblingssongs von Sinner. 03 Roses Of Yesterday Anders als (als Ballade) zu erwarten kommt dieser Song verzerrt mit rockigem Introriff, dass dann nach kurzer Zeit verstummt um Mat am Tieftöner mit einem kleinen Basssolointro Platz zu machen. Die Vocals fallen doch recht melodisch aus, im Refrain nur an ein paar Stellen. Der Song schraubt an vielen Stellen ab und zu zurück, macht kleinere Pausen, um z.B. nur Drums und ein paar liegende Töne zu präsentieren. Insgesamt rockt das Teil ziemlich, hätte aber vielleicht nicht ganz auf die Execution-Scheibe 1 gepasst, sondern sich seinen Platz wie auch passiert auf der Zusatzsingle verdient. Der Song ist keineswegs schlecht, das will ich damit nicht behaupten, er passt nur klanglich, dynamisch (und im midtempo-bereich angesiedelt) nicht ganz zu den 11 anderen. Ansonsten groovig rockig, was will man mehr.
Fazit: Für 10€ eine Doubledisc zu bekommen die Klanglich hochwertig ist, und insgesamt Super geworden ist, kann man nix dagegen sagen. Ich finde, der Kauf hat sich definitiv gelohnt. Und wer auf knurrigen Hardrock mit Metal anleihen steht, der sollte sich dieses Teil nicht entgehen lassen.
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08.02.2007 01:06
Schöner Bericht!!! Bis dann mal...Alphanova
07.02.2007 17:32
Nicht so mein Ding. Gruß Andrea