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Als dann das Album "This Is Love, This Is Murderous" erschien, gelang ihnen endlich der Sprung über den eigenen Schatten. Man galt in der amerikanischen Metalcore- Szene als die Zukunft dieser Musiksparte und fast die gesamte Metal- Presse war vom Album begeistert.
Dieses Jahr wurde "The ... Bericht lesen
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Erfahrungsbericht von sop_yannick über This is Love, This is Murderous... - Bleeding Through 09.06.2006
Produktbewertung des Autors:
Cover-Design:
exzellent
Klangqualität:
gut
Langzeithörspaß:
wird nie langweilig
Häufigkeit der Nutzung
häufig
Dieser Tonträger ist:
einer der besseren des Künstlers
Pro:
Keyboarderin, die auch noch gut ausschaut, geile Atmosphäre, geile Riffs
Kontra:
manchmal der Sound
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
1. Einleitung 2. Sound und Musik 3. Einzelne Songs 4. Fazit
1.) Einleitung °°°°°°°°°°°°°°°°° In Deutschland mögen Bleeding Through zwar noch ein Geheimtip sein, aber ich bin dieser Band seit dem Knüller- Album "Portrait Of The Godess" verfallen, und das nicht nur wegen Keyboarderin Marta. ;) Nach einer ersten EP wurden Trustkill schnell auf die Band aufmerksam und nahmen sie unter Vertrag. Bleeding Through spielten damals schon einen ähnlichen Stil wie heutzutage, nur wesentlich stumpfer. Aber man konnte das Potenzial erahnen, welches in der Band steckt. Wie gesagt, mit dem Release von "Portrait Of The Goddess" wurde ihnen dann eine wesentlich größere Aufmerksamkeit zuteil, unter anderem auch in Europa. Man spielte zahlreiche Touren, beackerte tonnenweise Clubs und baute sich somit eine beachtliche Fanbase auf. Als dann das Album "This Is Love, This Is Murderous" erschien, gelang ihnen endlich der Sprung über den eigenen Schatten. Man galt in der amerikanischen Metalcore- Szene als die Zukunft dieser Musiksparte und fast die gesamte Metal- Presse war vom Album begeistert. Dieses Jahr wurde "The Truth" veröffentlicht, ein weiterer Meilenstein im Metalcore- Genre und es werden von dieser Band wahrscheinlich noch viele folgen.
2.) Sound und Musik °°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°° Der Sound ist auf "This Is Love, This Is Murderous" das einzige Manko. Obwohl er stehts schön drückt und eigentlich immer gut ausgesteuert ist, versinkt er manchmal im Matsch der Instrumente. Hier wird manches Killerriff fast vom Strudel der restlichen Musik verschluckt. Die Musik ist im Prinzip Metalcore, wobei der Metal ein klares Übergewicht hat. Hinzu kommen noch ein paar Black Metal- Einflüsse, die nicht zuletzt dem sphärischen Keyboardspiel zu verdanken sind.
3.) Einzelne Songs °°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
1. Love Lost In A Hail Of Gunfire "This was a fucking bomb, for a few seconds this place was Armageddon....IT WAS A FIREFIGHT!!" Mit diesem Sprachsample aus einem mir leider unbekannten Film beginnt das Album und gleich darauf bricht die Hölle los. Wilde Riffs werden von mystischem Keyboardspiel unterstützt und Sänger Brandan brüllt sich die Seele aus dem Leib. Immerwieder schlagen wilde und unvorhersehbare Breaks ein wie Meteoriten, der geile Breakdown tut sein übriges. Das Tempo bewegt sich meist im oberen Bereich, wobei immer wieder geniale Doublebass- Attacken und rasende Fill- Ins vom Schlagzeuger hingerotzt werden. Wenn irgendein Drummer von Geschwindigkeit, Präzision und Technik her mit Joey Jordison von Slipknot mithalten kann, dann Derek von BT. Genialer Opener mit schönem Ende samt cleanem Gesang und sanftem Ausklingen. 10/10
2. Sweet Vampirous Im Gegensatz zum Opener regiert hier nicht die Melodie, die Keyboards hört man sehr selten. Es wird hauptsächlich gemosht und geprügelt, bevor es nach 1:25 Minuten Tollwut vorbei ist. 9/10
3. Number Seven With A Bullet Groovig und schwerlastig beginnt der Song, bevor er nach einem kurzen Break in Hochgeschwindigkeit mündet. Hier schwingt die Death Metal- Keule und die Blastbeats tun ihr Übriges. Hier kann man wiedermal sehr schön hören, wie verdammt gut die Band zusammenspielt und wie gut der Drummer wirklich ist. Geiler Song, der Schaum läuft mir auch gerade aus dem Mundwinkel... 10/10
4. On Wings Of Lead Melodisch und mit viel Rock- Drive beginnt "Wings Of Lead", bevor der Wahnwitz erneut um sich greift. Man kann den Schmerz, den der Text artikuliert förmlich aus den Gitarrenriffs und dem Gebrüll heraussaugen. Dann und wann gibt es auch noch einen sehr schönen Part mit cleanem Gesang und leisen Streichern im Hintergrund. Sehr melodischer Song, der trotzdem eine Affenhärte vermittelt und am Ende sogar ein Solo bereithält. Vollbedienung hoch 10! 10/10
5. What I Bleed Without You Hier wird gepoltert, was das Zeug hält. Blastbeats, fiese Thrash- Riffs und ein fetter Bass, Metaller- Herz, was willst du mehr? Der Refrain kommt hier unglaublich besessen und böse rüber und kann alles! Geiler Prügler mit einigen orchestralen Anstrichen. 9,5/10
6. This Is Love, This Is Murderous Schwerfällig und mit einem krassen Breakdown beginnt der Titeltrack. Hier merkt man, dass ein nicht perfekter Sound auch Vorteile hat, was den Druck angeht. Im Folgenden nimmt das Stück an Fahrt auf und es werden wieder gekonnt Thrash- Riffs rausgehauen, die veranschaulichen, dass die Gitarristen wahre Könner an ihren Instrumenten sind. Cooler Refrain und geiles Riff zum Solo.... 9/10
7. City Of The Condemned Wow....was ein Einstieg. Man wähnt sich beinahe auf "Spiritual Black Dimensions" von Dimmu Borgir, wenn am Anfang Black Metal der ganz hohen Schule zelebriert wird. Das Keyboard ist omnipräsent und für eine der geilsten Melodien der letzten Jahre verantwortlich. Doch auch die gewohnte Bleeding Through- Melodik darf nicht fehlen und kommt definitiv nicht zu kurz. "City Of The Condemned" ist eines der vielschichtigsten Stücke des Albums, beinahe exzessiv wird mit Breaks und kleinen Melodieläufen im Hintergrund um sich geschmissen. Große Kunst!!! 10/10
8. Mutilation Groovig und leicht an New Metal anmutend steigt man hier in die Achtberbahn. Bitte anschnallen, denn gleich folgt eine Berg und Talfahrt der härteren Sorte. Es wird gemosht und geprügelt, bis Tante Lise davongeweht wird, der Song kommt an manchen Stellen einem Sturm recht nahe. Die Doublebass tut ihr Übriges um den Hörer einem Schleudertrauma auszusetzen. 10/10
9. Murder By Numbers Ohne große Umwege gehts los. Groove und Teufelsmelodik vereinen sich zu einem tödlichen Gebräu, wie der Titel bereits vermuten lässt. Ein feines Solo ertönt hier und da und ansonsten gibts die üblich fette Keule mit allem Drum und Dran. 9/10
10. Dead Like Me Mit Blasts und Geschrammel a la Malovelent Creation und Konsorten regiert hier der floridianische Derwisch, bevor auch ein gelungener melodischer Refrain ins Spiel kommt. Doch danach bricht wieder das Monster aus dem Sumpf und hat Hunger. Geiler Song zum Headbangen! 10/10
11. Shadow Walker Auch hier werden keine Gefangenen gemacht. Die Blasts und Uffta- Uffta- Beats dominieren das Schlagzeugspiel. Auch Tapping kommt hier in der Rythmik sehr brachial zum Einsatz. Das Finale des Songs mit seinem leicht misanthropischen Anstrich gefällt mir besonders... 10/10
12. Revenge I Seek Ein Sprachsample eröffnete das Album und eines soll es auch beenden. Kurz nach diesem Sample wird gekloppt was das Zeug hält. Fast schon manisch lange dauert es, bis das erste Break kommt, alles ist durchzogen von einer gewissen Schwärze im atmosphärischen Sinne. Nach dem doch recht schleppenden Beginn wird das Tempo hochgeschraubt und der Thrash regiert. Alle Facetten des Albums werden hier nochmal aufgezeigt, einfach der perfekte Abschluss! 10/10
4.) Fazit °°°°°°°°°°°° Schnell, emotional, mitreißend, druckvoll, atmosphärisch, manisch, düster.....das sind alles Adjektive, die man auf "This Is Love, This Is Murderous" beziehen kann. Aber es ist auf jeden Fall eins: Begeisternd. Auch wenn der Sound nicht immer so transparent ist, er gibt dem Ganzen irgendwie einen gewissen Charme und eine Kantigkeit, die bei vielen Bands verloren gegangen ist. Außerdem bezweckt dieser Sound, dass man die CDs dieser Band immer von anderen unterscheiden kann. Musikalisch ist alles top, der Schlagzeuger ist der helle Wahnsinn, der Bassist legt sehr geile Licks als Fundament aus und die Gitarrenarbeit ist düster und genial, ganz zu Schweigen vom Keyboardspiel, das stets nur dann eingesetzt wird, wenn es passt und hilfreich ist, Atmosphäre zu erzeugen. Das Gebrüll von Brandan ist definitiv aus dem Hardcore, sehr emotional und mit viel Herzblut, so wie es sich anhört. Das für manche wohl ekelhafte aber irgendwie sehr stilvolle Cover und Booklet rundet die Gesamterscheinung perfekt ab. 10/10